Samstag, 11. Februar 2017

Eine beispiellose Gelegenheit

Eine beispiellose Gelegenheit
In den letzten zwanzig Jahren hat man mehr über das Gehirn gelernt als in der bisherigen gesamten Geschichte der Menschheit. Alles geringere als eine kontemplative Sicht des Lebens ist ein beinahe sicheres Programm zum Unglück sein.
Die Geschichte der Wissenschaft ist reich an Beispielen dafür, wie furchtbar es ist, zwei Sätze an Techniken, zwei Sätze an Ideen, die in unterschiedlichen Zusammenhängen im Streben nach neuer Wahrheit entwickelt wurden, miteinander in Berührung zu bringen.
Neue Forschungsgeräte haben in den letzten Jahrzehnten für einen enormen Zuwachs an Kenntnissen über den Geist und das Gehirn gesorgt, und somit habe auch ich mehr Möglichkeiten in meinem Leben glücklicher und erfolgreicher zu sein. In der Zwischenzeit ist das Interesse an den kontemplativen Traditionen angewachsen, deren Anhänger sich tausenden von Jahren mit dem Geist und dem Gehirn beschäftigt haben. Sie haben das System Geist/Gehirn zur Ruhe gebracht, um das leiseste Gemurmel zu bemerken, und ausgeklügelte Wege zu entwickeln, um es zu transformieren. Wenn ich mehr Glück, innere Stärke, Klarheit und Frieden verspüren möchte, dann ist es sinnvoll, dass ich die Techniken lerne, um dieses Ziel zu erreichen.
Wie die Wissenschaft ermuntert auch der Buddhismus mich dazu, nicht einfach zu glauben, sondern mich mit den detaillierten Vorstellungen vom Geist zu beschäftigen. Denn wenn ich mich mit dem Geist beschäftige, so komme ich in den traditionellen Bereich des Buddhismus, und den Lebensweisheiten der Menschheit.
Lerne ich eine Menge über die Gehirnzustände, die den gesunden Geisteszuständen zugrunde liegen, so lerne ich auch, wie ich diese Gehirnzustände aktivieren kann. Denn diese Entdeckung gibt mir die Fähigkeit, meinen eigenen Geist zu beeinflussen.
So kann ich meine Fähigkeiten nutzen, um Leid oder Funktionsstörungen zu verringern, mein Wohlbefinden zu erhöhen und meine spirituelle Praxis zu fördern.
Es sind die zentralen Aktivitäten des Weges, den ich als Pfad des Erwachens bezeichne, und mein Ziel besteht darin, die Gehirnforschung zu nutzen, um anderen und mir zu helfen, auf diesem Pfad gut und weit voranzukommen.


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