Donnerstag, 17. September 2015

Natürliches Gewahrsein.

Natürliches Gewahrsein.
Geist und Erscheinungen sind wahrscheinlich wie Feuer und Wärme.
Das klare Licht des Geistes ist selbst-erleuchtend oder selbst-erhellend, wie eine Kerzenflamme sowohl selbst Licht als auch eine Quelle von Licht ist.
Von Anfang an ist die Klarheit ein Teil des Geistes, ein natürliche Wahr sein. Man kann sie nicht so entwickeln wie einen Körper durch Muskeltraining. Aber man tut auch nichts weiter, als wahrzunehmen, die Tatsache zu bemerken, dass man gewahr ist.
Natürlich ist es ein Problem, dass Klarheit und natürliches Gewahr sein Bestandteil unserer alltäglichen Erfahrungswelt sind, doch sie lassen es schwer erkennen.
Es ist so, als wollten wir unsere Augenwimpern ohne Spiegel erkennen. S fragt man sich: wie kann man sie und sich erkennen? Aber man könnte dann auch meditieren.
Man sitzt aufrecht und gerade da, atmet normal und man lässt seinen Geist zur Ruhe kommen. Wenn der Geist zur Ruhe gekommen ist, dann lässt man die Gedanken, Gefühle und Empfindungen gewahr werden, damit sie durchziehen können.
Während sie vorüberziehen, da fragt man sich: Besteht ein Unterschied zwischen dem Geist und den Gedanken, die durchziehen? Oder besteht irgendein Unterschied zwischen dem Denkenden und den Gedanken, die der Denkende wahrnimmt? Man kann die Gedanken einige zeit im Kopf behalten und danach die Übung abbrechen.
Die Gedanken sind keine feststehenden, unveränderlichen Realitäten, sodern nur einfach Bewegungen des Geistes, der diese Gedanken dachte.
Doch diese Gedanken verflüchtigen sich sehr schnell, aber der kurze Augenblick der Klarheit ist nachhaltig.
Man erkennt, dass es in Wirklichkeit keinen Unterschied zwischen dem Geist, der denkt, und den Gedanken, die in ihm kommen und gehen. Doch der Geist selbst und die im Geist aufkommenden, verweilenden und verschwindenden Gedanken, Emotionen und Empfindungen sind alle gleichermaßen Ausdrucksformen der Leerheit, also der mit offenen Ausgang versehenen Möglichkeit, dass sich alles ereignen kann.
Ist der Geist kein Ding, sondern ein Ereignis, dann sind alle Gedanken, Gefühle und Empfindungen, die in dem auftreten, was wir als Geist betrachten, ebenfalls Ereignisse.
Und wir beginnen in der Erfahrung zu ruhen, und erkennen das Geist und die Gedanken voneinander untrennbar sind, aber dann begreifen wir die Wahre Bedeutung von der Klarheit als einen unendlich weiten Gewahrseinszustand.
Es gibt Menschen, die meinen, dass man mit der Meditation, zu einem ungewöhnlich lebendigen intensiven Bewusstseinszustand gelangen kann, wie man ihn noch nie zuvor erlebt hat.
Man setzt sich dabei geistig selbst unter Druck mit dem Gedanken: ich muss eine höhere Bewusstseinsebene erreichen. In der Meditationspraxis geht es tatsächlich darum, alle Erwartungen in Bezug auf die Meditation aufgeben.
Alle Qualitäten des natürlichen Geistes, Friede, Offenheit, Entspanntheit und Klarheit, sind in meinem Geist, sowie er ist vorhanden. Man muss nichts tun. Man muss sein Gewahrsein nicht verlagern oder verändern. Man braucht, während man den Geist beobachtet, nur die Qualitäten zu erkennen, die er bereits hat.


























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