Sonntag, 29. November 2015

Nutzen des Meditationsweges.

Vom Nutzen des Meditationsweges
Ein schönes Symbolbild für die Meditation, das man je gesehen hat, ist ein Poster eines Yogalehrer der Hindus. Auf diesem Poster trägt er ein kleines orangefarbenes Lendentuch und einen langen wallenden Bart und balanciert auf einem Bein in der klassischen Yogahaltung, aber dabei steht er auf einem Surfbrett, das eine riesige Welle hinuntergleitet. Unter ihm ist zu lesen:
Du kannst die Welle nicht anhalten, aber du kannst lernen, auf ihr zu surfen.“
Dieses Poster hat den Kerngehalt des Meditationsweges erfasst: Es zeigt, wie wir Achtsamkeit in die reale Welt bringen können, die voller Sinnesreize ist, voller Gefühle und Veränderung.
Sie Achtsamkeitsmeditation zielt nicht auf einen speziellen Geisteszustand ab, denn letzten Endes ist es unmöglich, irgendeinen Geisteszustand auf Dauer beizubehalten.
Durch die Meditation üben wir uns darin, in jedem Moment ganz gegenwärtig zu sein mit unserem Bewusstsein, mit mehr Offenheit im Herzen und mit einem klaren Verständnis. Sie kann uns dabei helfen zu lernen, wie wir offener bleiben und wie wir von ganzem Herzen lieben, und wie wir diese Liebe ohne Scheu zum Ausdruck bringen. Auch wenn wir in Schwierigkeiten sind, kann die Meditation uns Möglichkeiten zeigen, wie wir uns etwas weniger von den unvermeidbaren Höhen und Tiefen des Lebens gefangen nehmen lassen und weniger Angst vor den Veränderungen sowohl der Freuden wie auch der Leiden haben. Meditation hilft uns auch, richtig lieben zu lernen, indem wir entdecken, dass wir uns allen Aspekten unseres Geistes öffnen können, den schwierigen ebenso wie den einfachen.
Meditatives Bewusstsein mindert Spannungen und heilt den Körper. Meditation beruhigt den Geist und öffnet auf behutsame Weise das Herz. Sie festigt die Spiritualität. Sie hilft uns zu lernen, wie wir erfüllter in der gegenwärtigen Realität leben und unsere Mitmenschen und die Welt besser verstehen. Wenn wir Achtsamkeit üben, werden wir gegenwärtiger, sodass wir beim Spazierengehen nicht an die Rechnungen denken, die wir bezahlen müssen, oder an Probleme bei der Arbeit oder an etwas, das wir am Tag zuvor erlebt haben. Wir können lernen, ganz da zu sein, wo wir sind. Denn mit der Aufmerksamkeit ganz im gegenwärtigen Augenblick zu sein, ist im Grunde genommen das Einzige, was Sinn macht, und wenn wir diesen Augenblick verstreichen lassen, wird er für immer vergangen sein.
Auf diese Weise kann die Meditation uns helfen, unsere tiefsten Wünsche zu erfüllen, unsere innere Freiheit und unser Glück zu entdecken und ein Gefühl für die Einheit des Lebens zu bekommen. Durch sie sind wir in der Lage, besser zu verstehen, wer wir eigentlich sind, und dieses seltsame Leben, in das wir hineingeboren wurden, mit mehr Weisheit zu leben. Die Meditation hilft uns herauszufinden, worum es in diesem ganzen Ablauf von leben und Sterben eigentlich geht. Und alles, was wir dazu benötigen, ist das systematische Üben von Achtsamkeit und Bewusstheit, um damit unser Gefühl für innere Ruhe voranzubringen und schließlich alles, was in uns und um uns herum ist, verstehen und daraus lernen zu können.
Obwohl einfach , ist die Meditation doch nicht immer etwas, das leicht vollbracht werden kann. Sie erfordert großen Mut. Das Leben ist eine ständige Herausforderung, und Herausforderungen können unmöglich gut oder schlecht sein. Der mensch kann alles als einen Segen oder als einen Fluch betrachten.
Die geistige Einstellung, die du für die Meditation mitbringen musst, ist Offenheit, Entdeckerfreude und Verständnis. Zu sitzen, zu gehen und dich darin zu üben, deine Aufmerksamkeit immer wieder auf den gegenwärtigen Augenblick zu lenken. Zu lernen, dich achtsam und auf ausgeglichene Weise zu konzentrieren, und deinen Atem deinen Körper, deine Gefühle und deinen verstand zu beobachten. Die Muster in Körper und Geist erkennen zu lernen, die Leid verursachen, und zu entdecken, wie man dieses Leid auflösen kann. Wir können auch lernen, zu unserem eigenen und dem Leben anderer Menschen eine Beziehung aufzubauen, die von liebevoller Güte, von tieferem Verständnis und von Mitgefühl geprägt ist.
Es kommt darauf an, das wir lernen, gütig zu sein.“


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