Donnerstag, 25. Juni 2015

Geist, Biologie oder beides.

Geist, Biologie oder beides.
Der Buddha weilt in unserem eigenen Körper.
Was nicht ausfindig gemacht werden kann, bedeutet nicht,das es nicht existiert. Man beobachtet es schon beim Versuch, den korrekten Sitz des Geistes auszumachen. Es gibt wohl reichlich Hinweise auf die mentale Aktivität, aber bisher konnte kein Wissenschaftler die Existenz des Geistes selbst nachweisen.
Auch war kein Wissenschaftler imstande, die Natur und Eigenschaften von Raum auf grundlegender Ebene, präzise zu definieren.
Doch jeder weiß, dass wir einen Geist haben, und können auch nicht die Existenz des Raumes bestreiten.
Doch Geist und Raum sind tief in unsere Kultur eingewurzelte Begriffe. Auch sind wir mit diesen Begriffen und damit verbundenen Vorstellungen vertraut. Wir empfinden sie als normal und bis zu einem gewissen Grad als etwas ganz Gewöhnliches.
Aber mit den Begriffen wie „natürlicher Geist“ und „natürlicher Friede“ nicht im gleichen Maße vertraut.
So gesehen geht man mit einiger Skepsis an diese Begriffe heran. Doch lässt sich rechtens sagen, dass wir uns zumindest bis zu einem gewissen Grade dadurch mit dem natürlichen Geist vertraut machen können, dass wir uns auch hier der Schlussfolgerung und direkten Erfahrung bedienen.
Die Wirklichkeit des natürlichen Geistes wird anhand eines bestimmten, für jedermann augenfälligen Merkmals demonstrieren lässt, dargestellt in Form einer Frage und einer Antwort. Die Frage lautet: “ Was ist ganz allgemein das eine Grundanliegen das alle Menschen miteinander teilen?“
Stellt man bei öffentlichen Belehrungen die gleiche Frage, so erhält man eine Reihe verschiedener Antworten.
Manche sagen, , dass das Hauptinteresse aller darin besteht, am Leben zu leben, glücklich zu sein, Leiden zu vermeiden oder geliebt zu werden.
Dann gibt es noch Antworten: Frieden, Fortschritt, Essen, Atmen, keine Veränderung, Verbesserung der Lebensumstände.
Aber es gibt auch noch andere Antwort, die sagen: mit sich selbst und anderen in Harmonie leben, den Sinn des Lebens zu verstehen oder die Angst vor dem Tod zu überwinden.
Eine lustige Antwort finde ich : „Ich selber.“
Man kann alle Antworten als absolut korrekt betrachten, doch stellen sie lediglich Aspekte der letztendlichen Antwort dar.
Das Grundanliegen, dass alle Wesen miteinander teilen - Menschen, Tiere und Insekten gleichermaßen – ist der Wunsch glücklich zu sein und Leiden zu vermeiden.
Wenn auch jeder von uns andere Strategien anwendet, doch am Ende arbeiten wir alle für das gleiche Resultat. Wir sind alle ständig in Bewegung – mit dem Verstand und mit dem Körper – um irgendeine Art von Glück zu finden und Leiden zu vermeiden.
Der Wunsch, dauerhaftes Glück zu erlangen und Leiden zu vermeiden, das ist ein untrügliches Zeichen für die Anwesenheit des natürlichen Geistes: Warum wird diesem speziellen Zeichen soviel Bedeutung beigemessen? Die wahre Natur aller Lebewesen sind völlig frei von Leiden und mit vollkommenen Glück ausgestattet: wir verstreben nach Glück und suchen das Leiden zu vermeiden, bringen wir nur die Essenz dessen, der wir sind, zum Ausdruck.
Das sehnsüchtige Verlangen nach dauerhaftem Glück, das wir empfinden, ist die „leise innere Stimme“ des natürlichen Geistes, was uns an das erinnert, was wir in Wirklichkeit zu erfahren und zu erleben vermögen.
Es ist gleich, wie sehr uns das Alltagsleben uns in Anspruch nimmt, egal wie großartig man sich vorübergehend fühlt, verliebt zu sein, gelobt zu werden oder den absolut „perfekten“ Job zu bekommen, die Sehnsucht nach einem Zustand vollständigen, ununterbrochenen Glücks zerrt an uns.
Denn in gewisser Weise haben wir Heimweh nach unserer wahren Natur.

Wunderbarer als alles Glück auf Erden oder im Himmel, größer als die Herrschaft über die ganze Welt ist die Freude des ersten Schrittes auf dem Pfad der Erleuchtung.











Keine Kommentare: