Donnerstag, 31. August 2017

Betrachtungsweise

Betrachtungsweise
Stehe ich Morgens auf und höre Nachrichten oder lese Zeitungen, so werde ich mit Gewalt, Kriegen und Katastrophen konfrontiert, und erkenne ich deutlich, dass auch mein Leben in dieser modernen Welt nicht wirklich sicher ist. Es gibt heutzutage viele negative Nachrichten, und damit auch ein Gewahrsein für Angst und Spannungen, so dass ich als empfindsames und mitfühlendes Wesen den Fortschritt, denn die moderne Welt erreicht hat, ernsthaft hinterfragen muss.
Doch ironischerweise kommen die größten Probleme aus den industriell entwickelten Staaten, wo das derzeitige Wissen Ratlosigkeit und Unzufriedenheit hervorgebracht hat. Aber es gibt auch keinen Zweifel , dass der Fortschritt in vielen Bereichen wie Wissenschaft und Technik Gigantisches hervorgebracht hat, aber dieser Wissensvormarsch reicht irgendwie nicht aus, denn die grundlegenden menschlichen Probleme bestehen weiterhin, so wurde bisher nicht erreicht, einen dauerhaften Frieden zu schaffen und die allgegenwärtigen Leiden zu mindern.
Für mich liegt der Schluss nahe, dass das verhalten des Menschen ernsthafte Fehler aufweist. Werden diese Fehler nicht rechtzeitig korrigiert, dann kann es in der Zukunft zu verheerenden Konsequenzen für die Menschheit kommen.Doch Wissenschaft und Technik haben enorm zur Entwicklung der Menschheit, zu unserem materiellen Wohlstand, Komfort und zu unserem Verständnis der Welt, in der wir leben, beigetragen.Doch wenn wir diesen Anstrengungen zu viel Bedeutung beimessen. Dann befinden wir uns in Gefahr, diejenigen Aspekte menschlichen Wissen zu vernachlässigen, die zur Entwicklung einer aufrichtigen Persönlichkeit beitragen.
Aber Wissenschaft und Technik können nicht die uralten spirituellen Werte ersetzen, die den wirklichen Fortschritt der Zivilisation, wie wir sie heute kennen, erst ermöglicht haben. Doch niemand kann den materiellen Nutzen des modernen Lebens bestreiten, aber wir sind immer noch dem Leiden, der Angst und den Spannungen ausgesetzt, vielleicht mehr als je zuvor. Und daher ist es sinnvoll, zu versuchen, eine Balance zwischen materiellem Fortschritt auf der einen und der Entwicklung spiritueller Werte auf der anderen Seite, damit man eine große Veränderung herbeiführen kann, aber dafür muss man seine inneren Werte wiederbeleben und stärken.
Man soll die menschlichen Gemeinschaften in dieser Welt mitfühlender, gerechter und fairer gestalten, um ein Fundament der Sorgen um das Wohlergehen aller Menschen aufzubauen.


Dienstag, 29. August 2017

Grundlegende buddistische Einsicht

Grundlegende buddhistische Einsicht
Die grundlegende buddhistische Einsicht ist dass Liebe und Mitgefühl auf der einen und Selbsterkenntnis und Weisheit auf der anderen Seite wie zwei Flügel eines Vogels sind, die Hand in Hand arbeiten müssen, um Erleuchtung hervorzubringen.Denn Selbsterkenntnis ist der Schlüssel zu einer persönlichen Entwicklung und einer glücklichen Beziehung zu anderen.
Ein Mangel an wahrer Selbsterkenntnis führt dazu, dass ich durch fehlgeleitete und übertriebene Vorstellungen über mich selbst und andere, über äußere Ereignisse und über materielle Dinge , mir Schaden zufüge. Auch meine Sinne täuschen mich und verstricken mich in negative Handlungen, die auf mich zurückfallen und mich später in der Zukunft bedrängen werden.Das Leben zeigt mir, wie ich den täuschenden Aspekt wie eine Vorhang auf die Seite schieben kann, aber auch andere Methoden können hilfreich sein, wie beim Unterdrücken von Begierde und Hass , aber sie setzen nicht an die Wurzeln des eigentlichen Problems an. So wird meine Aufmerksamkeit auf eine falsche Fassade gelenkt, die mein Denken und Empfinden blendet. So wird mir der Weg dafür vorbereitet, dass ich die Wirklichkeit hinter den Erscheinungen erkennen kann. Aber mein Stillschweigen des Akzeptieren von Dingen, die sie mir erscheinen, wird Unwissenheit genannt. Doch die Unwissenheit ist kein Mangel an Unwissenheit darüber, wie Menschen und Dinge in Wirklichkeit existieren, sondern eine falsche Wahrnehmung der grundlegenden Natur. Denn die wahre Selbsterkenntnis beinhaltet, dass ich irrtümliche Annahmen über mich mit ihnen dann selbst auseinandersetze. Doch mein Ziel ist es, selbst herauszufinden, wie ich mich selbst in Schwierigkeiten entwickle, um dann zu lernen, wie ich auf der grundlegenden Ebene meiner schädlichen Auffassungen, Änderungen herbeiführen kann.
Ein zentrales Thema ist es, zu zeigen, wie aus meiner verzerrten Wahrnehmung von Körper und Geist Fehler erwachsen, die von Begierde und Hass geprägt sind, so dass ich fortwährend in Schwierigkeiten verwickelt werde.
Ich muss Einsicht in diesem Prozess entwickeln, um mich und die Menschen von den endlosen Szenarien des Schmerzes befreien kann.
In der Meditation werden mir Schritt für Schritt Übungen an die Hand gegeben, um den Unterschied zu erkennen, wie ich selbst erscheine, und wer ich eigentlich bin. Wenn ich einmal meine verzerrte Annahme als das, in Wirklichkeit erkennt habe, so kann ich diese Annahmen mit Methoden der buddhistischen Kontemplationen untergraben, um die Erscheinungen zu hinterfragen. Mit den praktischen Übungen kann ich die Täuschungen auflösen, die ich auf und über mich gelegt habe, was tatsächlich existiert, aber dazu ist es notwendig, die wechselseitige Aktivitäten von Allem wahrzunehmen und wertzuschätzen.
Ich statte die Kraft der meditativen Konzentration mit Selbsterkenntnis und Weisheit aus, um in meine wirkliche Natur einzutauchen, was meine Probleme an der Wurzel schwächen wird. Es basiert alles auf Gedanken, und was ich wahrnehme, wird auf Gedanken aufgebaut. Und mein Ziel ist es, ein Gespür zu entwickeln, was bedeutet, ohne falsche Vorstellungen zu leben.
Der tiefgründige Seins-Zustand dient dazu, Liebe und Mitgefühl zu erweitern, denn die Leid bringenden Emotionen und die daraus entstehenden Leiden sind unnötig, und so wird Selbsterkenntnis zum Schlüssel für eine persönliche Entwicklung und glückliche Beziehung zu anderen.
So komme ich zum Wissen, wie ich Selbsterkenntnis und Weisheit in den Dienst von Liebe und Liebe in den Dienst von Selbsterkenntnis und Weisheit stelle.

Montag, 28. August 2017

Erkennen, dass ich nicht in und aus mir selbst heraus existiere

Erkennen, dass ich nicht in und aus mir selbst heraus existiere
In Abhängigkeit von den Ansammlungen seiner Einzelbestandteile, so spricht man von einem Wagen. Auf eben solche Weise wird ein Lebewesen in Abhängigkeit von den geistigen und körperlichen Aggregaten konventionell definiert.
Manchmal scheint das „Ich“ im Kontext des Körpers zu existieren, aber manchmal scheint es scheint es im Kontext des Geistes zu existieren. Doch es scheint im Kontext von Empfindungen, von Wahrnehmungen oder anderen Faktoren zu existieren. Wen ich diese verschiedenen Erscheinungsweisen das „Ich“ wahrgenommen habe, werde ich am Ende schließlich ein „Ich“ identifizieren, das aus eigener Kraft heraus besteht, das inhärent existiert, das von Anfang an aus sich selbst heraus gebildet wird, das ununterscheidbar von Geist und Körper existiert, die ebenfalls vermischt sind wie Milch und Wasser.
Das ist der erste Schritt: Das Ermitteln des Objektes, das aus der Sicht der Selbstlosigkeit negiert werden soll. Daran sollte ich solange arbeiten, bis eine tiefe Erfahrung in mir aufsteigt.

Freitag, 25. August 2017

Zuerst die Meditation über mich selbst

Zuerst die Meditation über mich selbst
Durch eines wird alles erkannt, durch eines wird auch alles gesehen.
Eine Person ist nicht Erde, nicht Wasser, nicht Feuer, nicht Wind, nicht Raum, nicht Bewusstsein und nicht alle diese zusammen. Welche Person gibt es, anders als diese?
Denn eine Person besteht nicht wirklich aus sich selbst heraus, dass sie abhängig entsteht aus der Ansammlung der sechs konstituierenden Bestandteile. Genauso existiert jeder einzelne dieser konstituierenden Bestandteile nicht wirklich aus sich selbst heraus, da sie alle ebenfalls wiederum in Abhängigkeit von einer Ansammlung konstituierender Elemente gebildet werden.
Wenn ich meine falsche Vorstellung von mir selbst genau erkannt habe, sollte ich dies geistig auf alle Phänomene anwenden. Alle Phänomene sind völlig leer von einer ihnen innewohnenden Existenz,wie der Raum. Durch alles wird alles erkannt, durch alles wird auch alles gesehen.
Die einzelne Person ist der Mittelpunkt aller Schwierigkeiten. Daher ist es am besten, wenn ich zuerst daran arbeite, meine eigene wahre Natur zu verstehe. Danach kann ich diese Erkenntnis auf meinen Geist und Körper und auf alle anderen Phänomene anwenden

Donnerstag, 24. August 2017

Meditative Kontemplation

Meditative Kontemplation
Als Gegenmittel gegen Schlaffheit und Dumpfheit, eine zu lockere Art, den Gegenstand der Meditation wahrzunehmen.
Straffe ich ein Wenig die Art und Weise, in der ich meinen Geist auf den Gegenstand der Meditation halte.
Falls das nicht funktioniert, dann lasse ich den Gegenstand der Meditation heller erscheinen, oder ich platziere ihn etwas höher vor mir, oder ich schenke seinen Details mehr Aufmerksamkeit.
Falls das nicht funktioniert, dann verlasse ich meinen Gegenstand der Meditation, und ich denke für eine kurze Zeit an ein freudiges Thema wie an die wunderbare Eigenschaft von Liebe und Mitgefühl, oder an die hervorragenden Möglichkeiten, die ein menschliches Leben für die spirituellen Übungen bietet.
Und sollte auch das nicht funktionieren, so unterbreche ich die Meditation, und ich gehe an einen höher gelegenen Ort oder an eine Stelle, von der ich einen weiten Ausblick habe.
Als Gegenmittel gegen Aufgeregtheit oder Agitation, ist eine zu angespannte Art den Gegenstand der Meditation wahrzunehmen.
Ich versuche zuerst, ein wenig die Art und Weise zu lockern, in der ich mir den Gegenstand der Meditation vorstelle.
Falls es nicht funktioniert, dann senke ich ein wenig den Gegenstand der Meditation ab, und ich stelle mir vor, dass er schwerer geworden ist.
Wenn das nicht funktioniert, dann verlasse ich den Gegenstand der Meditation, und ich denke für eine kurze Zeit an ein Thema, das mich nüchterner macht, wie die Unwissenheit die Leiden im Daseinskreislauf verursacht., oder der Tod steht möglicherweise nahe bevor, oder die Nachteile der Betrachtung des Gegenstandes, zu dem ich abgeschweift bin, oder die Nachteile der Ablenkung an sich.
Wenn ich mich mit den Techniken vertraut mache, dann werde ich allmählich die Fähigkeit entwickeln, diese Techniken auch anzuwenden, sobald ich bemerke dass die Qualität meiner Aufmerksamkeit in der Meditation nachlässt.

Dienstag, 22. August 2017

Fortsetzung: Stufen des Fortschritts auf dem Weg zu ruhigem Verweilen

Fortsetzung: Stufen des Fortschritts auf dem Weg zu ruhigem Verweilen
Sechste Stufe: Den Geist befrieden
Wenn ich Gegenmittel gegen subtile Schlaffheit anwende, dann erreiche ich die sechste Stufe. Die Fähigkeit zur Wachsamkeit ist nun voll entwickelt, und anhand meiner eigenen Erfahrung erkenne ich, dass es nachteilig ist, zu Gedanken und destruktiven Emotionen abzuschweifen. Subtile Schlaffheit stellt keine große Gefahr dar mehr dar, aber diese Gegenmittel, die meine Geist wacher werden lassen können jedoch dazu führen, dass ihr Geist übermäßig belebt wird. Daher besteht die Gefahr, dass ich subtile Aufgeregtheit entwickle.
Siebte Stufe: Den Geist ganz und gar befrieden
Indem ich Gegenmittel gegen subtile Aufgeregtheit anwende, erreiche ich die siebte Stufe. Sobald Begierde, Zerstreuung, Schlaffheit, Lethargie und dergleichen auch nur in subtiler Form auftreten, gebe ich sie durch Anstrengung auf. Nun brauche ich mich nicht mehr darum zu sorgen, wie noch auf der fünften und sechsten Stufe, unter den Einfluss von subtiler Schlaffheit und Aufgeregtheit zu kommen. Durch meine Anstrengungen bin ich in der Lage, Schlaffheit und Aufgeregtheit zu stoppen, so dass diese meine meditative Konzentration nicht mehr beeinträchtigen können, selbst wenn sie geringfügige Unterbrechungen hervorrufen.
Achte Stufe: Den Geist eins gerichtet werden lassen
Die Kraft meiner Anstrengungen ist nun voll herangereift, so dass einekleine Anstrengung am Anfang zur Sitzung meiner Meditation dazu führt, dass die gesamte Sitzung frei von Schlaffheit und Aufgeregtheit bleibt und ich dazu in der Lage bin, die meditative Stabilität ohne Unterbrechung aufrecht zu erhalten. Es ist nicht mehr notwendig, während der Sitzung zur Meditation zu überprüfen, ob sich Schlaffheit oder Aufgeregtheit breitmachen. Auf diese Art von Anstrengung kann jetzt verzichtet werden, was aber nicht bedeutet, dass ich den intensiven und deutlichen Modus lockern sollte, in dem ich das Objekt der Meditation jetzt wahrnehme.
Neunte Stufe: Der Geist im meditativen Gleichgewicht
Nachdem ich auf den vorangegangenen Stufen die Kraft der Vertrautheit in dieser Praxis gewonnen habe, bedarf es nun keiner Anstrengung mehr, Achtsamkeit und Introspektion aufrechtzuerhalten.Der geist lenkt sich nun aus eigener Kraft auf den Gegenstand der Meditation. Die neunte Stufe ist spontan. Wenn ich zu Beginn meiner Sitzung zur Meditation meinen Geist auf den Gegenstand lenke, dann stellt sich sofort eine meditative Stabilität ein und kann ohne Unterbrechung über einen langen Zeitraum hinweg aus eigener Kraft heraus aufrechterhalten werden. Sie brauchen sogar die kleine Anstrengung am Anfang der Sitzung zur Meditation nicht mehr, die noch auf der achten Stufe notwendig war. Jetzt muss ich keine Gegenmittel mehr gegen irgendwelche Arten von Schlaffheit und Aufgeregtheit anwenden.

Montag, 21. August 2017

Stufen des Fortschritts auf dem Weg des ruhigen Verweilens

Stufen des Fortschritts auf dem Weg des ruhigen Verweilens
Die buddhistischen Lehren beschreiben neun Stufen des Fortschritts auf dem Weg zum ruhigen Verweilen. Sie stellen eine Landkarte der Meditation dar, die mir sagt, wo sich stehe, und was ich tun muss, um fortschreiten zu können.
Erste Stufe: Den Geist auf den Gegenstand der Meditation richten:
Nachdem ich die Anweisungen gehört oder gelesen habe, wie ich meinen Geist auf einen Gegenstand der Meditation lenken kann, und ich meinen Geist nach innen ziehen und versuchen kann, ihn auf den Gegenstand zu richten, so kann es sein, dass es mir nicht möglich ist, meinen Geist beim Gegenstand der Meditation zu halten, denn mein Geist ist einem scheinbar endlosen Wasserfall an Gedanken ausgesetzt. Falls dies der Fall ist, dann befinde ich mich auf der ersten Stufe. Es können sogar viele Gedanken auftauchen, dass mein versuch zu meditieren dies noch zu verschlimmern scheint. Was jedoch in Wirklichkeit geschieht, ist, dass ich mich lediglich darüber bewusst werde, wie sehr mein Geist ständig umherschweift, was mir zuvor verborgen geblieben ist. Mein versuch, Achtsamkeit zu entwickeln, führt dazu, dass ich bemerke, was in meinem Geist vor sich geht.
Zweite Stufe: Zeitweiliges Platzieren des Geistes.
Indem ich mich entschlossen habe, mit Nachdruck weiterhin mit Achtsamkeit in der Meditation zu üben und mich immer zu fragen, “bleibe ich wirklich beim Gegenstand der Meditation“, werde ich dazu fähig sein, für einen kurzen Augenblick beim Gegenstand der Meditation zu verweilen, obwohl es insgesamt immer mehr Ablenkungen vom Gegenstand der Meditation als Aufmerksamkeit gibt. Das ist die zweite Stufe, auf der die umherschweifenden Gedanken manchmal eine Pause einlegen und manchmal plötzlich wieder auftreten. Auf diesen ersten beiden Stufen werden die meisten Probleme durch Trägheit verursacht und dadurch, dass man den Gegenstand der Meditation vergisst. Doch auch Schlaffheit und Aufgeregtheit verhindern ein beständiges Kontinuum meditativer Aufmerksamkeit. Während der ersten beiden Stufen arbeite ich daran, den Geist zum Gegenstand der Meditation zu bringen, später werde ich daran arbeiten , den Geist dort zu halten.
Dritte Stufe: Den Geist zurückbringen und erneut platzieren
Durch Achtsamkeit werde ich nach und nach die Ablenkungen immer früher erkennen. Das ermöglicht mir, meine Aufmerksamkeit auf den Gegenstand der Meditation zurück zu lenken, sobald sie davon abgeschweift ist, so als ob ich einen löchrigen Stoff mit einem Flicken repariere. Meine Achtsamkeit ist jetzt bis zu einem gewissen Punkt gereift, dass ich die Ablenkungen sofort erkennen kann.
Vierte Stufe: Nahe dranbleiben
Wenn meine Achtsamkeit sich voll entfaltet hat, bin ich in der Lage, Trägheit und Vergesslichkeit sofort zu überwinden.Wenn ich dies könnte, dann erreiche ich die vierte Stufe, auf der ich den Gegenstand der Meditation durch Vergesslichkeit nicht mehr verliere. Grobe Aufgeregtheit ist nun überwunden, doch die Subtile Formen von Aufgeregtheit existieren weiterhin und beeinträchtigen meine Meditation hin und wieder, aber werden nicht mehr dazu führen, dass ich den Gegenstand der Meditation aus den Augen verliere. Auf den ersten drei Stufen waren Trägheit und Vergesslichkeit die Hauptprobleme, mit denen ich zu kämpfen hatte, doch jetzt liegt mein Hauptaugenmerk auf Schlaffheit und Aufgeregtheit.
Fünfte Stufe: Den Geist disziplinieren
Wachsamkeit wird jetzt stärker, und anhand meiner eigenen Erfahrung erkenne ich die Vorteile der meditativen Stabilität. Grobe Schlaffheit entsteht nicht mehr. Der Geist wird jetzt stark von äußeren Objekten zurückgezogen, daher ist es notwendig, dass ich Gegenmittel gegen subtile Schlaffheit anwende und dadurch den Geist wieder wacher werden lasse.

Sonntag, 20. August 2017

Den Geist auf die Meditation einstimmen

Den Geist auf die Meditation einstimmen
Ein Mönch, der Shrona hieß, versuchte zu meditieren. Doch sein Geist war entweder zu angespannt oder zu locker.
Er bat Buddha um Rat, und Buddha fragte nach:
Als du ein Familienleben geführt hast, hast du vortrefflich Gitarre gespielt?“
Shrona:„Ja, das stimmt in der Tat:“
Buddha:“War der Klang richtig, als du die Saiten der Gitarre straff oder ganz locker gestrafft hast?“
Shrona: „Weder noch. Die Saiten mussten mit Mäßigung gespannt werden.“
Darauf Buddha: „ Genauso ist es hier. Um zu meditieren musst du die Anspannung und die Schlaffheit deines Geistes mäßigen.“
Der wild umher streunende Elefant des Geistes, muss mit dem Seil der Achtsamkeit sicher am den Pfeiler des Meditation-Gegenstandes festgebunden werden, und allmählich mit dem haken der Weisheit gezähmt werden.
Meditatives Kontemplation:
Wähle ich mir einen Meditation – Gegenstand aus, dann richte ich mich mit meinem Geist darauf ein.
Wende ich die Wachsamkeit an, so überprüfe ich von zeit zu Zeit, ob mein Geist abgeschweift ist, dann erinnere ich mich an den Meditation-Gegenstand, und dann richte ich mich auf meinen Geist wieder ein. Ich wiederhole diesen Vorgang so oft wie nötig.

Samstag, 19. August 2017

Den Geist fokussieren

Den Geist fokussieren
Lass Ablenkungen dahin schmelzen, wie Wolken , die sich im Himmel auflösen.
Ein Mensch, dessen Geist zerstreut ist, befindet sich zwischen den Reißzähnen der Leid bringenden Emotionen.
Meditative Kontemplation:
Betrachte ich genau das Bildnis eines, einer anderen religiösen Gestalt oder eines anderen religiösen Symbols, so nehme ich dessen Form, Farbe und Einzelheiten genau wahr.
Arbeit ich daran, dieses Bildnis innerlich in meinem Bewusstsein erscheinen zu lassen, und ich stelle dabei das Bildnis etwa ein bis zwei Meter vor mir hin, etwa in Augenhöhe, und zwar in einer Größe von drei bis zehn Zentimeter, wobei kleiner besser ist, so erscheint das Objekt hell.
Betrachte ich die Gestalt als tatsächlich vorhanden, ausgestattet mit hervorragenden Eigenschaften von Körper , Rede und Geist.

Freitag, 18. August 2017

Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit und Leerheit

Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit und Leerheit
Sich auf Handlungen und deren Auswirkungen zu verlassen, in dem Wissen der Leerheit der Phänomene, ist wunderbarer als selbst das Wunderbare und phantastischer als das Phantastische.
Ich betrachte:
Da alle Personen und Dinge etwas in Abhängigkeit Entstandenes sind, sind sie leer von inhärenter Existenz. Das sie von anderen Faktoren abhängig sind, bedingen sie sich nicht selbst.
Da alle Personen und Dinge leer von inhärenter Existenz sind, müssen sie etwas in Abhängigkeit Entstandenes sein. Wenn Phänomene aus eigener Kraft heraus bestünden, könnten sie nicht von anderen Faktoren abhängen: von Ursachen, von ihren eigenen Bestandteilen und vom Denken. Da Phänomene sich nicht selbst verursachen und begründen, können sie sich verändern.
Diese beiden Erkenntnisse sollten Hand in Hand arbeiten und sich gegenseitig unterstützen und fördern.

Donnerstag, 17. August 2017

Die wechselseitige Abhängigkeit aller Phänomene wahrnehmen

Die wechselseitige Abhängigkeit aller Phänomene wahrnehmen
Weise Menschen erkennen die Lehre des Entstehens in Abhängigkeit, und nehmen daher keine extremen Sichtweisen an.
Wenn es dieses gibt, dann entsteht jenes, so wie „kurz“, wenn es „lang“ gibt. Durch die Herstellung von diesem wird jenes hervorgerufen, so wie Licht durch das Erzeugen einer Flamme.
Indem man verstanden hat, dass Wirkungen aus Ursachen entstehen, postuliert ma alle Erscheinungen innerhalb der Konventionen dieser Welt und lehnt daher die nihilistische Auffassung ab.
Die Argumentation des Entstehens in Abhängigkeit durchschneidet alle Netze der falschen Anschauungen.
Ich betrachte:
Inhärente Existenz hat es nie gegeben, gibt es nicht und wird es niemals geben.
Ich nehme jedoch fälschlicherweise an, dass es sie gibt und werde dadurch in Leid bringende Gefühle hineingezogen.
Die Annahme, dass Phänomene wirklich existieren, ist ein Extrem der Übertreibung, ein Furcht einflößender Abgrund.. Die Annahme, dass vergängliche Phänomene keine Funktion erfüllen oder nicht als Ursache und Wirkung funktionieren können, ist eine extreme Form des Leugnens, ein anderer Furcht einflößender Abgrund.
Die Erkenntnis, dass alle Phänomene leer von inhärenter Existenz sind, da sie etwas in Abhängigkeit Entstandenes sind, vermeidet beide Extreme. Die Erkenntnis, dass Phänomene leer von inhärenter Existenz sind, vermeidet das Extrem der gefährlichen Übertreibung.

Mittwoch, 16. August 2017

Die Argumentation des Entstehens in Abhängigkeit wertzuschätzen

Die Argumentation des Entstehens in Abhängigkeit wertzuschätzen
Da es keine Phänomene gibt, die nicht in wechselseitiger Abhängigkeit entstanden sind, gibt es keine Phänomene, die nicht leer von inhärenter Existenz sind.
Das, was in Abhängigkeit entsteht, ist nicht Eins mit dem, wovon es abhängt und ist auch nicht inhärent verschieden davon. Daher ist es nicht Nichts und nicht inhärent existent.
Die Existenz eines Tisches hängt von seinen Bestandteilen ab. Daher bezeichne ich die Ansammlung der Bestandteile als die Grundlage, auf der der Tisch aufgebaut wird. Wenn ich mittels logischer Untersuchung diesen Tisch finden will, der meinem Geist so erscheint, als ob er unabhängig existiert, dann muss ich ihn unter diesen seinen Bestandteilen suchen: den Beinen, der Tischplatte und so weiter. Aber keines dieser Bestandteile des Tisches ist solch ein Tisch. Daher werden diese Dinge, die kein Tisch sind, in Abhängigkeit von Gedanken zu einem Tisch. Der Tisch existiert nicht aus sich selbst heraus.
So betrachte ich:
Abhängig und unabhängig bilden ein Gegensatzpaar. Alles, was existiert, muss entweder der einen oder der anderen Kategorie angehören.
Wenn etwas abhängig ist, dann ist es leer davon, aus eigener Kraft heraus zu existieren.
Nirgendwo im Körper und im Geist, die die Grundlage für das „Ich“ bilden, kann ich dieses „Ich“ finden. Daher ist das „Ich“ nicht aus eigener Kraft erschaffen, sondern durch die Kraft anderer Bedingungen, nämlich seinen Ursachen, seinen Bestandteilen und dem begrifflichen Denken.


Dienstag, 15. August 2017

Meditative Kontemplation

Meditative Kontemplation
Ich betrachte mein Bewusstsein, wie es eine blaue Vase wahrnimmt.
Und ich überlege, wie dieses Bewusstsein in Abhängigkeit von seinen Bestandteilen entsteht, nämlich in den verschiedenen Augenblicken, die ein zeitliches Kontinuum bilden.
Ich überprüfe, ob seine Abhängigkeit von den Einzelbestandteilen mit dem kollidiert, wie mir dieses Bewusstsein erscheint, so als ob es in und aus sich selbst heraus bestünde.
Betrachte ich den Raum im Allgemeinen, überlege ich, wie dieser Raum in Abhängigkeit von seinen Einzelbestandteilen wie Norden, Süden, Osten und Westen entsteht. Überprüfe ich, ob die Abhängigkeit des Raumes von seinen Einzelbestandteilen mit dem kollidiert wie mir dieser Raum erscheint, nämlich so, als ob er in und aus sich selbst heraus bestünde.
Betrachte ich den Raum einer Tasse, so überlege ich, wie dieser Raum in Abhängigkeit von seinen Bestandteilen – wie oberer Teil der Tasse und dem unteren Teil – entsteht.
Aber überprüfe ich, ob die Abhängigkeit mit dem kollidiert, wie mir dieser Raum erscheint, nämlich so, als ob er aus eigener Kraft, als in und aus sich selbst heraus bestünde.


Montag, 14. August 2017

Die Wucht spüren, dass Alles mit Allem in Beziehung steht


Die Wucht davon spüren, dass Alles mit Allem in Beziehung steht
Eine Linie, die sechs Zentimeter lang ist, ist kurz im Vergleich zu einer acht Zentimeter langen Linie. Eine Linie, die acht Zentimeter lang ist, ist kurz im Vergleich zu einer zehn Zentimeter langen Linie.
Wenn es etwas Langes gibt, dann muss da auch etwas Kurzes sein. Lang und kurz existieren nicht aus sich selbst heraus.
Die Annahme von inhärenter Existenz ist die Ursache für alle nicht heilsamen Ansichten.
Die Leid bringenden Emotionen entstehen nicht ohne diesen Fehler.
Wenn Leerheit vollständig erkannt ist, werden daher die nicht heilsamen Sichtweisen und Leid bringenden Gefühle vollkommen gereinigt.
Wodurch wird Leerheit erkannt? Indem ich das Entstehen in Abhängigkeit sehe. Buddha, der große Kenner der Wirklichkeit, sagte:“Was in Abhängigkeit entsteht, entsteht nicht inhärent.“
Alle Leid bringenden Emotionen werden überwunden, indem die Unwissenheit überwunden wird. Wenn das Entstehen in Abhängigkeit erkannt ist, entsteht Unwissenheit nicht mehr.
Vergegenwärtige ich nur mir ein vergängliches Phänomen wie ein Haus, und Betrachte ich, dass dieses Phänomen in Abhängigkeit von bestimmten Ursachen entsteht: Holz, Schreinern, Ziegeln, Dachdecker und so weiter, so überprüfe ich, ob diese Abhängigkeit im Konflikt damit steht, dass das Phänomen als in und aus sich selbst heraus existent erscheint.
Wenn die Leid bringenden Emotionen und ihre Handlungen aufhören, gibt es die Befreiung. Die Leid bringenden Emotionen entstehen aus falschen konzeptionellen Auffassungen.
Vergegenwärtige ich mir ein vergängliches Phänomen wie ein Buch, und betrachte, wie dieses Phänomen in Abhängigkeit von seinen Bestandteilen zustande kommt, den Buchstaben, den Seiten und dem Einband.
Ich überprüfe, ob diese Abhängigkeit von den Einzelbestandteilen mit dem kollidiert, wie mir dieses Buch erscheint, nämlich so, als ob es aus sich selbst heraus bestünde.
Sowie ein einzelner Augenblick ein Ende hat, muss er einen Anfang und eine Mitte haben. Auch sein Anfang, seine Mitte und sein Ende müssen wie ein einzelner Augenblick untersucht werden.

Sonntag, 13. August 2017

Warum es notwendig ist, die Wirklichkeit zu verstehen

Warum es notwendig ist, die Wirklichkeit zu verstehen
Viel von meinem Planen ist wie ein Warten darauf, in einer vertrockneten Schlicht zu schwimmen. Viele meiner Handlungen sind wie Haushalten in einem Traum: Verwirrt im Fieberwahn, erkenne ich das Fieber nicht.
Leid bringende Emotionen können nicht überwunden werden, wenn man nicht den Glauben an das Objekt der Leid bringenden Emotionen aufgibt. Begierde, Hass und so weiter, die an die irrtümliche Wahrnehmung von Vorteilen und Nachteilen geknüpft sind, werden dadurch überwunden, diese Vorteile und Nachteile nicht mehr in den Dingen wahrzunehmen, denn durch äußere Wege können sie nicht aufgegeben werden.
Ich als Yogi erkenne mit meinem Geist, dass alle Leid bringenden Emotionen und Fehler daraus entstehen, sich selbst als inhärent existent zu betrachten, und in dem Wissen, dass das Selbst des Objekts dieses Missverständnisses ist, widerlege ich meine eigene inhärente Existenz.
Wenn erkannt wird, dass alle Phänomene ohne wirkliches Selbst sind, wird der Same für den Daseinskreislauf zerstört.
Es gibt drei Modus, wie man ein Objekt geistig erfassen kann:
Das Objekt als inhärent existent zu betrachten – das ist der Modus der Unwissenheit -.
Das Objekt als nicht inhärent existent zu betrachten – das ist der Modus der Selbsterkenntnis und Weisheit -.
Das Objekt weder als inhärent noch als nicht inhärent existent zu betrachten, wenn man beispielsweise etwas auf gewöhnliche Weise sieht, wie zum Beispiel ein Haus.
Ich betrachte:
Unwissenheit führt dazu, dass ich die Bedeutung von Schönheit, Hässlichkeit und anderen Qualitäten überbetone.
Aber die Überbetonung dieser Qualitäten führt zu Begierde; Hass, Eifersucht, Aggressivität und so weiter.
So führen diese destruktiven Emotionen mich zu Handlungen, die von einem falschen Verständnis verunreinigt sind.
Doch diese Handlungen führen zu unfreiwillige Geburt und Wiedergeburt im Daseinskreislauf und zu wiederholten Verwicklungen und so zu Schwierigkeiten.
Das Auflösen der Unwissenheit entzieht meinen Übertreibungen, von guten und schlechten Eigenschaften, den Boden. Doch dies wiederum unterhöhlt Begierde, Hass, Eifersucht, Aggressivität und so weiter, was wiederum den Handlungen, die durch falsches Verständnis verunreinigt sind, ein Ende bereitet, wodurch den unfreiwilligen Geburten und Wiedergeburten im Daseinskreislauf ein Ende bereitet wird.
Selbsterkenntnis und Weisheit sind der Weg, der zur Befreiung führt.


Samstag, 12. August 2017

Die Wurzeln aller Probleme erkennen

Die Wurzeln aller Probleme erkennen
Angezogen von Licht und Wärme fliegt die Motte in die Flamme. Betört vom Klang der Gitarre steht das Reh und bemerkt den Jäger nicht. Angelockt vom Duft der Blume wird das Insekt in ihr gefangen. Gierig auf Geschmack eilt der Fisch auf den Angelhaken zu. In den Schlamm gezogen gibt es kein Entrinnen für den Elefanten.
Wie wäre es möglich, dass große Leid bringende Emotionen nicht in jenen Menschen entstehen, deren Geist sich auf inhärente Existenz verlässt. Selbst wenn ein Objekt nur gewöhnlich ist, dann befindet sich doch der Geist dieser Menschen fest im Griff der Schlange der Leid bringenden Emotionen.
In jemandem, der das Selbst aufbläht, gibt es immer ein Festhalten am „Ich“. Durch dieses Festhalten entsteht eine Bindung am Vergnügen. Durch die Bindung werden Nachteile verschleiert und Vorteile wahrgenommen, wodurch eine starke Bindung entsteht und Objekte, die „mein“ sind, werden als Mittel ergriffen, um die Freuden der Sinne zu erlangen. So lange es ein haften am Selbst gibt, solange werde ich mich im Daseinskreislauf drehen.
Genauso wie die Fähigkeit zum Fühlen im ganzen Körper vorhanden ist, durchdringt die Unwissenheit alle Leid bringenden Emotionen. Daher werden alle Leid bringenden Emotionen überwunden, indem die Unwissenheit überwunden wird.
Betrachte ich:
Erscheint die Attraktivität eines Objekts als integraler Bestandteil dieses Objektes? Verschleiert die Attraktivität eines Objektes dessen Fehler und Nachteile? Führt es zur Begierde, wenn ich die angenehmen Aspekte eines Objektes überbetone? Führt es zu Hass und heftige Ablehnung, wenn ich die unangenehmen Aspekte eines Objektes überbetone? Nehme ich wahr wie ich: Ein Objekt zuerst nur wahrnehmen, dann unterscheiden, ob das Objekt gut oder schlecht ist, dann daraus schließen, dass das Objekt seine eigene unabhängige Existenzgrundlage hat, dann daraus schließen, dass das Gute oder Schlechte des Objekts inhärent in ihm existieren, dann auf der Grundlage dieses Urteils entweder Begierde oder Hass entwickeln.


Freitag, 11. August 2017

Das Fundament legen, damit Selbsterkenntnis und Weisheit wachsen können

Das Fundament legen, damit Selbsterkenntnis und Weisheit wachsen können
Zu Beginn meiner Übung bin ich rege wie ein Reh, das in einem Pferch gefangen ist und sich befreien will.
In der Mitte bin ich wie ein Bauer während der Ernte, der auf nichts wartet.
Am Ende bin ich wie ein Hirte, der seine Herde Heim gebracht hat.
Ich betrachte:
Alle kontraproduktiven Emotionen basieren auf der Unwissenheit über die wirkliche Natur von Lebewesen und Dingen und hängen von dieser Unwissenheit ab.
Es gibt gezielte Methoden, um Begierde und Hass vorübergehend zu unterdrücken. Doch wenn wir der Unwissenheit den Boden entziehen, also die wahre Natur von uns und den anderen und so alle Phänomene falsch begreifen, dann werden gleichzeitig alle destruktiven Emotionen geschwächt.
Unwissenheit betrachtet Phänomene, die nicht in und aus sich selbst heraus existieren, so, als ob sie unabhängig von Gedanken existieren.



Donnerstag, 10. August 2017

Nordkorea und die USA

Nordkorea und die USA
Der junge Machthaber von Nordkorea hat gestern wiederum die USA, insbesondere den Herrn Trump, verprellt, indem der junge Mann mit mächtigen Worten tönte, „er werde die USA angreifen, und Raketen seinen schon auf verschiedene Inseln der USA gerichtet“. Das heißt natürlich, „ich werde euch Amerikaner auch mit Atomwaffen angreifen, damit ihr spürt, was es heißt, sich mit einem mächtigen Staatsmann anzulegen“.
Herr Trump, der Präsident der USA, reagierte unwillkürlich auf diese verbale Konfrontation mit ähnlichen Worten, indem er diese Worte Richtung Nordkorea sandte, „das die USA einen Angriff mit Wut und Feuer gegen Nordkorea starten werde, und der Angriff werde so heftig sein, wie es noch nie ein Mensch gesehen habe“.
Hier stehe sich zwei Männer gegenüber, denen ich sogar zutraue, dass beide einen Krieg vom Zaum brechen, der dann wahrscheinlich ein nuklearer Krieg sein wird, und dann wäre auch das Schicksal der Menschheit und der Tierwelt auf diesem Planet besiegelt, d.h. wir treten dann die große Reise in eine andere Welt an, in die Welt des Todes.
In der Vergangenheit stand die Menschheit schon oft vor einem Nuklear-Krieg, aber dazu ist es nie gekommen, weil letzten Endes die Vernunft der Politiker siegte. Natürlich hoffe ich, dass bei den beiden Kontrahenten auch die Vernunft siegen wird, aber ich habe trotzdem Bedenken, denn beim nordkoreanischen Machthaber spielt die jugendliche Unerfahrenheit eine Rolle, aber bei Herr Trump die eingeschränkte Intelligenz, die durch Vernunft nicht zu ersetzen ist.
Der UN-Sicherheitsrat hat den nordkoreanischen Machthaber selbst verurteilt, sogar die Chinesen haben den Machthaber verurteilt, und sich dem Handelsboykott der UNO angeschossen, obwohl die Chinesen mit Nordkorea sehr gut befreundet sind, aber die Chinesen wollen keinen Krieg, sondern sie wollen auch den Frieden, damit sie mit allen Völkern Handel treiben können, denn sie haben bemerkt, dass der „Momo“ nicht stinkt, sondern man kann sich damit etwas kaufen, was man gerne haben will. Ein Krieg aber wäre jetzt zu diesem Zeitpunkt nicht angebracht, wenn überhaupt, weil auch China den Frieden haben möchte.
Aber ich sehe wirklich in beiden Machthabern zwei Männer, die unbedingt nach einem Kampf verlangen, um festzustellen, wer der Stärkere ist. Beide sind wie zwei kleine männliche Wesen, die im Kindergarten um eine Sandschaufel kämpfen, weil der Besitz dieser Schaufel gleichzeitig bedeutet, stärker und mächtiger zu sein, als der andere, und das führt dazu, dass es zu einer sexuellen Befriedigung beim Sieger führen kann.
Hier möchte ich mich nicht über die Sexualität der beiden Männer äußern, denn das geht mir gar nichts an. Aber beide Männer sind, so scheint es, unberechenbar, wenn schon der US-Außenminister beim US-Präsidenten einschreiten muss, um diesen zu Mäßigungen aufzufordern.
Ich habe ein komisches Gefühl in meiner Magengegend, sowie ich es vor der Feststellung hatte, als man bei mir einen Krebstumor an der Niere feststellte. Wenn ich mich dem Gefühl irren sollte, dann wäre ich froh, und wir Menschen würden dann wieder an einem Krieg vorbeischlittern.
Die Nordkoreaner haben die Raketen, die sie jetzt zum Angeben abfeuern, von den Russen gekauft, denn es sind alte Raketen, und die Russen haben neue Raketen entwickelt, und sie benötigen diese alten Raketen nicht mehr. So kann man auch mit alten Waffen noch Geschäfte machen, wenn man Menschen findet, die den alten Schrott kaufen, und mit diesen alten Waffen einen Krieg provozieren.

Montag, 7. August 2017

Nirwana und der Erlöste

Nirwana und der Erlöste
Wenn ein Erstehen bedingt ist, dann verbinden sich mit ihm die drei Kennzeichen: Unbeständigkeit, Leiden und Nicht-Seele. Wenn aber ein Entstehen nicht bedingt ist, wie könnte es die Kennzeichen des Bedingten haben?
Wenn Nirwana ein Sinn wäre, dann wäre das Nirwana bedingt, denn nirgendwo gibt es irgendein Sein, das nicht bedingt ist.
Ein Sein ist folglich das Nirwana nicht. Zudem hätte es dann die Kennzeichen Altern und Tod. Was als Sein entsteht, das ist nicht ohne Altern und Tod.
Wäre Nirwana ein Sein, wie könnte es dann unabhängig sein? Ein Sein, das gleich dem Nirwana unabhängig wäre, das gibt es nicht.
Wenn Nirwana ein Nicht-sein wäre, wie könnte das Nirwana , dann unabhängig sein? Denn ess gibt kein Nicht-sein, das unabhängig existiert, weil Nicht-sein nur als Korrelat zum Seienden denkbar ist.
Ein Sein, das Kommen und Gehen aufweist, das entsteht abhängig und konditional. Das Nirwana aber wird aufgezeigt als ohne konditionales Entstehen.
Der Lehrer, Buddha, hat vom Aufgeben von Werden und Vergehen gesprochen. Auch darum ist es angebracht, Nirwana weder als Sein noch als Nicht-sein zu verstehen.
Nicht aufgegeben und nicht verlangt, nicht vergangen und nicht ewig, nicht vernichtet und nicht entstanden, das wird als Nirwana bezeichnet.
Zur Ruhe kommen aller Wahrnehmungen, zur Ruhe kommen der Vielheitswelt, Heil, das ist Nirwana. Nirgendwo hat der Buddha irgendwem irgendein Etwas als Nirwana aufgezeigt.
Der Vollendete ist weder die Gruppe, die die empirische Person darstellt, noch ist er ein anderer als die Gruppe. Die Gruppe ist nicht in ihm noch ist er in ihr. Der Vollendete besteht auch nicht durch die Gruppe. Wer also ist der Vollendete?
Da der Buddha leer ist von Eigennatur, ist der Gedanke, dass er nach dem Tode existiert oder nicht existiert, unangebracht.
Die Eigennatur des Vollendeten, die Leerheit, ist auch die Eigennatur dieser Welt. Der Vollendete ist ohne Eigennatur, ohne unveränderliches Sein, und ohne Eigennatur ist auch diese Welt.
Es ist nicht zu erschließen, ob der Erhabene jenseits des Todes existiert. Es ist nicht zu erschließen, ob er nicht existiert, oder ob beides oder keines von beiden zutrifft.
Ich verneige mich vor Buddha, der von Mitleid bewogen, die wahre Lehre aufgezeigt hat, damit alle falschen Theorien aufgehoben werden.

Samstag, 5. August 2017

Samara und der Weg der Erlösung

Samara und der Weg zur Erlösung
Der „Große Weise“, Buddha, hat erklärt, dass man den Uranfang nicht erkennt. Der Samara hat weder Anfang noch Ende, es gibt bei ihm keinen Beginn und keinen Schluß.
Ein Denken, das Selbstzügelung, Sorge für andere und Wohlwollen einschließt, das ist die lehre des Buddha und der Same für gute karmische Frucht hier und im nächsten Leben.
Aus der Phantasie hervorgegangen sind Gier, Hass und Verblendung, so heißt es, denn sie sind abhängig vom Schönen, Hässlichen und von Fehleinschätzungen. Das Schöne, das Hässliche und die Fehleinschätzungen sind aber von Eigennatur nicht existent, sondern sind nur Phänomene. Von welchem echten Schönen, Hässlichen und welcher Fehleinschätzung sind die Verunreinigungen als bedingt?
Formen, Töne, Geschmäcker, Ertastetes, Düfte und Denkobjekte, sie alle sind einem Luftschloss gleich und ähneln einer Fata Morgana oder einem Traum.
Welche Regungen aus dem Schönen, dem Hässlichen und aus Fehleinschätzungen bedingt hervorgehen, denn sie sind gleichfalls in Eigennatur nicht existent. Darum sind die Verunreinigungen nichts Wesenhaftes.
Wenn das Schöne nicht objektiv existiert, wie so entsteht Gier? Wenn das Hässliche nicht objektiv existiert, wie so entsteht Hass?
Wenn es keine Seele gibt, woher kommt dann Selbstsucht? Durch das Still werden von Selbst- und meine Gedanken wird man bescheiden und nicht egoistisch.
Sind die Gedanken an „Mein“ und „Ich“, die sich nach außen und innen richten, geschwunden, dann hat das Ergreifen eine Wiedergeburtsexistenz aufgehört. Aus seiner Aufhebung ergibt sich die Aufhebung der Wiedergeburt. Erlösung resultiert aus der Verbindung der Verunreinigungen des Tuns. Die Verunreinigung des Tuns erwächst aus dem Eingebildeten, dieses aus der Welt der Vielheit. Die Welt der Vielheit aber wird durch die Erkenntnis ihrer Leerheit aufgehoben.
Ein Wesen, das von Unwissenheit umnebelt ist, das ist mit der Fessel der Gier gebunden. Als Nutznießer oder Erleider der Wiedergeburt ist es vom Tuer seinem karmischen Urheber weder verschieden noch mit ihm identisch, sondern konditional von ihm bedingt.
Die Lehrdarlegung der Buddhas stützt sich auf zwei Wahrheiten, die Wahrheit weltlicher Konvention und die absolute Wahrheit.
Jene, die nicht die Verschiedenheit der beiden Wahrheiten erkennen, die erkennen nicht das Absolute und die Tiefe der Weisung des Buddha.
Ohne sich auf den konventionellen Sprachgebrauch zu stützen ist der höchste Sinn nicht erfasst, erreicht man nicht das Nirwana.

Freitag, 4. August 2017

Leerheit

Leerheit
Wenn es ein Nichtleeres gäbe, dann gäbe es etwas Leeres. Da aber nichts Nichtleeres existierte, woraus sollte dann Leerheit entstehen?
Wie sollte ein leeres entstehen, wie sollte ein Leeres vergehen? Was ist sowohl unendlich als auch endlich? Was ist weder unendlich noch endlich? Wenn etwas leer ist, folgert daraus, dass es weder entstanden nicht vergangen ist. Was ist dies und was ein anderes? Was ist ewig und was ist nicht ewig? Was ist ewig sowohl als nicht ewig und weder ewig noch nicht ewig?
Es gibt keinerlei Unterschied zwischen Samasara und Nirwana. Es gibt keinerlei Unterschied zwischen Nirwana und Samsara.
Der Höhepunkt des Nirwana ist auch der Höhepunkt des Samasara. Zwischen den beiden gibt es nicht das mindeste, das sie trennt.
Alles an Heil und Erlösung wird dem zuteil, dem die Erkenntnis der Leerheit zuteil wird. Nichts wird dem zuteil, dem die Erkenntnis der Leerheit nicht zuteil wird.
Leerheit falsch verstanden, zerstört einen Menschen von dürftigem Verstand wie eine Schlange, die man falsch anfasst, oder wie ein Zauberspruch, den man falsch verwendet.
Die Sieger, die Buddhas, haben die Leerheit als das Aufgeben aller Theorien verkündet. Jene aber, die eine Theorie der Leerheit hegen, die haben sie als noch zu retten bezeichnet.

Donnerstag, 3. August 2017

Wiedergeburt ohne Seele, eder Konditionalnexus

Wiedergeburt ohne Seele, der Konditionalnexus
Das konditionale Entstehen ist es, das wir Leerheit nennen. Sie, die Leerheit ist ein mit dem konditionalen Entstehen synonymer Begriff, und sie ist der mittlere Weg.
Ein Etwas, das nicht konditional entstanden wäre, ist nicht zu finden. Eben darum gibt es kein Etwas, das nicht leer wäre.
Du leugnest das ganze Weltgetriebe, wenn du die Leerheit des konditionalen Entstehens bestreitest.
Ein in Unwissenheit befangener Mensch schafft dreifach, nämlich für das Tun, Sprechen und Denken,Tatabsichten, die zur Wiedergeburt führen. Durch solche Taten gelangt er zu einer neuen Existenzform.
Entsprechend den Tatabsichten fixiert sich das Bewusstsein auf eine neue Daseinsform. Ist das Bewusstsein so fixiert, ist dort die Entstehung von Name und Körper eingesät.
Sind aber Name und Körper, die empirische Person, eingesät, gibt es die Entstehung des Sechsinnengebietes. Abhängig vom Sechsinnengebiet entsteht Sinnes-Berührung.
Sind als Voraussetzung das Auge vorhanden und eine Form, etwas Sichtbares sowie deren Zusammenspiel, dann entsteht auf der Basis von Name und Körper das Bewusstsein.
Das Zusammentreffen der Drei, nämlich: von Auge, Form und Bewusstsein, ist Berührung. Aus der Berührung geht Empfindung hervor.
Mit der Empfindung hängt die Gier zusammen, denn man begehrt sie zum Zwecke von Empfindungen. Wenn man begehrt, entwickelt man das vierfache Ergreifen von Lustobjekten, theoretische Ansichten, Ritualen und Glauben an die Existenz einer Seele.
Wenn es Ergreifen gibt, dann entsteht für den Ergreifer ein Werden. Wenn es aber Nichtergreifen gibt, wird er erlöst und es gibt für ihn kein neuerliches Werden.
Werden, das konstituiert sich als die fünf Gruppen, aus denen sich die empirische Person zusammensetzt, denn aus dem Werden geht Geburt hervor sowie Alter und Tod und das weitere Leiden wie Trauer, Kümmernisse und Wehklagen.
Nur Betrübtheit und Verzweiflung entstehen aus der Geburt. Entstehen ist ausschließlich das eines Haufens von Leiden.
Der Unwissende entwickelt Tatabsichten als Wurzeln für den Wiedergeburtskreislauf. Daher ist der Unwissende ein Tuer und Erzeuger von Karma, nicht der Wissende, der das Absolute gesehen hat.
In der Aufhebung der Unwissenheit liegt die Beendigung von Tatabsichten. Die Vernichtung der Unwissenheit aber wird nur zustande gebracht durch Wissen, das aus der Erzeugung stammt.
Durch Aufhebung des einen entsteht nicht das andere. Ein Haufen von leiden ist es bloß, der da gänzlich aufgehoben wird.
Wer das konditionale Entstehen sieht, der sieht das Leiden, dessen Ursprung, Aufhebung und Erlösungsweg die „Vier Edlen Wahrheiten“ des Buddhas sind.
Leerheit ist nicht Vernichtung, Samsara ist nicht Ewigkeit. Es gibt keine Vernichtung des Karma beim Tode eines Wesens, das ist die vom Buddha aufgezeigte Lehre.
Wie ein Schuldschein ohne Löschung, solch eine Schuld ist das Karma. Es ist von vierfacher Art und von Natur aus undurchschaubar.
Das Karma ist nicht ablegbar durch Verzichte wie mittels der Meditation der Geistesentfaltung. Infolge ihrer Aufhebungsmöglichkeit entsteht die Frucht oder Auswirkung der Karma-Taten in jedem Falle.
Wenn die Absicht gefasst worden ist, das hat der höchste Seher, der Buddha, Karman genannt. Er hat mehrere Arten des Karma erläutert.
Dabei hat er die Absicht, das geistig Anvisierte, als Tat bezeichnet. Nachdem man eine Absicht gefasst hat, so hat er gesagt, dann vollzieht man sie als Tun mit Körper und Rede.
Die Identität von Ursache und Frucht ist zutreffend. Andersheit von Ursache und Frucht ist ebenfalls unzutreffend. Die Ansicht, die Wirkung sei das gleiche wie die Ursache, ist unhaltbar.
Was auch immer bedingt entsteht, das ist weder dasselbe noch ein anderes als die Ursache. Daher gibt es weder die Vernichtung im Tode noch die Ewigkeit.einer Seele.
Der Glaube, „Ich habe in der Vergangenheit existiert“, ist unzutreffend. Derjenige, der in der früheren Geburt existierte, das ist nicht dieser, der hier zu Euch spricht.
Der Glaube, „Ich habe in der Vergangenheit nicht existiert“, ist unzutreffend. Derjenige, der in der früheren Geburt existierte, das ist kein anderer als der, der hier zu Euch spricht.
Weil die Kontinuität der Gruppen ist wie die Flamme von Lampen, von denen die eine die andere entzündet, darum ist es angebracht, bei der empirischen Person von unendlich oder endlich zu reden.






Dienstag, 1. August 2017

In der Person keine Seele, in den Dingen keine Eigennatur

In der Person keine Seele, in den Dingen keine Eigennatur
Die Buddhas haben die Seele als Irrtum erkannt und darum die Nicht-Seele gelehrt. Sie haben dargelegt, dass es ein Etwas wie eine Seele oder eine Nicht-Seele gibt.
Ich kann diejenigen nicht als Kenner des Sinnes der Buddha-Verkündigung ansehen, die meinen, die Seele besitze Wesenhaftigkeit und es gebe eine Eigenständigkeit der Dinge.
Daraus, dass man bei allem ein Anders werden erkennt, folgert das Fehlen von Eigennatur in den Dingen. Aber: Weil die Dinge Leerheit sind, gibt es kein Ding ohne Eigennatur.
Wenn es keine Eigennatur Hier: Leerheit gäbe, wer würde sich dann wandeln? Wenn es aber Eigennatur hier: Dauerhaftigkeit gäbe, wer könnte sich dann wandeln?
Ein Entstehen von Eigennatur durch Voraussetzungen und Ursachen ist als Gedanke nicht zutreffend, denn Eigennatur, die aus Ursachen und Voraussetzungen entstanden ist, wäre etwas geschaffenes.
Was in Eigennatur seither existiert, wie könnte das wieder entstehen? Darum gibt es, wenn man die Leerheit oder Wandelbarkeit bestreitet, philosophische kein Entstehen.
Die Welt würde nicht-entstanden, nicht vergangen, unerschütterlich und der Veränderung enthoben sein, wenn es bei ihr Eigennatur gäbe.
Was durch Eigennatur existiert, das kann nicht nicht sein, folglich wäre es ewig. Falsch wäre, zu sagen: „Es ist nicht jetzt, was aber früher“, denn das impliziert die Vernichtung des Unvernichtbaren.
Für etwas, das wirklich ist, gäbe es wegen seiner Eigennatur kein Nichtsein. In Wahrheit verhält es sich aber so, dass zum Zeitpunkt des Nirwana infolge des zur Ruhe Kommens des Werdenstromes die Vernichtung des Leidens eintritt.
Woher könnte es Leiden geben, das nicht konditional entstanden ist? Als unbeständig hat der Buddha das Leiden erklärt. Gäbe es Eigennatur, wäre es nicht vorhanden.
Für Leiden, das aus Eigennatur , gäbe es keine Aufhebung. Du bestreitest die Aufhebung des Leidens, wenn du darauf beharrst, es gebe Eigennatur.
Wenn es Eigennatur gäbe, wäre keine Verwirklichung des Heilsweges möglich. Da aber dieser Weg verwirklicht wird, beweist das, es gibt keine Eigennatur.
Niemand, der in Eigennatur existiert, könnte jemals Gutes oder Schlechtes tun. Was könnte einer tun, der nichtleer ist? Eigennatur agiert nicht und daher kein Karma schaffen.
Wenn alles nichtleer wäre, dann gäbe es kein Erlangen des Nicht-erlangten, kein Tun zur Beendigung des Leidens und keine Aufhebung aller Verunreinigungen.
Wäre alles dies um uns herum nicht leer, dann gäbe es weder Entstehen noch Vergehen. Durch Aufgeben oder Aufhebung von was wäre dann wohl das Nirwana anzustreben.