Donnerstag, 5. Mai 2016

Gehen als Meditation

Gehen als Meditation
Man kann einen Schritt machen, die Erde in einer Weise berühren, so dass man sich in einer Weise verankert, was dann im gegenwärtigen Moment geschieht, so dass man im Hier und Jetzt ankommt.
Man braucht sich nicht anstrengen, denn der Fuß berührt achtsam den Boden, so dass man das Hier und Jetzt sicher erreicht.
So wird man frei, frei von Vorhaben, allen Vorhaben und allen Erwartungen, man ist präsent, lebendig und berührt die Erde.
Wenn man alleine eine langsame Geh-Meditation praktizieren will, so kann man Folgendes versuchen: man atmet ein, macht einen Schritt, und während dieser Aktion richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Fußsohle. Ist man nicht vollständig im Hier und Jetzt angekommen, so macht man noch nicht den nächsten Schritt.
Ist man sich sicher, im Hier und Jetzt angekommen zu sein, so berührt man die Wirklichkeit, man lächelt und macht den nächsten Schritt. Geht man in dieser Weise, drückt man Stabilität, Festigkeit, Freiheit und Freude in den Boden hinein.Der Fuß wird damit zum Siegel, und drückt man dieses Siegel auf ein Stück Blatt Papier, dann wird ein Eindruck hinterlassen.
Aber was sieht an, wenn man diesen Eindruck hinterlässt? Man sieht in ihm den Abdruck der Freiheit, der Festigkeit, der Glücks und des Lebens Man kann einen solchen Schritt machen, weil man ein Mensch ist, und der die Fähigkeit besitzt: wahrzunehmen, was geschieht und was nicht geschieht: Aber man ist lebendig und macht einen Schritt.
Auch in schwierigen Situationen kann man gehen, und wenn es zu schwierig wird, dann übergibt man es seinem Geist, was einfach ist und immer funktioniert, weil man Vertrauen zu seinem Geist hat.
Man kann auch für Menschen gehen, die einem kostbar sind, und wenn man fähig geworden ist, für andere Menschen zu gehen, so kann man auch für Menschen gehen, die einem das Leben schwer gemacht haben, die einen angegriffen haben oder einem das Zuhause zerstört haben, das eigene Land und das eigene Volk.
Diese Menschen waren nicht glücklich, oder sie wussten nicht, was es heißt glücklich zu sein, ein Zuhause, ein Volk zu haben, denn sie hatten nicht genügend Liebe für sich und andere Menschen gehabt.
Doch eines Tages werden auch sie mit Liebe, Verstehen und Mitgefühl erfüllt sein.


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