Freitag, 26. Mai 2017

Den Herzschlag ausbalancieren

Den Herzschlag ausbalancieren
Auch bei einer regelmäßigen Herzfrequenz treten kleine Veränderungen des zeitlichen Abstands zwischen den Herzschlägen auf, es wird als Herzfrequenzvariabilität (HRV) bezeichnet. Schlägt mein Herz sechzig-mal in der Minute, so würde die zeit zwischen den Schlägen eine Sekunde betragen. Doch das Herz ist kein mechanisches Metronom, und auch das Intervall zwischen den Herzschlägen verändert sich ständig.
Die HRV spiegelt die Aktivität des autonomen Nervensystem wider. Mein Herzschlag wird schneller, wenn ich einatme, das SNS wird aktiviert, und es verlangsamt sich, wenn ich ausatme, es ist die Erregung des PNS. Aber Stress, negative Emotionen und das Alter sorgen für eine Abnahme des HRV, und bei Menschen mit einer niedrigen HRV besteht eine Wahrscheinlichkeit auf Genesung nach einem Herzinfarkt.
Es ist interessant, ob die Herzfrequenzvariabilität ein Effekt der Schwankungen von Stress und anderen Faktoren ist oder ob Veränderungen der HRV selber Verbesserungen der geistigen und körperlichen Gesundheit verursachen können. Aber es gibt keine endgültigen Beweise, aber Untersuchungen haben gezeigt, dass das Erlernen der Steigerung von Ausmaß und Kohärenz der HRV mit vermindertem Stress und verbesserter Herr-Kreislauf-Gesundheit, Immunsystemfunktion und Stimmung in Verbindung steht.
Die HRV ist ein sehr nützlicher Indikator für parasympathische Erregung und allgemeines Wohlbefindens, und ich kann sie verändern.
Hier die dreiteilige Vorgehensweise:
Ich atme so, dass meine Einatmung und meine Ausatmung gleich lang sind, und ich zähle beim Einatmen im Geiste mit wie eins, zwei, drei und sofort, und beim Ausatmen ebenfalls wie beim Einatmen im Geiste: eins, zwei, drei und sofort.
Ich stelle mir gleichzeitig vor, oder ich spüre es, dass ich durch den Bereich meines Herzens ein- und ausatme. Ich rufe mir, während ich gleichmäßig durch mein Herz atme, eine angenehme, tiefempfundene Emotion wie Dankbarkeit Güte oder Liebe ins Bewusstsein, indem ich an eine glückliche Zeit denke, an das Zusammensein mit meinen Kindern und an Dankbarkeit für die guten Dinge in meinem Leben. Ich kann mir auch vorstellen, dass dieses Gefühl als ein teil meines Atems durch mein Herz strömt.
Wenn ich es für einige Minuten oder länger probiere, so werde ich von den Ergebnissen beeindruckt sei.




















Mittwoch, 24. Mai 2017

Bildhafte Vorstellung

Bildhafte Vorstellung
Die geistige Aktivität wird gewöhnlich mit verbalem Denken gleichgesetzt, so widmet der größte Teil des Gehirns in Wirklichkeit mit nonverbalen Aktivitäten, wie die Verarbeitung geistiger Bilder. Durch die bildhafte Vorstellung wird die rechte Hemisphäre des Gehirns aktiviert und das innere verbale Geplapper wird zur Ruhe gebracht, was anstrengend sein kann.
Gleich der Entspannung kann ich die bildhafte Vorstellung auf der Stelle nutzen, um das PNS zu stimulieren oder längere Visualisierungen durchführen, wenn ich Zeit genug habe, um eine bildhafte Vorstellung zu entwickeln, die ein starker Anker für mein Wohlbefinden sein wird.
So wenn ich mich von der Arbeit gestresst fühle, kann ich für ein paar Sekunden einen friedlichen Bergsee in mein Bewusstsein rufen. Habe ich zu Hause mehr Zeit, so kann ich visualisieren, wie ich um den See herumgehen , und mein geistiger Film mit dem Duft von Kiefernnadeln oder dem Geräusch von Kinderlachen bereichern.






Montag, 22. Mai 2017

Achtsamkeit dem Körper gegenüber

Achtsamkeit dem Körper gegenüber
Mein PNS ist darauf ausgerichtet, das innere Gleichgewicht meines Körpers aufrechtzuerhalten, so werden parasympathische Netzwerke aktiviert, wenn die Aufmerksamkeit nach innen gelenkt wird, sofern ich mir keine Sorgen um meine Gesundheit mache. Wenn ich schon etwas praktische Erfahrung mit der Körperachtsamkeit habe, so z.B. durch Yoga oder einen Kurs zur Stressbewältigung, dann bedeutet Körperachtsamkeit für mich, dass ich mit ihr im Augenblick bin, aber sie nicht bewerte oder mich gegen sie wehre, so achte ich auf das körperliche Empfinden und das ist der eigentliche Trick.
So nehme ich die Empfindungen des Atems wahr, wie die kalte Luft einströmt und die warme ausströmt, wie die Brust und der Bauch sich heben und senken, Oder die Empfindungen des Gehens, Greifens oder Schluckens. Ich verfolge einen einzigen Atemzug von Anfang bis Ende, oder einen einzigen Schritt auf dem Weg zur Arbeit kann sich bemerkenswert zentrierend und beruhigend auswirken.


Sonntag, 21. Mai 2017

Die Lippen berühren

Die Lippen berühren
In den Lippen befinden sich parasympathische Fasern, wenn man die Lippen berührt, dann wird das PNS stimuliert. Das Berühren der Lippen kann beruhigende Assoziationen vom Essen oder sogar vom Gestilltwerden als Baby auslösen.
Die meisten Menschen haben schon verspürt, wenn sie einen geliebten Menschen küssen, dann kommt es zu einer Erregung im ganzen Körper, man spricht dann von einem sexuellen Verlangen des Menschen, denn das Stimulieren der Lippen verlangt zu einer Befriedigung des Verlangens nach Sex, und es bleibt solange erhalten wie dieses Verlangen besteht. Aber kein Mensch ist frei von diesem Verlangen, weil der Sex zum Ur-trieb beim Menschen gehört.
Doch ich habe in meinem Alter nicht mehr das Bedürfnis nach Sex, wenn ich meine geliebte Frau küsse, denn dieses Berühren der Lippen meiner Frau stimuliert nach einem Verlangen, mit meiner Ehefrau noch sehr lange zusammenzubleiben, ihre Hände zu halten und immer in ihrer Nähe zu bleiben. Besonders jetzt ist dieses Bedürfnis sehr hoch, weil die Lungenoperation bei meiner Frau mir deutlich gezeigt hat, wo die Grenze des Lebens gezogen ist, und die kann zu jeder Zeit überschritten werden.
So ist das berühren der Lippen meiner Frau durch meine Lippen ein Beweis der ewigen Liebe über den Tod hinaus.




















Samstag, 20. Mai 2017

Tiefes Ausatmen

Tiefes Ausatmen
Ich atme so tief, wie ich kann, und ich halte die Luft so ein paar Sekunden an, atme dann langsam wieder aus, und ich entspanne mich dabei. Bei einem Tiefen Einatmen dehnen sich meine Lungen stark aus, und damit sie wieder in ihre alte Ausgangsstellung zurückkehren, ist ein tiefes Einatmen meinerseits erforderlich, was ich dann auch tue. Bei dieser Aktion ist das PNS zuständig, denn es stimuliert das Ein- und Ausatmen ständig, solange ich lebe, denn das Ein- und Ausatmen funktioniert automatisch. Das geht auch bei Menschen, die nur eine Lunge haben, denn meine Ehefrau hat seit einem halben Jahr nur noch eine Lunge, weil die andere Lunge wegen eines bösartigen Krebstumors entfernt werden musste. Aber mit etwas Atemtraining hat sie es geschafft, wieder regelmäßig zu atmen, was sie schon nach der Operation konnte. Meine Ehefrau ist 73 Jahre alt.








Freitag, 19. Mai 2017

Ist Trump ein Agent des russischen Geheimdienstes?

Ist Trump ein Agent des russischen Geheimdienstes?
Nach dem Geheimnisverrat durch den derzeitigen sogenannten US-Präsidenten Trump, habe ich mir die Frage gestellt, haben meine ehemaligen Freunde des KGB doch Recht, wenn sie mir zuflüsterten, dass sie einen Geschäftsmann aus der USA als Zuträger von geheimen Informationen in ihren Reihen haben?
Als ich meinen meinen Freunden vor kurzem ins Gespräch kam, lachte er mich verschmitzt an und sagte dann nur:“ Du wirst dich bald wundern, dass eine amerikanische Persönlichkeit einem Politiker von uns Geheimnisse verraten wird.“ Ich habe den alten Kumpel aus vergangenen Zeiten nur angeschaut, aber dann habe ich gewusst, er weiß etwas, von dem ich nichts weiß.
Und Trump hat wirklich Geheimnisverrat begangen, und damit viele Agenten des US-Geheimdienstes einen Weg in den Tod gewiesen, was man mit seinen eigenen Leuten nicht macht, denn diese will am unbedingt am Leben erhalten, denn diese Agenten sind viel zu wertvoll, denn das kenne ich aus meiner eigenen Arbeit. Putin würde niemals seine Leute verraten, dazu ist er ein hervorragender ehemaliger Offizier des KGB.
Mit diesem Geheimnisverrat erkennt man auch, dass die Russen etwas bei der US-Wahl mitgeholfen haben, dass Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde. Jetzt will Trump seinem Freund Putin viele an geheimen Informationen zukommen lassen, und Putin lässt dem ehemaligen Agenten des KGB gewähren.
Dass der US-Geheimdienst nicht darauf gekommen ist, dass die USA mit dem neuen Präsidenten einen russischen Agenten zum führenden Staatsoberhaupt an ihrer Spitze haben, scheint doch so langsam in die Köpfe der Republikaner einen Platz zu finden.
Ich sage immer: bevor man etwas wählt, muss man erst einmal nachdenken, was man wählt, und dann soll man sich zu einer Wahl entscheiden. Ich habe es eigentlich in meinem langen Leben immer so gehalten, doch bin auch ich manchmal hereingefallen. Denn wir sind alle nur Menschen.
Bis zur nächsten Wahl einer US-Präsidentin oder einem US-Präsidenten.

Progressive Entspannung

Progressive Entspannung
Ich probiere, wenn ich etwas zeit habe, die progressive Entspannung aus, bei der ich mich systematisch auf unterschiedliche Körperteile konzentriere. Hierbei arbeite ich mich von den Füßen bis zum Kopf hoch oder umgekehrt. Je nachdem, wie viel Zeit ich habe, kann ich auf die großen Bereiche meines Körpers fokussieren, so dass linke Bein, das rechte Bein, oder auf kleine Abschnitte wie linker Fuß, rechter Fuß, linker Knöchel, rechter Knöchel usw. Ich kann die progressive Entspannung mit geöffneten oder geschlossenen Augen durchführen. Wenn ich lerne, sie mit offenen Augen durchzuführen, wird mir dabei helfen, mich tiefer zu entspannen, wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin.
Um einen Teil meines Körpers zu entspannen, mache ich mir bewusst, ich nehme mir einen Moment Zeit, so um die Empfindungen in der Sohle meines rechten Fußes wahrzunehmen. Oder ich sage im Geiste sanft „entspannt“, während ich das Gewahrsein auf einen Körperteil richte. Oder ich lokalisiere einen Punkt oder eine Fläche in diesem Teil. Ich tue, was immer am besten funktioniert.
Aber für viele Menschen ist die progressive Entspannung eine gute Methode, um einzuschlafen.










































Donnerstag, 18. Mai 2017

Zwerchfellatmung

Zwerchfellatmung
Die nächste Methode ist die Zwerchfellatmung und dafür sind zwei oder drei Minuten erforderlich. Das Zwerchfell ist ein Muskel unter meinen Lungen, und dieser Muskel hilft mit beim Atmen, er wird aktiv betätigt und ist besonders wirksam für das Reduzieren von Angst.
Ich lege die Hand auf meinen Bauch, so ein kleines Stück unter dem umgedrehten V in der Mitte meines Brustkorbs. Ich schaue hinunter, ich atme normal, und ich betrachte meine Hand. Ich sehe, dass sie sich etwas bewegt, etwas auf und ab.
Ich lasse die Hand an der Stelle, und ich atme auf eine Art und Weise, so dass meine Hand sich senkrecht zu meiner Brust vor- und zurückbewegt. Ich versuche, mit Kraft in meine Hand zu atmen, so dass sie sich bei jedem Atemzug einige Zentimeter hin- und hergeht.
Es kann etwas Übung erfordern, aber ich werde es schaffen. Ich versuche, die Zwerchfellatmung als Nächstes ohne meine Hand auszuführen, so dass ich diese Methode, wenn ich es möchte, auch in der Öffentlichkeit anwenden kann.








Sonntag, 14. Mai 2017

Entspannung

Entspannung
Wenn ich entspanne, dann wird der Schaltkreis des PNS in Anspruch genommen, und das Entspannen wird gestärkt. Das sympathische Nervensystem wird durch das Entspannen beruhigt, so auch das Kampf-oder-Flucht-System, da entspannte Muskeln ein Feedback an die Alarmzentren des Gehirns senden, das alles gut ist. Bin ich sehr entspannt, so kann ich mich nur schwerlich gestresst oder aus der Fassung gebracht fühlen. Die Entspannungsreaktion kann sogar Veränderungen im Hinblick darauf bewirken, wie meine Gene exprimiert werden, und damit durch chronischen Stress ausgelösten Zellschaden reduzieren.
Den Nutzen der Entspannung kann ich nicht dadurch ernten, dass ich sie in nervenaufreibenden Situationen auslösen, sondern auch dadurch, dass ich meinen Körper darin schule, automatisch zu entspannen, denn die folgenden Methoden können für beide Zwecke genutzt werden. Hier sind vier schnelle Mittel:






Samstag, 13. Mai 2017

Das parasympathische Nervensystem aktivieren

Das parasympathische Nervensystem aktivieren
Mein Körper besitzt zahlreiche wichtige Systeme, darunter das endokrine hormonelle System, das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem, das Magen-Darm-System und das Nervensystem.
Wenn ich die Körper-Geist-Verbindung nutzen möchte, um meinen Stress zu senken, muss ich die Feuer kühlen, um meine Gesundheit langfristig zu verbessern, aber welches ist der optimale Eintrittsort in all diese Systeme? Es ist das autonome Nervensystem(ANS).
Es liegt aber nicht daran, dass das ANS, es ist ein teil des größeren Nervensystems, mit jedem anderen System verknüpft ist und die Regulation aller anderen Systeme unterstützt. Aber die geistige Aktivität hat einen größeren Einfluss auf das ANS als auf jedes andere Körpersystem. Wenn ich den parasympathischen Zweig des ANS stimuliere, so breiten sich beruhigende, wohltuende und heilende Wellen in meinem Körper, Gehirn und Geist aus. So lasse ich unterschiedliche Wege suchen, um das PNS zu aktivieren.













Trump und der FBI

Trump und der FBI
Vor einigen Tagen hat Trump den FBI-Direktor entlassen, weil dieser angeblich seinen Job sehr schlecht gemacht habe. Aber warum entlässt ein Präsident einen hochrangigen Beamten des staatlichen Sicherheitsdienstes, denn er müsste doch genau wissen, dass derartige Beamte für die Sicherheit des Staates benötigt werden, und auch das derartige Beamte sich nicht bevormunden lassen, besonders dann nicht, wenn sie Ermittlungen einleiten, von denen sie etwas verstehen, was sie in ihrer langjährige Praxis erlernt haben.
Aber was man jetzt so mitbekommen hat, war der entlassene FBI-Beamte der russischen Mafia auf der Spur, denn man wollte unbedingt aufdecken, was Trump bzw. seine Anhänger mit den Russen zu tun hatten, wollten sie mit denen Geschäfte machen oder wollten sie die USA an die Russen verkaufen. Bei Kapitalisten weiß man nie genau, was denen im Kopf herumgeistert und was sie vorhaben.
Jetzt beschimpft Trump auch noch den entlassenen FBI-Direktor, und er bedroht ihn auch noch, so nach dem Motto „wenn du was sagst, dann schicke ich dir die Killer auf den Hals“.
Aber soviel ich weiß, ist auch der US-Geheimdienst in die die Russen-Geschäfte des Trump-Clans eingeweiht, bzw. hat sich dort selbst eingewiesen, um alles mitzukriegen, was da läuft, denn man kann ein derartiges Wissen später einmal gut gebrauchen, besonders wenn Trump die Flaggen streichen muss, um dann zu gehen, und es wird dann möglich sein, Trump zu einem Aufenthalt in einem Knast zu überreden.
An dem Verhalten von Trump erkennt man deutlich, dass Herr Trump wirklich nicht versteht, wie man ein Staat führt, denn einen Staat führt man nicht wie ein Geschäft, denn Trump konnte ja nicht einmal ein Geschäft führen, sondern ist dreimal in die Insolvenz gegangen, und das hat er wirklich erstklassig gemacht.
Herr Putin aus Russland hat sich bei der Wahl von Herrn Trump gefreut, denn er sah in Trump tatsächlich den Dummkopf für seine eigenen Staatsgeschäfte. Als ehemaliger KGB-Offizier versteht Putin etwas davon, wie man mit Menschen umgehen muss, damit sie ihm alles zutragen, was er benötigt, um einen anderen Staat in die Hände zu bekommen, besonders einen fetten kapitalistischen Staat, und scheinbar hat Putin schon etwas Erfolg gehabt, denn der FBI-Direktor musste gehen, aber die Ermittlungen in der Russen-Sache sind noch eingestellt, und sie werden auch nicht eingestellt, denn der FBI ist wirklich unabhängig, weil die anderen Ermittler weiter ermitteln und der US-Geheimdienst ist auch noch da, und den hatte noch kein US-Präsident im Griff.
Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen, wenn die nächsten Schlagzeilen erscheinen, und ob sie das Ende der Trump-Ära anzeigen, das ist leider noch ungewiss.




Donnerstag, 11. Mai 2017

Das Feuer kühlen

Das Feuer kühlen
Immerdar schläft glücklich der heilige, der friedvolle, der nicht befleckt ist von Begierden, zur Ruhe gekommen ist und nirgends anhaftet, der alles Anhangen ausgerottet und aus dem herzen die Furcht vertrieben hat, friedvoll schläft er glücklich, Frieden hat im Gemüt er befestigt.
Wie ich gesehen habe, „lodert“ mein sympathisches Nervensystem SNS und mit Stress in Verbindung stehende Hormone auf, um mir dabei zu helfen, Chancen zu verfolgen und Bedrohungen zu meiden. Auch wenn gesunde Leidenschaft und überzeugtes Eintreten gegen schädliche Dinge mit Sicherheit im Leben ihren Platz haben, bin ich die meiste zeit überhitzt, habe mich in irgendeiner Karotte verfangen oder mühe mich mit irgendeinem Stock ab. Dann fühle ich mich getrieben, durcheinander, gestresst, gereizt, ängstlich oder Traurig, aber definitiv nicht glücklich. Ich muss die Flamme herunter drehen, denn dieses Kapitel zeigt zahlreiche Wege auf, wie ich es tue.
Gäbe es in meinem Körper eine Feuerwehr, so wäre es das parasympathische Nervensystem (PNS), deshalb beginne ich mit diesem.


Mittwoch, 10. Mai 2017

Hauptpunkte

Hauptpunkte
Explizite Erinnerungen sind bewusste Erinnerungen an bestimmte Ereignisse oder andere Informationen. Implizite Erinnerungen sind Reste vergangener Erfahrungen, die größtenteils unterhalb des Bewusstseins verbleiben, aber sehr stark die innere Landschaft und die Atmosphäre meines Geistes prägen.
Aber unglücklicherweise sorgt die Nagativitätstendenz des Gehirns dafür, das implizite Erinnerungen in eine negative Richtung tendieren, selbst wenn die meisten meiner Erfahrungen tatsächlich positiv sind.
Doch die erste Abhilfe besteht darin, bewusst nach positiven Erfahrungen zu suchen und diese in sich aufzunehmen. Das geschieht in drei einfachen Schritten: Ich wandle positive Tatsachen in positive Erfahrungen um, und ich genieße diese Erfahrungen und ich spüre, wie diese Erfahrungen in mir einsinken.
Werden Erfahrungen im Gedächtnis konsolidiert, so nehmen sie mit sich, was sich noch immer im Gewahrsein befindet, aber insbesondere dann, wenn es intensiv ist. Ich kann diesen Mechanismus benutzen, um negatives Material mit positivem zu durchfluten, denn dies ist die zweite Abhilfe. Ich lasse eine positive Erfahrung deutlich im Gewahrsein hervortreten, so wird die schmerzhafte undeutlich im Hintergrund wahrgenommen. Ich kann diese Methode auf zweierlei Weise nutzen: Mache ich eine positive Erfahrung, so helfe ich mir, in die alten Schmerzen einzudringen, um diese zu lindern oder zu ersetzen. Taucht negatives Material auf, so mache ich die Emotionen und Betrachtungsweisen bewusst, die dann ein Gegenmittel darstellen.
So werde ich der tiefen Wurzeln der mir immer der wiederkehrenden emotionalen Irritationen bewusst, dass die Spitzen dieser Wurzeln typischerweise in den Erfahrungen aus der Kindheit liegen, denn unterschiedliche emotionale Irritationen können unterschiedliche Wurzeln haben. Und so lenke ich die positiven Erfahrungen bewusst in die Richtung dieser Wurzeln, um sie vollständig herauszuziehen und am nachwachsen zu hindern.
Doch jedes Mal, wenn ich das Gute in mir aufnehme, dann baue ich auch etwas neuronale Struktur mit auf. Wenn ich es ein paar Mal am Tag mache, und es dann auch Monate und Jahre lang durchziehe, dann verändert sich mein Gehirn und auch die Art, wie ich fühle und handle und das auf eine umfassende Art und Weise.
Aber es ist gut, das Gute in sich aufzunehmen, weil dadurch die positiven Emotionen aufgebaut werden, was auch viele Vorteile für meine körperliche und geistige Gesundheit hat. Aber auch für Kinder hat das Aufnehmen des Guten etwas großartiges an sich, besonders für die quirligen und ängstlichen Kinder. Denn es unterstützt dadurch, dass es die Motivation, Überzeugung und Vollherzigkeit fördert, es ist die spirituelle Praxis.

















Dienstag, 9. Mai 2017

Warum es gut ist, das Gute in sich aufzunehmen

Warum es gut ist, das Gute in sich aufzunehmen
Angesichts der Negativitätstendenz des Gehirns ist ein aktives Bemühen erforderlich, um positive Erfahrungen zu internalisieren und negative zu heilen. Wen ich mich dem zuwende, was positiv ist, balanciere ich genau genommen ein neurologisches Ungleichgewicht aus. Denn ich gebe mir heute die Fürsorge und die Ermutigung, die schon als Kind hätte haben können, aber nicht im vollen Maße nicht erhalten habe.Wenn man auf das fokussiert, was gesund ist, und es sich dann in sich aufnimmt, steigert die positiven Emotionen, die täglich durch den Geist strömen. Denn Emotionen haben umfassende Auswirkungen, weil sie das Gehirn als ganzes organisieren, folglich haben positiven Gefühle einen umfassenden Nutzen, und darunter zählt ein stärkeres Immunsystem und ein Herz- ud Kreislaufsystem, welches weniger sensibel auf Stress reagiert. Ich hebe meine Stimmung, denn die Stimmung steigert meinen Optimismus, meine Belastbarkeit und meinen Einfallsreichtum, und helfen dabei, die Auswirkungen schmerzhafter Erfahrungen, einschließlich der Traumata, entgegenzuwirken. Es ist positiver Kreislauf: Denn gute Gefühle heute erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf gute Gefühle morgen.
Aber diese Vorteile gelten auch für die Kinder, denn im besonderen bringt das Aufnehmen des Guten denjenigen Kindern einen speziellen Gewinn, die entweder am quirligen oder am ängstlichen Ende der Temperaments-Skala einzuordnen sind. Die quirligen Kinder stürmen gewöhnlich schnell weiter zur nächsten Sache, bevor gute Gefühle eine Chance haben, sich im Gehirn zu konsolidieren, und ängstliche Kinder neigen dazu, gute Nachrichten zu ignorieren oder herunterzuspielen. Wenn Kinder ein teil meines Lebens sind, so ermuntere ich sie, dazu, am Ende eines Tages für einen Moment inne zu halten, um sich daran zu erinnern, was gut gelaufen ist, und an die Dinge zu denken, die glückliche machen Dann lasse ich die Gefühle und Gedanken in mich einsinken.
Der die spirituelle Praxis angeht, betont das Aufnehmen des Guten entscheidende Geisteszustände wie Güte und inneren Frieden, so dass ich wieder zu dem zurückfinden kann. Es lohnt sich, denn dies hilft mir dabei, auf dem Pfad des Erwachens zu bleiben, der sich manchmal anfühlt wie ein steiniger Weg bergauf, aber es baut Überzeugung und Glaube auf, indem es mir die Ergebnisse meiner Bemühungen aufzeigt, und er nährt die Vollherzigkeit, dass das Gewicht auf die positiven, tief empfundenen Emotionen liegt, und wenn mein eigenes Herz voll ist, so habe ich anderen mehr zu bieten.
Aber beim Aufnehmen des Guten geht es nicht darum dass man bei allem ein glückliches, strahlendes Gesicht aufsetzt, aber ebenso wenig geht es darum, sich von schwierigen Dingen des Lebens abzuwenden, sondern es geht darum, Wohlbefinden, Zufriedenheit und Frieden im eigenen Inneren zu nähren: Zufluchtsorte, von denen ich immer herkomme, und zu denen ich zu jederzeit zurückkehren kann.





Montag, 8. Mai 2017

Unkraut jäten und Blumen pflanzen

Unkraut jäten und Blumen pflanzen
Um negative implizite Erinnerungen allmählich durch positive zu ersetzen, lasse ich einfach die positiven Aspekte meiner Erfahrung auffällig und relativ intensiv im Vordergrund meines Gewahrsein hervortreten, während ich gleichzeitig das negative Material in den Hintergrund rücke. Ich stelle mir vor, dass die positiven Inhalte meinen Gewahrsein in alte Wunden eindringen, wunde und verletzte Stellen wie eine warme, goldene Salbe beruhigen, Hohlräume auffüllen, langsam negative Gefühle und Überzeugungen durch positive ersetzen.
Das negative geistige Material, mit dem ich arbeite, könnte aus der Erwachsenenzeit stammen und aktuelle Erfahrungen umfassen. Häufig ist es wichtig, dass ich mich mit impliziten und expliziten Erinnerungen aus meiner Kindheit beschäftige, da die Dinge, die mich aus dem Gleichgewicht bringen, normalerweise tief in den Erinnerungen verwurzelt sind. Menschen ärgern sich manchmal über sich selber, denn sie werden immer noch durch Dinge aus der Vergangenheit beeinflusst. Aber man sollte daran denken: das Gehirn ist darauf ausgelegt, sich durch Erfahrungen zu verändern, besonders durch negative, und ich lerne aus meinen Erfahrungen, jedoch hauptsächlich aus denen, die in der Kindheit geschehen sind, und das ist natürlich, denn dieses Gelernte geht uns nicht mehr aus dem Kopf.
Ich erinnere mich, dass ich als Kind im Vorgarten Löwenzahn jätete, aber wenn ich die Wurzel des Löwenzahn nicht ganz herauszog, dann kam er wieder, und emotionale Irritationen verhalten sich genauso.Und so spüre ich tief hinein in die frühesten, verletzlichsten, am stärksten emotional geladenen Schichten meines Geistes und ich taste nach der Spitze der Wurzel dessen, was mich plagt. Doch mit ein wenig Übung und Verständnis meiner Selbst werde ich eine Liste mit der engeren Auswahl an „üblichen Verdächtigen“ hervorbringen, den tiefen Quellen meiner immer wieder kehrenden emotionalen Irritationen, und anfangen, diese regelmäßig zu betrachten, wenn ich mich gereizt, ängstlich, verletzt oder unzulänglich fühle. Zu diesen tiefen Quellen kann das auf Unbeliebt sein in der Schule zurückführende Gefühl gehören, von anderen nicht gewollt zu werden, ein aus einer chronischen Krankheit herrührende Gefühle der Hilflosigkeit oder ein aus einer schlimm verlaufenden Scheidung folgendes Misstrauen gegenüber Intimität. Finde ich die Spitze der Wurzel, nehme ich das Gute in mir auf, das den Einfluss, den es auf mich hat, beseitigen wird. So werde ich im Garten meines Geistes Unkraut jäten und Blumen pflanzen.
Schmerzhafte Erfahrungen werde durch positive geheilt, die das Gegenteil darstellen, so dass das Gefühl des kindlichen Schwachsinns durch das aktuelle Gefühl der Stärke ersetzt wird. Kommt ständig die Traurigkeit wegen schlechter Behandlung in einer früheren Beziehung hoch, so rufe ich mir in Erinnerung, dass ich noch von anderen Menschen geliebt werde, und ich lasse mich in dieses Gefühl einsinken. Und so füge ich die Macht der Straße hinzu, indem ich mir selber sage: „Ich habe alles durchgestanden, ich bin noch immer hier, und viele Menschen lieben mich.“ Aber ich vergesse nicht, was passiert ist, denn die emotionale Ladung des Erlebten wird kontinuierlich geringer werden.
Es ist nicht der Punkt, sich den schmerzhaften Erfahrungen zu erwehren und nach angenehmen zu greifen: Sondern es ist die Art des Verlangens, denn das Verlangen führt zu Leiden. Und die Kunst besteht darin, dass man Gleichgewicht findet, bei dem ich achtsam, annehmend und neugierig in Bezug auf schwierige Erfahrungen bleibe, während ich außerdem unterstützende Gefühle und Gedanken in mich aufnehme. Doch kurz gesagt, mich durchfluten negative Erfahrungen auf zwei Arten mit den positiven:
Wenn ich heute ein positive Erfahrung mache, dann helfe ich mir, wenn ich in alte Schmerzen eindringe.
Wenn negatives Material auftaucht, dann rufe ich die positiven Emotionen und Betrachtungswiesen ins Bewusstsein, die das Gegenmittel sein werden.
Wann immer ich eine dieser Methoden anwende, versuche ich ein paar Mal innerhalb der folgenden Stunde ähnliche positive Erfahrungen zu fühlen und in mich aufzunehmen. Vieles deutet darauf hin, dass eine negative Erinnerung, eine explizite ebenso eine implizite, kurz nach dem Abruf besonders anfällig für Veränderung ist.
Verspüre ich Ehrgeiz, so kann ich noch etwas Zusätzliches tun: Ich gehe kleine Risiken ein, denn ich tue Dinge, zu denen mein verstand sagt, dass sie gut sind, von denen die Sorge aber möchte, dass ich sie vermeide, denn hinsichtlich meiner Gefühle muss ich offener sein, um direkt um Liebe zu bitten oder beruflich mehr zu erreichen. Wenn sich die Ergebnisse als gut erweisen, was sie höchstwahrscheinlich sein werden, so nehme ich sie auf, und ich räume langsam, aber sicher die alten Ängste aus.
Doch meistens erfordert das Aufnehmen des Guten weniger als eine Minute, häufig nur ein paar Sekunden, denn es ist ein persönlicher Akte. Und niemand braucht zu wissen, dass ich diesen Akt durchführe. Doch mit der Zeit werden neue, positive Strukturen in meinem Gehirn aufgebaut.






































































Samstag, 6. Mai 2017

Lebenlanges Lernen

Leben langes lernen
Schon vor der Geburt bildeten sich neuronale Schaltkreise, und mein Gehirn wird bis zum letzten Atemzug weiterlernen und sich verändern.
Auf diesem Planten haben die Menschen von allen Tieren die längste Kindheit. Weil die Kinder in der Wildnis sehr verletzlich sind, hat es sich evolutionstechnisch im großen Maße ausbezahlt gemacht, dem Gehirn einen verlängerten Zeitraum intensiver Entwicklung zu gewähren. Aber das Lernen geht nach der Kindheit weiter, denn bis ins hohe Alter erwerbe ich als Mensch neue Fertigkeiten und neues Wissen.
Die Fähigkeit des Gehirns, zu lernen, und sich damit selber zu verändern, nennt man Neuroplastizität. Die Ergebnisse sind normalerweise winzig, schrittweise Veränderungen in der neuronalen Struktur, die sich mit den Jahren summieren. Nur gelegentlich sind die Ergebnisse dramatisch, so können bei blinden Menschen einige okzipitale Areale, die für die visuelle Verarbeitung vorgesehen sind, um definiert und für Hörfunktionen genutzt zu werden. Die geistige Aktivität prägt die neuronale Struktur auf unterschiedliche Art und Weise.
Besonders aktive Neuronen sprechen noch besser auf Input an.
Arbeitende neuronale Netzwerke werden stärker durchblutet und dadurch mit mehr Glukose und Sauerstoff versorgt. Wenn Neuronen gemeinsam feuern, in einem Abstand von einigen Millisekunden voneinander, stärken sie ihre bestehenden Synapsen und formen neue, und auf diese Art „verdrahten“ sie sich.
Untätige Synapsen verkümmern durch neuronale Verdünnung, es ist eine Art von Überleben des Beschäftigsten, und was nicht genutzt wird, wird abgebaut.
Denn ein Kleinkind hat dreimal so viele Synapsen wie ein Erwachsener und Jugendliche können im präfrontalen Kortex (PFC) bis zu 10 000Synapsen pro Sekunde verlieren.
Im Hippocampus wachsen ganz neue Neuronen, diese Neurogenese erhöht die Offenheit von Gedächtnisnetzwerken für ein neues Lernen.
Emotionale Erregung erleichtert das lernen, indem sich die neuronale Erregung steigert und synaptische Veränderungen konsolidieren.
In der vielfältigen Art und Weise, wie mein Gehirn seine Struktur verändert, ist meine Erfahrung über meine augenblickliche, subjektive Wirkung hinaus von Bedeutung. Sie bewirkt die dauerhafte Veränderungen im physischen Gewebe meines Gehirns, die Auswirkungen auf mein Wohlbefinden, mein Funktionieren und meine Beziehungen haben. Das ist ein grundlegender, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierender Grund dafür, warum ich gut zu mir bin und gesunde Erfahrungen kultiviere und in mich aufnehme.












Freitag, 5. Mai 2017

Den Mechanismus des Gedächtnisses nutzen

Den Mechanismus des Gedächtnisses nutzen
Die geistige Vermischungen stützen sich auf den neuronalen Mechanismus des Gedächtnisses. Wird eine Erinnerung explizit oder implizit gebildet, so werden nur deren Hauptmerkmale gespeichert, nicht jedes einzelne Detail. Ansonsten würde mein Gehirn so voll werden, dass es keinen Platz mehr hätte, um etwas Neues zu lernen. So erinnere ich mich an ein Erlebnis, selbst eins, das noch nicht lange zurückliegt, und ich stelle fest, wie schematisch meine Erinnerung ist: die wesentlichen Merkmale sind enthalten, viele Details aber ausgelassen.
Ruft mein Gehirn eine Erinnerung ab, so tut es dies nicht wie ein Computer, der einen vollständigen auf seiner Festplatte gespeicherten Datensatz aufruft. Mein Gehirn baut implizite und explizite Erinnerungen auf der Basis meiner Hauptmerkmale wieder auf und stützt sich auf seine Simulationsfähigkeit, um fehlende Details zu ergänzen. Es bedeutet mehr Arbeit, es ist aber eine effiziente Nutzung des neuronalen Territoriums, denn auf diese Weise müssen keine vollständigen Datensätze gespeichert werden. Aber mein Gehirn ist so schnell, dass ich die Wiederherstellung einer jeden Erinnerung nicht bemerke.
Der Prozess des Neuaufbaus gibt mir die Möglichkeit, direkt im Mikroschaltkreis meines Gehirns nach und nach die emotionalen Schattierungen meiner inneren Landschaft aktiviert, formt eine umfangreiche Anordnung von Neuronen und Synapsen ein entstehendes Muster. Befinden sich zur selben Zeit auch andere Dinge in meinem Geist, wenn sie auch angenehm oder unangenehm sind, so bringen meine Amygdala und mein Hippocampus automatisch mit dem neuronalen Muster in Verbindung. Verlassen die Erinnerungen das Gewahrsein, so werden sie im Speicher gemeinsam mit den anderen Assoziationen rekonsolidiert.
Das nächste Mal, wenn die Erinnerung aktiviert wird, wird sie dazu tendieren, die Assoziation mit sich zu bringen. Rufe ich wiederholt negative Gefühle und Gedanken in mein Gedächtnis, und während eine Erinnerung aktiv wird, dann wird sich diese Erinnerung zunehmend in eine negative Richtung bewegen. Ich rufe mir einen alten Misserfolg in Erinnerung, und während ich mich selbst kritisiere, so wird mir dieser Misserfolg schrecklich erscheinen. Rufe ich mir dagegen positive Emotionen und Betrachtungsweisen in mein Gedächtnis, und während implizite oder explizite Erinnerungen aktiv sind, so werden diese gesunden Einflüsse langsam in den Stoff dieser Erinnerungen eingewoben.
Jedes Mal, wenn ich dies tue und jedes Mal, wenn ich positive Gefühle und Ansichten in schmerzhafte, einschränkende Geisteszustände streue, baue ich ein kleines bisschen neuronale Struktur auf. Doch mit der Zeit wird die akkumulierende Wirkung dieses positiven Materials mein Gehirn buchstäblich, Synapse für Synapse, verändern.














Mittwoch, 3. Mai 2017

Schmerz heilen

Schmerz heilen
Positive Erfahrungen können auch dazu genutzt werden, negative Erfahrungen zu lindern, auszugleichen und sogar zu ersetzen. Wenn zwei Dinge zur gleichen Zeit im Geist gehalten werden, beginnen sie sich miteinander zu verbinden. Und dies ist einer der Gründe dafür, warum es so heilsam sein kann, wenn man mit jemanden über etwas Schweres sprechen kann, der mir eine Stütze sein kann, denn schmerzhafte Gefühle und Erinnerungen werden mit dem Trost, der Ermutigung und der Nähe durchströmt, die ich bei der anderen Person finde.




Dienstag, 2. Mai 2017

Das Positive verinnerlichen

Das Positive verinnerlichen
Um das Positive zu verinnerlichen, benötigt man drei Schritte:
Der erste Schritt: Jetzt wandle ich positive Tatsachen in positive Erfahrungen um, denn überall um mich herum geschehen beständig gute Dinge, jedoch für einen großen Teil der zeit bemerke ich sie nicht, selbst wenn ich es tun würde, würde ich es kaum fühlen. Wenn jemand nett zu mir ist, so sehe ich eine bewundernswerte Eigenschaft in mir selbst, oder eine Blume blüht, oder ich habe ein schwieriges Projekt abgeschlossen, und es zieht alles an mir vorbei. So suche ich aktiv nach guten Nachrichten, besonders nach den kleinen Dingen des täglichen Lebens: den Gesichtern von Kindern, dem Duft einer Orange, einer Erinnerung an einem schönen Urlaub, einem kleinen Erfolg bei der Arbeit und so weiter. Welche positive Tatsache ich auch finde, so bringe ich ihr ein achtsames Gewahrsein entgegen, ich öffne mich und lasse mich davon beeinflussen, und es ist so, als würde ich mich zu einem Festessen an den Tisch setzen, und ich schaue mir den beladenen Tisch nicht lange an, sondern ich lange zu.
Der zweite Schritt: Ich genieße die Erfahrung, denn sie ist köstlich. Ich lasse sie andauern, und ich verweile bei ihr sekundenlang, und ich lasse meine Aufmerksamkeit nicht zu etwas anderem abgleiten. Denn je länger dieses Etwas im Gewahrsein gehalten wird, und je stärker es emotional stimulierend ist, umso mehr Neuronen feuern gemeinsam und verdrahten sich folglich und umso stärker ist die Spur im Gedächtnis.
Fokussiere ich auf meine Emotionen und Körperempfindungen, weil diese das Wesen des impliziten Gedächtnisses darstellen. Ich lasse die Erfahrung meinen Körper füllen, und lasse es so intensiv wie möglich tun Ist jemand gut zu mir, so lasse ich das Gefühl, dass ich Zuneigung bekomme, in meiner gesamten Brust Wärme verbreiten.
Ich achte besonders auf lohnende Aspekte der Erfahrung, wie gut es sich anfühlt, eine große Umarmung von jemanden zu bekommen, den ich liebe. Das Fokussieren auf diese Belohnungen erhöht die Ausschüttung von Dopamin, was es mir leichter macht, der Erfahrung weiterhin meine Aufmerksamkeit zu schenken, und wodurch deren neuronale Verknüpfungen im impliziten Gedächtnis gestärkt werden. Ich tue es nicht, um an den Belohnungen anzuhaften, was mich letztendlich zum leiden bringen würde, sondern vielmehr, um sie zu verinnerlichen, damit ich sie in meinem Inneren trage und nicht in der äußeren Welt suchen muss.
Ich kann eine Erfahrung auch dadurch intensivieren, dass ich sie bewusst bereichere. Wenn ich eine Beziehungserfahrung genieße, so kann ich andere Gefühle des Von-anderen-geliebt-Werdens wachrufen, was zur Stimulierung von Oxytocin, dem „Bindungshormon“ beiträgt und mein Verbindungsgefühl vertieft. Oder ich kann meine Gefühle der Befriedigung nach dem Abschluss eines anspruchsvollen Projekts verstärken, indem ich an einige Herausforderungen denke, die ich zu bewältigen hatte.
Der dritte Schritt: ich stelle mir vor oder ich fühle, wie die Erfahrung tief in meinen Geist und meinen Körper eindringt, sowie die Wärme der Sonne in ein T-Shirt, wie Wasser in einen Schwamm oder wie ein Juwel, das in einer Schatztruhe in meinem Herzen platziert wurde.Ich fahre damit fort, meinen Körper zu entspannen und die Emotionen, Empfindungen und Gedanken der Erfahrung aufzunehmen.
































































Montag, 1. Mai 2017

Die Negativitätstendenz des Gedächtnisses

Die Negativitätstendenz des Gedächtnisses
Doch hier liegt ein Problem, weil das Gehirn bevorzugt nach unangenehmen Erfahrungen sucht, diese registriert und speichert, und erinnert sich an sie und reagiert sofort auf sie, und wie gesagt, es verhält ich bei negativen Erfahrungen wie bei einem Klett-Band und bei positiven wie Teflon.Deshalb wächst der Haufen negativer impliziter Erinnerungen von Natur aus schneller an, selbst wenn die positiven Erfahrungen die negativen zahlenmäßig übertreffen.Aber dann kann das Hintergrundgefühl bezüglich dessen, wie es sich anfühlt, man selber zu sein, ungerechtfertigt düster und pessimistisch werden.
Natürlich haben die negativen Erfahrungen ihre Vorteile: denn Verlust öffnet das Herz, die reue liefert den moralischen Kompass, die Angst warnt mich vor Bedrohungen und die Wut lenkt die Aufmerksamkeit auf das Unrecht, was man wieder gut machen muss. Aber glaube ich wirklich, dass nicht genug negative Erfahrungen mache? Also emotionaler Schmerz ohne Nutzen für mich selber oder andere ist sinnloses Leiden? Und der Schmerz von heute erzeugt morgen noch mehr Schmerz. So kann selbst eine einzige Episode einer starken Depression die Schaltkreise des Gehirns umformen, und damit werden zukünftige Episoden wahrscheinlicher gemacht.
Aber die Lösung besteht nicht darin, die negativen Erfahrungen zu unterdrücken, wenn es geschehen ist, denn sie geschehen. Jedoch bestehen sie darin, positive Erfahrungen zu fördern, und diese positiven Erfahrungen in sich aufnehmen, damit sie zu einem ständigen Teil meiner selbst werden.