Sonntag, 16. Juli 2017

Heilhelfer und Retter in der Not

Heilhelfer und Retter in der Not
Wie sich für Bodhisattvas keine andere Handlung geziemt als die für andere, das wird im edlen Dharmasangitisutra ausführlich dargelegt. Welche Tat auch immer die Bodhisattvas tun, sei es mit dem Körper, der Stimme oder dem Denken, das alles verrichten sie im Hinblick auf die Wesen, beherrscht vom Großen Mitleid, das alles hat zur Ursache die Verwirklichung des Wohls der Wesen, ist hervorgegangen aus dem heißen Wunsche nach dem Wohle und Glück aller Wesen.
Ich nehme die Last aller Leiden auf mich, ich bin dazu entschlossen, ich ertrage es. Und warum? Unbedingt muss ich allen Wesen die Leidens last abnehmen. Die Veranlassung zu diesem Entschluss ist nicht, dass ich Lust daran hätte, vielmehr habe ich das Flehen aller Wesen um Rettung gehört. Alle Wesen muss ich zur Erlösung führen, die ganze Welt muss ich retten. Ich bin entschlossen, in jedem einzelnen Elendszustand ungezählte Zehnmillionen von Weltzeitaltern zu verweilen. Es ist ja fürwahr besser, dass ich allein mit Leiden beschwert bin, als dass alle diese Wesen in Elendswellen gerieten.
Meine Körper in allen Wiedergeburten sowie die Güter und alles Wohl, zu dem ich in den drei Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gelangt bin bzw. gelangen werde, gebe ich hier bedenkenlos hin für die Wohlfahrt aller Wesen. Nirvana ist das Ziel meines Denkens. Wenn ich alles aufzugeben habe, ist es besser, wenn es den Wesen gegeben wird.
So viele Wesen in allen Weltgegenden unter Krankheiten des Körpers oder des Geistes leiden, sie alle mögen durch mein karmisches Verdienst Ozeane von Glück und Freude erlangen.
Welches Leid auch immer gibt in der Welt, dieses möge in mir zur Reife kommen. Durch alles Wohl der Bodhisattvas möge die Welt glücklich werden.
Wenn ein Bodhisattva in einem Wesen die Wurzel des Verdienstes entstehen lässt derart, dass er selbst dabei ins Unglück geriete und hunderttausend Weltzeitalter in die Hölle gekocht würde, dann hat das Bodhisattvas das Unglück, das höllische Leiden geduldig auf sich zu nehmen und nicht das Heil des einen Wesen preiszugeben.
In einem Augenblick zeigen die weisen Bodhisattvas sich in den gestalten aller Wesen und mit den Stimmen und Lauten, die sie von sich geben.
Sie werden nach Bedarf alt und krank oder zeigen sich als tot, so spielen sie, damit die Wesen zur Erleuchtung heranreifen, diese Scheinwirklichkeit. Wohlüberlegt werden sie Hetären, um die Männer an sich zu ziehen. Nachdem sie sie mit den Haken der Begierde heran gelockt haben, errichten sie in ihnen das Buddha - Wissen. Und immer wieder werden sie, um den Wesen Gutes zu tun, Dorfleute, Karawanenführer, Priester, Hauptminister und Minister.
Alle Wesen im empirischen Sinne sollen von mir in den nach tödlichen Nirwana-Bereich zum vollkommenen Erlöschen geführt werden. Und doch ist, nachdem Wesen zum vollkommenen Erlöschen geführt worden sind, kein Wesen im absoluten Sinne vollkommen erloschen.

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