Mittwoch, 10. Mai 2017

Hauptpunkte

Hauptpunkte
Explizite Erinnerungen sind bewusste Erinnerungen an bestimmte Ereignisse oder andere Informationen. Implizite Erinnerungen sind Reste vergangener Erfahrungen, die größtenteils unterhalb des Bewusstseins verbleiben, aber sehr stark die innere Landschaft und die Atmosphäre meines Geistes prägen.
Aber unglücklicherweise sorgt die Nagativitätstendenz des Gehirns dafür, das implizite Erinnerungen in eine negative Richtung tendieren, selbst wenn die meisten meiner Erfahrungen tatsächlich positiv sind.
Doch die erste Abhilfe besteht darin, bewusst nach positiven Erfahrungen zu suchen und diese in sich aufzunehmen. Das geschieht in drei einfachen Schritten: Ich wandle positive Tatsachen in positive Erfahrungen um, und ich genieße diese Erfahrungen und ich spüre, wie diese Erfahrungen in mir einsinken.
Werden Erfahrungen im Gedächtnis konsolidiert, so nehmen sie mit sich, was sich noch immer im Gewahrsein befindet, aber insbesondere dann, wenn es intensiv ist. Ich kann diesen Mechanismus benutzen, um negatives Material mit positivem zu durchfluten, denn dies ist die zweite Abhilfe. Ich lasse eine positive Erfahrung deutlich im Gewahrsein hervortreten, so wird die schmerzhafte undeutlich im Hintergrund wahrgenommen. Ich kann diese Methode auf zweierlei Weise nutzen: Mache ich eine positive Erfahrung, so helfe ich mir, in die alten Schmerzen einzudringen, um diese zu lindern oder zu ersetzen. Taucht negatives Material auf, so mache ich die Emotionen und Betrachtungsweisen bewusst, die dann ein Gegenmittel darstellen.
So werde ich der tiefen Wurzeln der mir immer der wiederkehrenden emotionalen Irritationen bewusst, dass die Spitzen dieser Wurzeln typischerweise in den Erfahrungen aus der Kindheit liegen, denn unterschiedliche emotionale Irritationen können unterschiedliche Wurzeln haben. Und so lenke ich die positiven Erfahrungen bewusst in die Richtung dieser Wurzeln, um sie vollständig herauszuziehen und am nachwachsen zu hindern.
Doch jedes Mal, wenn ich das Gute in mir aufnehme, dann baue ich auch etwas neuronale Struktur mit auf. Wenn ich es ein paar Mal am Tag mache, und es dann auch Monate und Jahre lang durchziehe, dann verändert sich mein Gehirn und auch die Art, wie ich fühle und handle und das auf eine umfassende Art und Weise.
Aber es ist gut, das Gute in sich aufzunehmen, weil dadurch die positiven Emotionen aufgebaut werden, was auch viele Vorteile für meine körperliche und geistige Gesundheit hat. Aber auch für Kinder hat das Aufnehmen des Guten etwas großartiges an sich, besonders für die quirligen und ängstlichen Kinder. Denn es unterstützt dadurch, dass es die Motivation, Überzeugung und Vollherzigkeit fördert, es ist die spirituelle Praxis.

















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