Mittwoch, 5. April 2017

Hauptpunkte

Hauptpunkte
Es haben sich drei grundlegende Strategien herausgebildet, die mir bei der Weitergabe meiner Gene behilflich sind: sie schaffen Trennungen, stabilisieren Systeme und nähern sich an Chancen bei gleichzeitigem vermeiden von Bedrohungen.
Doch diese Überlebenszwecke sind für Überlebenszwecken sehr wirksam, aber sie bringen mir auch Leiden.
Das Bemühen, Trennungen aufrechtzuerhalten,steht im Widerspruch zu den unzähligen Arten und Weisen, auf die ich in Wirklichkeit mit der Welt verbunden und von ihr abhängig bin. Doch als Folge davon kann ich mich auf subtile Weise isoliert, entfremdet oder überwältigt fühlen oder so, als läge ich mit dieser Welt im Kampf.
Werden die Systeme innerhalb meines Körpers, meines Geistes und meiner Beziehungen instabil, so erzeugt mein Gehirn unangenehme Signale der Bedrohung, weil sich alles verändert hat und diese Signale kommen immer wieder.
Meine Erfahrungen werden von meinem Gehirn mit einem Gefühlston ausgemalt, angenehm, unangenehm oder neutral, damit ich mich dem Angenehmen näher, das Unangenehme meide und beim Neutralen einfach weitergehe.
Aber ich habe mich im Besonderen so entwickelt, das ich unangenehmen Erfahrungen eine große Aufmerksamkeit schenke, doch diese Negativitätstendenz schafft in mir Angst und Pessimismus und sorgt dafür, das ich gute Nachrichten übersehe, und das die schlechten Nachrichten hervorgehoben werden.
Das Gehirn hat eine wunderbare Fähigkeit, denn es kann Erfahrungen simulieren, aber dafür gibt es einen preis, den ich zahlen muss, denn der Simulator reißt mich aus dem aktuellen Augenblick und bringt mich dazu, den Freuden hinterherzujagen, die aber so großartig gar nicht sind, und man muss sich Schmerzen erwehren, die aufgebauscht oder nicht real sind.
Das Mitgefühl für mich selber hilft mir, mein Leiden zu verringern.

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