Sonntag, 24. Januar 2016

Die Symphonie aus dem Inneren.

Die Symphonie aus dem Inneren.
Eine Ansammlung von Teilen erzeugt die Vorstellung von einem Gefährt.
Jedes fühlendes Wesen, d.h. jedes Geschöpf, das mit einem Gewahrsein-Sinn ausgestattet ist, und sei es auch rudimentär, sich über drei grundlegende Aspekte oder Merkmale definieren lässt: Körper, Sprache und Geist.
Der Körper bezieht sich auf den physischen Teil unseres Wesen, der sich ständig ändert. Er wird geboren, wächst heran, wird krank, altert und stirbt schließlich.
Sprache, auch Rede genannt, bezieht sich nicht nur auf die Fähigkeit zu sprechen, sondern auch auf verschiedene Signale, wie wir in Form von Tönen, Worten, Gestik, Mimik und Pheromonen austauschen, jenen von Säugetieren abgesonderten chemischen Stoffen, die das Verhalten und die Entwicklung anderer Säugetiere beeinflussen. Die Sprache ist wie der Körper vergänglich. Die Botschaften, die wir austauschen, ob in Worten oder Zeichen, kommen und gehen zu ihrer Zeit. Stirbt der Körper, dann stirbt die Sprache.
Den Geist kann man nur schwer beschreiben. Den Geist kann man auch nicht so leicht identifizieren wie den Körper oder die Sprache. Man kann kein Objekt ausmachen, was man als Geist bezeichnen kann. Auch gibt es keinen Ort, an dem sich der Geist befindet. Er hat keine Form, keine Gestalt, keine Farbe oder andere fassbare Qualitäten. Leichter wäre es, wenn man ihm fundamentalen Aspekten zu schreiben könnte wie Sitz des Herzens oder der Lunge, dem Kreislauf und den Bereichen, die lebensnotwendige Funktionen kontrollieren. Kann man die Existenz des Geistes in Abrede stellen? Wir denken, wir fühlen, wir wissen, wann wir müde sind oder hellwach, glücklich oder traurig. Wenn man diese Phänomene nicht lokalisieren oder definieren kann, so bedeutet es nicht, dass der Geist nicht existiert. Aber es bedeutet nur, uns fehlt die ausreichende Information, um ein arbeitsfähiges Modell herstellen zu können.
Die moderne Wissenschaft hat Zellstrukturen und zellulare Prozesse ausgemacht, die zu intellektuellen, emotionalen und sensorischen Ereignissen beitragen, und so dem Funktionieren des Geistes oder des Bewusstseins in Verbindung bringen
Aber man entdeckt nicht, was den Geist ausmacht. Doch der Buddhismus geht davon aus: der Geist ist ein einständig, entwickelndes und entfaltendes Ereignis und keine eindeutige, eigenständige Entität. Der Geist ist eine Art Ding oder Stoff, welcher Jenseits der Grenzen des gegenwärtigen wissenschaftlichen Verständnis-Vermögen existiert. Das Merkmal des Geistes ist, dass sich alle fühlenden oder bewussten Wesen von anderen Organisten wie Gräser zum Beispiel unterscheiden.
Der Geist ist der allerwichtigste Aspekt aller Geschöpfe, denen das „Fühlen“ gemeinsam ist, also ist der Geist der wichtigste Aspekt in der Natur fühlender Wesen. Weil der Geist selbstverständlich ist, denken wir nicht: ich möchte essen, ich möchte gehen oder ich möchte sitzen.
Wo befindet sich der Geist? Im Körper oder außerhalb des Körpers? Hat der Geist einen Anfang und ein Ende? Gibt es den Geist oder sind es nur die Aktivitäten der Gehirnzellen? Oder ist der Geist allumfassend, aber wie umfassend?




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