Freitag, 29. Juni 2007

Meinungsfreiheit

Man hört oft das Wort oder den Begriff „Meinungsfreiheit“, aber so richtig kann man sich darunter nichts vorstellen, bezw. es kann nicht genau definiert werden.

Wenn ich vom Begriff oder vom Wort ausgehe, dann heißt es eigentlich, daß die oder jede Meinung frei ist, also für die Meinung, die man äußert besteht Freiheit.

Das wiederum bedeutet, wenn ich meine Meinung sage, dann kann meine Meinung nicht sanktio­niert werden.

Aber ist die Meinung wirklich frei, die man äußert, oder besteht irgendeine Möglichkeit für eine Sanktion jeder Meinung? Und gibt es tatsächlich die Garantie, daß es wirklich eine Meinungsfreiheit gibt?

Auch in einer Demokratie kann meine Meinung sanktioniert oder auch eingeschränkt werden, wenn ich sie veröffentliche.

Gibt es eine Grenze in der Meinungsfreiheit? Ich denke, ja, denn die Freiheit, seine Meinung zu sagen, liegt in der Beleidigung, d.h.wenn ich jemanden mit meiner Meinung beleidige, dann besteht keine Meinungsfreiheit.

Auch nach dem Gesetz ist die Meinungsfreiheit da beendet, wo möglicherweise die Beleidigung beginnt.

Eine Meinung die für eine Person beleidigenden Charakter hat, berührt das Persönlichkeitsrecht dieser Person, die ich durch meine Meinung beleidigt habe, besonders dann, wenn ich mit meiner Meinung über diese Person eine Unwahrheit sage.

Jede Meinung, die man äußert, zieht die Bewertung einer Person oder einer Sache nach sich.

Wenn ich über die Meinungsfreiheit nachdenke, dann komme ich darauf, daß ich die Freiheit habe, über das Verhalten von Personen und über eine Sache meine Meinung zu äußern, wenn ich die Person nicht als solche in meiner Meinung bezeichne.

Nach unserer Verfassung hat jeder Bürger das Recht seine Meinung zu äußern, aber auch die Pflicht zur Objektivität.

Wenn ich meine Meinung subjektiv äußere, dann habe ich eine Person im Visier, über die ich meine Meinung sage, das wäre dann subjektiv.

Die Verfassung geht davon aus, daß jeder Bürger das Recht hat, in Wort, Schrift und Bild seine Meinung zu äußern, und der Staat hat nicht das Recht, diese Meinung zu zensieren, was sehr wichtig ist. Bei Meinungen, die strafrechtlichen Inhalt haben, werden entsprechend verfolgt, aber in strafrechtlicher Hinsicht, wenn Gesetze bestehen.

Haben wir in der Bundesrepublik Deutschland wirklich Meinungsfreiheit? Ich kann nur sagen „Ja“, wenn auch mit gewissen Einschränkungen, d.h. ich kann meine Meinung nur im Internet verbreiten, aber nie über die Medien wie Zeitungen, Rundfunk oder Fernsehen. Das bleibt nur denen vorbehalten, die die Macht haben, diese Medien zu benutzen wie z.B. die Politiker, wenn sie auch Bürger des Landes sind.

In der Veröffentlichkeit einer Meinung gibt es Unterschiede, die darauf hindeuten, daß die Meinungsfreiheit in Wirklichkeit anonym abläuft, in der Familie oder am Stammtisch.

Selbst in der Familie oder am Stammtisch, gibt es keine echte Meinungsfreiheit, obwohl man seine Meinung äußern kann, aber der Schwächere in der Familie wird nach jeder Meinungsäußerung von den Stärkeren sanktioniert, d.h. von den Eltern bezw. vom Vater.

Bei Stammtisch hat der Platzhirsch das Sagen, der jede Meinung, die ihm nicht angenehm ist, mit einen Platzverweis ahndet.

Ehrlich gesagt, es gibt tatsächlich keine Meinungsfreiheit, weil die vielen Arten von Sanktionen gegen eine Meinung, diese einschränken.

Die wirkliche Meinungsfreiheit ist beim Menschen im Kopf, nur dort kann er in Freiheit seine Meinung äußern, ohne Gefahr zu laufen, sanktioniert zu werden.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“

Donnerstag, 21. Juni 2007

Weltuntergang

Über einen Weltuntergang wird sehr viel geschrieben, und immer wieder fallen Menschen auf solche Meldungen rein.Es gibt Religionsgemeinschaften, die gerne derartige Szenarien verbreiten, um ihre Gläubigen fester an sich zu binden. Besonders hat man auf das Eigentum der Gläubigen oder auch Leichtgläubigen abgesehen. Mit dem Weltuntergang verbinden diese Sekten, daß sich der Gläubige von seinem Eigentum trennen muß, um rein zu werden, damit der Weltuntergang nicht geschieht.

Im Gespensterweb brachte jemand Isaac Newton ins Spiel, denn der hätte 1704 das Datum des Weltuntergang mittels Bibelverse errechnet.

Wenn Newton auch ein brillianter Physiker war, der die Grundlagen der Pysik entwickelte, aber ein Geschehen in der Zukunft zu errechnen, ist genau so, als wenn ich im Kaffeesatz lese.

Es gibt niemanden, ich jedenfalls kenne keinen, der in die Zukunft sehen kann. Manche glauben, sie hätten Ahnungen, was in der Zukunft geschieht, aber ich denke, jeder Mensch hat manchmal eine Ahnung über zukünftige Geschehnisse, die ihn selber betreffen könnten.

Die Erde wird einmal verschwinden, wenn sich die Sonne zu einem roten Riesen aufbläht. Dann werden die Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars von der Sonne geschluckt und verschwinden spurlos. Das wird voraussichtlich in fünf Milliarden Jahren geschehen.

Davor wird alles Leben auf der Erde verschwunden sein, und wir Menschen werden uns schon früher verabschiedet haben.

Danach wird die Sonne kleiner werden, und sie wird wahrscheinlich zu einem Neutronenstern.

Warum regen wir uns eigentlich so auf, denn keiner von uns wird fünf Milliarden Jahre alt, sondern wir sollten die Zeit geniesen, die wir auf dieser Erde verbringen.

Ich sage mir immer, geniese den Tag, den du lebt, denn du weißt nicht, ob es nicht der letzte ist.

Lassen wir die Spinnereien vom sogenannten Weltuntergang, denn unser Leben sollte für uns das Wichtigste sein und nicht irgendeine Utopie.

Auch wenn uns der Himmel auf den Kopf fällt, haben wir keine Chance dem zu entgehen, wo sollten wir auch hin.

Aber wenn es einigen Spaß macht, kleine Kinder zu erschrecken, dann sollten sie den Spaß haben, bis sie in die Zwangsjacke kommen.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“


Montag, 18. Juni 2007

Die rechte Gewalt

Hallo,

jetzt mein kleiner Beitrag zur rechten Gewalt:

Im April 1945 begann die Auflösung des dritten Reiches. Im Osten standen die sowjetischen Armeen im Halbbogen bei Berlin. Im Westen standen die Verbände der Amerikaner,Franzosen und Engländer. Die meisten Nazi-Größen versuchten nach Süden in die sogenannte Alpenfestung zu entkommen, was ihnen auch gelang. Einige verdrückten sich nach Norden in Richtung Schleswig-Holstein. Von Norwegen und Dänemark, diese beiden Länder wurden im April 1940 von deutschen Truppen besetzt, kehrten die deutschen Verbände zurück und in ihrem Gefolge befanden sich auch Angehörige der Gestapo (Geheime Staatspolizei), der Schutzpolizei, der SS und des SD (Sicherheitsdienst, eine Abteilung der Gestapo).

Nach Hitlers Freitod wurde der Großadmiral Dönitz neuer Regierungschef, und der verlegte die neue Regierung nach Flensburg-Mürwick, in die Offiziersschule der Reichskriegsmarine, nach der Aufstellung wurde es die Offiziersschule der Bundesmarine.

Am 8.Mai 1945 kapitulierte Deutschland, und damit begann die Jagd auf die Kriegsverbrecher, die bald festgenommen wurden oder sich durch Selbsttötung der Gefangennahme entzogen. Es ist bekannt, daß in Nürnberg die Aburteilung dieser NS-Persönlichkeiten stattfand. Danach wurden im weiteren Verlauf noch andere Verbrechen abgeurteilt.

Ich glaube so um 1948 übernahm die deutsche Justiz die Aburteilung von Kriegsverbrechern, die Strafen fielen gnädig aus, denn Todesurteile wurden ausgesprochen, aber nicht vollstreckt, und später in lebenslänglich umgewandelt bezw.im Gnadenverfahren erlassen.

Was lief so nach dem 8.Mai 1945 ab. Viele Parteigenossen verloren ihre Erinnerungen, denn sie konnten sich auf einmal nicht mehr erinnern, ob sie in einer Partei waren, oder sie anderen glaubhaft machten, sie seien im dritten Reich Widerstandskämper gewesen.

Ich kann nur aus der Region berichten, in der ich aufgewachsen bin, das war an der deutsch-dänischen Grenze.

Die Engländer als Besatzungsmacht bemühten sich sehr schnell um eine kommunale Selbstverwaltung, und versuchte Verwaltungsfachleute anzuwerben. Diese neuen Fachleute mußten politisch sauber sein, d.h. sie durften nicht Mitglied in einer Organisation des dritten Reiches gewesen sein, aber wer war das schon, man drückte beide Augen zu, und es wurden dann die ersten sogenannten Persilscheine ausgegeben.

Kleiner Hinweis: wenn einer zur Wehrmacht eingezogen wurde, dann reiste er mit einem Persilkarton an, weil Koffer rar waren. In diesem Karton wurden die Zivilsachen verpackt und nach Hause geschickt. Damit wurde der Wehrplichtige eine andere Person, nämlich vom Zivillisten zum Soldaten.

Der Persilschein übernahm jetzt eine ähnliche Funktion, der Verwaltungsfachman wurde vom Parteigänger eines totalitären Staates zum Parteigänger eines demokratischen Staates.

Die westlichen Besatzungsmächte bemühten sich um ein Funktionieren der Verwaltung, dann um Polizeikräfte, die die Besatzungsmächte im Kampf gegen das Verbrechen unterstützen sollte, es wurden auch Angehörige aus der Gestapo und ehemaligen Schutzpolizei übernommen.

Es begann der Aufbau der Justiz, die dann die Verbrechen aburteilen sollte, und auch die Ärzte bekamen ihre Zulassungen, eine Praxis zu eröffen.

Jetzt waren Bescheinigungen nötig, um zu vermeiden, daß Nationalsozialisten wieder in führende Positionen kommen. Also mußte jeder einen Fragebogen ausfüllen, der bescheinigen sollte, daß er politisch harmlos war und als Mitläufer galt, natürlich mit Angabe eines Zeugen. Auf den Zeugen hätte man verzichten können, weil einer dem anderen ein Zeugnis ausstellte, daß er im dritten Reich nie aktiv gewesen sei.

Viele Nazi-Größen verschwanden aus Europa über den Weg Österreich-Norditalien-Venedig-Neapel nach Südamerika. An dieser Aktion war sogar der Vatikan beteiligt. Bald entstand die Legende von der Organisation Odessa.


Es ging auf das Jahr 1949 zu und die Bundesrepublik Deutschland wurde aus der Taufe gehoben. Jahre davor hatten sich schon Parteien gebildet und viele Parteigänger des dritten Reiches tauchten in diesen Parteien unter und nahmen am politischen Leben der neuen Republik teil, die nach dem Willen der Alliierten demokratisch sein sollte.

Aber nicht nur die Parteien öffneten sich den ehemaligen Nationalsozialisten, sondern auch die Medien, die Justiz, die Polizei, Ärzteschaft und Behörden. Die braunen Kameraden hatten erfolgreich eine braune Seilschaft gebildet, um überall erfolgreich zu sein, um der neuen Republik ihren Stempel aufzudrücken, wenn auch unter dem Deckmantel der Demokratie. Es bildeten sich drei größere Parteien, die eine nannte sich konservativ oder auch erzkonservativ, die nächste war die liberale Partei, die dritte war die sozialdemokratische und die vierte Partei war noch die Kommunistische Partei Deutschlands, aber alle Parteien hatten mehr oder weniger viele ehemalige Funktionsträger der dritten Reiches in ihren Reihen, außer der KPD, aber den meisten Deutschen interessierte es nicht, denn man strebte jetzt nach einem besseren Leben

Es muß so 1952 gewesen sein, als in den Zeitungen gemeldet wurde, daß die damalige Bundesregierung unter Adenauer beim Bundesverfassungsgericht das Verbot der KPD beantragte, und das Bundesverfassungsgericht gab dem Antrag statt.

Die polizeilichen Aktionen zusammen mit den Staatsanwälten gegen die Parteimitglieder der KPD liefen wie geschmiert, z.B. Festnahmen, Hausdurchsuchungen und Durchsuchungen von Redaktions- und Büroräumen, wie 1933 durch die SA.

1955 wurde die Bundeswehr offiziell aufgestellt. Davor soll es ein Gespräch zwischen Adenauer und führenden Persönlichkeiten der Waffen-SS gegeben haben zwecks Aufnahme von Angehörigen der Waffen-SS in die Bundeswehr. Es gab danach auch Angehörige der Waffen-SS in der Bundeswehr, die fielen nie unangenehm auf, jedenfalls nicht während meiner längeren Dienstzeit, (von 1958 bis 1970).

Dann kam das Jahr 1968,. Ich hatte in diesem Jahr mein Studim aufgenommen, war jedoch an dieser Revolte nicht schuld. Schon davor brodelte es in der Studentenschaft, und in diesem Jahr kam es zu Studentenkrawallen. Es wurde die Polizei eingesetzt, aber es bildeten sich auch Gruppen von Studenten, die den bewaffneten Kampf gegen das politische System führen wollten und dann auch führten. Führend in diesem Kampf war die RAF (Rote Armee Fraktion).

Aber die rechte Szene machte sich zu dieser Zeit auch bemerkbar. Die NPD erschien auf der politischen Bühne, aber auch kleine rechtsradikalen Gruppen wie Wehrsportgruppen, die junge Menschen rekrutierten, um diese militärisch auszubilden. Die Leiter der Gruppen waren teilweise ehemalige Bundeswehrsoldaten.


Wie die Situation in der DDR war, kenne ich nur aus den Erzählungen meines Großvaters, der mich hier in der BRD besuchte. Er war während der Weimarer Republik selbst führender Funktionär in der KPD, und während der Nazi-Zeit saß er häufig in Gestapo-Haft. Die Gestapobeamten, so sagte er mir, waren gute Jugendfreunde. Er wurde erst 1936 sozusagen geläutert, danach bekam er wieder einen Arbeitsplatz bei der Reichbahn, wo er bis zum Kriegsende blieb.

Die Machthaber der DDR waren rigeros in der Verfolgung von Kriegsverbrechern. Diese wurden verurteilt und sofort hingerichtet, meistens durch Genickschuss, nach Vorbild des sowjetischen Geheimdienstes. Die Angehörigen anderer NS-Organisationen kamen, soweit ich weiß, etwas besser weg, außer wenn sie in die Hände des sowjetischen Geheimdienstes gerieten, wenn der wieder sein Soll erfüllen mußte. Angehörige der Waffen-SS wurden von der Staatssicherheit zu Spitzeldienste erpresst. Wie es den Angehörigen der Gestapo erging, das ist mir nicht bekannt.

Mein Großvater sagte zum System in der DDR, es sei Faschismus unter rotem Mantel. Er selbst ist in keine Organisation in der DDR eingetreten, nach dem alte Freunde von ihm nach Sibirien kamen.


Die DDR hat die nationalsozialistische Vergangenheit so aufgearbeitet, durch Geschichtsunterricht das politische System des dritten Reiches zu löschen, aber in den Köpfen der Menschen, die noch im dritten Reich aufgewachsen sind, blieben die nationalsozialistischen Strukturen bestehen. Die Jugend lernte sehr schnell das neue System und bereitete sich auf seine gesellschaftliche Stellung in diesem System vor. Man schuf zur Sicherheit des Staates eine Jugendorganisation die FDJ, denn im Nationalsozialismus war es die HJ.

In der BRD schaffte man ein amerikanisches System, die Macht des Kapitals, aber gleichzeitig Freiheiten, die dem Menschen das Gefühl gaben, in Freiheit zu leben, und das Leben als lebenswert zu empfinden. Die Meinungsfreiheit ist eine sehr gute Einrichtung, so daß das das nationalsozialistische Gedankengut in der BRD erhalten blieb, und an die nachfolgenden Generation vermittelt werden konnte, auch wenn es nicht in der Öffentlichkeit geschah.


Jetzt haben wir rechte Gewalt in allen Bundesländern. Die NPD ist eigentlich überall vertreten. Es gibt rechte Jugengruppen, die alle einen eigenen Namen haben, aber aus einer Quelle finanziert werden.

Die Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern führt dazu, daß viele resignieren und das Gefühl haben, von den Politikern verlassen worden zu sein.

Die etablierte Rechtspartei NPD nutzt diese Situation aus, und schickt ihre brauen Rattenfänger los, um das rekruierbare Menschenpotential für ihre Zwecke, an die Macht zu kommen, auszunutzen. Es wird aber wie bei allen Politikern nur versprochen, und nicht gehalten, aber Menschen sind selten kritisch genug, um ein politisches Programm zu hinterfragen.

Was besonders gefährlich ist, wenn man die eigentlichen Hintermänner nicht kennt und nicht weiß, wo sie sitzen

Die rechte Gewalt, politisch gesehen wird uns, wie auch jede andere Art von Gewalt, erhalten bleiben, solange es Menschen gibt.

Die Hoffnung stirbt nie aus.






Donnerstag, 14. Juni 2007

Rot scheint die Sonne...

Heute morgen, als ich auf dem Balkon saß, so gegen 5.00 Uhr, es war schon hell, und ich sah in der Himmel, der leicht bewölkt war. Am nördlichen Horizont waren die Wolken etwas dunkler, aber nicht sehr viel. Aus diesen Wolken zuckten Blitze, aber es war kein Donner zu hören, man kann auch sagen, es war ein sogenanntes Wetterleuchten.

Es war eigentlich ein schöner Morgen, nicht sehr warm, aber angenehm. Am östlichen Horizont war die Sonne aufgegangen, und ihre Strahlen erleuchteten die Wolken, so daß man meinen konnte, die Wolken wären in roter Farbe getaucht worden. Es war kein kräftiges Rot, sondern mehr ein helleres Rot, aber schön anzusehen.

Als ich dieses Rot sah, fiel mir die Hymne der deutschen Fallschirmjäger ein, die ich als junger Soldat oft gesungen habe, besonders dann, wenn wir in die Transportmaschine „Noratlas“ stiegen, um zum Absprungplatz gebracht zu werden. „Rot scheint die Sonne, fertig gemacht...“ Für uns hatte dieses Lied ein besondere Bedeutung, nämlich Kameradschaft und Verbundenheit.

Es ist schon eigenartig, daß man sich dann an Dinge erinnert, wenn bestimmte Ereignisse, mögen sie noch so klein sein, eintreten.

Anschließend blieben meine Gedanken noch bei den Kameraden, die nicht mehr am Leben sind. Auch von das Beisammensein nur kurz war, so etwa vier Jahre, aber diese vier Jahre waren für mich damals die schönsten Jahre, die ich je erlebte, auch wenn es manchmal hart war in der Ausbildung und in den anschließenden Übungen (Manöver).

Jetzt im Alter, auch wenn man den Blick nach vorne richtet, lebt man auch mit oder von den Erinnerungen.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“ und „ich lebe, weil ich geboren wurde“

Dienstag, 12. Juni 2007

Kristallkinder

Vor einigen Wochen hatte ich im Gespensterweb über diese Kristallkinder gelesen. Im Forum vom Gespensterweb wurden diese Kinder als etwas Besonderes geschildert. Immer wenn ich so etwas lese, dann stellen sich bei mir einige Nackenhaare empor, und ich weiß dann Bescheid, daß da etwas ist, was mir nicht ganz koscher ist.

Ich habe dann gegoogelt, um an Berichte über diese Kristallkinder heranzukommen, was ganz gut geklappt hatte, so daß ich mir ein Bild darüber machen konnte.

Auch was ich gelesen hatte, war eigentlich nicht sehr tiefgründig, so daß man keine eingehende Analyse über diese sogenannten Kristalkinder machen konnte.

Für mich stellte der Inhalt dieser Berichte eines klar, daß ich um zwei wesentliche Punkte ging, daß dieses Menschen sehr intelligent und sehr sensibel seien. Als Summe beider Produkte ergab sich letztendlich die Summe, daß diese Menschen die zukünftigen Supermenschen seien.

Wenn ich meine Erfahrungen im Umgang mit Menschen und meine Beobachtungen über diese miteinander verbinde, dann ergibt sich aus diesen einzelnen Faktoren das Produkt, diese Kristallkinder sind genauso zu beurteilen wie alle anderen Kinder auch.

Wie ich das meine? Ganz einfach, wir Menschen sind alle Intelligent, außer denen, die meinen, sei seien etwas besonderes. Ich ersetze die Intelligenz einfach mit dem Begriff „Fähigkeiten“, weil der Begriff „Intelligenz“ mit Schulwissen verbunden ist, also mit vorgegebem und erlernten Wissen, aber nichts mit dem zu tun hat, um in der Natur zu überleben, denn dazu bedarf es andere Fähigkeiten. Unsere Vorfahren haben durch Versuch und Irrtum aus der Natur gelernt, d.h.sie haben etwas versucht, z.B.eine Tierfalle angelegt und haben gewartet, ob das Beutetier in die Falle ging. Wenn das Tier die Falle erkannte, dann hat es sich hingestellt oder hingesetzt und hat den im Gebüsch sitzenden Jäger den Vogel gezeigt und ist dann mit dem Hintern wackelnd fortgegangen. Die Jäger haben geflucht, weil sie keinen Erfolg hatten, nur einer wurde nachdenklich und kam dann auf die rettende Idee, wie man die Beutetiere besser in die Falle locken könnte. Das erzähle ich euch einmal später.

Jetzt kommt die Frage, was hat das mit den Kristallkindern zu tun? Eine berechtigte Frage, meine Lieben, sehr berechtigt sogar. Wir Menschen haben alle unsere Fähigkeiten, der eine mehr und der andere weniger. Aber das Verhältnis ist in der Menge gesehen immer ausgeglichen. Also unser Gehirn gibt vieles her, wovon wir anfangs gar nichts wissen, zudem speichert es sehr viel, was wir wahrnehmen. Je nachdem wo und wie wir aufwachsen, werden unsere Fähigkeiten den Umweltbedingungen angepaßt. Die Menschen im Polargebiet passen sich dort der Umwelt an, und entwickeln Jagdtechniken, um ihre Beutetiere besser zu jagen, und in anderen gegenden dieses Planeten werden wieder andere Techniken des Überlebens entwickelt.

Auch sind wir Menschen alle sensibel, auch die, die wir nicht für sensibel halten. Nicht nur die sogenannten Kristallkinder sind sensibel. Im Grad der Sensibilität gibt es auch Unterschiede, d.h.die Menschen sind alle in ihrer Sensibilität unterschiedlich veranlagt.

Mir fiel beim Durchlesen der Berichte nach etwas auf, daß besonders Eltern in ihren Kindern etwas Besonderes sehen, bei mir war es nicht der Fall, in mir hat man einen Anderen gesehen, als der ich bin, nur weiß ich nicht wer das war. Man kann in jedem eine besondere Fähigkeiten hineininterpretieren, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.

Wenn ich Menschen über den Tisch ziehen bezw.verarschen will, dann erzähle ich auch viel, so zwischen Geistern und Außerirdischen ist alles drin. Nur nehme ich das nicht ernst, und verrate unter der Schilderung sehr schnell, daß es die reinste Verarsche ist, wenn es der Gegenüber merkt ist gut, wenn nicht dann auch. Mir geht es bei diesen Erzählungen nur um das Gesicht meines Gegenübers.

Die Kristallkinder sind ein Phantasieprodukt von Eltern, die in ihren Kindern eine Weiterentwicklung von neuen Menschen sehen also von Supermenschen. Dieses Phantasien sind das Produkt von Ängsten, die sie vor dem derzeitigen Leben haben und suchen nach eiem Halt, um leben zukönnen. Es ist wie mit der Religion, die dem Menschen eine Art von Schutz bietet, wenn etwas auf sie hereinbricht, was sie nicht aufhalten können, oder dem sie nicht ausweichen können. Hier kommen dann phantasievolle Vorstellungen, daß es bald Supermenschen gibt, die die Menschheit retten, aber auch den Planeten Erde.

Solange es den Menschen gibt, haben sich derartige Phantasien entwickelt und werden sich auch weiterhin entwickeln. Es gibt keinen Supermenschen jetzt und auch nicht in Zukunft, denn irgendwann sind auch wir und unsere ganze Art verschwunden.

„ich lebe um zu leben“ und „ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“



Inzest

Neulich las ich im Internet, daß ein junger Mann, der wegen Inzest mit seiner Schwester, verurteilt wurde, und wegen dieses Urteils Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht einreichte. Bisher wurde nicht darüber entschieden.

Das soll nur ein Aufhänger, ich will mich nicht mit einem Gummiband aufhängen, damit es später aussieht, ich sei ermordet worden, weil ich auf meiner Schädeldecke Riesenbeulen habe, sondern ich möchte mich mit dieser Thematik einmal beschäftigen, sonst habe ich doch nichts zu tun.

Der Hintergrund dieser Verfassungsbeschwerde ist der, daß der Beschwerdeführer erreichen will, daß der Inzestparagraph aus dem Strafgesetzbuch ersatzlos gestrichen wird.

Ich habe schon oben auf den Inzest hingewiesen, daß es dann Inzest ist, jedenfalls nach dem Gesetz, wenn zwei Menschen (Mann und Frau), die in gerader Linie miteinander verwandt sind, miteinander Geschlechtsverkehr haben. Ich rede hier noch nicht von den Folgen, die sich aus einen derartigen Verhalten ergeben.

Es mag sein, daß die Häufigkeit des Inzets sehr groß ist, doch es gibt keine Zahlen darüber, wie groß die Häufigkeit wirklich ist. Bei derartigen Fällen, wo es um Verbote geht, ist die Dunkelziffer ernorm hoch.

Wenn zwei Menschen, die in gerader Linie verwandt sind, Geschlechtsverkehr, gewollt oder ungewollt haben, und durch diesen geschlechtsvekehr wird ein Kindgezeugt, dann ist die wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß dieses Kind behindert ist. Die Art der Behinderung ist jetzt nicht von Bedeutung, weil es mir um den Inzest mit seinen Folgen geht.

Ich verschwinde jetzt einmal gedanklich aus der Jetztzeit und tauche in der Zeit unserer Verfahren oder davor wieder auf. Jetzt fragt sich jeder, was hat der wieder vor, will er uns verarschen oder bringt er etwas, was wir noch nicht kennen, oder wenn, dann haben wir etwas davon gehört, ich glaube, ihr habt bestimmt schon davon gehört.

Es gibt im Tierreich genügend Hinweise, daß es inzesöse Verbindungen gegeben hat und immer noch gibt. Ich schließe den Menschen nicht aus. Dem männlichen Tier ist es egal, ob in der Paarungszeit, ein weibliches Tier, das von ihm direkt abstammt, in die Quere kommt, oder ein anderes weibliches Tier, er übt auf jeden Fall den Geschlechtsverkehr aus, weil sein Gehirn blutleer ist, aufgrund seines aufgeputschten Geschlechtstriebs. Beim Menschen ist es nicht anders und war es auch nicht anders, aber dafür haben wir Gesetze gegen diese Art von Paarung geschaffen.

Ich habe schon vorhin kurz darauf hingedeutet, daß die durch den Inzest gezeugten Kinder behindert geboren werden, und behindert bleiben.

Im Tierreich, jetzt schließe ich den Menschen aus, weil er sich ein anderes Reich geschaffen hat, gehen derart gezeugte Junge zugrunde, weil sie nicht lebensfähig sind. Auch das Muttertier kümmert sich instinktiv nicht um dieses Junge.

Bei unseren Vorfahren, was jetzt nicht für die Ohren von wehleidigen Menschen ist, wurde der Nachwuchs, der behindert geboren wurde, weil er aus eine derartigen Verbindung (Inzest) stammte, einfach ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen, diese Kinder leben nicht mehr lange, weil die Fleischfresser sich um sie kümmerten. Ich mache keine dumme Bemerkung dazu, obwohl ich wieder etwas auf der geistigen Pfanne hätte.

Der Natur geht es darum, keinen gengeschädigten Nachwuchs überleben zu lassen, deshalb versagen die Muttertiere diesem Nachwuchs jegliche Pflege und Schutz , auch bei unseren Vorfahren.

Man darf die Zeit unserer Vorfahren nicht mit der heutigen Zeit vergleichen, bei der Ausübung von inzesösen Verhalten schon, da hat sich wohl kaum oder nur wenig verändert.

Aber die Natur hat Recht, wenn sie derartige Folgeerscheinungen nicht weiterleben läßt. Bei den Menschen, insbesondere früher, wurde diese Kinder von der Kirche als Frucht der Sünde bezeichnet und die beiden Menschen, die dieses Kind gezeugt hatten, als Sünder, die der Leibhaftige (Satan) verführt hatte, so etwas zu tun.

Es ist gut, daß der Inzest unter Strafe steht, aber den Menschen, insbesondere den Männer sollte deutlich gesagt werden, daß, wenn sie schon ihren Trieb nicht unter Kontrolle haben, sich nicht an Verwandten ersten Grades vergreifen sollen, besser wäre es, sich nicht mit Verwandten einzulassen.

Hoffentlich verwirft das Bundesverfassungsgericht die Beschwerde des jungen Mannes, denn die Genschädigungen von Menschen würde die Menschheit aussterben lassen.

„ich denke also bin ich“ und ich weiß, daß ich nichts weiß“

Mittwoch, 6. Juni 2007

Hass

In den frühen Morgenstunden auf meinem Balkon sitzend und heißen Kaffee schlürfend, dachte ich darüber nach, was es bedeutet, wenn jemand sagt: „ich hasse dich“. Was bedeutet geigentlich der Begriff „Hass“? Hass ist eigentlich ein Begriff, der für Gefühle dasteht, die etwas ablehnen, die sich darin hineinsteigern, so daß die Ablehnung zu einer Form von aggressiven verhalten wird, die sich gegen ein Objekt richtet.

Häufig hört man von Menschen, ich hasse dich. Z.B. eine Frau wird vergewaltigt und dieser gewaltsame Akt des Mannes führt bei der Vergwaltigten zu Emotionen, die sich in eine Ablehnung von Männer manifestiert, d.h. die Frau kann keine Bindung zu Männern aufbauen, aber sie hasst die Männer und wird immer versuchen, die Männer zu schädigen wo sie kann.

Wenn jemand sagt, ich hasse dich, dann ist es momentan ein Ausbruch von Emotionen, die die Hilfslosigkeit des Aussagenden deutlich machen, jedenfalls für den Moment.

Ich habe, soweit ich in mein Leben zurückdenken kann, nie gegen etwas oder jemanden einen Hass gehabt. Eigentlich keine ich dieses Gefühl nicht. Daß ich wütend werden kann, das weiß ich, aber andererseits verraucht diese Wut sehr schnell.

Ich denke, es gehört sehr viel dazu, jemanden so abgrundtief zu hassen, so wie es Menschen manchmal tun, sogar in der Absicht, den Betreffenden, den man hasst, zu töten. Die Amokläufer fallen in die Kategorie von Menschen, die ihren Hass gegen Menschen oder Institutionen mittels Gewalt (Töten von Menschen, Schädigung von Gegenständen) ausleben, ja sie leben ihren Hass aus.

Der Hass kann auch anerzogen werden, sowie vor dem ersten Weltkrieg, der Hass auf andere Nationen, was letztendlich mit den wirtschaftlichen Interessen zu einem Krieg führte.

Eigentlich sind alle Menschen für den Hass empfänglich, denn der Hass ist auch die Triebfeder, für das persönliche Überleben des Einzelnen, und die Erhaltung der Art zu garantieren.

Der Homo sapiens hatte die Eigenschaft, das Gefühl Hass zu entwickeln, auf jeden Fall, ob der Neandertaler auch hassen konnte, das entzieht sich meiner Kenntnis, aber die wahrscheinlichkeit ist groß, daß auch der Neandertaler hassen konnte.

Es gibt bestimmt Menschen, die nicht hassen können, aber aus welchen grunde auch immer, diese Menschen scheinen glücklich zu sein, derartige Emotionen aufkommen zu lassen.

Es ist schon schwierig über den Hass zu schreiben, wenn man selbst nicht hassen kann, weil mir der eigentliche Bezug zu diesen Emotionen fehlt, so bleibt alles nur irgendwie eine Theorie.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“

Man kann hier auch sagen: „ich hasse also bin ich“, nur eine kleine Gedankenspielerei, mehr nicht, es tut nicht weh.

Montag, 4. Juni 2007

Wut

Ich höre oft, eigentlich überall, „ich habe Wut auf.....“, was auch bei mir in der Vergangenheit auch nicht anders war, denn da hatte ich auch manchmal Wut auf.

Aber wie kommt es, daß man auf etwas Wut hat, und so habe ich eines Morgens, als ich auf meinem Balkon in 12 m Höhe saß, mir darüber Gedanken gemacht, welche Hintergründe es sind, wenn man auf irgendetwas oder irgendeinen Wut hat.

Wut ist eigentlich ein Begriff, den wir Menschen geprägt haben, um eine Handeln oder Verhalten beschreiben zu können, das uns im Augenblick selbst betrifft.

Die Wut selbst ist ein Produkt unseres Triebverhaltens, denn die Aggressionen bestimmen die Stärke dieser Wut, d.h. je länger man in dem Zustand dieser Aggression ist, umso stärker wird die Handlung.

Die Wut übersteigt in Augenblick des Handels, wenn die Wut aufbricht, die Angst vor den Konsequenzen, die sich aus diesem Handeln ergeben. Die Wut als solche, muß wie jede Form von Aggression abgebaut werden, damit sie sich nicht aufstaut, was letztendlich zu psychosomatischen Erkrankungen führen kann.

Wenn jemand seine Wut permament zurückhält, so ist es ein Zeichen von Angst vor dem Objekt der Wut, die man hat, aber an diesem Objekt nicht ausüben will, so sucht man sich ein Objekt, vor dem man keine Angst, seine Wut auszuspielen, dann sind es Amokläufer.

Wir Menschen sind unterschiedlich veranlagt, um bestimmte Agressionen abzubauen, ohne daß wir ein Objekt dazu brauchen. So ist es auch bei der Wut. Bei mir zum Beispiel verraucht die Wut sehr schnell, dann sieht es so aus, wie bei einem Drachen in den Comic-Heften, wenn er etwas zum Entflammen bringen will, dann kommt nur schwarzer Rauch aus dem Rachen.

Soweit ich mich erinnern kann, hatte ich noch nie eine massive Wut gehabt.

Ich kenne ein wunderbares Mittel, wenn man Wut hat, dann setzt man sich in eine Ecke und läßt die Wut an sich vorüberziehen.

Ich weiß, daß jeder Mensch einmal am Tag, eine Wut bekommt, manche sogar mehrmals. Aber die Wut ist wichtig für uns Menschen, denn für unsere Vorfahren war die Wut wichtig für einen Jagderfolg.

Die Wut setzt sicherheitsgeprägtes Denken ausser Kraft, d.h. beim Jagen wird das Verhalten, das uns vor Risiken beschützen soll, vernachlässigt. So ist es auch bei Angriffen, die einen Wutausbruch voraussetzen.

Also kann man eigentlich sagen, die Wut ist eine Form der Aggression, die ein sofortiges Abreagieren voraussetzt, damit wieder Ruhe eintritt, eine Form von Entspannung.

Wut auf etwas kann auch anerzogen werden, wenn Kinder ständig hören, die Menschen, die dort leben, sind schlecht und taugen deshalb nichts.

In der Politik gibt man seinen Wähern oder seinem Volk eine Art von Blitzableiter, in dem man eine bestimmte Bevölkerungsgruppe defamiert, ihnen das eigene Versagen zuschiebt, und die Wut der Bevölkerung auf die Regierung auf diese bestimmte Bevölkerungsgruppe schiebt, so geschehen im dritten Reich bei den Nationalsozialisten. Heute ist es auch nicht anders, da beschwert sich die NPD über die Zuwanderung von Ausländern, die angeblich den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen, aber welche deutschen wollen den Job dieser Ausländer machen, bestimmt keiner der jungen Rechtsradikalen, die sowie nur Saufen und Randalieren.

Die Wut kann man dem menschen nicht nehmen, als bleiben wir wütend, wenn es wieder an der Zeit ist.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“

Angst

Heute in den frühen Morgenstunden saß ich auf meinem Balkon und dachte über die Angst nach. Dabei fiel mir der kurze Satz aus meiner Kindheit ein „wer hat Angst vor dem schwarzen Mann“. Ich kann leider nicht sagen, woher dieser Ausspruch kommt, aber bestimmt hängt er nicht mit den dunkelhäutigen Afrikanern zusammen.

Diesen kurzen Satz laß ich einfach beiseite, und befasse mich mit den eigentlichen Ursachen von Angst. Denn die Ursache sind sehr vielfältig, weil jeder Mensch ein gewisses Potential von Angst haben muß, um sich nicht selbst zu zerstören.

Es gibt eine normale Angst, die uns vor uns selbst beschützt, das heißt, sie verweigert uns, gefährliche Risiken einzugehen, manchmal wird es doch gemacht, und endet meistens mit dem Tode des Betroffenen.

Dann gibt es die Angst, die krankhaft ist, man nennt sie Phobie. Viele Menschen haben eine natürliche Abneigung gegen bestimmte Tiere, meistens sind es Mäuse, Spinnen, Schlangen und andere Krabbel- und Kriechtiere.

Oder sie haben Platzangst-Phobie, d.h. sie können in keinem engen Raum sein oder in einer Menschenmenge stehen, ohne nicht gleich in Angstzuständen auszubrechen, oder zu werden vor lauter Angst unmächtig.

Als ich so dasaß, dachte ich, wovor hast du eigentlich Angst?

Als Kind und später als Erwachsener hatte ich keine Angst, ich war eigentlich sehr vorsichtig. Wenn ich etwas machen wollte, das gefährlich aussah, dann überlegte ich zuerst und scheckte die Risiken für das eigentliche Unternehmen ab.

Wenn es es sich als gefährlich herausstellte, dann rückte ich von diesem Unternehmen ab, weil es nichts brachte, außer Ärger oder schwere Verletzungen.

Später als Pionier und Fallschirmjäger gab es eigentlich das kalkulierbare Risiko,aber ein Restrisiko blieb immer, das habe ich auch akzeptiert, denn das Leben besteht immer aus Risiken.

Jetzt zur Angst, was bedeutet sie für uns Menschen, ich bin natürlich eingeschlossen.

Die Angst besitzt ein gewisse Unsicherheit im Handeln, wenn man etwas machen muß, das man nicht kennt, oder wenn man es kennt, von einem selbst als gefährlich eingestuft wird. Diese Unsicherheit bestimmt eigentlich unser Handeln und Verhalten und zwingt uns, dieses Handeln vorher zu prüfen.

Die Natur hat die Angst in unserer Genetik festgelegt, aber in unterschiedlicher Weise, d.h. bei jedem Menschen ist die Sensibilität, Angst zu spüren, sehr unterschiedlich.

Wenn ich mich so betrachte, dann habe ich eine sehr hohe Sensibilität, Gefahren zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Der Mensch hat, genauso wie andere Tiere, die Fähigkeit, die Gefahr, die auf ihn zukommt, zu spüren, nur die sogenannte Kultur, hat ihn für die Gefahren stumpfsinnig gemacht, darum geraten viele Menschen in eine Gefahrensituation, in der sie umkommen bezw. sehr schwer verletzt werden.

Aber Angst hat jeder Mensch, das ist gewiss, nur manche zeigen es nicht. Dagegen zeigen andere ganz offen ihre Angst, so daß man nicht umhin kommt zu sagen, daß diese Angstzustände dann krankhaft sind.

Die Angst sichert dem Menschen sein Überleben auf diesem Planeten, wäre der Mensch ohne Angst, dann gäbe es schon lange keine Menschen mehr.

Auch die Flucht eines Menschen bedeutet, daß er momentan Angst vor etwas hat, und sich deshalb schleunigst aus dem Staub macht. Blöd wäre es schon, wenn man eine Fluchtmöglichkeit nicht ausnutzen würde, wo Heldentum unweigerlich zur eigenen Zerstörung führen würde.

Wenn ich so auf mein Leben zurückschaue, denn habe ich schon den Weg der Flucht gewählt, wenn sich dieser ergab, andererseits, wenn man in der Klemme saß, dann war der Angriff die beste Verteidigung. Aber auch diese Form eines Angriffs entspringt der Angst.

Viele Helden wurden deshalb Helden, weil sie Angst hatten und keinen anderen Ausweg sahen, entweder zu sterben oder heil aus dieser Situation herauszukommen.

Also werden Helden aus der eigenen Angst geboren.

Aber die Angst ist die Mutter der Vorsicht, so war immer mein Leitspruch, und ist er heute noch.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“ und „die Angst ist die Mutter der Vorsicht“

Freitag, 1. Juni 2007

Satan

Bei meiner morgentlichen Wanderung, nicht durch die Markt Brandenburg, sondern durch die Tiefebene zwischen Kraichgau und Pfälzer Wald, gingen mir einige Gedanken durch den Kopf, wirklich, ich habe einen Kopf, den ich auch manchmal einsetze.

So frage ich mich selbst, was bedeutet eigentlich das Wort „Satan“. Dieses Wort wird für alles Mögliche benutzt, um etwas herauszustellen oder auszusagen.

Ich habe schon einiges gehört, über Satanskult in verschiedenen Formen. In den Satanskulten gibt es viele verschiedene Formen und Riten, und es hängt von der Fantasie der Menschen ab, die diesen Kulte leben, ja eigentlich ausleben. Ich stehe auf so etwas nicht, mir fehlt der Bezug zu diesen Kulten, aber lesen tue ich ganz gerne darüber, denn so etwas bringt mich immer zum Lachen.

Soviel ich weiß, bringt man den Satanskult mit dem gefallenen Engel „Luzifer“ in Verbindung, er gilt bei den Christen insbesondere als Synom dees „Bösen“, also hat das Böse in der Religion einen Namen bekommen, aber auch gleichzeitig seine Herkunft, als gefallener Engel.

Luzifer sollte der Lieblingsengel von Gott gewesen sein, aber er hatte sich gegen Gott gestellt und wurde deshalb des Paradieses verwiesen, was solls, wenn man daran glaubt.

Das heißt für die Gläubigen, alle die sich gegen Gott, also gegen die christliche Religion stellen, sind Satanisten, sie gehören zu Luzifer.

Das bedeutet, wenn ich ein guter Christ bin, kann ich gegen Nichtchristen böse sein, ihnen etwas antun, und komme trotzdem in den Himmel, vielleicht bekommt der Betreffende dann den christlichen Verdienstorden vom Vatikan.

Nein, ich wende mich jetzt dem eigentlichen Thema zu, weil es etwas interessanter sein kann, als nur das, was ich als guter Crist tun könnte, um in den Himmel zu kommen.

Ich hatte schon gesagt, daß der Satanskult einer Fantasie von Menschen entsprungen ist. Warum es gerade so ist, das kann man damit beantworten, daß diese Menschen, die dem Satanskult frönen wollen, immer Gegensätzliches tun, was gegen die Verhaltensweisen der Umwelt gerichtet sein soll, denn sie wollen anders sein. Oft sind sie anders gekleidet, haben sich anders geschminkt, und sprechen auch anders, vielleicht äußern sie sich auch in einer Geheimsprache. Zusammengefaßt, sie umgeben sich mit Geheimnissen.

Für die Mitglieder dieses Kultes kann der Satanismus auch eine Religion sein, sowie für die Christen, Juden, Moslems oder anderer Angehöriger eines Religion kann deren Glaubensbekenntnis eine Religion sein, der ihnen den Weg des Lebens zeigt, also vorgeschrieben wird.

Grundsätzlich glauben wir Menschen immer an etwas, was für einen selbst nicht einmal nachvollziehbar ist. Ich hatte mich schon einmal darüber geäußert, das glauben nicht wissen heißt, denn wissen bedeutet immer glauben.

An was glaube ich eigentlich? Daß der Geist Materie und Energie schaffen kann, und damit wäre ich in der Quantenphysik, doch dahin will ich eigentlich nicht, und ich kehre wieder zum Satan zurück.

Über die satanischen Kulte weiß ich nicht viel oder auch gar nichts. Ich habe mir nur gedanken darüber gemacht und bin auch darauf gestossen, daß das Böse mit dem Begriff Satan gleichgestellt wird. Ich weiß nur, daß das Böse, eine archaische Verhaltensweise des Menschen ist, die uns die Evolution mitgegeben hat, damit wir unsere Art erhalten, und wir selbst überleben können, mehr ist es nicht.

Der Satankult gibt manchen Menschen einen gewissen Halt im Leben, sowie es bei Gläubigen anderer Religionen ist.

Worin sehe ich meinen Halt, eigentlich im Leben, denn ich versuche dem Leben einiges abzugewinnen, manchmal klappt es und manchmal nicht, und dann sage ich, so ist das Leben.

Warum sollte ich mich irgendeiner Glaubensgemeinschaft anschließen, die mir nichts bringt, höchstens mein Leben erheblich eingeschränkt und mich vielleicht mit dem Tode bedroht, wenn ich diese Glaubensgemeinschaft verlassen will.

Ich widerspreche gerne denen, die die Macht haben, weil man es machen muß, um würdig leben zu können, denn auch Luzifer hatte Gott widersprochen, warum, das weiß ich nicht, denn bisher habe ich nichts darüber lesen können, bezw. ich habe keine ausreichende Information erhalten.

Lassen wir Satan Satan sein, denn es ist nur ein Name, aber wenn seine Jünger mich einmal unter Druck setzen sollten, dann gibt es Haue.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“