Montag, 10. Juli 2017

Der Weg zur Leidensaufhebung

Der Weg zur Leidensaufhebung
Die Vierte Wahrheit gibt an, welche Verhaltensweisen zur Erlösung dienlich sind:
Die rechte Ansicht,
der rechte Entschluss,
die rechte Rede,
das rechte Verhalten,
die rechte Lebensführung,
die rechte Anstrengung,
die rechte Achtsamkeit und
die rechte Meditation.
Über das gesehene, wobei dem Sprechenden die nicht heilsamen Geistesinhalte zunehmen und die heilsamen Geistesinhalte abnehmen, über derartiges Gesehene soll nicht gesprochen werden werden, so sage ich. Über das Gesehene aber, wobei dem Sprechenden die nicht heilsamen Geistesinhalte Schwinden und die heilsamen Geistesinhalte zunehmen, über derartiges Gesehene soll gesprochen werden, so sage ich.
Die fünf Arten von Handel hat ein Laienbekenner nicht zu betreiben. Welche fünf? Handel mit Waffen, Handel mit Lebewesen, Handel mit Fleisch, Handel mit berauschenden Getränken und Handel mit Gift.
Wenn ich mit dem Auge eine Form erblickt habe, so klammere ich mich weder an die Gesamterscheinung noch an Einzelheiten. Da verlangen oder Abneigung, böse und nicht heilsame Geistesregung den überwältigen, der ohne Zügelung des Sehbewusstseins dahinlebt, ist er um die Zügelung bemüht.
Wenn ich mit dem Ohr einen Ton höre, mit der Nase einen Duft rieche, mit der Zunge einen Geschmack schmecke, mit dem Körper ein Tastobjekt fühle, mit dem Denken ein Denkobjekt auffasse, so klammere ich mich weder an die Gesamterscheinung noch an Einzelheiten, sondern bemühe mich um Zügelung dieser Eindrücke.
Was es auch immer an grundlegenden Schätzen verdienstlicher Taten gibt, sie alle sind nicht ein Sechzehntel der Güte, der Erlösung des Denkens wert. Nachdem die Güte sie übertroffen hat, leuchtet sie und flammt und strahlt.
Wenn mit wohlgesinntem geist nur einem Wesen jemand Güte zeigt, entsteht ihm daraus Heil, wer mit mitleidvollem Denken allen Wesen Güte zeigt, der Edle schafft sich reichliches Verdienst.
Nicht soll mein denken aus der Fassung geraten, und nicht will ich ein böses Wort äußern. Freundlich und mitleidvoll will ich verweilen mit einem Denken voller Güte ohne innere Abneigung. Nachdem ich jene Person mit einem Geist voller Güte durchdrungen habe, will ich in diesem Zustand verweilen. Nachdem ich damit beginne, die ganze Welt mit einem Geist voller Güte, mit entfaltetem, geweihtem, grenzenlosem, friedlichem, nicht bindendem Geiste durchdrungen habe, will ich in diesem Zustand verweilen.



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