Dienstag, 2. Mai 2017

Das Positive verinnerlichen

Das Positive verinnerlichen
Um das Positive zu verinnerlichen, benötigt man drei Schritte:
Der erste Schritt: Jetzt wandle ich positive Tatsachen in positive Erfahrungen um, denn überall um mich herum geschehen beständig gute Dinge, jedoch für einen großen Teil der zeit bemerke ich sie nicht, selbst wenn ich es tun würde, würde ich es kaum fühlen. Wenn jemand nett zu mir ist, so sehe ich eine bewundernswerte Eigenschaft in mir selbst, oder eine Blume blüht, oder ich habe ein schwieriges Projekt abgeschlossen, und es zieht alles an mir vorbei. So suche ich aktiv nach guten Nachrichten, besonders nach den kleinen Dingen des täglichen Lebens: den Gesichtern von Kindern, dem Duft einer Orange, einer Erinnerung an einem schönen Urlaub, einem kleinen Erfolg bei der Arbeit und so weiter. Welche positive Tatsache ich auch finde, so bringe ich ihr ein achtsames Gewahrsein entgegen, ich öffne mich und lasse mich davon beeinflussen, und es ist so, als würde ich mich zu einem Festessen an den Tisch setzen, und ich schaue mir den beladenen Tisch nicht lange an, sondern ich lange zu.
Der zweite Schritt: Ich genieße die Erfahrung, denn sie ist köstlich. Ich lasse sie andauern, und ich verweile bei ihr sekundenlang, und ich lasse meine Aufmerksamkeit nicht zu etwas anderem abgleiten. Denn je länger dieses Etwas im Gewahrsein gehalten wird, und je stärker es emotional stimulierend ist, umso mehr Neuronen feuern gemeinsam und verdrahten sich folglich und umso stärker ist die Spur im Gedächtnis.
Fokussiere ich auf meine Emotionen und Körperempfindungen, weil diese das Wesen des impliziten Gedächtnisses darstellen. Ich lasse die Erfahrung meinen Körper füllen, und lasse es so intensiv wie möglich tun Ist jemand gut zu mir, so lasse ich das Gefühl, dass ich Zuneigung bekomme, in meiner gesamten Brust Wärme verbreiten.
Ich achte besonders auf lohnende Aspekte der Erfahrung, wie gut es sich anfühlt, eine große Umarmung von jemanden zu bekommen, den ich liebe. Das Fokussieren auf diese Belohnungen erhöht die Ausschüttung von Dopamin, was es mir leichter macht, der Erfahrung weiterhin meine Aufmerksamkeit zu schenken, und wodurch deren neuronale Verknüpfungen im impliziten Gedächtnis gestärkt werden. Ich tue es nicht, um an den Belohnungen anzuhaften, was mich letztendlich zum leiden bringen würde, sondern vielmehr, um sie zu verinnerlichen, damit ich sie in meinem Inneren trage und nicht in der äußeren Welt suchen muss.
Ich kann eine Erfahrung auch dadurch intensivieren, dass ich sie bewusst bereichere. Wenn ich eine Beziehungserfahrung genieße, so kann ich andere Gefühle des Von-anderen-geliebt-Werdens wachrufen, was zur Stimulierung von Oxytocin, dem „Bindungshormon“ beiträgt und mein Verbindungsgefühl vertieft. Oder ich kann meine Gefühle der Befriedigung nach dem Abschluss eines anspruchsvollen Projekts verstärken, indem ich an einige Herausforderungen denke, die ich zu bewältigen hatte.
Der dritte Schritt: ich stelle mir vor oder ich fühle, wie die Erfahrung tief in meinen Geist und meinen Körper eindringt, sowie die Wärme der Sonne in ein T-Shirt, wie Wasser in einen Schwamm oder wie ein Juwel, das in einer Schatztruhe in meinem Herzen platziert wurde.Ich fahre damit fort, meinen Körper zu entspannen und die Emotionen, Empfindungen und Gedanken der Erfahrung aufzunehmen.
































































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