Mittwoch, 4. Mai 2016

Zwei Füsse und ein Geist

Zwei Füße und ein Geist
Man wird als Mensch als ein auf zwei Beinen gehendes Geschöpf beschrieben, und man bringt diesem Menschen großen Respekt und viel Zuneigung entgegen. Man erfährt eine tiefe Wertschätzung, wenn man es genießt zu gehen, weil das Gehen eine wichtige Form der Meditation ist. Und in die Art von Meditation erfährt man die tiefgründige spirituelle Praxis, weil das Gehen ohne jegliche Anstrengung geschieht.
Das gehen kann genossen werden, weil man sich nicht bemühen muss, denn in Achtsamkeit zu gehen bedeutet, mit allen Wundern des Lebens in uns und außerhalb von uns in Berührung zu sein.Es ist die beste Art von Praxis, wenn sie nicht als Praxis erscheint. Denn man strengt sich nicht an, kämpft nicht, sondern man genießt das Gehen, und das ist sehr tiefgründig.
Ich sage:“ Meine Praxis ist der Praxis der Nicht-Praxis und das Erlangen des Nicht-Erlangens.“So manchem erscheint die Vorstellung einer Praxis ohne Anstrengung, als Idee eines entspannten Vergnügens der Achtsamkeit als sehr schwierig zu sein, aber der Grund dafür ist, dass wir nicht wirklich mit den Füssen gehen.
Aber natürlich gehen wir, doch nur körperlich gesehen, mit unseren Füssen, da aber unser Geist stets anderswo ist, so gehen wir nicht mit unserem ganzen Körper oder unserem ganzen Bewusstsein.Man muss seinen Geist und seinen Körper als zwei verschiedene Dinge betrachten, denn wenn unser Körper uns in eine Richtung gehen lässt, dann zieht uns das Bewusstsein in die andere Richtung.
Doch Geist und Bewusstsein sind zwei Aspekte derselben Sache, und so ist das gehen einfach, indem man einen Fuß vor den anderen setzt., aber das findet man oft schwierig und langweilig, denn wir fahren lieber, um Zeit zu sparen, als dass man geht.
Wenn man aber die Verbundenheit von Körper und Geist versteht und erfährt, so kann das Gehen zu einem ausgesprochen angenehmen Vergnügen für uns werden.

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