Dienstag, 23. Juni 2015

Natürlicher Friede.

Natürlicher Friede.
Im natürlichen Geist gibt es weder Ablehnen noch Annehmen, weder Verlust noch Gewinn.
Der Vergleich zwischen dem natürlichen Geist und dem kosmischen Raum ist mehr eine nützliche Metapher als eine genaue Beschreibung. Beim Gedanken an das All stellen sich die meisten einen leeren Hintergrund vor, vor dem alle möglichen Dinge in Erscheinung treten und verschwinden: Sterne, Planeten, Meteore, schwarze Löcher, Asteroiden und auch Dinge, die noch gar nicht entdeckt wurden.
Doch unsere Vorstellung vom Wesen des Raumes bleibt trotz all dieser Dinge unberührt, denn bisher hat sich der Raum nicht beklagt.
Es sind Millionen von Botschaften in das Universum geschickt worden, aber es kam keine Antwort zurück.So bleibt auf gleiche Weise die Essenz des Geistes von unangenehmen, normalerweise schmerzhaft oder leidvoll empfundenen Gedanken oder Situationen unberührt.
So bleibt auch der Geist natürlich friedvoll, wenn er nicht von Gedanken belastet wird, die er selbst nicht beantworten kann. Wie beim Blick in das Universum ist dieses Sehen nur ein ruhiges und stilles Betrachten. Es ist wie ein unschuldige Art der Sicht als natürlicher Friede, in einem Zustand der totalen Entspannung, die man erleben kann, wenn man die Erfahrung gemacht hat.
Wenn man eine Fähigkeit zur Zufriedenheit aller erledigt hat, dann tritt eine Entspannung ein. Dieser einfache und natürliche Entspannungszustand wird als „natürlicher Friede“ verstanden.
Wie bei allen Aspekten des natürlichen Geistes übersteigt die tiefe Erfahrung mit dem natürlichen Frieden, was man normalerweise als Entspannung ansehen kann, entzieht sich jeglicher Beschreibung.
Wenn man auch die Erfahrung macht, den natürlichen Frieden unseres Geistes zu erleben, liegt aber jenseits unseres Vermögens, ihr mit Worten Ausdruck zu verleihen.
Wenn man sich zu einer Tätigkeit niedersetzt und dann den Vorgang der Tätigkeit in Gedanken durch denkt, dann darf man nicht überrascht sein, wenn man keine Antwort bekommt. Abr wenn man etwas, trotz ausdrücklicher Erfahrung mit Worten nicht beschreiben kann, dann ist es ein Zeichen des Fortschritts. Das bedeutet, dass man einen kleinen Schritt in den Bereich der unsagbaren Weite seiner wahren Natur getan hat, und es ist ein guter Schritt, den viele Leute, die zu sehr an die Vertrautheit mit ihrer Unzufriedenheit gewöhnt sind, nicht machen oder zutrauen.
Meditation bedeutet: „Vertraut werden mit.“ D.h., man soll sich mit dem eigenen Geist vertraut machen, denn man lernt sich auf einer tieferen Ebene kennen.
Das Entdecken der Natur des Geistes ist ein allmählicher Prozess. Der einzige Unterschied zwischen Meditation und gewöhnlicher Interaktion ist der: dass man beider Meditation sich allmählich selber kennen lernt.

Das Leben eingehend betrachtend, ist es möglich, alles, was ist, klar zu sehen. Von nichts versklavt, ist es möglich, von allen Begierden abzulassen. Das Ergebnis ist ein Leben voller Freude und Frieden. Das heißt, wirklich allein zu leben.











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