Dienstag, 19. Mai 2015

Vom Nutzen des Meditation-Weges

Vom Nutzen des Meditation-Weges.
Was bedeutet es in der Meditation, wenn man auf einem Surfbrett, eine riesige Welle langsam heruntergleitet?
So kann man auf den Gedanken kommen: „ Du kannst die Welle nicht anhalten, aber du kannst lernen, auf ihr zu surfen.“
Es ist der Kerngehalt eines Meditation-Weges und zeigt, wie Achtsamkeit in die reale Welt gebracht wird, die voller Sinnesreize, voller Gefühle und Veränderungen ist. In der Meditation üben wir, in jedem Moment gegenwärtig zu sein mit unserem Bewusstsein, mit mehr Offenheit im Herzen und mit einem klaren Verständnis.
Die Meditation kann uns dabei helfen, zu lernen, wie wir offen bleiben und wie wir von ganzem Herzen lieben, und wie wir diese Liebe ohne Scheu zum Ausdruck bringen. Auch in Schwierigkeiten kann die Meditation uns Möglichkeiten zeigen, wie man sich weniger von Höhen und Tiefen des Lebens gefangen nehmen kann, und wie man weniger Angst vor Veränderungen sowohl in Freuden wie auch in Leiden erdulden muss.
Wie lernt man richtig lieben, indem man entdeckt, wir können alle Aspekte des Geistes öffnen, den schwierigen sowie auch den einfachen.
Meditatives Bewusstsein mindert die Spannungen und heilt den Körper, beruhigt den Geist und öffnet auf behutsame Weise das Herz. Und hilft uns zu lernen, erfüllter in der gegenwärtigen Realität zu leben, und Mitmenschen und die Umwelt besser zu verstehen.
Wenn wir die Achtsamkeit üben, werden wir gegenwärtiger, denken beim Spaziergang nicht an Rechnungen oder anderen Problemen oder was wir am Tag zuvor erlebt haben, sondern wir lernen, ganz da zu sein, wo wir sind.
Mit der Aufmerksamkeit ganz im gegenwärtigen Augenblick zu sein, ist das Einzige, was Sinn macht, und wenn man diesen Augenblick verstreichen lässt, so wird er immer vergangen sein.
So kann uns die Meditation helfen, die tiefsten Wünsche zu erfüllen, die innere Freiheit und das Glück zu entdecken und ein Gefühl für die Einheit des Lebens zu bekommen. Dadurch kann man besser verstehen, wer wir sind und dieses seltsame Leben, in das wir hineingeboren wurden, mit mehr Weisheit zu leben.
So hilft uns die Meditation herauszufinden, worum es im ganzen Ablauf von Leben und Sterben geht. Und was wir dazu benötigen, ist das systematische Üben von Achtsamkeit und Bewusstheit, um das Gefühl für die innere Ruhe voranzubringen, und um alles das zu verstehen und zu lernen, was um uns herum geschieht.
Die Meditation ist einer Herausforderung für den Menschen, und sie ist deshalb nicht gut noch schlecht, sie ist weder Segen noch Fluch, sie ist einfach da, wenn ich meditiere.
Die geistige Einstellung für die Meditation ist die Offenheit, Entdeckerfreude und das Verständnis. Man soll seine Aufmerksamkeit immer auf den gegenwärtigen Augenblick lenken. Man soll lernen, sich langsam und auf ausgeglichene Weise zu konzentrieren, und den Atem, den Körper, die Gefühle und den verstand zu beobachten.
Die Muster in Körper und Geist erkennen zu lernen, die Leid verursachen, und dann entdecken, wie man dieses Leid auflöst.
Lernen kann man auch, zum eigenen und zum Leben anderer Menschen eine Beziehung aufzubauen, die von liebevoller Güte, von tieferem Verständnis und von Mitgefühl geprägt sind. Wir müssen lernen, gütig zu sein.

Wenn wir danach streben anderen zu helfen, wird unsere Einstellung positiver und Beziehungen werden einfacher. Wir sind weniger ängstlich und zurückhaltend. Bleiben wir jedoch scheu und zurückhaltend, fühlen wir uns als müssten wir tausend Vorsichtsmaßnahmen ergreifen bevor wir auf Menschen zugehen. Wenn unserer Absichten gut sind, haben wir eine größerer Selbstsicherheit und fühlen uns stärker. So lernen und verstehen wir, wie kostbar und bedeutend Freundlichkeit ist.


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