Freitag, 10. März 2017

Signale der Bedrohung

Signale der Bedrohung
Damit jedes meiner Systeme im Gleichgewicht bleibt, wird sein Zustand durch Sensoren registriert, und die Signale werden an Regulatoren gesendet, um das Gleichgewicht wiederherzustellen, wenn das System den zulässigen Bereich verlässt, so z.B. einen Ofen an- und auszustellen. Doch der größte Teil dieser Regulation geschieht außerhalb meines Gewahrsein. Aber einige zu Korrekturmaßnahmen aufgerufene Signale aber sind so wichtig, dass sie in das Bewusstsein aufsteigen. Wird es meinem Körper z.B. zu kalt, so fühle ich mich durch gekühlt, und wenn es zu heiß ist, so fühle ich mich, als wenn ich in einem Backofen wäre.
Diese erlebten Signale erlebe ich bewusst als unangenehm, und das zum Teil deshalb, weil ein Gefühl der Bedrohung mitgebracht, so einen Aufruf, das Gleichgewicht wieder herzustellen, bevor die Dinge zu schnell zu weit den rutschigen Abhang hinuntergleiten. Der Aufruf kann sanft kommen, mit einem Gefühl des Unbehagens, lautstark, mit Alarm, sogar mit Panik.
Es ist egal, wie er kommt, und dazu mobilisiert er das Gehirn, um das zu tun, was erforderlich ist um mich wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Die Mobilisierung geht mit den Gefühlen des Verlangens einher, denn diese reichen von stillen Sehnsüchten bis zu verzweifelten Zwangsgefühlen. Interessanterweise bedeutet das Wort „Verlangen“ in der Sprache des frühen Buddhismus „tanka“ und es bedeutet „Durst“. Das Wort „Durst“ drückt die Macht der Bedrohungssignale aus, es verursacht negative körperliche Reaktionen, so die Möglichkeit, zurückgewiesen zu werden. Bedrohungssignale sind deshalb wirksam, weil sie unangenehm sind, weil sie Leiden bringen, manchmal viel und manchmal wenig, und ich selbst will, dass sie aufhören.









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