Samstag, 5. August 2017

Samara und der Weg der Erlösung

Samara und der Weg zur Erlösung
Der „Große Weise“, Buddha, hat erklärt, dass man den Uranfang nicht erkennt. Der Samara hat weder Anfang noch Ende, es gibt bei ihm keinen Beginn und keinen Schluß.
Ein Denken, das Selbstzügelung, Sorge für andere und Wohlwollen einschließt, das ist die lehre des Buddha und der Same für gute karmische Frucht hier und im nächsten Leben.
Aus der Phantasie hervorgegangen sind Gier, Hass und Verblendung, so heißt es, denn sie sind abhängig vom Schönen, Hässlichen und von Fehleinschätzungen. Das Schöne, das Hässliche und die Fehleinschätzungen sind aber von Eigennatur nicht existent, sondern sind nur Phänomene. Von welchem echten Schönen, Hässlichen und welcher Fehleinschätzung sind die Verunreinigungen als bedingt?
Formen, Töne, Geschmäcker, Ertastetes, Düfte und Denkobjekte, sie alle sind einem Luftschloss gleich und ähneln einer Fata Morgana oder einem Traum.
Welche Regungen aus dem Schönen, dem Hässlichen und aus Fehleinschätzungen bedingt hervorgehen, denn sie sind gleichfalls in Eigennatur nicht existent. Darum sind die Verunreinigungen nichts Wesenhaftes.
Wenn das Schöne nicht objektiv existiert, wie so entsteht Gier? Wenn das Hässliche nicht objektiv existiert, wie so entsteht Hass?
Wenn es keine Seele gibt, woher kommt dann Selbstsucht? Durch das Still werden von Selbst- und meine Gedanken wird man bescheiden und nicht egoistisch.
Sind die Gedanken an „Mein“ und „Ich“, die sich nach außen und innen richten, geschwunden, dann hat das Ergreifen eine Wiedergeburtsexistenz aufgehört. Aus seiner Aufhebung ergibt sich die Aufhebung der Wiedergeburt. Erlösung resultiert aus der Verbindung der Verunreinigungen des Tuns. Die Verunreinigung des Tuns erwächst aus dem Eingebildeten, dieses aus der Welt der Vielheit. Die Welt der Vielheit aber wird durch die Erkenntnis ihrer Leerheit aufgehoben.
Ein Wesen, das von Unwissenheit umnebelt ist, das ist mit der Fessel der Gier gebunden. Als Nutznießer oder Erleider der Wiedergeburt ist es vom Tuer seinem karmischen Urheber weder verschieden noch mit ihm identisch, sondern konditional von ihm bedingt.
Die Lehrdarlegung der Buddhas stützt sich auf zwei Wahrheiten, die Wahrheit weltlicher Konvention und die absolute Wahrheit.
Jene, die nicht die Verschiedenheit der beiden Wahrheiten erkennen, die erkennen nicht das Absolute und die Tiefe der Weisung des Buddha.
Ohne sich auf den konventionellen Sprachgebrauch zu stützen ist der höchste Sinn nicht erfasst, erreicht man nicht das Nirwana.

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