Montag, 22. Juni 2015

Natürlicher Geist.

Natürlicher Geist.
Man nennt sie „wahre Natur“, weil niemand sie erschaffen hat.
Die grundlegende Natur des Geistes ist so unermesslich, dass sie das intellektuelle Verständnis-Vermögen vollkommen übersteigt.
Sie kann mit Worten nicht beschrieben oder auf exakte Konzepte reduziert werden. Die grundlegende Natur des Geistes sind derer, die so gegangen sind. Und die so gegangen sind, sind die Wesen, die die vollkommene Erleuchtung erlangt haben, das bedeutet, es sind Leute, deren Geist die gewöhnlichen Begrenzungen völlig hinter sich gelassen haben. Ob das weiterhilft, man müsste sich in dieser Hinsicht noch mehr Gedanken machen, und diese sich durch den Kopf gehen lassen.
Um den natürlichen Geist zu erfahren, braucht man direkte Erfahrungen, die man anschließend einzeln und später im Zusammenhang durchdenkt. Aber für die meisten ist der natürliche Geist ein durch unser neuronales Gewohnheitsmuster geschaffenes beschränktes Selbstbild verschleiert oder verdunkelt.
Doch auch die Gewohnheitsmuster sind eine einfache Widerspiegelung der unbegrenzten Fähigkeit des Geistes, der jede von ihm gewählte Bedingung erschafft.
Der natürliche Geist ist fähig, alles und jedes hervorzubringen, auch die Unkenntnis von seiner eigenen Natur.
Wenn iwr den natürlichen Geist nicht erkennen, ist das die unbeschränkte Fähigkeit des Geistes, alles, was er will, zu erzeugen.
Wenn man Angst, Traurigkeit, Eifersucht, Begehren verspürt oder irgendeine andere Emotion, dann sollte man uns auf die Schulter klopfen, denn wir haben dann die unbegrenzte Natur des Geistes erfahren.
Man kann die wahre Natur des Geistes nicht direkt beschreiben, aber es bedeutet nicht, dass wir nicht versuchen sollten, ein theoretisches Verständnis zu ihr zu entwickeln. Auch ein begrenztes Verständnis ist ein Wegweiser, der den Weg zur direkten Erfahrung aufzeigt.
Erfahrungen lassen sich oft mithilfe von Geschichten und Metaphern erklären, Das neuronale Geschwätz, das einem davon abhält, den Geist in seiner ganzen Vollkommenheit zusehen, ändert nichts an der grundlegenden Natur des Geistes.
Man kann den natürlichen Geist auch mit einem Raum vergleichen, nicht unbedingt mit dem Raum wie ihn die moderne Wissenschaft versteht, sondern vielmehr mit dem Raum der tiefgründigen Erfahrung mit der Offenheit, die wir machen, wenn wir zum wolkenlosen Himmel aufblicken oder einen riesigen Raum betreten.
Wie der Raum ist auch der natürliche Geist nicht von Ursachen oder Bedingungen abhängig. Er ist, er existiert einfach: unermesslich und jenseits aller Beschreibung, der essenzielle Hintergrund, durch den wir uns bewegen und der uns einen Bezugsrahmen für die Unterschiede zwischen den von uns wahrgenommenen Objekten gibt.

Das Leben eingehend betrachtend, ist es möglich, alles, was ist, klar zu sehen. Von nichts versklavt, ist es möglich, von allen Begierden abzulassen. Das Ergebnis ist ein Leben voller Freude und Frieden. Das heißt, wirklich allein zu leben.




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