Dienstag, 28. Februar 2017

Nicht so begrenzt

Nicht so begrenzt
Ein Organismus muss metabolisieren, um zu Leben. Er muss Stoffe und Energie mit seiner Umgebung austauschen, und so werden im Laufe von Jahren viele Atome in meinem Körper durch neue ersetzt. Denn die Energie, die ich aufwende, um einen Schluck Wasser zu trinken, stammt vom Sonnenschein, der sich durch die Nahrungskette zu mir hocharbeitet, und so kann ich im eignen Sinne sagen: das Licht hebt die Tasse an die meine Lippen. Und so ähnelt die Mauer zwischen meinem Körper und der Welt eher einem Lattenzaun.
Un die zwischen meinem Geist und der Welt ist wie eine auf dem Bürgersteig gemalte Linie. Mit dem Augenblick der Geburt gelangen Sprache und Kultur in meinen Geist und gestalten ihn. Und von Natur aus sorgen Empathie und Liebe dafür dass ich mich auf andere Menschen einstimme, so dass mein Geist mit den ihrigen mitschwingt. Doch diese Ströme geistiger Aktivität fließen in beide Richtungen, da ich auch andere beeinflusse.
Denn in meinem Geist gibt es überhaupt keine Grenzen. Die ganzen Inhalte strömen ineinander, denn Empfindungen werden zu Gedanken, Gefühlen, Begierden, Handlungen und noch mehr Empfindungen. Doch dieser Bewusstseinsstrom korreliert mit einer Kaskade an flüchtigen neuronalen Verbindungen, wobei jede Verbindung innerhalb von häufig weniger als einer Sekunde in der nächsten verschwindet.






Montag, 27. Februar 2017

Nicht so separat

Nicht so separat
Im oberen hinteren Teil des Kopfes liegen die Parietallappen (Scheitellappen) des Gehirns. Der „Lappen“ ist eine rundliche Wölbung des Kortex. Der linke Lappen stellt bei den meisten Menschen die Wahrnehmung her, dass der Körper von der Welt getrennt ist, und der rechte Lappen gibt an, wo sich der Körper im Vergleich zu Bestandteilen seiner Umgebung befindet. Das Ergebnis ist eine automatische Grundannahme dieser Art: Denn ich bin ein separates und unabhängiges Wesen. Ist es auch in mancher Hinsicht wahr, so ist es doch in vielerlei Wichtiger Hinsicht nicht wahr.








Sonntag, 26. Februar 2017

Drei Überlebensstrategien

Drei Überlebensstrategien
In den hunderten von Millionen von Jahren der Evolution haben unsere Vorfahren drei grundlegende Überlebensstrategien entwickelt:
Das Schaffen von Trennungen, um Grenzen zwischen sich selbst und der Welt sowie zwischen unterschiedlichen Geisteszuständen zu bilden.
Dann das Bewähren von Stabilität um körperliche und geistige Systeme in einem gesunden Gleichgewicht zu halten.
Und das sich Sich nähern an Chancen und das Meiden von Bedrohungen, um Dinge zu bekommen, die Nachwuchs begünstigen, und solche, die es nicht tun, zu entkommen oder standzuhalten.Für das Überleben sind die Strategien immer effektiv gewesen, aber Mutter Natur ist es gleich, wie sie sich anfühlen. Aber um die Tiere (auch Menschen) zu motivieren und die Gene weiterzugeben, entwickelte sich neuronale Netzwerke, die unter bestimmten Bedingungen Schmerz und Leid schaffen: wenn Trennungen sich auflösen, die Stabilität ins Wanken gerät, Chancen enttäuschen und Bedrohungen auftauchen Und es kommt unglücklicherweise immer zu diesen Bedingungen, weil: alles miteinander verbunden ist, sich alles unaufhörlich verändert, Chancen regelmäßig unerfüllt bleiben oder ihren Glanz verlieren und viele Bedrohungen unausweichlich sind wie das Altern und der Tod. Ich sehe, wie all dies mich zum Leiden bringt.






Samstag, 25. Februar 2017

Das sich entwickelnde Gehirn

Das sich entwickelnde Gehirn
Vor rund 3.5 Milliarden Jahren begann das leben auf der Erde. Die ersten mehrzelligen Wesen erschienen vor etwa 650 Millionen Jahren. So etwa vor 600 Millionen Jahren tauchte die allererste Qualle auf, denn die Tiere waren mittlerweile komplex geworden, so dass die sensorischen und motorischen Systeme miteinander kommunizieren mussten, denn so erklären sich die Anfänge des Nervengewebes. Während sich die Tiere entwickelten, entwickelten sich auch ihre Nervensysteme, die langsam eine zentrale Leitstelle in Form eines Gehirns hervorbrachten.
Die Evolution baut auf bereits vorhandenen Fähigkeiten auf. Die Weiterentwicklung des Lebens lässt sich in meinem und eigenen Gehirn sehen, in Form dessen als die reptilische, paläo-mammmalische und neo-mammmalische Entwicklungsstufe bezeichnet wird.
Relativ neues komplexes, konzeptualisierendes, langsames und motivational diffuses kortikales Gewebe sitzt auf Strukturen des Hirnstamms, die uralt, einfach, konkret, schnell und motivational stark sind. Die subkortikale Region liegt in der Mitte meines Gehirns, unter dem Kortex und auf dem Hirnstamm, denn der Hirnstamm korrespondiert ungefähr mit dem reptilischen Gehirn. Während ich durch den Tag gehe, sitzt in meinem Kopf eine Art Eidechsen-Eichhörnchen-Affen-Gehirn, das in meinem von unter nach oben verlaufenden Prozess meine Reaktion formt.
Der moderne Kortex hat einen großen Einfluss auf den Rest des Gehirns und ist durch den Druck der Evolution geprägt worden, dass sich beim Menschen die sich ständig verbessernden Fähigkeiten entwickelt haben wie Kinder großzuziehen, sich zu binden, zu kommunizieren, zu kooperieren und zu lieben.
Der Kortex ist in zwei „Hemisphären“ unterteilt, die durch einen Balken miteinander verbunden sind. Im Verlauf der Evolution konzentrierte sich die linke Hemisphäre allmählich auf sequenzielle und sprachliche Verarbeitung, während sich die rechte Hemisphäre auf holistische und visuell-räumliche Verarbeitung spezialisierte, aber selbstverständlich arbeiten die beiden Hälften meines Gehirns eng zusammen.
Doch viele neuronale Strukturen werden dupliziert, so dass es in jeder Hemisphäre eine gibt, nichts desto weniger ist es üblich, von einer Struktur im Singular zu sprechen.




Freitag, 24. Februar 2017

Die Evoution des Leidens

Die Evolution des Leidens
Nichts in der Biologie gibt einen Sinn, außer im Lichte der Evolution.
Im Leben ist vieles wunderbar, aber es hat auch seine harten Seiten. Ich schaue mir die Gesichter, um mich herum an, und ich sehe viele Gesichter mit viel Anspannung, Enttäuschung und Sorge, denn ich kenne auch meine eigenen Frustrationen und Sorgen. Doch die Schmerzen des Lebens reichen von subtiler Einsamkeit und Bestürzung über Stress, Schmerz und Wut in einem moderaten Ausmaß bis hin zu einem starken Trauma und heftiger Qual. Es ist ein Spektrum, das ich mit dem Wort „Leiden“ meine. Doch viele leiden sind sehr mild, dafür aber chronisch, wie zum Beispiel die Hintergrundgefühle der Angst, der Reizbarkeit oder des Fehlens an Erfüllung. Doch normal ist es, weniger davon zu wollen, aber stattdessen mehr Zufriedenheit, Liebe und Frieden.
Um ein Problem zu verringern, muss ich dessen Ursachen verstehen. Dies ist auch der Grund dafür, dass immer Ärzte, Psychologen und spirituelle Lehrer meisterhafte Diagnostiker waren. So identifizierte Buddha in seinen „Vier Edlen Wahrheiten“: ein Übel als leiden und dessen Ursache das Verlangen: ein überwältigendes Gefühl des Bedürfnisses nach etwas war, oder er gab ein Heilmittel an als Freiheit von Verlangen und er verordnete eine Behandlung, den Achtfachen Pfad.
Ich untersuche das Leiden im Lichte der Evolution, um seine Ursprünge in meinem Gehirn zu erkennen.Wenn ich verstehe, warum ich nervös, verärgert, bedrängt, getrieben, traurig oder unzulänglich fühle, so haben diese Gefühle weniger Macht über mich.




Donnerstag, 23. Februar 2017

Hauptpunkte

Hauptpunkte
was passiert in meinem Geist? Verändert sich mein Gehirn, vorübergehend oder dauerhaft, Neuronen, die gemeinsam feuern, in sich verdrahten. Denn was in meinem Gehirn geschieht, verändert mein Gehirn, weil Gehirn und Geist ein einziges integriertes Gehirn sind.
Deshalb kann ich meinen Geist dafür verwenden, mein Gehirn zu verändern, um meinen Geist Nutzen zu bringen, aber auch jedem anderen Menschen, dessen Leben ich berühre.
Menschen, die sich tief in die Übungen der kontemplativen Traditionen versenkt haben, sind die Olympiaathleten des Geistes. Lernt man, wie sie ihren Geist und folglich ihr Gehirn trainiert haben, da offenbaren sich machtvolle Wege zum Erreichen von mehr Glück, Liebe und Weisheit.
Das Gehirn entwickelt sich, um mir beim Überleben zu helfen, doch bewirken seine drei hauptsächlichen Überlebensstrategien auch, dass ich leide.
Tugend, Achtsamkeit und Weisheit sind die Säulen, auf denen tägliches Wohlbefinden, persönliches Wachstum und spirituelle Praxis ruhen, aber sie stützen sich auf die drei grundlegenden neuronalen Funktionen wie Regulation, Lernen und Selektion.
Der Pfad des Erwachens umfasst sowohl die Transformation des Geistes und des Gehirns als auch das Aufdecken der wunderbaren wahren Natur, die aber schon immer da war.
Aber tägliche, kleine, positive Maßnahmen summieren sich mit der zeit zu großen Veränderungen, denn ich baue Schritt für Schritt neue neuronale Strukturen auf. Um am Ball zu bleiben, muss ich auf meiner Seite sein.
Die gesunden Veränderungen in den Gehirnen der Menschen könnten dabei helfen, die Welt in eine bessere Richtung zu lenken.




Mittwoch, 22. Februar 2017

Die Welt auf der Schneide eines Schwertes

Die Welt auf der Schneide eines Schwertes
Es ist vielleicht wichtig wenn ich an kleine Wellen denke, die von meinem eigenen Wachstum ausgehen und unmerklich, aber wahrhaft einer Welle voller Habgier, Verwirrung, und Wut helfen werden. Denn meine Welt balanciert auf der Schneide eines Schwertes und könnte zu beiden Seiten kippen.
Einerseits sehe ich auf dem gesamten Planeten langsam aber sicher, eine zunehmende Demokratisierung, eine wachsende Zahl an Basisorganisationen und ein größeres Verständnis eines fragilen Miteinander verbunden sein.
Aber andererseits erwärmt sich die Erde, militärische Technologien werden zunehmend tödlich und eine Milliarde Menschen gehen jeden Abend hungrig schlafen.
Doch die Tragik und die Chance dieses Zeitpunktes in der Geschichte sind exakt die gleichen: Die natürlichen und technischen Ressourcen, die notwendig sind, um uns vom Abgrund zurückziehen, existieren bereits. Doch das Problem ist nicht der Mengel an Ressourcen, denn es ist ein Mangel an Wille und Beherrschung, an Aufmerksamkeit für das, was wirklich geschieht, und an einem aufgeklärten Eigeninteresse, von dem alle Seiten profitieren, mit anderen Worten, ein zu Zuwenig an Tugend, Achtsamkeit und Weisheit.
Wenn und andere Menschen zunehmend geschickt im Umgang mit dem Geist und dem Gehirn, werden, so könnte dies dabei helfen, meine oder diese Welt in eine bessere Richtung lenken.

Dienstag, 21. Februar 2017

Auf seiner eigenen Seite sein

Auf seiner eigenen Seite sein
Mein moralischer Grundsatz besteht darin, dass es meine Pflicht ist, wenn ich die macht über jemanden habe, diese wohlwollend zu gebrauchen. Aber wer ist diese Person, die die größte Macht über mich haben könnte? Es ist mein zukünftiges Selbst, denn ich halte dieses Leben in meinen Händen, und was daraus wird, hängt davon ab, wie ich mich darum kümmere.
Einst hatte ich als Kind ein zentrales Erlebnis. Es war an einem Sommerabend, die Sterne funkelten vom Himmel, und ich schaute hinauf in den Sternenhimmel und vergaß dabei die Armut, in der mich befand, denn es war die Nachkriegszeit (2.Weltkrieg), und in mir stieg ein Stärke empor, die mir sagte: Es liegt an mir, und an niemand anders, einen Weg in die Sterne zu finden, um Die Möglichkeit des Glücks zu finden, die sie mir präsentieren.
Dieses kurze Erlebnis habe ich bis heute nie vergessen, denn ich habe gelernt, worüber ich Kontrolle habe und worüber nicht, denn es ist nicht möglich, Vergangenheit oder Gegenwart zu ändern. Ich kann das alles akzeptieren, wie es ist, aber ich kann mich um eine bessere Zukunft kümmern. Aber die meisten Wege, um das zu tun, sind klein und bescheiden.
Ich kann in einer angespannten Besprechung einmal tief einatmen, um eine lange Atmung zu forcieren, und so das beruhigende parasympathische Nervensystem PNS zu aktivieren. Wenn ich an ein schlimmes Erlebnis denke, so erinnere ich mich, mit jemanden zusammen gewesen zu sein, der mich liebte, und das hat die schlimme Erinnerung mit einem positiven Gefühl durchdrungen.
Um meinen Geist zur Ruhe zu bringen, kann ich bewusst meine Glücksgefühle verlängern, und dadurch werden die Werte des Neurotransmitters Dopamin erhöht, was mir dabei hilft, fokussierte Aufmerksamkeit zu bewahren.
Aber mit der Zeit bringen diese kleinen Maßnahmen in der Summe viel, denn jeden Tag beinhalten ganz gewöhnliche Aktivitäten, so dem persönlichen Wachstum dienende oder spirituelle Übungen und Dutzende Gelegenheiten, das Gehirn von innen nach außen zu verändern. Ich habe wahrhaft diese Macht, was in eine Welt voller Kräfte, die jenseits meines Einflusses liegen, eine wunderbare Sache ist.
Um diese Schritte zu machen, muss ich jedoch auf meiner Seite sein. Am Anfang ist es möglicherweise nicht einfach, denn die meisten Menschen bringen sich selber weniger Güte entgegen als anderen. Damit ich mich selbst auf meine Seite bekomme so kann es nützlich sein, überzeugende Gründe dafür zu liefern, dass ich mich um Dinge kümmere, die mein Gehirn zum Besseren hin verändern.
Ich war einst ein kleines Kind und der Fürsorge genauso würdig wie ein jedes andere. Könnte ich mich selbst als Kind sehen? Würde ich dieser kleinen Person nicht das Beste wünschen? Doch dasselbe gilt heute: Ich bin ein Mensch wie jeder andere, und verdiene in gleichem Maße Glück, Liebe und Weisheit. Das Vorankommen auf meinem Pfad des Erwachens wird meine Effektivität bei der Arbeit und in meinen Beziehungen erhöhen. Bedenke ich, auf wie viel Art und Weise andere davon profitieren werden, dass ich besser gelaunt, warmherziger und klüger bin. Die Förderung der eigenen Entwicklung ist keine eigennützige Sache, dann sie ist in Wahrheit ein großes Geschenk, dass ich den anderen Menschen mache.






Montag, 20. Februar 2017

Den Geist neigen

Den Geist neigen
Wenn ich den Pfad des Erwachens einlege, dann beginne ich immer da, wo ich gerade bin. Dann werden Tugend, Achtsamkeit und Weisheit allmählich stärker, und ich fühle mich glücklicher und spüre mehr Liebe in mir. In einigen Traditionen wird dieser Prozess als Aufdeckung der wahren Natur beschrieben, die immer vorhanden war, in anderen spricht man von einer Transformation von Geist und Körper. Selbstverständlich stützen diese Aspekte des des Erwachens sich gegenseitig.
Die wahre Natur ist ein Zufluchtsort und Ressource für schwierige Arbeit des psychologischen Wachstums und der spirituellen Praxis. Es ist bemerkenswert, dass Menschen, die am tiefsten in den Geist vorgedrungen sind, auch die Weisen und Heiligen einer jeden religiösen Tradition sind, und alle sagen dasselbe: Unsere grundlegende Natur ist rein bewusst, friedlich, strahlend, liebend und weise, und ist auf mysteriöse Arten und Weisen mit der eigentlichen Basis der Realität verbunden, welchen Namen ich auch dieser gebe. Ist meine wahre Natur auch gegenwärtig hinter Stress, Sorge, Wut und unerfüllten Sehnsüchten verborgen, so existiert sie doch weiterhin, und wenn ich dieses weiß, dann kann es ein großer Trost sei.
Das Arbeiten mit Geist und Körper zur Forderung der Entwicklung dessen, was gesund ist, und zum Ausmerzen dessen, was nicht gesund ist, ist für das psychologische und spirituelle Wachstum von zentraler Bedeutung. In der Praxis geht es darum, die wahre Natur der verbergenden „Verdunklungen zu beseitigen“, ist deren Ausräumung ein fortschreitender Prozess der Übung, Reinigung und Transformation. Doch es braucht Zeit, so zu werden, was ich bereits bin.
Diese Veränderungen spiegeln im Geist, durch die eine dem Menschen inhärente Reinheit sichtbar gemacht und gesunde Eigenschafen kultiviert werden, Veränderungen im Gehirn wider. Aber durch das bessere Verständnis dessen, wie das Gehirn funktioniert und sich verändert, wie es emotional überwältigt wird oder in einen Zustand ruhiger Tugend einkehrt, wie es Ablenkbarkeit verursacht oder achtsame Aufmerksamkeit begünstigt, wie es schädliche oder weise Entscheidungen trifft, so kann ich eine größere Kontrolle über mein Gehirn und über meinen Geist erlangen.
Doch dies lässt die Entwicklung größeren Wohlbefindens, größerer Warmherzigkeit und größerer Einsicht einfacher und fruchtbarerer werden und hilft mir dabei, soweit ich es kann, auf meinem eigenen Pfad des Erwachens voranzukommen.


Samstag, 18. Februar 2017

Regulation, Lernen und Selektion

Regulation. Lernen und Selektion
Tugend, Achtsamkeit und Weisheit werden durch drei grundlegenden Funktionen des Gehirns unterstützt: Regulation, Lernen und Selektion und mein Gehirn reguliert sich selbst, und andere Körpersysteme durch eine Kombination von Aktivitäten: grüne Lichter und rote Lichter. Es lernt durch das Bilden neuer und das Stärken oder Schwächen bereits bestehender Schaltkreise. Und es selektiert, was immer die Erfahrung es gelehrt hat, wert zu schätzen.
Die drei Funktionen wie Regulation, Lernen und Selektion arbeiten auf allen Ebenen des Nervensystems, angefangen beim komplizierten molekularen Tanz an der Spitze einer Synapse, und bis hinzu der das gesamte Gehirn einbeziehenden Integration von Kontrolle, Kompetenz und Urteilsvermögen. Die drei Funktionen sind an jeder wichtigen geistigen Aktivität beteiligt.


Donnerstag, 16. Februar 2017

Tugend, Achtsamkeit und Weisheit

Tugend, Achtsamkeit und Weisheit
Wenn ich meinen Geist und mein Gehirn trainieren will, dann brauche ich viele Jahre und sehe anschließend die Ursache des Leidens und den Weg zur Leidens-Freiheit, denn ich muss: das Feuer der Habgier und des Hasses kühlen, um integer zu leben, den Geist festigen und konzentrieren, und durch seine Verwirrungen hin durchzusehen, um befreiende Erkenntnis zu entwickeln. Ich lernte Tugend, Achtsamkeit und Weisheit, weil es die drei Säulen der buddhistischen Praxis sind, und sie sind die Quellen des täglichen Wohlbefindens, des psychologischen Wachstum und der Erkenntnis.
Tugend bedeutet, dass ich meine Handlungen, Worte und Gedanken reguliere, um mich selbst und anderen zum Nutzen zu sein, als zum Schaden. Die Tugend ist auf beruhigendes Nervensystem sowie auf die positiven Emotionen aus dem limbischen System angewiesen.
Achtsamkeit beinhaltet die geschickte Nutzung der Aufmerksamkeit, die ich auf meine innere und äußere Weltrichten. Da mein Gehirn von dem lernt, dem ich meine Aufmerksamkeit die Tür zur Aufnahme guter Erfahrungen, sie zu einem Teil meiner selbst zu machen. So werde ich Möglichkeiten, die Gehirnzustände zu aktivieren, die Achtsamkeit, bis zum Punkt tiefer meditativer Versenkung.
Jetzt wende ich mich der Weisheit zu. Was ist die Ursache des Leidens, und was ist der Weg, um Leiden zu beenden? Auf der Basis dieses Verständnisses lasse ich von den Dingen los, die mir schaden, und ich wende mich den Dingen zu, die mich stärken und die mir helfen. Als Folge davon, fühle ich eine größere Verbundenheit mit allem, eine größere Gelassenheit angesichts dessen, dass alles sich verändert und ein Ende hat, und eine größere Fähigkeit, Freude und Schmerz zu begegnen, ohne nach dem einen zu greifen und sich mit dem anderen herumzuquälen. Der Weisheit steht die Herausforderung wie das Gefühl, Selbst zu sein, von der Welt getrennt und dieser ausgesetzt ist.



Mittwoch, 15. Februar 2017

Ursache des Leidens

Ursache des Leidens
Wenn zum Leben Freude und Vergnügen gehört, so beinhaltet dieses Leben auch Unbehagen und Leid, aber es sind Nebeneffekte zur Weitergabe von Genen. Was das bloße Überleben angeht, funktionieren diese Strategien hervorragend, doch sie führen auch zum Leiden. Kommt es dann zu unangenehmen Schwierigkeiten, dann pulsieren Alarmsignale durch das Nervensystem, doch es kommt wieder zu Schwierigkeiten, denn diese Strategie enthält Widersprüche. Doch ich versuche, dass zu trennen, was miteinander verbunden ist, um eine Grenze zwischen mir und der Welt zu schaffen, zu stabilisieren, was in ständiger Veränderung begriffen ist, um mein inneres System in engen Grenzen zu halten und an vergänglichen Freuden festzuhalten, um den Schmerz zu entfliehen, um sich einer Chance zu nähern und Bedrohungen zu vermeiden.
Das Gehirn ist ein fruchtbarer Boden für das leiden, aber nur die Menschen machen sich Sorgen um die Zukunft, bedauern die Vergangenheit und machen sich Vorwürfe wegen der Gegenwart. Ich bin frustriert, wenn ich nicht das bekomme, was ich haben möchte, und ich bin enttäuscht, wenn es zu Ende geht, was mir lieb ist, aber ich leide, weil ich leide. Ich rege mich auf, dass ich Schmerzen habe, ärgere mich, dass ich sterbe und bin traurig, dass ich einen weiteren Morgen traurig erwache.
Die Art des Leidens wird durch mein Gehirn konstruiert, denn es ist erfunden, weil es ironisch und schmerzlich ist, aber auch Hoffnung macht.
Das Gehirn ist die Ursache des Leidens, aber ist auch dessen Heilmittel.


Montag, 13. Februar 2017

Das Gehirn

Das Gehirn
Beim Geist, beim Bewusstsein und beim Pfad des Erwachens spielt etwas Transzendentales mit, ich kann es Gott nennen, den Heiligen Geist, die Buddha-Natur, den Seins-Grund oder auch nicht benennen. Was es auch immer ist, per Definition liegt es es jenseits des physischen Universums, aber es lässt sich auf keine Art beweisen, aber es ist wichtig, es als eine Möglichkeit anzuerkennen, weil es im Einklang mit dem Geist der Wissenschaft steht.
Es zeigt sich immer wieder, wie stark der Geist vom Gehirn abhängig ist. In der Kindheit entwickelt sich das Gehirn, aber auch der Geist entwickelt sich, wird das Gehirn geschädigt, so wird auch der Geist geschädigt. Veränderungen in der Chemie des Gehirns ändert die Stimmung, die Konzentration und die Erinnerung. Setze ich starke Magnete zur Unterdrückung des Emotionen verarbeitenden limbischen Systems ein, so verändere ich die Art, wie Menschen moralische Urteile fällen. Einige spirituelle Erfahrungen korrelieren mit neuronalen Aktivitäten.
Doch jeder Aspekt des Geistes, der nicht transzendental ist, verlässt sich auf die psychischen Prozesse des Gehirns. Ob bewusste oder unbewusste geistige Aktivitäten, leitet sich von neuronaler Aktivität ab. Abgesehen von potentiellen transzendentalen Faktoren ist das Gehirn die notwendige und ausreichende Bedingung für den Geist, weil das Gehirn in eine größeres Netzwerk aus biologischen und kulturellen Ursachen und Bedingungen eingeschachtelt ist und selber vom Geist beeinflusst wird.
Aber keiner weiß, wie das Gehirn den Geist erzeugt oder der Geist das Gehirn benutzt, um den Geist zu bilden. Aber was sind die größten wissenschaftlichen Fragen: Was verursacht den Urknall? Welches ist die große einheitliche Theorie , die die Quantentheorie und allgemeine Relativitätstheorie integriert? Welches ist die Beziehung zwischen Geist und Gehirn, in Bezug auf die bewusste Erfahrung? Der Geist ist das, weil es bedeutet: Ein ein erwachender Geist ist ist auch ein erwachendes Gehirn.



Sonntag, 12. Februar 2017

Das Gehirn erwacht

Das Gehirn erwacht
Ich denke, dass beim Geist, beim Bewusstsein und beim Pfad des Erwachens etwas Transzendentales mitspielt, man kann es Gott, Heiliger Geist, Buddhanatur, Seinsgrund oder auch nicht nennen. Was es immer auch ist, es liegt jenseits des physischen Universums, aber es lässt sich nicht beweisen, aber es ist wichtig, es als ein Möglichkeit anzusehen, und das steht im Einklang von Geist und Wissenschaft.
Es hat sich gezeigt, wie stark der Geist vom Gehirn abhängig ist wenn sich in der Kindheit das Gehirn entwickelt, so entwickelt sich auch der Geist, und wird das Gehirn geschädigt, so wird es auch der Geist. Verändert sich die Chemie im Gehirn, so verändert sich die Stimmung, die Konzentration und die Erinnerung. Wenn ich starke Magneten zur Unterdrückung des Emotionen verarbeitenden limbischen Systems einsetze, so verändert sich die Art wie Menschen moralische Urteile fällen.
Jeder Aspekt des Geistes, der nicht transzendental ist, muss sich auf die physischen Prozesse des Gehirns verlassen. Geistige Aktivität, bewusst oder unbewusst, leitet sich von neuronaler Aktivität ab.


Samstag, 11. Februar 2017

Eine beispiellose Gelegenheit

Eine beispiellose Gelegenheit
In den letzten zwanzig Jahren hat man mehr über das Gehirn gelernt als in der bisherigen gesamten Geschichte der Menschheit. Alles geringere als eine kontemplative Sicht des Lebens ist ein beinahe sicheres Programm zum Unglück sein.
Die Geschichte der Wissenschaft ist reich an Beispielen dafür, wie furchtbar es ist, zwei Sätze an Techniken, zwei Sätze an Ideen, die in unterschiedlichen Zusammenhängen im Streben nach neuer Wahrheit entwickelt wurden, miteinander in Berührung zu bringen.
Neue Forschungsgeräte haben in den letzten Jahrzehnten für einen enormen Zuwachs an Kenntnissen über den Geist und das Gehirn gesorgt, und somit habe auch ich mehr Möglichkeiten in meinem Leben glücklicher und erfolgreicher zu sein. In der Zwischenzeit ist das Interesse an den kontemplativen Traditionen angewachsen, deren Anhänger sich tausenden von Jahren mit dem Geist und dem Gehirn beschäftigt haben. Sie haben das System Geist/Gehirn zur Ruhe gebracht, um das leiseste Gemurmel zu bemerken, und ausgeklügelte Wege zu entwickeln, um es zu transformieren. Wenn ich mehr Glück, innere Stärke, Klarheit und Frieden verspüren möchte, dann ist es sinnvoll, dass ich die Techniken lerne, um dieses Ziel zu erreichen.
Wie die Wissenschaft ermuntert auch der Buddhismus mich dazu, nicht einfach zu glauben, sondern mich mit den detaillierten Vorstellungen vom Geist zu beschäftigen. Denn wenn ich mich mit dem Geist beschäftige, so komme ich in den traditionellen Bereich des Buddhismus, und den Lebensweisheiten der Menschheit.
Lerne ich eine Menge über die Gehirnzustände, die den gesunden Geisteszuständen zugrunde liegen, so lerne ich auch, wie ich diese Gehirnzustände aktivieren kann. Denn diese Entdeckung gibt mir die Fähigkeit, meinen eigenen Geist zu beeinflussen.
So kann ich meine Fähigkeiten nutzen, um Leid oder Funktionsstörungen zu verringern, mein Wohlbefinden zu erhöhen und meine spirituelle Praxis zu fördern.
Es sind die zentralen Aktivitäten des Weges, den ich als Pfad des Erwachens bezeichne, und mein Ziel besteht darin, die Gehirnforschung zu nutzen, um anderen und mir zu helfen, auf diesem Pfad gut und weit voranzukommen.


Freitag, 10. Februar 2017

Das Gehirn

Das Gehirn
Mein Gehirn besteht aus drei Pfund tofuähnlichem Gewebe, es enthält 1.1Billionen Zellen, darunter sind 10 Millionen Neuronen. Im Schnitt empfängt jedes Neuron fünftausend Verbindungen von anderen Neuronen. Jedes Neuron empfängt Signale in Form chemischer Stoffe, die Neurotransmitter genannt werden. Die gesendeten Signale sagen einem Neuron, ob es feuern oder nicht feuern soll, aber es hängt von der Kombination des gesendeten Signals ab. An einem Tag durchqueren Billiarden von Signale meinen Kopf. Jedes Signal der Neuronen ist ein Stück von Information, und so schickt das Nervensystem Informationen hin und her. Diese Informationen kann ich als Geist definieren, aber das meiste liegt außerhalb meines Gewahrsein. Das Gehirn ist in der Hauptsache zuständig für die Regung und Prägung des Geistes. Es ist ständig für den Verbrauch von 20 bis 25 Prozent an Energie. Die mögliche Anzahl der feuernden oder nicht feuernden Neuronen in meinem Gehirn sind hoch wie eine 1 mit einer Millionen Nullen hintendran.
Bewusste mentale Ereignisse basieren auf vorübergehende Verbindungen, die sich bilden und sich dann wieder auflösen, innerhalb von Sekunden. Aber die Neuronen können dauerhafte Schaltkreise bilden und Verbindungen untereinander durch geistige Aktivitäten stärken.
Das Gehirn funktioniert als Gesamtsystem, denn es integriert mit den anderen Systemen in meinem Körper, die wiederum mit der Umwelt interagieren, so wird es zusätzlich vom Geist geprägt. So wird mein Geist durch mein Gehirn, meinen Körper, die natürliche Welt , menschliche Kultur sowie durch den Geist selbst gebildet. Doch ich vereinfache die Dinge, wenn ich das Gehirn als Basis des Geistes bezeichne.
Der Geist und das Gehirn interagieren so tiefgreifend miteinander, so dass ich sie als einziges kontextabhängiges Geist-Gehirnsystem ansehe.


Donnerstag, 9. Februar 2017

Gehirne führen selbst Veränderungen herbei

Gehirne führen selbst Veränderungen herbei
Verändert sich mein Geist, so verändert sich auch mein Gehirn.Denn wenn sich Zellen gemeinsam feuern, dann wird geistige Aktivität erzeugt, und damit auch neue Strukturen.So können auch flüchtige Gedanken und Gefühle in meinem Gehirn Spuren hinterlassen. Wenn ich ein glücklicher Mensch werde, so nimmt die Aktivität der linken Frontalregion zu.
Denn alles was durch meinem Geist strömt, das formt mein Gehirn, und so kann ich meinen Geist dazu nutzen, mein Gehirn zu verbessern, das meinem Dasein zugute kommt, und so lerne ich, was mein Gehirn macht, damit der Geist glücklich, liebend und weise ist. Und ich lerne viele Wege kennen, die Gehirnzustände zu aktivieren, und ich lerne, die Fähigkeit zu erlangen, meine Gehirn von innen nach außen neu zu vernetzten; für größeres Wohlbefinden, für mehr Erfüllung in den Beziehungen und für größeren inneren Frieden.


Mittwoch, 8. Februar 2017

Das Innere des Gehirns

Das Innere des Gehirns
Wenn ich mehr Glück, Liebe und Weisheit erzeugen will, dann muss ich in das Innere des Gehirns vordringen. Doch ich stelle mir vorher die Fragen: Welche Gehirnzustände liegen den Geisteszuständen Glück, Liebe und Weisheit zugrunde, und wie kann ich den Geist nutzen, um die positiven Gehirnzustände zu stimulieren und zu stärken.?
Ich musste Wege gehen, um mit den schwierigen Geisteszuständen umzugehen, dazu mit Stress, Niedergeschlagenheit, Ablenkbarkeit, Beziehungsproblemen. Angst, Sorge und Wut, denn mein Hauptaugenmerk liegt auf mein Wohlbefinden, das positiv sein muss. So habe ich mich dem Buddhismus zugewandt, der mir über die Meditation Wege zu Glück, Liebe und Weisheit aufzeigt. Aber keiner kennt die vollständige Natur des Gehirns, aber über die Art und Weise wie ich froher, mitfühlender und zutiefst einsichtiger meinen Geist stimulieren und stärken kann.

Dienstag, 7. Februar 2017

Gehirn eines Buddhas

Das Gehirn eines Buddhas
Denke ich an das Gehirn eines Buddhas sowie an das meinige, so erkenne ich, dass ich einen klaren und praktischen Zugang zu den wesentlich Weisheitslehren des Buddhas habe. Mit den Weisheitslehren öffne ich die Geheimnisse meines Geistes und liefere damit ein Verständnis für die uralten und tiefgründigen Lehren der inneren Meditation. Das Gehirn verbindet die klassischen Lehren mit den Erkenntnissen der Neurowissenschaft, denn damit beginne ich zu zu erkennen, das Vorhandensein von menschlichen Fähigkeiten zu Achtsamkeit, Mitgefühl und Selbstregulierung, was von zentraler Bedeutung ist.Und durch die Meditation lerne ich über die praktischen Wege mein Wohlbefinden zu verbessern, Leichtigkeit und Mitgefühl zu entwickeln, und kann mein Leiden verringern, und so lerne ich die Funktionsweise meines Geistes, die Wurzeln des Glücks und die wechselseitige Abhängigkeit besser zu verstehen.
Die Edlen Wahrheiten, die Grundlage der Achtsamkeit, die Entwicklung von Tugend, liebende Güte, Vergebungsbereitschaft und innerer Friede gehen mit dem Geist einher und beeinflussen so Geist und Herz positiv, denn so finde ich den Weg zur Liebe, zum Verständnis und zum Frieden aufzubauen, um meine Mitmenschen und auch die anderen Wesen auf dieser Welt glücklich zu machen.