Freitag, 11. September 2015

Kamera-Frau tritt nach Flüchtlingen.

Kamera-Frau tritt nach Flüchtlingen.
Was gestern in den Medien gezeigt wurde, ist eigentlich unglaublich, aber andererseits auch wieder nicht, denn bei uns Menschen ist alles möglich.
Im Fernsehen könnte man sehen, wie die Flüchtlinge die Sperre durch ungarischen Polizei durchbrach, weil die Flüchtlinge nicht in Ungarn bleiben wollten. Man sah die Menschen laufen, und in dieser Menschenmenge stand eine Frau mit einer Kamera in der Hand, und man sah, wie nach Kindern trat und einen Mann mit seinem Sohn in den Armen zu Fall brachte.
Momentan war ich wie erstarrt, und dachte gleichzeitig: „Das kann doch nicht wahr sein. Wie kann man einen Mann, der ein Kind im Arm hat zu Fall bringen und das noch absichtlich, und das wird auch noch von einer Frau getätigt.“ Denn bisher habe ich noch keine Frau gesehen, die einen Flüchtling angreift oder mit Füssen tritt. Bei Männern kommt es schon häufiger vor.
Diese Aktion der Frau war ein typischer Akt von Fremdenfeindlichkeit und geprägt von Hass gegen Fremde. Ob Rassenhass dabei eine Rolle gespielt haben, weiß ich nicht, aber es gibt keinen Rassenhass, denn die Menschen sind nur eine Art von Lebewesen auf dieser Erde.
Bei dieser Frau muss die Fremdenhass sehr hoch angesetzt sein, denn sie muss schon darin erzogen worden sein. Und das ist der Problem im Osten, denn nachdem die Sowjet-Union aufgelöst wurde, haben sich alle möglichen Parteien aus den Gräbern erhoben, wo sie von 1945 geschlafen hatten, und haben dann auf den Tag der Befreiung von Sozialismus gewartet.
In Ungarn scheint es die selben Rechtsradikalen zu geben, als in Ostdeutschland. Und man könnte bald sagen, der Rechtsradikalismus hat eine neue Heimat gefunden.
Was ich immer wieder feststellen konnte, wenn ich die Bilder von der ungarisch-serbischen Grenze sah, dass die Polizei mit den Flüchtlingen weniger zart umging, denn einige Polizisten gingen schon sehr heftig zur Sache, wenn sie Flüchtlinge zur Ruhe bringen wollten, denn für mich sah es so aus, als wenn sie von oben Anweisungen erhalten hatten, auch auf die Flüchtlinge einzuschlagen, besonders dann, wenn keine Fernseh-Kamera in der Nähe war, und trotzdem konnte man diese widerlichen Aktionen der Polizei sehen.
Die osteuropäischen Länder müssen noch lernen, dass die Menschenrechte und die Menschenwürde ein hohes Gut für alle Menschen ist, und man darf diese Rechte nicht verletzen, indem man Menschen verprügelt oder auch anders misshandelt.
Ich hoffe, die Kamera-Frau muss die Konsequenzen aus diesem Vorfall ziehen, denn so etwas darf nicht wieder zu derartigen Einsätzen zugelassen werden.




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