Mittwoch, 26. Juli 2017

Grundlegende buddhistische Einsicht

Grundlegende buddhistische Einsicht
Auf der grundlegenden buddhistischen Einsicht beruht die Liebe und das Mitgefühl auf der einen und Selbsterkenntnis und Weisheit auf der anderen Seite, die wie zwei Flügel eines Vogels sind, aber Hand in Hand arbeiten müssen, um die Erleuchtung hervorzubringen. Doch Selbsterkenntnis ist der Schlüssel zu persönlicher Entwicklung und zu glücklichen Beziehungen zu anderen Menschen. Aber der Mangel an wahrer Selbsterkenntnis führt dazu, dass ich mir selber Schaden zufüge durch fehlgeleitete und übertriebene Vorstellungen über mich selbst, über andere Menschen, über äußere Ereignisse und über materielle Dinge. Denn meine Sinne täuschen mich und verstricken mich in Anhaftung und negativen Handlungen, die auf mich zurückfallen, und mich in Zukunft wieder bedrängen werden. So muss ich die Fehler überwinden, um aus einer realistischen Kenntnis heilsamer Interdependenz zu leben.
Ich kann den täuschenden Aspekt meiner Erfahrungen wie einen Vorhang auf die Seite schieben, aber es gibt Methoden, die hilfreich sein können, wie zum Beispiel beim Unterdrücken von Begierde und Hass, aber sie setzen nicht an die Wurzeln der grundlegenden Probleme an.
So wird meine Aufmerksamkeit auf eine falsche Fassade gelenkt, die mein Denken und Empfinden allzu sehr blendet. So wird der Weg dafür vorbereitet, dass ich die Wirklichkeit hinter den Erscheinungen erkennen kann. Doch mein stillschweigendes Akzeptieren der Dinge, wie sie mir erscheinen, das wird Unwissenheit genannt. Diese Unwissenheit ist nicht nur ein Mangel an Wissen darüber, wie Menschen und Dinge in Wirklichkeit existieren, sondern eine aktive falsche Wahrnehmung meiner grundlegenden Natur. Aber wahre Selbsterkenntnis beinhaltet, dass ich irrtümliche Annahmen über nich selbst ans Tageslicht bringe und mich mit ihnen auseinandersetze. Hier habe ich das Ziel herauszufinden, wie ich mich selbst in Schwierigkeiten verwickle, um zu lernen, wie ich auf der grundlegenden Ebene meiner schädlichen Auffassungen Änderungen herbeiführen kann.
Wenn ich die Wirkungsweise meines Geistes kenne, dann kann ich diese Erkenntnisse auf praktische Weise nutzen. Dieses zentrale Thema soll mir zeigen, wie aus meiner verzerrten Wahrnehmung von Körper und Geist katastrophale Fehler erwachsen können, wie Begierde und Hass entstehen, so dass ich fortwährend in Schwierigkeit verwickelt werden, indem ich Einsicht in diesem Prozess entwickeln kann, so kann ich mich und die Menschen in meiner Umgebung von diesen endlosen Szenarien des Schmerzens befreien.
Man gibt mir Übungen an die Hand mit denen ich Schritt für Schritt den Unterschied erkennen kann zwischen dem, wie ich mir selbst erscheine und dem, wie ich eigentlich bin. Wenn ich einmal meine verzerrten Annahmen als das, was sie in Wirklichkeit sind, erkennt habe, dann zeigt es sich, wie ich sie untergraben kann. Als Methode dazu, kann ich bekannte buddhistische Kontemplationen benutzen, um die Erscheinungen zu hinterfragen. Durch eine Vielzahl von praktischen Übungen, die mir helfen, die Täuschungen aufzulösen, die ich auf und über das gelegt habe, was tatsächlich existiert. So kann ich lernen, wie ich in der Welt auf realistischere Weise aktiv werden kann, doch dazu ist es notwendig, die wechselseitige Abhängigkeit von Allem wahrzunehmen und das Netzwerk meiner Beziehungen für den bedeutungsvoll, jedoch befristeten Beitrag, den es für mein Leben leistet, wertzuschätzen.
Wie ich die Kraft der meditativen Konzentration mit Selbsterkenntnis und Weisheit ausstatten kann, um in meine eigene wirkliche Natur einzutauchen, was meine Probleme an ihrer Wurzel schwächen wird.
Wie existieren die Dinge und Phänomene in Wirklichkeit, sie existieren nicht auf die Art und Weise, wie ich das auf normalerweise annehme.
Alles basiert auf Gedanken und wie Gedanken das aufbauen, was ich wahrnehme. Mein Ziel ist es, dass ich ein klares Gespür dafür entwickle, was es heißt, ohne falsche Vorstellungen zu leben. Der tiefgründige Seins zustand dient dazu, Liebe und Mitgefühl zu erweitern, indem dargelegt wird, wie unnötig die Leid bringenden Emotionen und die aus ihnen entstehenden Leiden eigentlich sind.
Auf diese Weise wird Selbsterkenntnis zum Schlüssel für persönliche Entwicklung und glückliche Beziehungen zu anderen. Nachdem ich mir das Wissen erworben habe, wie ich Selbsterkenntnis und Weisheit in den Dienst von Liebe und Liebe in den Dienst von Selbsterkenntnis und Weisheit stelle, so kann ich zur Erleuchtung gelangen.

Montag, 24. Juli 2017

Der Bodhisattvaweg passiv und aktiv

Der Bodhisattvaweg passiv und aktiv
hört, ihr Söhne aus edler Familie. Das große Wesen der Bodhisattva ist eine Leuchte für die Blinden, ein Schirm für die von Sonnenglut Verbrannten, ein Fluss für die Verdurstenden, erschafft denen, die in Furcht und Schrecken sind, Sicherheit, er ist ein Arzt für die von Krankheit Gequälten, unglücklichen Wesen ist er Mutter und Vater, den in der Hölle Gestürzten weist er das Nirvana. Glücklich sind die Wesen in der Welt, die seines Namens gedenken: Sie entrinnen als erste dem samarischen Leiden.
So viele hunderttausend Millionen und Milliarden Wesen hier in der Welt Leiden ertragen, wenn sie den Namen des großen Wesens, des Bodhisattva hören, werden sie alle dadurch von der Masse des Leidens befreit.
Was gäbe es für eine bessere Schuldbegleichung bei unseren wahren Freunden, den Bodhisattvas, die uns unermesslichen Beistand geleistet haben, als Dienst für die Wesen?
Wenn man etwas getan hat für diejenigen, deretwegen die Bodhisattvas ihren Körper zerfleischen und in die tiefste Hölle eintreten, dann, wahrlich, hat man Gutes getan. Darum muss man auch großen Übeltätern alle Wohltat erweisen.
Um derentwillen sogar meine Herren die Bodhisattvas freiwillig rücksichtslos gegen sich selbst sind, wie könnte ich gegenüber meinen Herren und allen diesen von ihnen Geförderten Stolz zeigen und nicht vielmehr ihr Diener sein?
Der Bodhisattva braucht sich nicht in allzu vielen Tugenden zu schulen. Einer Tugend aber hat der Bodhisattva sich hinzugeben, sie hat er hochzuhalten, denn dadurch werden alle Buddhatugenden offenbar. Welche ist diese eine Tugend? Es ist das große Mitleid.
Sechs- bzw. Zehnvollkommenheiten:
Geberfreudigkeit, Zucht, Geduld, Willensstärke, Meditation, Weisheit, richtige Methode, Vorsatz, Kraft und Wissen.






Mittwoch, 19. Juli 2017

Der Weg des Glaubens

Der Weg des Glaubens
Der Glaube ist Führer, Mutter, Erzeuger, Schützer, Mehrer aller Tugenden, Zerstreuer des Zweifels, Retter aus der Flut der Wiedergeburten. Der Glaube ist der Wegweiser zur sicheren Stadt des Buddhaparadieses.
Der Glaube schafft Gefallen an der Entsagung, der Glaube schafft Freude an der Lehre der Sieger, d.h. der Glaube beschafft Auszeichnung in der Erkenntnis der Tugenden, er führt in Richtung auf das Buddhaziel.
Wenn, nachdem ich der einst Erleuchtung erlangt habe, Wesen in anderen Weltsystemen durch das Hören meines Namens ein Denken an höchste, vollkommene Erleuchtung entwickeln und klaren Geistes meiner Gedanken, wenn ich nicht in deren Todesmoment, nachdem ich, umgeben von einer Schar von Menschen, zu ihnen stehen sollte, um ihren Geist vor Angst zu bewahren, nicht möge ich dann zur höchsten, vollkommenen Erleuchtung gelangen.
Wenn, nachdem ich dereinst Erleuchtung erlangt habe, Wesen in unermesslichen, zahllosen Buddhaländern durch das Hören meines Namens ihr Denken auf Wiedergeburt dort in meinem Buddhaland richten und die Wurzeln des karmischen Verdienstes entsprechen zur Reife zu bringen sollten, wenn sie nicht dort in meinem Buddhaland wieder entstehen sollten, und hätten sie auch nur zehnmal das Denken auf mich und mein Buddha-Paradies gerichtet, nicht möge ich dann zur höchsten, vollkommenen Erleuchtung gelangen.






Dienstag, 18. Juli 2017

Der Weg der Weisheit

Der Weg der Weisheit
Durch das Wahrnehmen aller Dharmas wird das todlose Nirvana erkannt.
Wie eine Illusion sind die Wesen, wie ein Traum. Denn Illusion und Wesen sind eins, nicht zweierlei, Traum und Wesen sind eins und nicht zweierlei. Alle Dharmas sind wie eine Illusion, wie ein Traum. Sogar der In-den Strom-Getretene, der Einmal Wiederkehrer, der Nichtwiederkehrer, der heilige, der Für-sich-Buddha, der vollkommene Buddha, sie alle sind wie eine Illusion, wie ein Traum.
Sogar wenn es noch einen höheren Dharma gäbe als Nirvana, auch von ihm würde man sagen, er ist wie eine Illusion, wie ein Traum. Denn Illusionen und Nirvana sind eins, nicht zweierlei.


Montag, 17. Juli 2017

Der Weg zur Eigenerlösung durch Selbstdisziplin

Der Weg der Eigenerlösung durch Selbstdisziplin
Die Wesen hängen im Netz der Gier, sind gebunden von der Fessel der Unwissenheit, eingespannt von der Gier werden zur Vernichtung bestimmt, in den Käfig der Leiden geworfen, dem Gefängnis des Weltlebens zugeneigt.
Der Erlösungsweg der Selbstdisziplin entspricht dem Achtfachen Weg des frühen Buddhismus:
Rechte Aussicht, Rechter Entschluss, Rechte Rede, Rechtes Verhalten, Rechte Lebensführung, Rechte Anstrengung, Rechte Achtsamkeit und Rechte Sammlung.
Ein Gabe sollte nicht von einem Bodhisattva gegeben werden, der mit dem Geben einen Zweck verfolgt Wer aber eine Gabe zweckfrei gibt, dessen Masse an Verdienst ist nicht leicht zu messen:
Rechte Ansicht ist Einblick in den Dharmakaya des Vollendeten,
Rechter Entschluss ist das Zur-Ruhe-Bringen aller Einbildungen,
Rechte Rede ist die Erkenntnis, dass die Sprache von den Dharmas verstummt,
Rechtes Verhalten ist das Unterlassen jeglicher auf karmischen Verdienst gerichteten Taten,
Rechtes Leben ist die Einsicht, dass alle Dharmas ohne Entstehen und Vergehen sind, also zeitlos existieren, wie es die Sarvastivade-Schule lehrt,
Rechte Anstrengung heißt, in der Erkenntnis, dass kein Nicht-bedingter-Erlösungsdharma aus Taten hervorgeht, auf den Ersatz von Energie und Methode zur Heilerreichung zu verzichten, d.h. absichtslos zu werden,
Rechte Achtsamkeit bedeutet, das Nachgrübeln über Sein und Nichtsein aufzugeben.
Rechte Sammlung heißt, durch Nichtergreifen von Dharma hier: Vorstellungen von Meinungen frei zu sein.

Sonntag, 16. Juli 2017

Heilhelfer und Retter in der Not

Heilhelfer und Retter in der Not
Wie sich für Bodhisattvas keine andere Handlung geziemt als die für andere, das wird im edlen Dharmasangitisutra ausführlich dargelegt. Welche Tat auch immer die Bodhisattvas tun, sei es mit dem Körper, der Stimme oder dem Denken, das alles verrichten sie im Hinblick auf die Wesen, beherrscht vom Großen Mitleid, das alles hat zur Ursache die Verwirklichung des Wohls der Wesen, ist hervorgegangen aus dem heißen Wunsche nach dem Wohle und Glück aller Wesen.
Ich nehme die Last aller Leiden auf mich, ich bin dazu entschlossen, ich ertrage es. Und warum? Unbedingt muss ich allen Wesen die Leidens last abnehmen. Die Veranlassung zu diesem Entschluss ist nicht, dass ich Lust daran hätte, vielmehr habe ich das Flehen aller Wesen um Rettung gehört. Alle Wesen muss ich zur Erlösung führen, die ganze Welt muss ich retten. Ich bin entschlossen, in jedem einzelnen Elendszustand ungezählte Zehnmillionen von Weltzeitaltern zu verweilen. Es ist ja fürwahr besser, dass ich allein mit Leiden beschwert bin, als dass alle diese Wesen in Elendswellen gerieten.
Meine Körper in allen Wiedergeburten sowie die Güter und alles Wohl, zu dem ich in den drei Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gelangt bin bzw. gelangen werde, gebe ich hier bedenkenlos hin für die Wohlfahrt aller Wesen. Nirvana ist das Ziel meines Denkens. Wenn ich alles aufzugeben habe, ist es besser, wenn es den Wesen gegeben wird.
So viele Wesen in allen Weltgegenden unter Krankheiten des Körpers oder des Geistes leiden, sie alle mögen durch mein karmisches Verdienst Ozeane von Glück und Freude erlangen.
Welches Leid auch immer gibt in der Welt, dieses möge in mir zur Reife kommen. Durch alles Wohl der Bodhisattvas möge die Welt glücklich werden.
Wenn ein Bodhisattva in einem Wesen die Wurzel des Verdienstes entstehen lässt derart, dass er selbst dabei ins Unglück geriete und hunderttausend Weltzeitalter in die Hölle gekocht würde, dann hat das Bodhisattvas das Unglück, das höllische Leiden geduldig auf sich zu nehmen und nicht das Heil des einen Wesen preiszugeben.
In einem Augenblick zeigen die weisen Bodhisattvas sich in den gestalten aller Wesen und mit den Stimmen und Lauten, die sie von sich geben.
Sie werden nach Bedarf alt und krank oder zeigen sich als tot, so spielen sie, damit die Wesen zur Erleuchtung heranreifen, diese Scheinwirklichkeit. Wohlüberlegt werden sie Hetären, um die Männer an sich zu ziehen. Nachdem sie sie mit den Haken der Begierde heran gelockt haben, errichten sie in ihnen das Buddha - Wissen. Und immer wieder werden sie, um den Wesen Gutes zu tun, Dorfleute, Karawanenführer, Priester, Hauptminister und Minister.
Alle Wesen im empirischen Sinne sollen von mir in den nach tödlichen Nirwana-Bereich zum vollkommenen Erlöschen geführt werden. Und doch ist, nachdem Wesen zum vollkommenen Erlöschen geführt worden sind, kein Wesen im absoluten Sinne vollkommen erloschen.

Samstag, 15. Juli 2017

Aufräumen nach dem G-20-Gipfel

Aufräumen nach dem Chaos dem G-20-Gipfel
Der Gipfel der 20 großen Industrienationen war beendet, und die Hamburger standen vor einer großen Menge von Müll sowie die Syrier vor den Trümmern von Bomben. Hier muss ich den Menschen in Hamburg mein Lob aussprechen, dass sie nicht lange gequatscht haben, wie man diesen Müll beseitigen soll oder muss, die haben gleich damit begonnen, aufzuräumen, um aus dieser verunreinigten Stadt wieder ein schöne Stadt zu machen, und was mich sehr beeindruckt hat, dass fremde Menschen erschienen sind, um ihre Hilfe beim Aufräumen anzubieten.
Dieses Anbieten von Hilfe zeigt, dass es wirklich eine Solidarität unter den Menschen gibt, besonders in Notsituationen, wenn es darum geht, anderen Menschen zu helfen, dass sie aus dieser Not herauskommen, um dann wieder ein normalen Leben führen zu können.
Ich kenne diese Situationen, die ich selbst schon oft erlebt habe, besonders habe ich oft anderen Menschen geholfen. Dieses Gefühl, der spontanen Hilfe ist in jedem Menschen vorhanden, denn es ist eine Fähigkeit des Menschen, was er schon in der frühen Menschheitsgeschichte gezeigt hat, man könnte sagen, er wurde oder er wird mit dieser Fähigkeit geboren.
Zurück zu unseren Hamburgern, die jetzt eine Gewisse Wut bekommen haben, Aufzuräumen und den Müll zu beseitigen, damit sie wieder leben können, und auch wieder Freude am Leben haben.
Es sind einige Worte gefallen, die die Politiker angelastet haben, aber haben die Politiker wirklich Schuld? Wir Menschen sind oft sehr schnell mit unseren Meinungen, die wir anderen Menschen gerne mitteilen wollen, aber oft sind diese Meinungen sehr oft voreilig gefasst und geäußert worden, denn es fehlte das gründliche Nachdenken, nach dem wie dieser chaotischen Nächte in Hamburg. Denn was man gesehen hat, war nur eine Darstellung von chaotischen Menschen, die selbst ein chaotisches Leben haben, aus dem sie nicht mehr herausfinden, und das sie in dieser Darstellung äußern oder auch sichtbar machen.
Ich sage mir immer, man soll mit seinen Meinungen zurückhaltend sein, denn man kann mit seiner Meinung sehr oft falsch liegen, was mir oft passiert ist, besonders in meinen jüngeren Jahren. Heute überlege ich mir lieber vorher, was ich äußern oder nicht äußern kann.
Die Menschen aus Hamburg haben wieder den chaotischen Zustand von Trümmern in ihrer Stadt größtenteils beseitigt, wenn auch mithilfe anderer Menschen, die ihnen dabei solidarisch zur Seite standen. Jetzt sollen diese Menschen wieder den Blick nach vorne richten, denn die Zukunft liegt immer vor einem. Ein zweiter G-20-Gipfel wird wahrscheinlich nicht mehr kommen, höchstwahrscheinlich mehr Pop-Auftritte von Künstlern, und das ist auch etwas für Chaoten.