Mittwoch, 17. Juni 2015

Was geht da drinnen vor sich?

Was geht da drinnen vor sich?
Alle Phänomene sind Projektionen des Geistes.
Warum sollten wir etwas über unser Gehirn wissen, wenn wir glücklich sein wollen? Wir könnten uns glückliche Gedanken machen oder schöne Bilder aufhängen? Und wir können uns dann dann vorstellen, dass unser Körper vor lauter Glück in einem weißen Licht getaucht ist?
Wenn wir den Geist untersuchen wollen, dann stoßen wir immer auf Hindernisse. Es ist oftmals die tiefsitzende und unbewusste Überzeugung, dass wir nun einmal so geboren sind, aber leider nichts tun können, um irgendetwas daran zu ändern. Aber auch in der Arbeit mit Menschen erfahren wir das Gleiche.
Doch ohne einmal bewusst darüber nachzudenken, blockiert die Vorstellung, nichts an unserem Geist oder Bewusstsein ändern zu können, jeden Versuch, es einmal zu probieren.
Es gibt schon Menschen, die versuchen mithilfe von Affirmationen, Gebeten oder Visualisierungen etwas zu ändern, aber schon nach einigen Tagen aufgaben, weil sie keine Resultate erkennen konnten. Damit wird dann das Arbeiten mit dem Geist fallen gelassen. Aber man stellt bei Gesprächen mit Wissenschaftlern oft fest, dass die strukturelle Beschaffenheit des Gehirns tatsächlich wirkliche Veränderungen in den alltäglichen Wahrnehmungen und Erfahrungen zulässt.
In den Gesprächen mit den Neurologen, Biologen und Psychologen hört man viele Vorstellungen und Gedanken, die sehr interessant sind. Manches wird bejaht und bestätigt und anderes in frage gestellt.
Aber als etwas Wertvolles aus diesen Gesprächen ergibt sich die Erkenntnis: Wenn wir uns die Zeit nehmen und zumindest ein partielles Verständnis von der Struktur und Funktion des Gehirns erlangen, liefert uns dies eine fester begründete Basis, um uns aus wissenschaftlicher Sicht verstehen zu können, wie und warum die Techniken bei Buddhisten wirklich funktionieren.
Die verschiedenen Bereiche eines Gehirns arbeiten zusammen wie ein Symphonie-Orchester und bringen bestimmte Resultate hervor wie Bewegungen, Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und körperliche Wahrnehmungen.
Aber das gibt dann ein komplexes Bild. Wir Menschen müssen dieses Bild der Symphonie verstehen, das uns das Gehirn vorstellt., um das Gehirn als solches zu begreifen.
Der Großteil der Gehirnaktivität wird auf eine spezielle Kategorie von Zellen zurückgeführt, die man Neuronen nennt. Es sind gesellige Zellen, die sich gerne unterhalten, aber dabei handelt es sich um Sinneswahrnehmungen, Bewegung, Problemlösung, Schaffen von Erinnerungen und das Erzeugen von Gedanken und Emotionen.
Diese Zellen sehen wie Bäume aus, die einen Stamm „Axon“ genannt und Verästlungen aufweisen. Diese stehen im Kontakt mit anderen Verästlungen und Nervenzellen, die sich durch Organe und Sinnesorgane erstrecken, und Botschaften senden und empfangen. Diese Botschaften werden über die Synapsen weitergegeben.
Die hinweg fließenden Botschaften erfolgen in Form von chemischen Molekülen, die Neurotransmitter genannt werden, und die elektrische Signale erzeugen, die gemessen werden können.
Wenn Neuronen eine Verbindung herstellen, so bilden sie ein Art, das einer alten Freundschaft ähnlich ist. In diesem Band werden vergangene Ereignisse gespeichert, die hervorgeholt werden, wenn sich das Alte erneut benutzbar macht.
Die alten neurologischen Fähigkeiten können durch neue neurologische Fähigkeiten ersetzt werden, als neuronale Plastizität.
Es bedeutet, dass wiederholte Erfahrung die Arbeitsweise des Gehirns verändern kann.

In der heutigen materialistischen Welt besteht die Gefahr, dass Menschen zu Sklaven des Geldes werden, als seien sie einfache Rädchen in einer riesigen Gelddruckmaschine. Dies hat nichts mit Menschenwürde, Freiheit oder echtem Wohlbefinden gemein. Der Besitz sollte der Menschheit dienen, nicht anders herum.

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