Freitag, 24. Juni 2022
Warum der Tod uns interessieren sollte
Seit der Zeit Buddhas bis heute wurden zahlreiche buddistischen Texte über das Sterben verfasst. Die grundlegenden Aussagen all dieser Texte jedoch sind in Tertön Karma Lingpas berühmten Text Bardo tödrol zusammengefasst. Tertön Karma beduetet direkt aus dem Tibetischen übersetzt Befreiung durch Hören im Zwischenzstand und ist im Westen unter dem Titel "Das Tibetische Totenbuch" bekannt. Es beinhaltet die Kernunterweisungen zur Meditationspraxis während des Sterbens und ist innerhalb der tibetisch-buddhistischen Tradition weit verbreitet.
Dienstag, 21. Juni 2022
Der Tod im Alltag
Tod im Alltag
Das Thema Tod ist vielen von uns unangenehm. Deshalb ist es nicht üblich, über das Sterben zu sprechen, denn es bezeichnet das Endes unseres Lebens, an dem wir alle so stark hängen.
T = Tod = Was ist der Tod?
T = Tod = Was ist der Tod?
Wir können den Tod anhand bestimmter Anzeichen erkennen. Die medizinischen Anzeichen sind unter anderem Aufhören der Atmung, Herzstillstand, Verlust der Körperwärme, Totenstarre sowie Totenflecke. Durch diese äußeren Zeichen wird der Eintritt des Todes wissenschaftlich festgestellt, ohne sich um die Befindlichkeit des Toten stützene zu müssen. Wenn diese Zeichen vorhanden sind, gibt es keine Chance mehr auf Reanimation einer Person.
Aus dem Blickwinkel des Buddhismus, wie beispielsweise im Tantra der strahlenden unermesslichen Weite, wird gesagt, dass sich der Zeitpunkt des Todes anhand zweier Anzeichen erkannen lässt. Das erste ist die graduelle Auflösung der groben, äußeren Elemente, deren Ablauf den beschriebenen medizinischen Anzeichen sehr ähnlich ist. Zu diesen Elementen zählen: Erde, welche die Festigkeit des Körpers bedingt, Wasser, das die Körperflüssigkeit beeinflusst, Feuer, welches Körperwärme ermöglicht, Luft, die Energiezufluss und Atem aufrecht erhält, sowie Raum, der ermöglicht, dass die Organe im Körper Platz finden und entstehen können. Das zweite Anzeichen für den Tod ist die Auflösung auf den inneren Ebenen.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Diskussionen über weitere Todesmerkmale: Weltweit wird jeher der Herzstillstand als eines der wesentlichsten betrachtet. Im 17.Jahrhundert kam erstmalig die Idee des Hirntodes auf, der jedoch noch nicht wissenschaftlich bewiesen werden konnte. 1959 dann beschrieben die französsichen Neurophysiologen Pierre Mollaret als ein Todeszeichen, bei dem das Herz zwar mittels maschineller Hilfe noch weiterschlägt und somit die vitalen Funktionen des Körpers aufrecht erhält, während jedoch jede Hirnaktivität bereits erloschen ist und das Gehirn zu zerfallen beginnt. Zu den Anzeich des Hirntodes gehören: keinerlei mentale Aufnahmefähigkeit oder Ansprechbarkeit, Aufrechterhaltung der Atmung nur noch mittels medizinischer Technik, keine messbaren Reflexe wie die automatische Verengung der Pupillen durch indirekten Lichteinfluss, sowie keinerlei messbare Gehirnaktivitäten innerhalt von mindestens zwölf Stunden. Treffen all diese Punkte zu, kann ein Mensch rechtlich als tot erklärt werden.
Betrachten wir nun einige religiöse Standpunkte. Im August 2000 schrieb Papst Johannes Paul der Zweite den Tod als die Trennung des Lebensprinzips (Seel) von der körperlichen Realität. Ganz ähnliche Beschreibungen finden wir auch im Hinduismus sowe in Religionen, die von einer Seele oder einem inhärentenn Selbst ausgehen.
Der Buddhismus hingegen verneint die Existenz einer eigenständigen, unabhängigen Seele, beziehungsweise eines selbst auf absoluter Ebene. Dies unterscheidet ihn deutlich von anderen Glaubenseinrichtungen. Der Tod tritt aus buddhistischer Sicht ein, wenn die dem Körper innewohnenden Energie aufhört, sich zu bewegen oder zu Zirkulieren. Diese subtile Energie beinhaltet nicht nur unseren Atem, sondern auch die Bewegung unserer Gedanken und wird deshalb als Lebensenergie bezeichnet. Das Anhalten von subtiler Energie und mentaler Aktivität auf geistiger Ebene sowie das Aufhören von Herzschlag und Atmung auf körperlicher Ebene bdingen sich also gegenseitig.
Meine fünfte Chemotherapie
Meine fünfte Chemotherapie
Jetzt bin ich eine Woche lang in der fünften Phase der Chemotherapie, aber diese Therapie belastet mch besonders physisch, aber auch zum Teil psychisch. Es liegt besonders in der Bewegung, denn ich kann z.Zt. kaum gehen. Meine Bewegungen sind langsamer geworden, und ich werde schneller müde. Ich habe noch meine Tochter, die mit mir in einem Haus wohnt, aber eine eigene abgeschlossene Wohnung hat, mich aber immer wieder besucht, und die für mich auch einkaufen geht. Wie das Ende dieser Chemotherapie für mich aussieht, dass weiß ich nicht, aber ich vermute, dass ich eine längere Zeit zur Physischen und Psychischen Erholung brauche. Ich habe momentan keine Schmerzen, sondern es ist die große Müdigkeit, die mich sehr stark belastet. Schmerzen habe ich immer, wenn ich eine Strecke gehe, dann bekomme ich in den Wadenmuskeln Schmerzen, aber nur für eine bestimmte Zeit, dann sind die Schmerzen wieder weg. In diesem Zeitraum bekommen meine Beinmuskeln krampfanällige Schmerzen.
Ich habe wirklich diese Schmerzen bei der Chemotherapie unterschätzt. Ich hatte in der Vergangenheit gehört, das man während der Chemotherapie Schmerzen haben kann, aber das habe ich nicht so ernst genommen
Mit Fehlern leben - unsere Qualitäten erkennen
Mit Fehlern leben - unsere Qualitäten erkennen
Suchen wir dagegen immerzu nach Fehlern, werden wir kaum etwas anderes wahrnehmen können. Selbst an Buddha oder Jesus suchten und fanden die Menschen Fehler. Nichts in dieser Welt ist fehlerfrei und makellos. Auch Prminente wich Michael Jackson, Michael Schuhmacher oder Diego Maradona werden nicht von allen gemocht, dennoch gibt es Millionen, die sie lieben. Es ist also unmöglich, in allen Augen perfekt zu sein.
Wir sollten deshalb die Idee aufgeben, perfekt sein zu können, und vielmehr die besten Eigenschaften unserer Persönlichkeit sehen lernen, also erkennen, was wir an Gutem in uns tragen. Dann fällt es auch anderen leichter, uns wertzuschätzen und zu lieben. Und für uns selbst wird es einfacher, gesunde zwischenmenschliche Beziehungen zu entwickeln. Außerdem sollten wir es vermeiden, uns mit anderen zu vergleichen, und stattdessen unser Selbstbewusstsein auf die eigenen Stärken gründen.
Dies können wir ganz einfach üben: Stellen wir uns jemanden vor, den wir besonders gerne mögen, einen Prominenten vielleicht oder unseren Partner. Wenn wir jetzt überlegen, was uns an dieser Person nicht so gefällt, werden wir ziemlich schnell viele Dinge finden. Drehen wir das Spiel um und suchenbei einer anderen Person, die uns eientlich unsymatisch ist, nach etwas, das wir mögen, können wir die positiven Aspekte ebenfalls recht schnell ausfindig mahen. Letztlich hängt alles von unserer Betrachtungsweise ab.
Sollten wir zuweilen unser Selbstvertrauen aus den Augen verlieren, können wir unsere Lage der Situation von Personen gegenüberstellen, denen es wesentlich schneller geht als uns. Dies wird helfen, unsere eigenen Umstände wieder positiver wahrzunehmen.
Trainieren wir als unseren Geist auf diese Weise, benötigen wir keine bestimmten Meditationstechniken oder besonderen Rituale. Wir können jederzeit unser Leben wertschätzen und mit Blick auf unsere Stärken und auf das Positive Selbstsicherheit gewinnen und Zufriedenheit empfinden. So bracuhen wir nicht mehr Dingen nachzujagen, die wir ohnehin nicht erreichen können. Gelingt uns dies mehr und mehr, stellt sich schließlich ganz von selbst ein Gefühl von Vertrauen, Wohlbefinden und Glück in unserem Leben ein.
Montag, 20. Juni 2022
Selbstvertrauen entwickeln
Selbstvertrauen entwickeln
Nicht selten gibt es in unserer Gesellschaft die Auffassung, bestimmte Menschen seien wertvoller als andere, fähiger als andere oder unfähig - was uns in Bezug auf uns selbst oft verunsichern kann. Denn wir alle möchten geschätzt, als kompetent beurteilt und als fähig betrachtet werden. Tatsächlich aber ist es gar nicht so wichtig, was andere über uns denken, solange wir ein gesundes Selbstvertrauen in unsere Stärken entwickeln. Aus meiner Sicht ist dies sehr wichtig.
Vor nicht alzu langer Zeit habe ich einen indischen Film über zwei wachmänner gesehen, der mir eige Lektionen über Selbstvertrauen und inneren Frieden erteilt hat. Es gab darin eine Szene, in der eine Prügelei eine Menge Menschen anlockte. Die Wachmänner versuchten, die gaffenden Zuschauer zu vertreiben, doch keiner der Anwesenden bewegten sich auch nur einen Millimeter von Fleck, bis schließlich die Polizei kam. Plötzlich wwaren alle verschwunden, und es schien, als hätten sie sich in Luft aufgelöst. Einer der Wchmänner war nach diesem Ereignis recht niedergeschlagen und frustriert, weil niemand ihren Aufforderungen als Wachpersonal folgen wollte. Der zweite Wachmann, sein Freund, meinte indes, er solle sich nich den Kopf darüber zerbrechen, was andere über ihn dächten oder ob sie ihn in seiner Funktion respektiert. Auch Könige, Berühmtheiten oder Unternehmer seien allen möglichen und Unmöglichen Gedanken und Urteilen der Leute ausgesetzt. Manchmal wrden ihre Anweisungen eben beachtet, manchmal nicht. Das Wichtigste sei doch, sich selbst zu vertrauen und sich der eigenen Fähigkeiten und Qualitäten bewusst zu sein. Dann brauche man sich nicht schlecht oder missachtet zu fühlen. Immerhin lebten vierhundert Menschen in dem Gebäude, für das sie verantwortlich seien, und diese vierhundert Mensch schliefen nachts gut, weil sie wüssten, dass sie als Wachmänner ihren Dienst gewissenhaft tun Deshalb sei ihre Arbeit wichtig. Kämen irgednwann Einbrecher, wären sie Helden. "Stell dir vor, wir sind die Beschützer all dieser vielen leute," sagte der Freund.
Nach diesen Worten fand der entmutigtes Wachmann zu seinem Selbstveretrauen zurück, erkannte seine Stärken und die Bedeutung seiner Aufgabe und gewnn wieder Freude und Interesse an seiner Arbeit. Im weiteren Verlauf des Films erhielt er schließlich eine wichtige Stellung innerhalb einer Firma. Und der jenige, der dies letztendlich ermöglicht hatte, war sein Freund, der stets die guten Seiten ihrer Arbeit im Blick behielt.
Deshalb sollten wir aus meiner Sicht, unabhängig davon, ob wir zum Beispiel eine Behinderung haben oder anderen Herausforderungen in unserem Leben ausgesetzt sind, immer genau wissen, wozu ir fähig sind, welche mentalen Kapazitäten wir haben und wo genau unsere Talente liegen. Dann erhalten wir ein gesundes und realistisches Selbstvertrauen, das auf Tatsachen gründet.
Ohne dieses Selbstvertrauen wäre es vergebens, größere VerantwortlichenKeiten oder eine höhere Stellung übernehmen oder gar König sein zu wollen. Kenn wir unsere Intelligenz und Begabungen, können wir uns innerhalb dieses Rahmens weiterentwickeln. Nehmen wir beispielsweise Stephan Hawking, an seiem beispiel sehen wir, das eine Behinderung nicht zwingend den Weg für eine brilliante Karriere versperren muss. Hawking ist weitweit einer der führenden Köpfe im Bereich der Physik, obwohl ihn sein Körper extrem einschränkt. Wir können uns also an ihm orientieren, weil er zeigt, was mit richtigem Selbstvertrauen und echtem Enthusiasmus aller möglich ist.
Aus diesem grunde ist ein stabiles Selbstvertrauen so wichtig. Wir fördern es, indem wir uns selbst achten und eine richtige Einstellung pflegen. Wenn wir uns unsere positiven Aspekte und Qualitäten immer wieder bewusst machen und sie im Auge behalten, werden wir uns selbst mehr wertschätzen. Gleichzeitig sollten wir uns auf die unterstützenden Umstände unseres Lebens besinnen. Damit wird es gelingen, in bestmöglicher Weise und entsprechend den Gegebenheiten angemessen und positiv zu handeln. UnserBewusstsein um das Gute und Hilfreiche in unserem Leben ist dabei ausschlaggebend.
Sonntag, 19. Juni 2022
Selbstvertrauen im Alltag
Einer der Kernpunkte buddhistischer Philosophie ist das Verständnis des abhängigen Entstehens. Dabei unterscheiden wir folgende zwei Aspekte: zum einen ide Entstehung der Phänomene aus dem Zusammenspiel von Ursachen und Umständen, zum zweiten das Hervorgehen der Erscheinungen in Relation zu anderen Phänomenen. So kann es nur ein Rechts geben, wenn es auch ein Links gibt. Diese beiden Aspekte müssen wir zwar unterscheiden, aber gleichzeitig sind sie eng miteinander verknüpft. Mehr über das Entstehen der Dinge in Beziehung zueinander findet sich in Kapitel N - Natur (der Phänomene).
Alles, was in unserem Leben geschieht, basiert auf Ursachen und Umständen. So finden wir Ursachen , die in der Vergangenheit liegen und in der Gegenwart zu bestimmten Resultaten führen. Sind wir derzeit berühmt oder reich, gibt es dafür Gründe, deren Ursprünge in unserer Vergangenheit zu finden sind. Da wir im Buddhismus von vorangehenden Leben ausgehen, sind wir überzeugt, dass wir einige der Ursachen der heute günstigen oder auch ungünstigen Umstände dort angesammelt haben. Dazu gehört unter anderem, welche Einstellung wir anderen Wesen gegenüber hatten, ob wir warmherzig und hilfsbereit waren oder ob wir ihnen schaden wollten, habgierig oder missgünstig waren. Alle diese Haltungen haben eine Wirkung auf unser jetziges Leben.
Wenn also Reichtum und materielle Dinge unsere gegenwärtigen Lebensum stände positiv beeinflussen, ist der Hauptfaktor dabei dennoch unser Geist. das heißt, unser Glück liegt in unserem Geist verankert. Dies ist eine der zentralen Aussagen des Buddhismus. Aber natürlich wissen wir das im Prinzip auch aus unseren persönlichen Erfahrungen. Deshalb ist es umso wichtiger, mit unserem Geist zu arbeiten. Unabhängig davon, wie der momentane Zustand unseres Körpers beschaffen ist, sollten wir versuchen, vornehmlich das Positive in unserem Leben und den physichen Gegebenheiten zu sehen. darüber hinaus benötigen wir ein klares Verständnis unserer Fähigkeiten und eine gesunde Wertschätzung unserer Stärken.