Freitag, 23. Oktober 2015

Flüchtlinge und Rassismus

Flüchtlinge und Rassismus
Es ist scheinbar so, dass es wirklich Rassismus gibt, sobald Flüchtlinge erscheinen, und hier bei uns um Asyl nachfragen. Denn in den Straßen der Großstädte bewegen sich die großen Menschenmassen der Pegida, die gegen die Flüchtige protestieren, die uns uns gekommen sind, weil in ihrer Heimat Krieg ist, der alles zerstört und viele Menschen nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder tötet.
Wer eine derartige Situation nicht selbst miterlebt hat, der kennt diese Situation nicht, und er kennt auch nicht den Ausnahmezustand der Gefühle nicht. Ich kenne selbst diesen Zustand aus der Zeit des zweiten Weltkrieges, als ich meine Heimat, das Gebiet der deutsch-russische Grenze verlassen musste, ich war gerade fünf Jahre alt. Es ist eigenartig, wenn man Vertrautes verlässt und ahnt, niemals wieder zurückzukehren. Man fährt in eine neue Zukunft und weiß nicht, was einem in der Fremde erwartet. Ich habe es nicht gewusst, aber auch ich musste mit der Fremde fertig werden, doch hatte ich neue Freunde, Kinder anderer Flüchtlinge, so dass wir uns gegenseitig stützen und schützen konnten. Wir kamen auch erst in einigen festen Häusern unter, aber dann kam ich in ein ehemaliges Arbeitsdienstlager, das aus Baracken bestand, und das wurde für mich bis zum 17.Lebensjahr mein Zuhause.
Es gab einige ältere Menschen, die uns als Flüchtlinge beschimpften, aber die Kinder, so auch die einheimischen spielten immer mit uns zusammen. Ich persönlich werde diese Zeit nicht vergessen.
Aber jetzt wieder zu den Flüchtlingen der heutigen Zeit, die zu tausenden zu uns in die europäische Union kommen. Dieses Menschen haben alle Schlimmes erlebt und sind froh, bei uns in Sicherheit zu sein, ausreichend verpflegt zu werden, und die Kinder haben die Hoffnung, bald die Schule besuchen zu können. Sie benehmen sich überwiegend korrekt, und fallen nicht durch schlechtes Benehmen oder Kriminalität auf. Wenn es auch Flüchtige gibt, die sich untereinander nicht verstehen und dann gewaltig werden, dann ist es ein menschliches Phänomen, d.h.es kann aus religiösen Gründen sein, das sie gewaltig tätig werden, aber das muss man akzeptieren, und die Streithähne voneinander trennen.
Was bei mir bitter aufstößt ist das, wenn vorbereitet Unterkünfte für Flüchtlinge wissentlich angesteckt werden, damit sie abbrennen. Das ist ein Vergehen von Einheimischen und es ist Rassismus wie in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Wer so etwas noch mit Freuden macht, der weiß bestimmt nicht, in welcher Zeit wir leben, und er ist nie Demokrat geworden.
Die ganze Pegida-Bewegung ist eine Bewegung des Rassismus, denn wer sich so über Flüchtlinge äußert, und auch ihre Kultur verachtet, was man an die Hetze gegen den Islam sieht, der weiß nichts von Menschen und über Menschen. Man kann sagen, es ist eine religiöse Hetze gegen Menschen, die sich einer anderen Religionsart zugewendet haben, weil sie besser finden oder weil sie in der aufgewachsen und erzogen worden sind. Aber deswegen kann man keine Menschen verteufeln oder verfluchen, denn Toleranz sollte im Leben der Menschen eine große Rolle spielen, weil Toleranz der Gewalt vorbeugend entgegenwirkt und neutralisiert. Wir, hier im Westen, in der sogenannten Demokratie dürften keinen Rassismus kennen, denn wir haben gelernt, dass es keine Menschenrassen gibt, sondern es gibt nur Menschen, die verschiedene Hautfarben haben, die durch ihre Wohngebiete hervorgerufen wurden. Auch keiner das Recht, einen Menschen mit anderer Hautfarbe zu beleidigen oder zu verletzen oder Gewalt anzutun.
Der Rassismus des dritten Reiches von 1933 bis 1945 hat uns deutlich gezeigt, wohin Rassismus führen kann, besonders wenn religiöse Faktoren da eingeschlossen werden, siehe Pegida.

Keine Kommentare: