Samstag, 23. Juli 2016

München den 22.07.2016

München den 22.07.2016
Dieser Tag war für München, bayrische Landeshauptstadt, etwas außergewöhnlich, denn in den Nachmittagsstunden kam die Meldung herein, dass es am Olympia-Park eine Schießerei gegeben hat, ein Täter hätte dort von einer Schusswaffe Gebrauch gemacht. Im Fernsehen konnte man eine Menge von Polizeiwagen in Blaulicht sehen und viele Polizisten waren dort in Bewegung, aber etwas Genaues wusste keiner. Dann kamen noch Meldungen herein, dass auch am Stachus in München geschossen worden sei, und so ging man schon von mehreren Tätern aus, und schon entstand das Bild eines Terroranschlages durch den „IS“, was natürlich selbstverständlich war, denn zur Zeit gibt es häufiger Anschläge in Europa.
An diesem Tage dauerten die Nachrichtensendungen länger als sonst, denn es wurde laufend von München berichtet. Oft änderten sich Meldungen, aber im laufe der Zeit stellte sich heraus, dass es nur eine Schießerei in München gegeben hatte, und die anderen Meldungen seien alle falsch gewesen.
Der nächste Tag, der 23.07.2016, brachte dann endgültig die Gewissheit, dass es nur ein Täter war, und auch die Gewissheit, dass er 9 Menschen getötet hatte und sich selbst, Von diesen Menschen waren sieben Minderjährige also 14-jährige und 15-jährige Opfer, ein 21-jähriger und ein 45-jähriger. Der Täter selbst soll 18 Jahre alt gewesen sein. Der Täter hat sich nach Aussagen der Polizei selbst in den Kopf geschossen haben, und es war ein normaler Amoklauf eines jungen Menschen.
Das war die Bilanz des Nachmittags und des Amoklaufes. Was soll man dazu sagen? Eigentlich kann man nichts mehr sagen, außer dass man dieses Geschehen verabscheut und tief bedauert, aber für alle Opfer auch für den Täter, denn er ist auch ein Opfer, ein Opfer seiner Krankheit.
Hier erkennt man deutlich, dass man in diesem Fall im Vorfeld nichts erkennt, was später geschehen kann. Man sitzt mit dem Täter zusammen, trinkt Kaffee oder Tee, der zukünftige Täter erzählt einem noch, wie schön die gebrauchte Unterhose einer Frau riecht, und paar Minuten später beginnt er mit seinem Amoklauf, man selbst ist dann nur noch fassungslos.
Hinter diesem Amoklauf steckt kein Terroranschlag des „IS“, obwohl der Täter ein Moslem ist, aber mit einer religiös-motivierte Aktion hat diese Tat nichts zu tun. Jetzt steht nur ein kranker junger Mann im Visier der polizeilichen Ermittlung, wenn er sich nicht selbst getötet hätte, dann wäre er vermutlich in die Psychiatrie gekommen, weil er vermutlich nicht schuldfähig war, aber das ist das Leben und oft spielt uns das Leben einen Streich, aber diesmal mit zehn Toten und einen Schock, denn wir alle nicht so schnell vergessen werden.




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