Donnerstag, 30. März 2017

Vermeidung beinhaltet Leiden

Vermeidung beinhaltet Leiden
Mein Gehirn hat eine eingebaute „Negativitätstendenz“, die ich auf Vermeidung ausgerichtet habe. Doch diese Neigung bringt mich auf unterschiedlichste Art und Weise zum Leiden, denn sie ruft ein unangenehmes Hintergrundgefühl der Angst hervor, dass bei Menschen sehr intensiv sein kann, denn Angst erschwert zudem, die Aufmerksamkeit zum Zwecke der Selbsterkenntnis oder für die kontemplative Praxis nach innen zu richten, da mein Gehirn ständig am Absuchen ist, um sicherzustellen, dass es keine Probleme gibt. Aber die Negativitätstendenz fördert oder intensiviert auch andere unangenehme Emotionen wie Wut, Sorge, Depression, Schuldgefühl und Scham. Es werden Verluste und Misserfolge der Vergangenheit dargestellt, es werden gegenwärtige Fähigkeiten heruntergespielt und zukünftige Hindernisse werden aufgebauscht. Aber der Geist tendiert fortwährend dazu, ungerechte Urteile über den Charakter, das Verhalten und die Möglichkeiten eines Menschen zu fällen. Doch der Gewicht dieser Urteile kann mich sehr zermürben.

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