Donnerstag, 19. Oktober 2017

Schlaffheit

Schlaffheit
Es gibt grobe, subtile und sehr subtile Formen von Schlaffheit. Bei grober Schlaffheit ist der Gegenstand der Meditation überhaupt nicht klar und der Geist fühlt sich abgesunken und niedergedrückt an. Bei subtiler Schlaffheit bleibe ich beim Gegenstand der Meditation, doch meinem Geist mangelt es an intensiver Klarheit. Bei sehr subtiler Schlaffheit fehlt die intensive Klarheit nur ein wenig, und mein Geist ist nur ein bisschen zu locker.
Schlaffheit entsteht, wenn sich im Verlauf der Meditation der Geist nach innen zurückzieht. Das ist jedoch nicht mit Lethargie zu verwechseln. Lethargie ist eine Schwere und Unbrauchbarkeit von Geist und Körper, weil der Geist dumpf geworden ist, was selbst dann geschehen kann, wenn man sich auf äußere Objekte konzentriert. Während der Lethargie ist mein Körper schwer, und mein Geist ist schwer und in Dunkelheit gefangen. Das hört sich entspannt und erholsam an, nicht wahr?

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