Freitag, 18. September 2015

Wotan seine Jünger.

Wotan`s Jünger.
Meine lieben Freunde, ich denke der Name „Wotan“ ist euch bekannt, denn er ist in Deutschland im Schulunterricht, in der Geschichte, sehr oft vorgekommen. Besonders im hohen Norden von Deutschland hat man sich mit Wotan oder auch Odin sehr intensiv beschäftigt, weil dieser Name zur nordischen Götterordnung gehörte, denn Wotan oder Odin war der Vater aller nordischen Götter, aber die Mutter kenne ich leider nicht.
In der Schule, es war so 1949/50, sind wir mit diesem Unterrichtsstoff in Sagen und Geschichten zugemüllt worden, aber gebracht hat es nichts für uns, außer das ich die Braunhemden ablehne, weil sie mir zuwider sind.
Trotz gab es in meiner Kindheit und Jugendzeit viele Anhänger des nordischen Götter oder des nordischen Glaubens an den Göttern, weil sie für manche Menschen ein Halt im Leben waren, aber gleichzeitig eine Lebensorientierung. Nur traten diese Vertreter damals noch nicht so offen auf, weil sie sich vor den Besatzungsmächten fürchteten, obwohl es nicht notwendig gewesen wäre. Aber dieser nordische Kult hat sich bis heute gehalten, und er gewinnt immer mehr Anhänger, aber ich bezweifle, dass sie diesen Kult eigentlich nicht verstehen, denn der Kult wurde von Generation zu Generation immer etwas verändert sowie es auch bei den drei heutigen Hauptreligionen der Fall ist.
Leider kann ich nur über die deutschen Kulturanhänger berichten, weil die anderen Kulturanhängern aus den anderen Ländern mir nicht zugängig sind, teilweise ist es die Sprache. Aber auch in den anderen europäischen Ländern soll es Anhänger dieser nordischen Gottheiten geben, denn viele Nord-Europäer haben sich in ganz Europa verteilt, besonders die des Nordens während der Völkerwanderungen, auch wenn es nur kleine Wanderungen gegeben hat, aber sie haben ihre Sitten und Gebräuche mitgebracht, so auch die Gottheiten.
Diese Menschen hielten sich auch an diesen heidnischen Kult, aber hier möchte ich von einem nordischen Götterkult sprechen, denn heidnisch ist ein Ausdruck für die Ungläubigen des Norden, die Götterkult gefrönt haben, und dieser Ausdruck stammt aus dem Christlichen. So möchte ich vorerst bei den nordischen Göttern bleiben.
Diese Gottheiten waren für die Menschen, die an die Götter glaubten, nicht nur ein Kult, sondern sie waren Lebenshalt, sie gaben dem Menschen einen Halt in ihrem Leben, aber auch gleichzeitig einen Sinn. In den frühen Jahren gab keine Art von Rechtsradikalismus, denn diesen politischen Ausdruck kannte man noch nicht zu dieser Zeit.
Die Zeit ging dahin, aber die Christianisierung des neuen Glaubens aus der Wüste der Vorderen Ostens und zog als Sieger in den Norden ein. Der alte Götterkult wurde fast vollständig zurückgedrängt.
Aber dann kann irgendwann ein neuer Kult auf, der politisch geprägt wurde, und in dem die christliche Religion angegriffen wurde. Ich denke, das geschah mit der französischen Revolution, um 1790 herum. Die bisherigen politischen Systeme, und damit die herrschende Klasse geriet ins Wanken, aber nur ins Wanken, denn gravierende Veränderungen bei den herrschenden vollzogen sich so gravierend. Es gab immer noch Herzöge, Grafen, Barone , Könige und Kaiser.
Aber die Neigung zur weiteren Radikalisierung der Politik nahm seinen Anlauf, man schwankte um, in das rechtsradikale Lager, und jetzt mussten neue politische Argumente herhalten, die ein neues Bild ergaben.
Jetzt wurde der Begriff „Rasse“ also Menschenrasse zum Symbole für eine neue Ordnung, denn jetzt wurde auch die Menschen in Rassen eingeteilt, obwohl schon vorher die Menschen in Rassen eingeteilt waren, so zum Beispiel in der USA die Sklaven, denn die schwarzhäutigen Menschen galten nicht einmal soviel wie Tiere, und diese Menschen wurden auf dem Markt als Kaufpreis sehr niedrig bezahlt.
Gerade bei uns in Deutschland und Österreich gab es hochintelligente Menschen, die den Rassebegriff eine besondere Bedeutung gaben, und die angeblich Forschungen in dieser Richtung betrieben. Und dann gab es natürlich Menschen, die diesen ganzen Unsinn glaubten, so dass es dann nach dem ersten Weltkrieg, den Deutschland und Österreich verloren hatten, nach einem neuen politischen Symbol gesucht wurde, dass das sogenannte Volk aus der Misere herausführen sollte.
Man suchte nach Schuldige für den verlorenen Krieg, und man fand sie schnell, und das war dann die jüdische Bevölkerung. Die Juden wurden von der Kirche als Gottesmörder beschimpft und auch bezeichnet. Die Juden hatten an allem Negativen Schuld, also war die jüdische Bevölkerung der richtige Sündenbock für die beginnende Ära neuen nordischen Götterwelt und für den stark auftretenden Rechtsradikalismus. Und 1933 begann der Aufstieg des Rechtsradikalismus in Deutschland und Österreich aber er endet bald darauf 1945, und die Folgen waren, starke Kriegszerstörungen und 6 Millionen Tote in den Konzentrationslagern der Nazis. Was soll da an der nordischen Götterwelt so schön gewesen sein.
Es ist nur eigenartig, wie sich der Mensch immer nach etwas umschaut, was sein Leben bestimmt, und wem er die Schuld zuschieben kann, wenn sein Leben nicht so verläuft, wie er sich das Leben vorgestellt hat.
Es wird alles Mögliche zusammengetragen und zusammen fantasiert, nur soll es für ihn ein entsprechendes Bild geben , was er dann als Leben bezeichnen kann.
Besonders die Rechtsradikalen fantasieren mit ihren nordischen Götter, um angeblich zu beweisen, dass es Menschenrassen gibt, aber was für diese Menschen besonders wichtig ist, dass ihre Rasse aus „deutschem Blut“ besteht.
Am Blut erkennt man nicht die Rasse, weil es keine Rasse gibt, sondern im Blut erkennt man nur die Blutgruppen mit ihren Unterteilungen, was auch ein sogenannter gebildeter Professor oder sogenannter Doktor wissen müsste. Denn man kann nur sagen: „Intelligenz und Dummheit sind miteinander verwandt.“




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