Mittwoch, 13. Mai 2015

Die uralte Kunst der Meditation.

Die uralte Kunst der Meditation.
In den buddhistischen Klöstern findet man in zugänglicher Weise Übungen und Lehren, die auch uns allen zugänglich sind. Man wird in diesen Übungen und Lehren mit den einfachsten und am weitesten verbreiteten Meditation-Übungen bekannt gemacht, insbesondere mit den Übungen der Achtsamkeit und der liebevollen Güte.
Dabei lernt man, wie man meditiert und im täglichen Leben davon profitiert.
Wir müssen uns die Zeit nehmen, zur Ruhe kommen, dann spüren wir, dass wir unser Leben mitfühlender und wachsamer erleben können. Denn meditieren bedeutet, die innere Fähigkeit fördern, und sie im Leben zum Ausdruck bringen.
Es gibt viele brauchbare Formen von Meditation-Übungen. Es ist nicht jede, die uns hilft: achtsamer und bewusster für unseren Körper, unsere Sinne, unseren Geist und unser Herz zu werden.
Die Art von Meditation, die man wählt ist nicht von Bedeutung, aber wichtig ist es, nach dem man sich entschieden hat, auch dabei bleibt und sie regelmäßig praktiziert, denn Meditation verlangt sehr viel Disziplin. Es genügt nicht, täglich nur ein paar Minuten zu üben, denn wenn man wirklich interessiert ist dann möchte man ernsthaft die Fertigkeit erlernen und Fortschritte machen, denn Meditation verlangt Ausdauer, Geduld und regelmäßiges Üben.
Also soll man sich eine Art von Meditation heraussuchen, die einem zusagt und die man praktizieren kann, was man täglich machen sollte.
Mit dem regelmäßigen Üben entwickelt man die Fähigkeit, sich dem gegenwärtigen Augenblick zu öffnen und so entwickelt man durch das Meditieren Geduld und Mitgefühl und wird offen für alles.
Das Herzstück buddhistischer Meditation sind die Grundübungen der Achtsamkeit-Meditation, auch Vipassana genannt.
Vipassana bedeutet:“Die Dinge so zu sehen, wie sie sind“, und es ist die am weitesten verbreitete Meditation-Weise und von zentraler Bedeutung buddhistischer Tradition.
Sie betont die Achtsamkeit und wie sich unsere Erfahrungen in allen Bereichen entwickeln.
Die Meditation soll behilflich sein, das Licht der Achtsamkeit auf jeden Aspekt deiner täglichen Erfahrungen zu werfen, und dir zeigen wie man die heilende Kraft liebevoller Güte auf sich selbst und andere Menschen ausdehnen kann.
Die Achtsamkeit-Übung wird auch Einsicht-Übung genannt. Aber dabei geht es nicht um die Aufmerksamkeit auf ein Bild von Buddha, eine Gottheit, ein Licht, eine Kerze oder auf heilige Worte zu lenken, doch wir entdecken durch die Aufmerksamkeit die Möglichkeit, inmitten von Bewegung unbewegt zu bleiben. Deshalb können selbst ganz weltliche, oft wiederholte Tätigkeiten wie Essen, Spazierengehen oder Telefonieren in die meditative Bewusstheit einbezogen und Teil der Aufmerksamkeit-Übung werden.
Darum ist die Meditation auch keine Übung, sondern eher eine Seinsweise, die immer beides ist. Denn Achtsamkeit hilft uns, geistesgegenwärtiger und lebendiger auf alles zu reagieren, was uns begegnet, und das zu entwickeln, was wir als Lebenskunst bezeichnen.
Doch Lebenskunst ist weder ein sorgloses Dahintreiben noch ein angstvolles festklammern an der Vergangenheit, denn sie besteht darin, jeden Augenblick ganz einfühlsam zu sein., alles neu und einzigartig anzusehen, das Bewusstsein offen und ganz und gar empfänglich zu halten.
Meditieren bedeutet, dass wir das Leben mit Anteilnahme und Liebenswürdigkeit betrachten und herausfinden, wie man wachsam und frei sein kann.
Meditieren heißt, neue Möglichkeiten entdecken und Fähigkeiten entwickeln, um ein weiseres, liebevolleres, mitfühlender-es und erfüllender-es Leben zu führen.

Versuchen wir, das Beste eines jeden Menschen zu erkennen, den anderen im bestmöglichen Licht zu sehen. Diese Einstellung erzeugt sofort ein Gefühl der Nähe, eine Art Geneigtheit, eine Verbindung.

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