Freitag, 14. Juli 2017

Der transzendente Buddha und seine drei Leiber

Der transzendente Buddha und seine drei Leiber
Wie eine Wolke, die sich über der Welt erhoben hat, und alles bedeckend, die Erde eingehüllt, wie diese große Wolke, mit Wasser gefüllt und von Blitzen umkränzt, ihren Donner erschallen lässt und alle Wesen erfreut, wie sie dann eine gewaltige Wassermenge loslässt und sich ringsum ergießend, die Erde erfrischt, ebenso erscheint auch Buddha in der Welt wie eine Wolke, und nachdem er, der Herr der Welt, erschienen ist, offenbart er den Lebewesen den Rechten Wandel. Und so verkündet der große Seher, der in der ganzen die Götter einschließenden Welt verehrt wird:
Der Vollendete bin ich, der Beste der Menschen, der Sieger, in der Welt erschienen wie eine Wolke. Alle Wesen werde ich erfrischen, deren Glieder verdorren und die sich an das Dreifache Sein in den Drei Weltsphären klammern. Die durch das leid dahinwelken, die will ich ins Glück führen, ihnen werde ich die Wünsche erfüllen und Ruhe geben.
Hör et mich, ihr Scharen von Göttern und Menschen, kommt herbei, um mich zu sehen. Der Vollendete bin ich, der Erhabene, der Höchste, zur Rettung der Wesen bin ich hier in der Welt geboren.
Undenkbare tausend Millionen von Weltzeitaltern, deren Dauer niemals gegründet werden kann, ist es her, dass ich zuerst die Erleuchtung erlangt habe, ständig lege ich seit dem die Lehre dar.
Ich begreife mit der Lehre zahlreiche Bodhisattvas und versetze sie in Buddha-artige Erkenntnis. Viele Millionen Myriaden Wesen lasse ich während vieler Millionen Weltzeitalter zur Erleuchtung heranreifen.
Ich spiegle den Bereich des Nirvana vor. Als Mittel zum Zwecke der sittlichen Zucht erzähle ich den Wesen davon. Ich bin jedoch zu dieser Zeit nicht erloschen: Ich bin hier in der Welt und offenbare die Lehre.
Wenn die Menschen mich als vollkommen erloschen betrachten, bringen sie den Reliquien vielfältige Verehrungen dar. Sie sehen mich nicht, und deshalb entwickeln sie Verlangen nach mir. Dadurch wird ihr Geist aufrichtig.
Wenn die Wesen aufrichtig sind, sanftmütig, nachsichtig und frei von Begierden, dann veranstalte ich eine Versammlung der Jünger und zeige mich ihnen auf dem Geiergipfelberg.
Und dann spreche ich so zu ihnen: Nicht bin ich hier für diese Welt erloschen. Das scheinbare Verlöschen war ein geschickter Kunstgriff von mir, um die Wesen innerlich aufzurichten. Wieder und wieder erstehe ich in der Welt der Lebewesen.
Mit keiner und derselben Stimme verkündige ich allen die Lehre, indem ich stets die Erleuchtung als das Endziel herausstelle. Denn diese ist für alle gleich, Parteilichkeit gibt es bei mir nicht, für mich gibt es weder Zu-noch Abneigung. Ich erfrische diese ganze Welt wie ein Wolke, die gleichmäßig Wasser ausgießt. Dieselbe Erleuchtung ist für Edel-geborene und Niedrige, für Schlechte wie auch für Tugendhafte.
Durch viele Millionen Weltzeitalter hören sie, wenn sie geboren sind, nicht meinen Namen, ebenso wenig den der anderen Vollendeten, noch den der Lehrer oder den meiner Schar. So beschaffen ist die Frucht der bösen Tat.Wenn aber sanftmütige und nachsichtige Wesen hier in diese Menschenwelt entstehen, dann sehen sie mich, sobald sie entstanden sind, aufgrund ihrer guten Tat, wie ich die Lehre offenbare.

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