Donnerstag, 3. August 2017

Wiedergeburt ohne Seele, eder Konditionalnexus

Wiedergeburt ohne Seele, der Konditionalnexus
Das konditionale Entstehen ist es, das wir Leerheit nennen. Sie, die Leerheit ist ein mit dem konditionalen Entstehen synonymer Begriff, und sie ist der mittlere Weg.
Ein Etwas, das nicht konditional entstanden wäre, ist nicht zu finden. Eben darum gibt es kein Etwas, das nicht leer wäre.
Du leugnest das ganze Weltgetriebe, wenn du die Leerheit des konditionalen Entstehens bestreitest.
Ein in Unwissenheit befangener Mensch schafft dreifach, nämlich für das Tun, Sprechen und Denken,Tatabsichten, die zur Wiedergeburt führen. Durch solche Taten gelangt er zu einer neuen Existenzform.
Entsprechend den Tatabsichten fixiert sich das Bewusstsein auf eine neue Daseinsform. Ist das Bewusstsein so fixiert, ist dort die Entstehung von Name und Körper eingesät.
Sind aber Name und Körper, die empirische Person, eingesät, gibt es die Entstehung des Sechsinnengebietes. Abhängig vom Sechsinnengebiet entsteht Sinnes-Berührung.
Sind als Voraussetzung das Auge vorhanden und eine Form, etwas Sichtbares sowie deren Zusammenspiel, dann entsteht auf der Basis von Name und Körper das Bewusstsein.
Das Zusammentreffen der Drei, nämlich: von Auge, Form und Bewusstsein, ist Berührung. Aus der Berührung geht Empfindung hervor.
Mit der Empfindung hängt die Gier zusammen, denn man begehrt sie zum Zwecke von Empfindungen. Wenn man begehrt, entwickelt man das vierfache Ergreifen von Lustobjekten, theoretische Ansichten, Ritualen und Glauben an die Existenz einer Seele.
Wenn es Ergreifen gibt, dann entsteht für den Ergreifer ein Werden. Wenn es aber Nichtergreifen gibt, wird er erlöst und es gibt für ihn kein neuerliches Werden.
Werden, das konstituiert sich als die fünf Gruppen, aus denen sich die empirische Person zusammensetzt, denn aus dem Werden geht Geburt hervor sowie Alter und Tod und das weitere Leiden wie Trauer, Kümmernisse und Wehklagen.
Nur Betrübtheit und Verzweiflung entstehen aus der Geburt. Entstehen ist ausschließlich das eines Haufens von Leiden.
Der Unwissende entwickelt Tatabsichten als Wurzeln für den Wiedergeburtskreislauf. Daher ist der Unwissende ein Tuer und Erzeuger von Karma, nicht der Wissende, der das Absolute gesehen hat.
In der Aufhebung der Unwissenheit liegt die Beendigung von Tatabsichten. Die Vernichtung der Unwissenheit aber wird nur zustande gebracht durch Wissen, das aus der Erzeugung stammt.
Durch Aufhebung des einen entsteht nicht das andere. Ein Haufen von leiden ist es bloß, der da gänzlich aufgehoben wird.
Wer das konditionale Entstehen sieht, der sieht das Leiden, dessen Ursprung, Aufhebung und Erlösungsweg die „Vier Edlen Wahrheiten“ des Buddhas sind.
Leerheit ist nicht Vernichtung, Samsara ist nicht Ewigkeit. Es gibt keine Vernichtung des Karma beim Tode eines Wesens, das ist die vom Buddha aufgezeigte Lehre.
Wie ein Schuldschein ohne Löschung, solch eine Schuld ist das Karma. Es ist von vierfacher Art und von Natur aus undurchschaubar.
Das Karma ist nicht ablegbar durch Verzichte wie mittels der Meditation der Geistesentfaltung. Infolge ihrer Aufhebungsmöglichkeit entsteht die Frucht oder Auswirkung der Karma-Taten in jedem Falle.
Wenn die Absicht gefasst worden ist, das hat der höchste Seher, der Buddha, Karman genannt. Er hat mehrere Arten des Karma erläutert.
Dabei hat er die Absicht, das geistig Anvisierte, als Tat bezeichnet. Nachdem man eine Absicht gefasst hat, so hat er gesagt, dann vollzieht man sie als Tun mit Körper und Rede.
Die Identität von Ursache und Frucht ist zutreffend. Andersheit von Ursache und Frucht ist ebenfalls unzutreffend. Die Ansicht, die Wirkung sei das gleiche wie die Ursache, ist unhaltbar.
Was auch immer bedingt entsteht, das ist weder dasselbe noch ein anderes als die Ursache. Daher gibt es weder die Vernichtung im Tode noch die Ewigkeit.einer Seele.
Der Glaube, „Ich habe in der Vergangenheit existiert“, ist unzutreffend. Derjenige, der in der früheren Geburt existierte, das ist nicht dieser, der hier zu Euch spricht.
Der Glaube, „Ich habe in der Vergangenheit nicht existiert“, ist unzutreffend. Derjenige, der in der früheren Geburt existierte, das ist kein anderer als der, der hier zu Euch spricht.
Weil die Kontinuität der Gruppen ist wie die Flamme von Lampen, von denen die eine die andere entzündet, darum ist es angebracht, bei der empirischen Person von unendlich oder endlich zu reden.






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