Dienstag, 16. Februar 2016

Natürlicher Friede

Natürlicher Friede
Im natürlichen Geist gibt es weder Ablehnen noch Annehmen, weder Verlust noch Gewinn.
Der Vergleich zwischen dem natürlichen Geist und dem (kosmischen ) Raum, so wie er von der modernen Wissenschaft beschrieben wird, es ist mehr ein Metapher als eine genaue Beschreibung. Bei den Gedanken an das All stellen sich die meisten Menschen einen leeren Hintergrund vor, vor dem alle möglichen Dinge in Erscheinung treten und Verschwinden: wie Sterne, Planeten, Meteore, schwarze Löcher, Asteroiden, und andere Dinge, die noch gar nicht entdeckt wurden.
Unsere Vorstellung vom Wesen des Raumes bleibt trotz all dieser Dinge unberührt. Die Menschen haben unzählige Botschaften in den Raum geschickt, aber man hat keine Antworten bekommen. Auf gleiche Weise bleibt die Essenz des Geistes von unangenehmen, normalerweise als schmerzhaft oder leidvoll empfundenen Gedanken oder Situationen unberührt.Sie bleibt natürlich ganz ruhig wie der Geist eines Kindes, und nimmt alles an, was es sieht.
Die unschuldige Art der Sicht bezeichnet man als natürlichen Frieden, den Zustand der totalen Entspannung. Ein vollkommen natürlicher Entspannungszustand ist das was unter natürlichen Frieden verstanden wird. Wie bei vielen Aspekten des natürlichen Geistes übersteigt diese tiefe Erfahrung von natürlichen Frieden so sehr das, was man normalerweise als Entspannung ansieht, dass es sich jeder Beschreibung entzieht.
Wenn man einem Stummen etwas Süßes gibt, so nimmt dieser das Süße wahr, aber er kann es mündlich nicht beschreiben. Und ebenso ist die Erfahrung, den natürlichen Frieden des Geistes zu erfahren, ist fraglos real, aber es liegt jenseits unseres Vermögens, ihr mit Worten Ausdruck zu verleihen. Kann man eine ausdrückliche Erfahrung nicht mehr mit Worten beschreiben, so ist es ein Zeichen von Fortschritt.
Aber was bedeutet es, wenn man mit einem Zeh in den Bereich der unsagbaren Weite der wahren Natur eingetaucht ist, so ist es ein tapferer Schritt. Man muss mit dem Geist vertraut werden, und das geht so: wenn man jemand Vertrauten auf immer tieferen und noch tieferen Ebenen kennenlernt, dann ist das Entdecken der Natur des Geistes wie das Kennenlernen eines Freundes
Der einzige Unterschied zwischen Meditation und gewöhnlicher gesellschaftlicher Interaktion besteht darin, dass bei der Meditation der Freund oder die Freundin, die man kennenlernt, sie selbst sind.


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