Sonntag, 24. Mai 2015

Die Gedanken beobachten.

Die Gedanken beobachten.
Wenn man sich in eine Meditation vertieft, was geschieht dann? Wenn man sich in einen Großteil seiner Gedanken verstrickt, dann fragt man sich.“Was kann ich tun?“
Was haben wir gelernt: dass die Gefühle von Verlangen, Unruhe, Zweifel, Furcht oder Abneigung auftauchen und wieder verschwinden, und dass wir uns vor ihnen verbeugen, und sie als einen Bestandteil der Meditation akzeptieren können, in gleicher Weise wird es Bewegungen des Verstandes geben.
Der Verstand wird zur Gedankenfabrik produziert. So können wir Erlebnisse der Vergangenheit noch einmal in Gedanken durchleben.
Der Verstand rekapituliert während der Meditation auch die Vergangenheit, gleichzeitig gibt es Vorstellungen darüber, was uns in der Zukunft begegnet.
Die Geschichten werden nicht bewertet, weil sie nicht wirklich sind, sondern nur Erinnerungen. Man kann sich in Gedanken verlieren, aber man kann ins Hier und Jetzt zurückkehren. Wenn man das Letztere macht, dann übt man sich, zu erwachen, in einer achtsamen Art und Weise im gegenwärtigen Augenblick zu leben.
Wenn man zur Ruhe kommt, dann öffnen sich tiefere Ebenen der Besinnung und des Verstehens, oder verborgene Dinge kommen an die Oberfläche, die zum Ausdruck gebracht oder verstanden werden wollen.
Gedanken sind Verbindung zu den Dingen, wenn du meditierst. Zuerst ist der Sinneseindruck da, und dann kommt der Gedanke hinzu. Gedanken kommen in der Meditation nicht zum Bewusstsein, sondern erscheinen als Strom, den man als inneren Strom wahrnimmt. Man lernt mit der Zeit seine persönliche Denkweise kennen. Man versucht manchmal ausschließlich Bilder, aber wenige Worte in der Meditation zu gebrauchen, aber andere verwenden Bilder und Worte für die Meditation.
Man wird entdecken, dass es möglich ist nicht nur den Atem oder Körperempfindungen oder Geräusche bewusst zu machen, sondern auch den inneren Strom von Bildern, Vorstellungen und Worten, die ansonsten meist unbeachtet bleiben. Eine der Einsichten in der Meditation betrifft einfach die Art und Weise wie der Verstand arbeitet, und es gibt verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen.
Man muss zu aller erst anerkennen, dass man viel Zeit damit verbringt, sich in Gedanken zu verlieren. Man muss ernsthaft darauf reagieren, und den Gedanken und Stimmungen Glauben zu schenken, aber es kann auch zu einer Menge Schwierigkeiten und Leiden führen.
Eine Möglichkeit besteht darin, von einem Ort zu zuhören, der sich nicht im Verstand befindet, sondern im Herzen, und der mit mehr Sinn für Offenheit, mit Weisheit und Verständnis zuhört, und dann auf die Dinge eingeht, ohne sich einfangen zu lassen.
Auch in dieser Meditation sollte man zu einer Haltung finden, in der man aufrecht und bequem sitzen kann. Man konzentriert sich auf den Atem und macht ihn zum Mittelpunkt der Meditation. Wenn während der Beobachtung des Atems körperliche Empfindungen, Geräusche oder Gefühle auftauchen, dann verlasse den Atem, und wende dich dem Neuen zu und lässt ihm die gleiche Achtsamkeit zu kommen.
Ziehe natürlich auch den Gedanken in die Meditation ein, wenn sie während des Atems auftauchen sollten.
Wenn ein starker Gedanke auftaucht so baue diesen Gedanken langsam zu einer Erinnerung ab, bis er nur noch ein Erinnern ist, und kehre zu Atem zurück, aber beobachte alles mit einer freundlichen und sorgfältigen Aufmerksamkeit.
Wenn viele Gedanken auftauchen, dann richte die Aufmerksamkeit auf das, was gerade gegenwärtig ist. Im Verlauf der Meditation-Übungen wird die Aufmerksamkeit ausgedehnt. Vom Atem und der Körperhaltung her ist vieles aufgenommen worden, und Energie und Körperempfindungen werden eingeschlossen.
Man lernt , alles aufzunehmen und als Melodie des Lebens in die Meditation aufzunehmen, wenn wir da sitzen. Der Atem wird von uns in den Mittelpunkt gestellt, damit Ruhe einkehrt und damit es friedlich wird.
Aus diesem Bewusstsein begegnen wir alles mit Freundlichkeit und Annahme, und es wird ein Teil unserer Meditation.

Bewerte Deine Erfolge daran, was Du aufgeben musstest, um sie zu erzielen.




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