Donnerstag, 30. Juni 2016

Von Moment zu Moment und zyklische Unbeständigkeit

Von Moment zu Moment und zyklische Unbeständigkeit
Die Fortführung soll man nicht mit Beständigkeit verwechseln, so auch, wenn sich die Welle in anderer Form fortsetzt, denn sie ist nur für einen Augenblick da, und dann ist sie fort.
Man kann Unbeständigkeit auf zweifache Weise verstehen: die erste ist die Unbeständigkeit in jedem Augenblick, die „Moment-zu-Moment-Unbeständigkeit“. Denn man sieht den Zerfall des Körpers jeden Tag. Doch jenseits der Vergänglichkeit und der Unbeständigkeit ist die Fortführung. Betrachtet man die Welle des Ganzen, so sieht man die zyklische Unbeständigkeit, es ist die zweite Form der Unbeständigkeit.
Man kan die kinematografische Natur des Bewusstseins erwähnen: sieht man einen Film, so sieht man seinen Anfang und sein Ende, und damit sieht man die zyklische Unbeständigkeit, denn der Film hat ein Ende. Aber andererseits besteht der Film aus einzelnen Bildern, die aufeinanderfolgen und den Eindruck vermitteln, es handelt sich um ein Ganzes also um ein Selbst, und so sieht man hier eine Von-Moment-zu-Moment-Unbeständigkeit. Und so sieht man auch hier beides: die zyklische Unbeständigkeit und die Von-Moment-zu-Moment-Unbeständigkeit.
Beim zyklischen „vipaka“ sieht man das Leben als Ganzes und man erkennt, dass das nächste Leben eine Auswirkung dieses Lebens sein wird, es ist zyklische Reifung, doch „vipaka“ geschieht von Moment zu Moment, und so ist dieser Augenblick die Reifung des vorangegangenen Augenblicks, z.B. was man vor einer Minute gelesen hat, hat eine Wirkung auf diesen Moment.
Ein Licht, das von einer Kerze ausgeht, erhellt die Umgebung also die Welt außerhalb der Kerze. In ähnlicher Weise bietet man sein Denken, Sprechen und Handeln an.
Alles was man denkt, was man sagt und was man tut, hat seine Wirkung auf unsere Umwelt und auf unser Inneres, denn man ist innerhalb und außerhalb des Körpers. Als Meditierender sieht man selbst innerhalb und auch außerhalb unseres Körpers. Kann man sich außerhalb des Körpers sehen, dann verfügt man über Einsicht, denn man wird innerhalb und außerhalb fortgeführt, weil jetzt und hier die dreifache Energie des Karma eine Wirkung hat.
Schafft man einen Gedanken, so hat dieser Gedanke eine Wirkung auf einem. Sobald man einen Gedanken des Mitgefühls und der liebenden Güte schafft, so empfängt jede Zelle des Körpers eine wundervolle Energie.
Ein hasserfüllter oder verzweifelter Gedanke hat dagegen eine negative Wirkung auf die Zellen des Körpers und auf das Bewusstsein. Man unterscheidet in zwei Arten von Handlungen: Handlungen, die schnell i das Hier und Jetzt zurückkehren, und Handlungen, die erst später zurückkehren.
Nicht-Körper-Elemente, die sich außerhalb des Körpers aufhalten sind der Körper und die Nicht-Selbst-Elemente, die sich außerhalb des Selbst aufhalten, ist man selbst. Man soll sich selbst betrachten, wenn man die Fortführung jenseits des Körpers erkennen will, muss man sich selbst zu sehen, denn alle wird fortgesetzt.
Kann man sehen, was im gegenwärtigen Moment geschieht, und kann was wissen, was im Augenblick geschieht, den man „Tod“ nennt? Denn es gibt eine Fortführung, doch wartet die Fortführung nicht bis zum Augenblick des Todes, um sichtbar zu werden. Doch die Fortführung beginnt genau hier und jetzt, denn man wird in jedem Augenblick wiedergeboren.


Dienstag, 28. Juni 2016

Keine Geburt und keinen Tod

Keine Geburt und keinen Tod
Man selbst ist verantwortlich, was man im Leben schafft, was man denkt, sagt und tut. Die Illustration eines Bildes kann sehr hilfreich sein.
Es ist die Manifestation einer Welle. Ein junger Mensch mit Energie, einer Menge Hoffnungen und Ambitionen, und so steigt die Welle der Jugendlichkeit auf und ab. Kommt man zum Kamm der Welle, so beginnt der Abstieg. Steigt die Welle an, so schafft man eine Art von kraft, doch diese Kraft ist von zweifacher Art, die kraft der Karma-Energie und die Kraft der greifenden Energie.
Steigt man als Welle ab, dann schafft man auch Kraft eins und zwei, denn die Energie ist dynamisch, es ist der Grund der Manifestation in dieser Form und der Manifestation der Umgebung dieser Form.
Betrachtet man die Meeresoberfläche, so denkt man: ist das Aufsteigen der Welle die Geburt (der Beginn) und das Absteigen der Tod (das Ende). Wenn man die Kräfte näher betrachtet, erkennt man, dass die Welle nicht aus nichts heraus entstanden ist. Es gibt eine Kraft, die die Welle emporhebt. Ist eine Kraft vor der sogenannten Geburt der Welle vorhanden, so war sie schon in der Vergangenheit da.
Als Mensch ist man eine Fortführung einer anderen Welle in der Vergangenheit, denn es muss eine Welle gegeben haben, die kräftig hoch gedrückt hat, und deshalb wurde der Mensch geboren. Das Emporsteigen der Welle ist ihr Fortführungstag, und wenn sich die Welle auflöst, stirbt sie nicht, es geht nichts verloren.
Das Verständnis von Fortführung ist kein Widerspruch von der Unbeständigkeit nach der buddhistischen Lehre. Wenn man glaubt, dass es eine Seele gibt, die immer gleich bleibt, den Körper verlässt und im anderen Körper in Raum und Zeit eintritt, so hat man sich in der Vorstellung eines beständigen Selbst verfangen. Doch Buddha bestätigt: es geht nichts verloren, es wird nichts ausgelöscht, aber es bleibt nichts für immer das Gleiche.
Untersuucht man die Worte „Geburt“ und „Tod“, so glaubt man, dass es von Geburt eine Wirklichkeit jenseits der Erscheinungsform gibt, und von Tod eine Wirklichkeit jenseits der Erscheinungsform gibt. Man denkt, dass Geboren werden bedeutet, dass man aus dem Nichts plötzlich zu Etwas wird. Es ist die normale Vorstellung von Geburt, man existiert nicht und plötzlich existiert man. Bevor das Ding die Form annimmt, war sie vorher schon da. Wenn der Gegenstand seine Form annimmt, dann kommen viele Dinge zusammen. Der Augenblick, den wir Geburt nennen, ist der Augenblick der Fortführung.
Da niemand und nichts wirklich geboren wird, wird auch niemand und nichts sterben. Der Moment der Empfängnis ist nicht der Moment der Existenz, denn man hat schon vorher existiert, denn man ist nicht aus dem Nichts gekommen, also ist man eine Fortführung, sowie der Fluss auf der Erde eine Fortführung der Wolke am Himmel ist, denn der Fluss wurde nicht geboren, er ist eine Fortführung der Wolke.
Das Wort „Tod“ bedeutet für uns Menschen „Angst“, weil man an die Auslöschung des Selbst denkt, denn man denkt, dass man aus Etwas zu Nichts wird.
Es gibt keine „Geburt“ und keinen „Tod“, denn beides ist eine Fortführung von dem was schon da war, denn alles was man denkt, sagt und tut ist eine Fortführung, denn es gibt keinen Transfer von hier nach dort.






Montag, 27. Juni 2016

Dreifaches Karma

Dreifaches Karma
Das Karma ist von dreifacher Art sowie Gedanken, Worte und körperliche Handlungen. Ist es unwissenschaftlich, wenn man sagt, nach der körperlichen Auflösung bleibt nichts übrig, denn nichts wird geboren und nichts kann sterben. Doch was geschieht, nachdem sich der Körper auflöst? Doch durch die Gedanken, die Worte und körperlichen Handlungen wird es fortgesetzt. Wird man wissen, wie man in Zukunft sein wird, wenn man die drei Handlungen betrachtet?
Man muss nicht erst sterben, sondern man sieht es jetzt, denn man schafft sich selbst, d.h. Man schafft seine Fortführung, denn jeder Gedanke, jedes Wort und jede Handlung trägt die eigene Unterschrift.
Wenn man etwas schafft, so sit es schon in Richtung Zukunft und hat eine Kette von Aktionen und Reaktionen geschaffen. Wenn man etwas Negatives geschaffen hat, so kann man die durch neue Handlungen in Form von Gedanken, Worten oder Handlungen, die negativen Handlungen ändern.
Wenn man zu sich selbst zurückkehrt, so hat man die Macht, die Fortführung zu formen. Die Fortführung ist nichts Zukünftiges, sondern geschieht hier und jetzt, und daher hat man die Souveränität, die Zukunft zu bestimmen. Schafft man etwas Gutes, so kann man damit fortfahren, mehr Gedanken, Worte und Handlungen derselben Art zu schaffen. Sollte man etwas Negatives schaffen, so muss man etwas Positives schaffen, denn freier Wille ist möglich.
Wenn man einen anderen Menschen als negativ bezeichnet, und man will es korrigieren, so muss man aus Einsicht, Mitgefühl und Liebe etwas Positives sagen, dass das Negative berührt, so geschieht in einem eine Heilung, denn auch diese Handlung trägt die eigene Unterschrift. Mit Gedanken, Worten und Handlungen entscheidet man die Zukunft. Ein guter Gedanke hat einen heilenden Effekt auf Körper, Geist und Welt.
Schafft man die Gedanken von Wut, Hass oder Verzweiflung, so ist das der Gesundheit und dem Wohle der Welt nicht zuträglich. Auf das was man denkt, sollte man die Aufmerksamkeit lenken, denn das spielt eine Rolle.
Die Abhängigkeit von der Umgebung, in der man lebt und worauf man die Aufmerksamkeit richtet, das hat die größere Chance, gute Gedanken zu schaffen und in die richtige Richtung zu gehen. Für jeden Gedanken, den man schafft, ist man selbst verantwortlich, er ist die Fortführung, die Essenz des Seins, des Lebens und einmal geschaffen, setzt sich fort und kann nie verloren gehen, Die Gedanken sind eine Art von Energie und löst eine Kettenreaktion aus, und deshalb soll man gute Gedanken schaffen.
Man weiß, man kann Gedanken des Mitgefühls, des Verstehens, der Brüderlichkeit, der Geschwisterlichkeit und Nichtunterscheidung schaffen, sie sind die Unterschrift und die eigene Zukunft und können nicht verloren gehen. Der Gedanke des Mitgefühls, des Verstehens, der Brüderlichkeit und der Liebe hat die Macht der Heilung des Körpers, des Geistes und der Welt, denn der freie Wille kann diese Gedanken schaffen.
Die Worte können Verstehen, Liebe und Vergebung ausdrücken, die rechte Rede hat die heilende Wirkung und die Macht zur Heilung und Information. Mit der rechten Rede kann man Mitgefühl, Empathie, Liebe und Vergebung ausdrücken, und sie weist in die Richtung Vergebung, Verstehen und Mitgefühl. Doch manchmal hat man das Gefühl, keinen freien Willen und keine Kontrolle zu haben.








Sonntag, 26. Juni 2016

Die Handlungen von Geist, Sprache und Körper

Die Handlungen von Geist, Sprache und Körper
Man kann das Speicher-Bewusstsein auch als Reifungs-Bewusstsein bezeichnen, das bedeutet, das Reifen einer Frucht. Die Natur einer Frucht unterliegt der Wandlung und Reifung, zuerst ist sie klein, grün und sauer, dann wird sie groß und süß und hat einen Kern.
Man glaubt, man bewegt sich durch Raum und Zeit auf die Zukunft zu, und dass wir jetzt, wir selbst sind und dass man an einem Punkt der Zukunft angelangt ist, wo man immer noch wir selbst sind, aber das entspricht nicht der Wirklichkeit, weil wir uns fortwährend verändern. Als wir ein Baby waren, waren wir klein und wogen einige Pfund, als Erwachsene sehen wir anders aus, sind größer und schwerer, weil wir uns verändert haben.
Wenn wir uns selbst als Wolke visualisieren, so können wir die Natur einer Wolke selbst betrachten und untersuchen. Wir sehen, wie sich die Wolke selbst gebildet und manifestiert hat. Das Wort „Wolke“ kann die Vorstellung von dieser oder jener Wolke hervorbringen, aber die Wolke ist nicht jene Wolke oder jener Wind oder jener Sonnenschein oder auch jenes Wasser.
Wenn man sich vorstellt, ein Teil der Wolke wäre Regen, und man schaut vom Himmel herab und sieht sich als Wasser. Die Wolken schließen sich zu großen Wolken zusammen, und man beginnt mehr von der Wirklichkeit einer Wolke und des Selbst zu verstehen, und man erkennt, dass man als Wolke in eine Manifestationsform übergegangen ist.
In jedem Augenblick unseres Lebens empfangen wir etwas aus unserer Umgebung, denn wir empfangen Luft, Nahrung, Bilder, Geräusche und kollektive Energien. In jedem Augenblick unseres Lebens nehmen wir Nahrung in Form von Speisen auf, sinnliche Eindrücke, Gedanken, Erziehung und kollektives Bewusstsein, aber zur selben Zeit geben wir Energie ab in Form von Denken, Sprechen und Handeln, aber wir produzieren gleichzeitig Gedanken, Worte und Handlungen, und so sind wir die Summe unserer Handlungen, denn Handlung und Tat kann sich in Gedanken, Worten und körperlichen Handlungen ausdrücken, und das zielt in Richtung Zukunft.
Unsere Handlungen beschränken sich nicht nur auf unseren Körper, sondern beeinflussen auch die Gefühle. Schauen wir als Wolke hinunter, so erkennen wir, dass wir in die Zukunft gegangen sind. Auch kann man nicht sagen, dass man nicht mehr da ist, wenn sich der Körper aufgelöst hat, denn er setzt sich in vielfältiger Wiese fort.








Die Handlungen von Geist, Sprache und Körper
Man kann das Speicher-Bewusstsein auch als Reifungs-Bewusstsein bezeichnen, das bedeutet, das Reifen einer Frucht. Die Natur einer Frucht unterliegt der Wandlung und Reifung, zuerst ist sie klein, grün und sauer, dann wird sie groß und süß und hat einen Kern.
Man glaubt, man bewegt sich durch Raum und Zeit auf die Zukunft zu, und dass wir jetzt, wir selbst sind und dass man an einem Punkt der Zukunft angelangt ist, wo man immer noch wir selbst sind, aber das entspricht nicht der Wirklichkeit, weil wir uns fortwährend verändern. Als wir ein Baby waren, waren wir klein und wogen einige Pfund, als Erwachsene sehen wir anders aus, sind größer und schwerer, weil wir uns verändert haben.
Wenn wir uns selbst als Wolke visualisieren, so können wir die Natur einer Wolke selbst betrachten und untersuchen. Wir sehen, wie sich die Wolke selbst gebildet und manifestiert hat. Das Wort „Wolke“ kann die Vorstellung von dieser oder jener Wolke hervorbringen, aber die Wolke ist nicht jene Wolke oder jener Wind oder jener Sonnenschein oder auch jenes Wasser.
Wenn man sich vorstellt, ein Teil der Wolke wäre Regen, und man schaut vom Himmel herab und sieht sich als Wasser. Die Wolken schließen sich zu großen Wolken zusammen, und man beginnt mehr von der Wirklichkeit einer Wolke und des Selbst zu verstehen, und man erkennt, dass man als Wolke in eine Manifestationsform übergegangen ist.
In jedem Augenblick unseres Lebens empfangen wir etwas aus unserer Umgebung, denn wir empfangen Luft, Nahrung, Bilder, Geräusche und kollektive Energien. In jedem Augenblick unseres Lebens nehmen wir Nahrung in Form von Speisen auf, sinnliche Eindrücke, Gedanken, Erziehung und kollektives Bewusstsein, aber zur selben Zeit geben wir Energie ab in Form von Denken, Sprechen und Handeln, aber wir produzieren gleichzeitig Gedanken, Worte und Handlungen, und so sind wir die Summe unserer Handlungen, denn Handlung und Tat kann sich in Gedanken, Worten und körperlichen Handlungen ausdrücken, und das zielt in Richtung Zukunft.
Unsere Handlungen beschränken sich nicht nur auf unseren Körper, sondern beeinflussen auch die Gefühle. Schauen wir als Wolke hinunter, so erkennen wir, dass wir in die Zukunft gegangen sind. Auch kann man nicht sagen, dass man nicht mehr da ist, wenn sich der Körper aufgelöst hat, denn er setzt sich in vielfältiger Wiese fort.








Samstag, 25. Juni 2016

Möglichkeit des freien Willens

Die Möglichkeit des freien Willens
Wenn man geht, dann befiehlt man seinen Füssen nicht zum Gehen, sondern das Gehen erfolgt natürlich und spontan. Folgt dann die Achtsamkeit noch dazu, so folgt sie dem geschehen immer etwas nach.
So kann man sich die Frage stellen: „Ist das Geist-Bewusstsein eine Marionette des Speicher-Bewusstseins?“ Wäre unser unser Geist-Bewusstsein nur eine Marionette, dann würde es bedeuten, dass die Entscheidungen auf der Ebene des Speicher-Bewusstseins getroffen werden, auf der fortwährend Verarbeitung und Lernen stattfindet. Doch haben wir einen freien Willen oder nicht?
Wenn man die Achtsamkeit praktiziert, dann ist auch ein freier Wille möglich, denn man nutzt Achtsamkeit und Konzentration, um Einsicht zu erlangen, und aufgrund dieser Einsicht kann man Entscheidungen treffen, die in der wahren Natur der Dinge gründen.
Also sind sie nicht nur Marionette des Speicher-Bewusstseins, sondern man besitzt auch Souveränität, und man nutzt sie, um die positiven Samen im Speicher-Bewusstsein zu wässern, denn die Zukunft hängt vom Wert des Speicher-Bewusstseins ab.






Freitag, 24. Juni 2016

Zwei violette Blumen

Zwei violette Blumen
Die Wunder des Lebens sind stets gegenwärtig wie der blaue Himmel, die weißen Wolken, die Flüsse, der Regen, die Blumen, die Vögel, die Bäume, die Kinder usw.
Vor zwei Tagen sah ich während einer Geh-Meditation zwei violette Blumen im Gras, und ich blieb stehen und betrachtete die Blumen und meine Gedanken wanderten in meine Kindheit zurück.
Ich war damals klein so etwa 5 Jahre alt, und es tobte noch der zweite Weltkrieg und es ging dem Kriegsende zu. Und jetzt stand ich plötzlich vor zwei so wunderschönen Blumen. Ich kniete mich nieder und betrachtete sie noch genauer, und in meinem Kopf formten sich Gedanken: „Diese Blumen sind wunderschön.“ Und ich ahnte in diesem Augenblick, dass etwas in mir vorging, das mich mein ganzes späteres Leben führen würde
ich sah mich um und dachte: „Wem kannst du diese schönen Blumen bringen und schenken?“ Ich würde die Blumen meiner Frau bringen.
Ich pflückte die beiden Blumen, richtete mich auf und setzte meinen Weg fort, um die Blumen meiner geliebten Frau zu übergeben. Und bei der Übergabe der Blumen küsste ich meine Ehefrau und dachte dabei, an die wunderschönen 52 Jahre Ehe, die wir miteinander verlebt hatten.
Wenn wir achtsam sind und die Wunder des Lebens tief berühren, dann halten wir uns in den Wundern des Lebens auf. Allein das Leben ist schon ein Wunder, auch wenn wir Menschen uns auch das Leid antun, aber gibt es eigentlich ohne Leid auch Glück?
Wir neigen oft dazu, die Erde sei voller Unglück und Leiden, aber wir selbst produzieren mit unseren Gedanken oft dieses Unglück und Leiden. Manche sind der Meinung, dass das Leid und das Glück einander durchdringen, damit man das Glück besser erkennt, besonders vor dem Hintergrund des Leides.
Doch wenn man tiefer in das Leben schaut, so erkennt man sehr schnell, dass das Glück nur möglich ist, wenn wir Verstehen und Mitgefühl haben, denn ein glücklicher Mensch ist ein Mensch mit großem Verstehen und umfassendem Mitgefühl.
Also ein Mensch voller Verstehen und Mitgefühl leidet nicht, sondern ist glücklich.
Wenn man als Kind das Verstehen und das Mitgefühl nicht entwickeln kann, so sind wir mit dem Leiden nicht in Berührung gekommen.
Das Leiden habe ich als kleines Kind in meiner Heimat in Osteuropa verspürt, und so habe ich auch das Wunder des Lebens betrachtet sowie die beiden violetten Blumen.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Nondualismus bringt Gewaltlosigkeit hervor

Nondualismus bringt Gewaltlosigkeit hervor
Neurowissenschaftler erkennen alles als verbundene Teile einer Wirklichkeit, aber andere folgen eher einen Dualismus.
Denn es geht um die Frage:“ Sind Gehirn und Geist ein Ding oder zwei getrennte?“ Denn es besteht der Glaube, dass es zwei getrennte Dinge sind, und es wird auf dieser dualistischen Grundlage gefragt: „Wie können objektive neurologische Vorgänge in subjektives Bewusstsein transformiert werden?“
Doch dann gibt es wieder welche Wissenschaftler, die davon ausgehen, das Gehirn und Geist dasselbe wären, aber eigentlich kann man die Dinge weder als gleich noch als verschieden ansehen. Nimmt man die folgende Art von Betrachtung: Wenn jemand geboren ist, dann ist er sehr klein, aber anschließend wächst er , wird groß und größer, und er hat sich in vielfältige Weise verändert. Während seines Lebens ist er nicht dieselbe Person geblieben, aber es sind auch nicht verschiedene Personen. Betrachtet man die Wirklichkeit, so sieht man die Wahrscheinlichkeit von „weder gleich noch verschieden.“ Fragt man sich: „Bin ich eins mit dieser Person oder Verschieden?“
Die Antwort ist:“Weder die gleiche Person noch eine verschiedene, sondern nur die Fortführung.“
Das dualistische Denken kann in die Irre führen und die Überzeugung fördern, dass das Gute und Böse Feinde sind, und das Gute stets das Böse bekämpfen müsse, doch diese Sicht verursacht Leid und Zerstörung.
Der Zorn hat eine organische Natur wie die Liebe, das Leid und das Glück, denn die sind auch organisch und bedingen einander. Sieht man die Blumen und den Abfall, so sieht man im Abfall nicht den Feind, sondern den Freund, denn der Abfall wird kompostiert und so zur Ernährungsgrundlage . Es ist das dualistische Verhältnis zwischen Blume und dem Abfall.
Wir wissen, dass Leid, Hass und Angst organisch bedingt sind, und wir laufen nicht davor weg. Aber wir wissen auch, man kann sie in der Praxis transformieren, und so können sie das Glück und Wohlergehen nähren.Die Meditation gründet in der Einsicht in Nicht-Dualität von ut und Böse, Leid und Glück, den Umgang mit dem Leiden gewaltlos. Akzeptiert man in Wirklichkeit die nicht-dualistische Natur, so wird das Leben gewaltfreier. Man hat nicht mehr das Bedürfnis , Wut und Angst zu bekämpfen, denn man erkennt selbst, dass man Wut und Angst selbst ist.Man sollte versuchen, damit auf liebevolle Weise umzugehen, in Form von Transformation und Sich-Kümmern. Denn Angst und Zorn sollen sich in Liebe und Mitgefühl umwandeln, und so bringt die nicht-dualistische Meditation den gewaltfreien Weg der Praxis hervor.
Man soll den Körper und die Gefühle auf gewaltfreie Wiese behandeln, denn in dualistischer Sicht verfängt man sich, und man wird leiden, denn man wird auf seinen Körper und seine Gefühle wütend sein.
Man wird nach Ausschau halten, was einem davor bewahren muss , mit dem Leiden des Körpers und der Gefühle in Berührung zu kommen. Doch kann Glück ohne Leid sein?
Die Aussage: Man sei auf unserer Seite oder auf die Seite der Terroristen, ist eine dualistische Aussage, denn es heißt: „Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns.“ Man könnte auch sagen: „Wer nicht für Buddha ist, der ist gegen Buddha.“ Aber Buddha war ein Lebewesen, sowie er es immer lehrte, und wenn man gegen Buddha ist, dann ist man gegen das Lebewesen. Die Meditation darf nicht länger individuell praktiziert werden, sondern sie müsste in einer Gemeinschaft der Menschen praktizieren, um den wirklichen Frieden zu wollen, denn man muss die Wirklichkeit auf eine Wiese kennen, die keine Trennung kennt.
Man soll sich in nicht-dualistischer Sicht üben, um Menschen glücklich zu machen. Denn Sicherheit und Frieden sind keine individuelle, sondern eine kollektive Angelegenheit, denn es geht um das Wohl der Menschheit. Man muss anderen Menschen helfen, dabei spielt der Glaube und die Hautfarbe keine Rolle, denn wir sind alle Menschen, aber wenn wir uns in der arroganten dualistischen Sicht verfangen, dann zerstören wir uns und die ganze Welt.

Sonntag, 19. Juni 2016

Das Spezielle

Das Spezielle
Die nächste reflektierende Untersuchung bedeutet das „Spezielle“ oder das „Besondere“. Es ist das „Universelle“ also ein allgemeines Kennzeichen und damit eine Erscheinungsform.
Wenn man die Blume betrachtet, dann sieht man als allgemeines Kennzeichen „Blume“, denn man sieht es im Bereich der Abbilder. Doch wenn man näher hinschaut, dann sieht man die Besonderheiten, das Universelle, was sich manifestiert.
Ein Haus ist ein Ding, und sieht man das Haus, so nimmt man das allgemeine universelle Kennzeichen „Haus“ wahr und man nennt es „Haus“. Doch wenn man tiefer sieht, so erkennt man die Elemente Sand, Zement, Holz, Glas, Nägel und all die anderen Dinge, die zusammen gekommen sind, um das Haus möglich zu machen.
Und so erkennt man das Universelle, das Allgemeine, denn es besteht aus dem Besonderen, dem Speziellen.
Man nennt jemanden Heinrich oder Gerda, aber sie bestehen aus fünf Elementen Körper, Gefühle, Wahrnehmungen, geistige Gebilde und Bewusstsein. Und schaut man tiefer, so sieht man, wie die vielen Besonderheiten zusammenfanden, um die Erscheinungsform des Universellen, Allgemeinen zu ermöglichen.
Man betrachtet das Besondere, das Spezielle und erkennt, dass es eine konventionelle Bezeichnung ist und nichts Eigenständiges und Abgetrenntes mit individueller Existenz. Betrachtet man die besonderen speziellen Erscheinungsformen eines „Ichs“ oder „Selbst“ oder eines „Dings“, lässt sie sich nicht täuschen.
Man erkennt, dass es nicht nur eine universelle allgemeine Kennzeichnung konventionellen Bezeichnung ist, sondern dass es die besondere spezielle Erscheinungsform einer Sammlung konventioneller Bezeichnungen ist. Diese Erkenntnis hilft, sich vom Ergreifen von Namen, Selbst und Dingen zu befreien und die Natur zu berühren, damit man die Natur erfahren kann.

Samstag, 18. Juni 2016

Konventionelle Bezeichnung

Konventionelle Bezeichnung
Es gibt eine weitere Untersuchung: es ist die dritte reflektierende Untersuchung, die man konventionelle Bezeichnung nennt, d.h.dass man so etwas benennt.
Nimmt man z.B. eine Geburtsurkunde, die die Geburt eines Kindes bezeugt, aber man schaut tiefer , so erkennt man, dass es keine Geburt gibt, weil das Kind nur die Fortführung von Vater, Mutter und den Ahnen ist, denn das Kind ist nur ein neuer Beginn, aber die Geburt ist eine konventionelle Bezeichnung, und man soll sich in der Vorstellung von Geburt nicht mehr verfangen.
Praktizieren wir eine Sitzmeditation, so sind wir überzeugt und stimmen darin überein, die Richtung über unseren Kopf ist oben und die andere ist unten, und so haben wir uns in die Vorstellung von oben und unter verfangen.
Unsere japanischen Freundinnen und Freunde auf der anderen Seite der Erde sitzen so wie wir, aber ihr Oben ist in Wirklichkeit Unten und Ihr Unter in Wirklichkeit ist Oben.
Was sind die rechte und die linke Seite? In Wirklichkeit gibt es keine rechte und linke Seite, weil es konventionelle Bezeichnungen sind.
Wenn man der Sohn ist, so ist man nicht der Vater. Doch es gibt den Sohn, wenn es den Vater gibt. Man glaubt, der Sohn etwas Verschiedenes vom Vater, und er könne außerhalb des Vaters existieren, doch das ist nicht der Fall.
Eines Tages bekommt man als Sohn selbst einen Sohn und wird Vater, so sind Vater und Sohn konventionelle Bezeichnungen und hängen in ihrer Existenz voneinander ab. Ich, Selbst und Dings sind konventionelle Bezeichnungen, die aus sich heraus existieren. Es ist in Ordnung, „Buddha“ Buddha zu nennen oder „Osama Bin Laden“ Osama Bin Laden, doch man sollte wissen das Buddha aus Nicht-Buddha-Elementen und Osama Bin Laden aus Nicht-Osama Bin Laden-Elementen besteht.
Und das Gleiche besteht für Bush, den ehemaligen US-Präsidenten. Betrachtet an Bush näher, so erkennt man, aus was er gemacht ist. Man erkennt seinen evangelikalen, geografischen, kulturellen und religiösen Hintergrund. Hat man das nicht gesehen, so hat man Bush nicht gesehen. Hat man verstanden, woraus jemand gemacht wurde, so versteckt man, dass es eine konventionelle Bezeichnung ist. Geht man zu dritten Untersuchungsebene über, so erkennt man das wechselseitige Miteinander-Verbunden sein zur Natur.
Wenn man eine Blume betrachtet, so sieht man, dass sie aus Nicht-Blumen-Elementen besteht. Gleichzeitig erkennt man, dass es ein wechselseitiges Durchdringen gibt, denn alle durchdringen sich miteinander.
Betrachtet man den Menschen, so erkennt man, dass er aus vielen Zellen besteht und jede Zelle trägt die Gesamtheit der Genetik in sich. Sollte man die Worte Vater, Mutter und zur selben zeit Sohn und Tochter benutzen, so soll man sich erinnern, dass man beides zur selben Zeit ist.

Freitag, 17. Juni 2016

Bedeutung des Wortes

Die Bedeutung des Wortes
Was bezieht sich auf die Bedeutung des Wortes in Bezug auf „Ich, Selbst, Ding, Vater, Tochter, Buddha, Sokrates, Saddam Hussein und Jaeques“, und „Sie, ihr, wir, denn alle werden Selbst genannt, und jedes Selbst hat einen Namen, es ist die zweite reflektierende Untersuchung.
Jemand wurde bei einer Friedensdemonstration 1966 befragt: „Ob er aus dem Norden oder dem Süden von Vietnam komme?“ Doch Nord und Süd sind zwei Namen, die im Geiste bei den Reportern zwei Schubladen bilden. Der Norden bedeutete „Pro-Kommunismus“ und der Süden bedeutete „Anti-Kommunismus“. Aber dieser Befragte entschied sich für das Zentrum von Vietnam.
Für die Reporter, die ihre Vorstellungen und ihre Ideen hatten, waren von der Antwort verwirrt.
Präsident Bush soll zu Beginn des Irakkrieges gesagt haben: „Entweder ihr seid auf unserer Seite oder auf Seiten der Terroristen.“ Hier wird klar angedeutet: wer nicht auf unserer Seite ist, ist gegen uns und wird als unser Feind vernichtet.
Bush glaubte: dass es nur Terroristen und Anti-Terroristen gab, und er dachte, er würde auf Seiten der Anti-Terroristen sein, denn er war von einer edlen Mission überzeugt, der Welt Frieden und Zivilisation zu bringen.
Eine derartige Überzeugung erbringt eine Menge von Energie, doch man weiß, dass es sehr gefährlich sein kann, sich in Worten zu verfangen und im Glauben sicher zu sein.
Man kennt es bereits, dass man immer bereit ist, die Dinge mit Namen und Konzepten zu belegen.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Die vier reflekterenden Untersuchungen

Die vier reflektierenden Untersuchungen
Spricht man von einem Ort, so schafft man in seinem Geist eine Vorstellung des Ortes. Man kann tiefer in Vorstellungen und Abbilder hineinschauen, um die Wirklichkeit in einem zu berühren. Wenn man es tun will, so muss die Natur der Namen, die man den Dingen gibt, näher untersuchen. Es gibt die vier reflektierenden Untersuchungen, die hier bedeuten, bei den Untersuchungen nicht geistig-intellektuell vorzugehen, sondern man muss mit den Dingen in Berührung kommen, um zu sehen, wie sie wirklich sind. Man soll tief schauen, sich von den Namen der Dinge nicht täuschen lassen, denn nur so entdeckt man die wirkliche Natur.
Schaut man in die Wirklichkeit eines Dinges mit bestimmten Namen hinein, dann sollte man es so sehen wie es ist und sich keine Vorstellungen darüber machen. Man übt sich darin, sich nicht vom Namen beeinflussen zu lassen, denn wenn man darin verfangen ist dann sieht man nicht die Wirklichkeit.
Wenn man z.B.das Wort „Wolke“ hört, so bringt der Klang „Wolke“ ein Blick, ein Zeichen, eine Form mit Farbe in einem hervor, aber es können auch Gefühle und Gedanken hervorgebracht werden, wenn man den Namen betrachtet und nur den Namen sieht, so sieht man nur den Namen als Namen.
Hier möchte ich die Frage stellen: „Ist das Bewusstsein eines Embryos genau dasselbe Bewusstsein wie das eines Sterbenden? Ist es das gleiche Bewusstsein oder ist es verschieden?“
Und so entsteht die Frage von Gleichheit und Verschiedenheit. Ist es dieselbe Person, die verstorben ist oder ist es eine andere? Man ist zwar nicht die Gleiche, aber man ist nicht zwei verschiedene Dinge.
Man soll sich nicht in die Vorstellung der Gleichheit oder Verschiedenheit verfangen. Man hat den gleichen Namen, jetzt und als Baby, aber man entwickelt sich ein ganzes Leben lang und so ist man verschieden. Man betrachtet die Wirklichkeit nicht unter dem Aspekt der Gleichheit und Verschiedenheit, und wenn man die Wiedergeburt auf diese Weise versteht, so ist man im Einklang mit dem buddhistischen Denken.
Eine Frau gab einer anderen Milch zur Aufbewahrung und wollte dann einen Tag wegbleiben, aber sie blieb viele Tage weg. Als sie zurückkam, war aus der Milch Jogurt geworden, und sie war der Meinung: es sei nicht ihre Milch, weil es jetzt etwas anderes sei.
Doch die Frau sah nicht die Wahrheit, obwohl Jogurt und Milch sind nicht das Gleiche, sie sind auch nicht unterschiedlich.

Dienstag, 14. Juni 2016

Bereiche der Wahrnehmung in Träumen

Bereiche der Wahrnehmung in Träumen und im Bereich der Kreativität
In Träumen ist man meist im Bereich der bloßen Vorstellungen. Man benutzt nicht seine Augen, seine Ohren, seine Nase oder seine Zunge, doch man sieht, hört und spricht im Traum. Man sieht alles, sogar seltsame Lebewesen. Man kann einen krieg und dabei Bomben fallen sehen, aber man sieht auch Menschen sterben. Man kann sogar jemanden küssen und lieben, doch es ist niemand da, es ist keine Wirklichkeit, nicht einmal eine Repräsentation oder Abbilder. Eigenartig ist es nur, man hält den Traum wahr als etwas Wirkliches, man weint, lacht und reagiert auf vielfältige Weise wie Verzweiflung, Hass, Zorn, denn diese geistigen Gebilde stellen sich im Traum ein, wenn man Dinge sieht, hört und wahrnimmt.
Wenn man sich genau betrachtet, dann kann man erkennen, dass auch die Bereiche der Abbilder und der Wirklichkeit-an-sich während des Traums intervenieren. Wenn man vielleicht träumt, in einer Bäckerei zu gehen oder träumt im eiskalten Wasser zu baden, so träumt man vom Bereich der Vorstellungen und der Wirklichkeit.
Wenn man mit jemandem im Bett schläft, so träumt man von einem Geist, der auf einem sitzt, und man versucht, sich von diesem Geist zu befreien.
Die drei Bereiche der Wahrnehmung sind miteinander verbunden. Aus dem Bereich der Wirklichkeit erwächst der Bereich der Abbilder, und so erwächst der Bereich der Vorstellungen aus dem Bereich der Abbilder und dem Bereich der Wirklichkeit,und so kann er auch einiges von deren Substanzialität haben.
Es gibt zwei Arten im Bereich der bloßen Vorstellungen, solche mit Substanz und ohne. Man muss sich einmal vorstellen, man unterhält sich mit jemandem im Traum, den man gut kennt, es ist eine bloße Vorstellung mit Substanz. Aber sieht man im Traum eine Person, die man nicht kennt und noch nie getroffen hat, so kann diese Person eine Kombination verschiedenster Elemente sein.
Sieht man einen fliegenden Elefanten, si ist es eine Kombination, man hat etwas von hier und da genommen, und so schafft man sich eine Kreatur des Geistes, so dass man in dieser eine Kreation des Geistes schafft, und indem man die Freiheit, die Fantasie und ein Abbild aus dem Bereich der Abbilder benutzt.
Man benutzt den Bereich der Abbilder und den Bereich der Wirklichkeit, um etwas zu schaffen, das bisher nicht existierte. Was man erschafft, hängt vom Visualisierungs- und Imaginationsvermögen ab.
Das Geist-Bewusstsein hat die Fähigkeit, schöpferisch zu sein und etwas zu erschaffen, nicht nur Kunstwerke, sondern die Welt, in der wir leben.

Montag, 13. Juni 2016

Die Mutter des Buddha

Die Mutter des Buddha
Auch wenn man ein großer Meister der Meditation ist, und man hat vielen Menschen die Meditation gelehrt, so kann man auch als Meister von anderen Menschen lernen. Man lernt von Buddhisten, aber auch von Nicht-Buddhisten.
Wenn man einen Menschen sucht, ihn aber nicht findet, so hört man auf mit dem Suchen, sondern setzt sich hin, praktiziert achtsames Atmen und Visualisiert, dann wird der Gesuchte erscheinen.
Doch erwächst aus der Tiefe der Erde eine Lotosblüte empor, und auf einem der Blütenblätter sitzt der Gesuchte. Dieser Gesuchte spricht mit einem, aber fragt nicht danach, wie hast du mich gefunden.
Ist es eine geistige Vorstellung, dass der Gesuchte plötzlich erscheint, ist es eine Wirklichkeit oder nur geistige Vorstellung?
Geistige Vorstellungen habe ich auch schon in einer Meditation gehabt, aber man muss ständig üben, um geistig in eine Meditation zu kommen, um im Geiste und mit dem Geist arbeiten zu können.


Sonntag, 12. Juni 2016

Drei Bereiche der Wahrnehmung

Die drei Bereiche der Wahrnehmung
Buddha sagte:
Alle zusammengesetzte Dinge sind wie ein Traum.
Ein Phantom, ein Tautropfen, ein Blitz.
So meditiert man über sie,
so betrachtet man sie.
Es gibt drei Objektarten, die man Wahrnehmen kann oder von drei Bereichen der Wahrnehmung. So haben die Augen, die Ohren, die Nase und so weiter die Fähigkeit, die Ding-an-sich zu berühren, auch wenn man im täglichen Leben selten in diesem Bereich operiert.
Der Bereich der Abbilder ist der zweite Bereich. Wenn man nach der Wirklichkeit greift, so verliert man sie, und man erfährt die Repräsentationen der Wirklichkeit als die Welt der Repräsentationen. Man macht sich Vorstellungen über die Wirklichkeit eines anderen Menschen. Man hat Vorstellungen darüber, wie eine andere Person ist, doch die Vorstellungen sind Vorstellungen und nicht die Wirklichkeit-an-sich. Man benutzt begriffe und Ideen, um die Wirklichkeit zu erfassen. Betrachtet man eine Tisch, so sieht man die Vorstellung, die allgemeine universelle „Tischheit“, und die Wahrnehmung des Tisches als Repräsentation enthält dennoch, den Dings-an-sich. Es enthält möglicherweise zentrale Aspekte der Wirklichkeit, doch es ist nicht die Wirklichkeit-an-sich.
Die bloße Vorstellung ist der dritte Bereich der Wahrnehmungsobjekte. Was man träumt, sich vorstellt, was man sieht und fühlt, es gehört zum dritten Bereich der bloßen Vorstellung. Im Speicher-Bewusstsein sind die Vorstellungen gespeichert. Wenn man ein Pferd gesehen hat, so ist das Bild des Pferdes im Speicher-Bewusstsein, und träumt man vom Pferd, so entnimmt das Geist-Bewusstsein aus dem Speicher-Bewusstsein, zu dem es Zugang hat, die Vorstellung eines Pferdes, so das Bild des Pferdes, das man im Traum sieht, weder das Pferd der Wirklichkeit ist noch das Pferd der Abbilder, der Repräsentation, sondern das Pferd der bloßen Vorstellung.
Wenn diese Vorstellungen nicht das Ding-an-sich sind, könnten sie für die Meditation sehr hilfreich sein.Wenn man etwas visualisiert, so nimmt man es nicht durch Sinnesorgane wahr. Doch dieses Etwas ist das Objekt unserer Imagination. Visualisiert man Buddha, so ist es eine bestimmte Weise einer bloßen Vorstellung, und so kann die Vorstellung des Buddha bei der Konzentration helfen. Sie kann einem behilflich sein, den substanziellen Buddha zu berühren, das heißt: Konzentration, Verstehen und Mitgefühl.
Wenn man einen Buddha auswählt oder visualisiert, und verweilt mit einer Vorstellung konzentriert, so kann man dem Geist Ruhe, Freude, und Glück schenken.
In der Meditation sagt man: „Der der sich verbeugt und der, vor dem sich verbeugt wird, sind beide von Natur leer.“
Also bin ich in Buddha und Buddha ist in mir, weil es kein eigenständiges abgetrenntes Selbst gibt. Es ist der Beginn der Visualisierung, wenn man die Dualität zwischen einem Selbst und dem Buddha ausradieren will, so wird der Geist in Aktion treten.




Samstag, 11. Juni 2016

Wissen ist ein Hindernis für Wissen

Wissen ist ein Hindernis für Wissen
Das eigene Wissen kann oftmals das größte Hindernis sein, die Soheit(Wirklichkeit) zu berühren. Es ist wichtig zu lernen, von der eigenen Sichtweise loszulassen.
Ist Wissen wirklich ein Hindernis für Wissen? Ist man dogmatisch in der Denkweise und in den Ansichten, so ist es schwer neue Einsichten zu gewinnen, neue Theorien und neues Verständnis von der Welt zu entwickeln.




Donnerstag, 9. Juni 2016

Die Wahrnehmung und die Wirklichkeit

Die Wahrnehmung und die Wirklichkeit.
Über das Speicher-Bewusstsein hat man einen direkten Zugang zur Wirklichkeit, zur Soheit. Im Speicher liegt die grundlegende Weisheit, die in jeder und jedem von uns ist, und die die Wirklichkeit zu berühren vermag.
Zugang zu allen Informationen und zur Gesamtheit aller Samen, hat das Speicher-Bewusstsein. Aber oftmals hat man bei einer Sinneserfahrung bereits das Gefühl der Anziehung oder der Abneigung, die auf frühere Erfahrung beruht. Man klassifiziert die Dinge entsprechend wie man im eigenen Speicher-Bewusstsein hat.
Die Wahrnehmung von uns basiert auf dem Boden der vorausgegangenen Erfahrungen. Wenn man in der Vergangenheit eine Erfahrung gemacht hat, so vergleicht man die gemachte Erfahrung in der Vergangenheit mit der Begegnung im gegenwärtigen Moment, und man hat das Gefühl, dass man es wiedererkennt.
Man färbt die Information in Farben, die man schon in sich hat. Darum hat man meistens keinen direkten Zugang zur Wirklichkeit.
Auf dem Grunde des Meeres leben Austern, zu denen kein Licht dringt, und des halb können die Austern das blaue Meer nicht sehen.
Wenn die Menschen über die Erde gehen, und sie sehen nach oben, dann sehen sie die Sterne, die Sternbilder, den Mond, den blauen Himmel und wenn sie nach unten schauen, dann sehen sie das blaue Meer. Und jetzt glaubt man, man sei der Auster überlegen, und man habe den Eindruck, man höre und sähe alles, aber in Wirklichkeit ist man selbst eine Art Auster, denn man hat selbst nur einen begrenzten Zugang zur Soheit (Wirklichkeit).
Ein Großteil der Unfähigkeit, die Wirklichkeit zu berühren, kommt aus Unwissenheit über das Selbst. Man sieht nicht, dass das Selbst aus Nicht-Selbst-Elementen besteht. Mit der Idee des Selbst, entwickelt man viele irrige Vorstellungen über sich, man hält sich anderen gegenüber überlegen, für unterlegen oder gleich. Man verstrickt sich in Selbstliebe, manas und so wird das manas-Bewusstsein auch der Liebhaber oder die Liebende bezeichnet, denn er ist ein Liebhaber mit vielen Illusionen, die als Grundlage der Anhaftung dienen.
Durch die Liebe zum Selbst wird das Sehen der Wirklichkeit erschwert. Liebt man jemanden so liebt man nicht die Person wirklich, sondern man schafft sich ein Bild, und man liebt dieses Bild, denn das Objekt der Liebe ist nicht das Ding-an-sich. Es ist eine geistige Repräsentation, ein Abbild der Wirklichkeit und nicht die Wirklichkeit-an-sich, denn man hat wirklich nur mit Repräsentationen zu tun.
Denn Manos lebt im Bereich der Illusion. Das Geist-Bewusstsein, das Sinnes-Bewusstsein und das Speicher-Bewusstsein haben das Vermögen, die Wirklichkeit-an-sich zu berühren. Man übt ständig, um die Fähigkeit nicht zu verlieren. Durch das Üben der Achtsamkeit kann man die Fähigkeit wiedererlangen.
Das Sinnes-Bewusstsein kann die Wirklichkeit direkt berühren, doch das Seh-, Hör-, Riech-, Schmeck- und Tast-Bewusstsein verwendet keine Analyse und keine Schlussfolgerung. Betrachtet man eine Wolke, so braucht man nicht darüber nachzudenken, weil man es weiß.
Das Geist-Bewusstsein berührt die Wirklichkeit direkt, und zwar durch logisches Denken. Der Geist kann diskursiv denken, Schlussfolgerungen ziehen, deduzieren und induzieren. Sieht man von weitem Rauch aufsteigen, so schlussfolgert man dann, dass da Feuer sei, denn ohne Feuer kein Rauch.
Die direkte Wahrnehmung kann auch nicht korrekt sein, wenn man manchmal der Meinung ist, etwas zu hören oder zu sehen, was nicht da ist. Aufgrund von vorgefassten Meinungen und Vorstellungen kann man vom Sinnes-Bewusstsein in die Irre geführt werden

Mittwoch, 8. Juni 2016

Die Einsicht

Die Einsicht
Das fünfte spezielle geistige Gebilde wird durch die Konzentration und der Achtsamkeit ermöglicht, und wird als richtige oder echte Einsicht genannt, und ist die Kraft der Befreiung, bringt Mitgefühl und Verstehen hervor.
Es ist eine falsche Einsicht und eine Form der Bejahung, die das Gegenteil der Wahrheit sein kann. Man glaubt, etwas sei wahr und man ist sicher, dass es die Wahrheit sei, denn man ist des Glaubens, der andere sei der Feind, er sei böse, und um der eigenen Sicherheit muss man ihn vernichten.
Aber diese Art der Gewissheit ist eine falsche Einsicht, und viele haben falsche Einsichten, falsche Wahrnehmungen, die als Grundlage von Handlungen und Entscheidungen dienen. Deshalb ist es auch wichtig, die richtige von den falschen Einsichten zu unterscheiden.

Dienstag, 7. Juni 2016

Die Konzentration

Die Konzentration
Was könnte das vierte spezielle geistige Gebilde sein? Es ist die Konzentration, denn wenn man einer Glocke lauscht, so kann man es auf tiefe Weise tun. Wenn man ständig übt, so kann man immer tiefer und tiefer lauschen. Man lädt den Körper ein, am Lauschen teilzunehmen, nicht nur das Gehirn oder die Nerven.
Wir sind in einer Zellengemeinschaft, und fokussieren vollkommen auf das Hören. Das ist die Gesamtheit des Körpers, und diese ist das vierte spezielle geistige Gebilde, die Konzentration.
Alles was man mit Absicht tut, und man kann alle Zellen einladen, daran teilzuhaben. Macht man dies in tiefer Weise, dann verhält sich jede Zelle wie der ganze Körper, und es wird jede Zelle zum ganzen Körper.
Es gibt keine Trennung zwischen den Zellen, denn alle Zellen verhalten sich wie eine, und dies ist die Konzentration. Doch die Achtsamkeit trägt die Energie der Konzentration in sich. Man verfügt über eine Konzentrationsfähigkeit, aber die Kraft einer Konzentration von einem Menschen unterscheidet sich von der Konzentration anderer Menschen.
Wenn man mit den Übungen fortfährt, so wird die Konzentration kraftvoller, allein dann schon, wenn man der Glocke lauscht. Man lädt alle Zellen des Körpers ein, um einen zu begleiten, man lauscht dem Organismus, nicht nur dem Intellekt , dann wird die Situation sich verändern.
Konzentriert man sich in der Meditation, so hört, sieht oder schmeckt man nichts mehr. Die Formen des Sinnes-Bewusstseins enden, denn die Konzentration des Geist-Bewusstseins ist stark geworden und das wirkt. Im täglichen Leben arbeitet das Geistes-Bewusstsein oft mit den Formen des Sinnes-Bewusstsein zusammen.
Doch die Konzentration ist notwendigerweise nicht nur positiv. Wenn die Konzentration auf ein Objekt der Begierde gerichtet ist, so kann es einen verrückt machen. Ist man auf die Wahrheit des Nicht-Selbst und auf die Unbeständigkeit konzentriert, dann wird die Konzentration eine befreiende Wirkung haben.
Aus diesem Grunde muss man zwischen der richtigen und falschen Konzentration unterscheiden.

Montag, 6. Juni 2016

Die Achtsamkeit

Die Achtsamkeit
das Wort „Achtsamkeit setzt sich „jetzt“ und „Geist“ zusammen. Die Bedeutung ist, sich daran zu erinnern.
Achtsamkeit ist eine Art von Energie, die hilft dessen bewusst zu sein, was geschieht. Macht man etwas Gutes, dann weiß man, dass man etwas Gutes tut. Tut man, was man hinterher bereut, dann weiß man: dass man sich bewusst ist, etwas getan zu haben, was man später bereuen wird.
Achtsamkeit ist in einem, dann der Samen der Achtsamkeit ist da, und es hängt von der Übung und dem Eifer ab, ob er noch schwach ist oder bereits kräftig und stark. Man muss die richtige von der falschen Achtsamkeit unterscheiden, denn um welche Art von Achtsamkeit es sich handelt, hängt vom Objekt der Achtsamkeit ab und dem, wie man der mit der Achtsamkeit umgeht.
Richtet man seine Achtsamkeit nur auf negative Dinge, auf Objekte der eigenen Begierde oder der Wut und man verliert die Souveränität, so ist es die falsche Achtsamkeit also die negative Achtsamkeit.
Je mehr man seinen Geist auf den Menschen, den man hasst, fokussiert, desto mehr hasst man den Menschen. Aber richtige Achtsamkeit bedeutet, zum Ein- und Ausatmen zurückkehren und sich der Wut bewusst zu werden, dass die Wut zu Leiden führt und zwar bei einem selbst und bei der anderen Person.
Was ist die richtige oder rechte Achtsamkeit: sich um die Wut zu kümmern und nicht alle Aufmerksamkeit auf die Personen richten, die man für die Ursache der Wut hält. So unterscheidet man zwischen richtiger und falscher Achtsamkeit.

Sonntag, 5. Juni 2016

Die Überzeugung

Die Überzeugung
Die Überzeugung ist das zweite spezielle geistige Gebilde. Die Überzeugung ist die Bestätigung von etwas Bekanntem. Man erkennt etwas wieder, man weiß, was es ist und man hat keinerlei Zweifel.
Man sieht z.B. einen Tisch und sagt: „ Es ist ein Tisch, und ich bin sicher, dass es ein Tisch ist.“ Das heißt, man ist vollkommen sicher, dass es ein Tisch ist. Doch man kann sich vielleicht irren, aber man ist doch überzeugt.
Man sieht eine Person, und man ist überzeugt, dass diese Person ein Feind oder ein Terrorist ist, und man zweifelt nicht daran, dass es ein Feind ist, denn er hat ein bestimmtes Aussehen und verhält sich in einer bestimmten Weise. Die Art von Überzeugung führt zum Handeln, man will der Person helfen, retten oder auch vernichten, entsprechend der Überzeugung.
Doch Überzeugung bedeutet nicht, dass die Wahrnehmung richtig ist, auch wenn man das Gefühl hat, sie sei es.
Betrachtet man ein Rose, so ist man überzeugt, dass es eine Rose ist. Das ist eine Überzeugung, doch es bedeutet nicht, dass die Überzeugung gerechtfertigt ist.
Doch Überzeugungen sind oft die Basis der Handlungen, und haben die Funktion, Zweifel zu zerstreuen. In der Liste der geistigen Gebilde gilt der Zweifel als unheilsam.
Man müsste Zweifel der Liste, der unbestimmten geistigen Gebilde zugeordnet werden, weil zweifel sehr hilfreich sein kann. Wenn man nicht zweifel, kann die Soheit dessen, was ist, nicht entdecken. Denn je größer der zweifel, um so größer die Erleuchtung. Von daher kann Zweifel etwas Gutes sein.
Wenn man sicher ist, dann hat man feste Überzeugungen, und dann kann man sich in Falsche Wahrnehmungen verfangen.

Samstag, 4. Juni 2016

Die Absicht

Die Absicht
Die Absicht ist das erste spezielle geistige Gebilde, denn es ist der Wunsch, etwas zu tn also zu sehen, zu hören und zu berühren. Es kann auch die Entschlusskraft sein, achtsam zu sein, ebenso das Verstehen, die Bedingungen für die Achtsamkeit selbst zu schaffen. Oft erkennt man nicht, was man tun will, bis man es tut, es ist die Vor-Absicht.
An einer Arbeitsstätte erkennt man, dass arbeitende Menschen von Zeit zu Zeit eine Pause einlegen. Oft zündet man sich eine Zigarette an, und denkt dabei nicht an die Arbeit. Aber erholsamer ist es, wenn man bewusst einatmet und ausatmet, es ist erholsamer als Rauchen, und es erfordert die Intention der Achtsamkeit.
Wenn man zum Beispiel isst, dann agiert man wie eine Maschine, gleichmäßig, natürlich und ohne geistige Anstrengung sowie es uns gelehrt wurde. Man benutzt Messer und Gable automatisch. Die Erziehung, die Ausbildung und die Übungen bietet man dem Speicher-Bewusstsein als Umgangsformen an, und sie werden gleich als gute Gewohnheiten automatisiert. Man kann die Intention, achtsam zu essen, zu einer Gewohnheit machen und zu einem Teil des Speicher-Bewusstseins werden lassen.

Freitag, 3. Juni 2016

Die speziellen geistigen Gebilde

Die speziellen geistigen Gebilde
Universelle geistige Gebilde wirken in jedem Menschen in ähnlicher Weise. In einer gewissen Weise ist es Bewusstsein. Die Bewusstseinsarten unterscheiden sich in spezielle geistige Gebilde: wie Absicht, Eifer, Überzeugung, Entschlossenheit, Achtsamkeit, Konzentration und Einsicht.
Das Erwachen ist mit diesen speziellen geistigen Gebilden möglich, auch die Absicht und Überzeugung können zu Achtsamkeit führen, und Achtsamkeit bringt Konzentration hervor, und ist man konzentriert, kann man die Dinge klarer sehen.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Die Willensregung

Die Willensregung
Es gibt noch ein letztes universelles geistiges Gebilde, die Willensregung, eine Form von Energie, die dazu bewegt, etwas zu tun, hinter etwas herzulaufen oder vor etwas zu fliehen. Diese Art von Energie, die aus Wahrnehmung und Gefühl hervorgeht, und zu einer Intention führt, dem Willen etwas zu tun.
Man will etwas tun, es mag einen zerstören, aber trotzdem will man es tun. Der Verstand sagt, dass man leiden wird, wenn man es tut, aber man will es . Doch es hängt von der Kraft und Stärke im Speicher-Bewusstsein ab. Verfügt man über Weisheit und Entschlossenheit, dann wird man es nicht tun, man ist frei, das ist sehr angenehm.
Es gibt Dinge, die entsprechend und angenehm, aber nicht gefährlich sind. Man kann anderen helfen, denn man wird durch den Wunsch, zu helfen, zu dienen, zu versöhnen, bewegt, aber es kann gefährlich sein, oder einem sogar das Leben kosten.
Wenn man viel Mitgefühl hat, wenn man weiß, dass es keine Geburt oder keinen Tod gibt, so wird man keine Angst haben und überall hin gehen, doch diese Art Wunsch oder Wille ist heilsam, und das ist Willensregung.
Es gibt auch Dinge, die man nicht tun will, denn man will vor etwas davonlaufen, weil man Angst vor etwas hat oder man ist entschlossen, etwas nicht zu tun, denn selbst, wenn es etwas Gutes ist, will man es nicht tun.
Denn warum soll man sich damit belasten, anderen zu helfen, weil sie alle undankbar sind. Doch hier hängt es vom Ausmaß an Weisheit und Mitgefühl im Speicher-Bewusstsein ab, wie man dann handeln wird.
Die eigene Entscheidungen sind in einem hohen Maße von Entscheidungen auf der Ebene des Speicher-Bewusstseins bedingt.
Es gibt noch einige Dinge, die man tut, die von funktionaler Natur sind. Man tut es einfach, aber sie sind nicht wichtig, aber gehören zum Leben dazu, auch wenn sie nicht wichtig sind, so will man es tun und man tut es auch.
Die fünf universellen geistigen Gebilde wirken zu allen Zeiten und auf allen Bewusstseinsebenen. Sie wirken immer zusammen und sind Inhalt des Bewusstseins. Die Bewusstseins-Ebene bestimmt die Tiefe und Intensität der geistigen Gebilde.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Die Wahrnehmung

Die Wahrnehmung
Was ist das vierte universelle geistige Gebilde? Es ist die Wahrnehmung oder Konzeptualisierung. So hilft die Wahrnehmung , die Zeichen eines Objekts und seiner Charakteristika aufzunehmen.
Wenn man einen Berg betrachtet, so hilft die Wahrnehmung, die Charakteristika des Berges in seinen Formen und Farben wahrzunehmen. Doch ein Berg ist kein Fluss, aber er hat die Erscheinungsform eines Berges, und ein Fluss hat das Erscheinungsbild eines Flusses.
Die Wahrnehmung besteht darin, die Form und Eigenschaften des Objekts zu sehen. Aber die zweite Funktion der Wahrnehmung besteht darin, dem Objekt einen Namen zuzuordnen, so kann der Name bereits im Speicher-Bewusstsein vorhanden sein. Wenn man den Gegenstand zum zweiten Mal sieht, und den Namen des Gegenstandes gehört hat, so wird während des Erkenntnis-Vorganges das alte Bild und der Name aus dem Speicher-Bewusstsein hervorkommen, und als Grundlage der gegenwärtigen Wahrnehmung dienen.
Das Erkennen ist Wiedererkennen und Benennen, weil sie Funktion und Natur der Wahrnehmung sind. Man kann auch Opfer falscher Wahrnehmung sein denn wo Wahrnehmung ist, ist auch Täuschung.