Donnerstag, 26. Februar 2015

Langzeitarbeitslose zum Sport verpflichtet?

Langzeitarbeitslose zum Sport verpflichtet?
In den letzten tagen wurde in den Medien darüber diskutiert: Ob Langzeitarbeitslose „Sport treiben sollen, damit sie schneller und besser Kontakt zu den anderen Men­schen in unserer Gesellschaft bekommen.“
Ob jemand Kontakt zu anderen Menschen aufbaut, das hat wohl nichts mit dem Sport zu tun, denn der Sport dient nur als Ausrede dafür, damit man mehr Mitglieder in die Fitness-Studien bekommt. Dieser Begriff dient auch dazu, und insbesondere für Fa­natiker, die meinen, dass der Sport das Höchste im Leben sei, und dass auch jeder­mann Sport treiben müsse, damit er eine gute Figur bekommt und gesund bleibt.
Ob jemand durch Sport eine gute Figur bekommt, das sei einmal dahingestellt, und ob er auch gesund bleibt, ist fraglich, denn wenn man bedenkt wie viel Drogen in den Fitness-Studien verkauft wird, übersteigt schon das Maß an Gesundheit.
Bei einer Befragung in RTL haben 52 Menschen den Sport für Langzeitarbeitslose abgelehnt. Ich bin auch der Meinung, wer Sport treiben will, der kann es machen, aber dazu müsse er selbst bereit, denn gesund könne er sich auch durch regelmäßiges Spazierengehen halten, dazu müsse er keinen großartigen Sport treiben.
Der maßlose Drang eine gute Figur zu bekommen, um dann anzugeben, der ist bei ei­nigen Menschen vorhanden, denn sie sind versessen auf Sport, und haben auch dann noch das Bestreben, durch die bessere Figur noch mehr zu erreichen, was man beson­ders bei jungen Frauen vorfindet, die sich dann einen Mann angeln wollen, der viel Geld hat und ein maßloses Schoppen anbieten kann.
Wer so viel Sport wie ich gemacht hat, es war Sport für den Militärdienst bei der Fernspäheinheit, in sechs Wochen bis 7000 Km marschiert, mit einem Gewicht an Gepäck von 75 Kg, der weiß anschließend, was Sport bedeutet, aber es war für die Ausbildung, aber trotzdem habe ich weiterhin Sport gemacht, der über die Grenzen des Normalen weit hinausreichte, 40 km Laufen pro Tag.
Darüber habe ich heute mit 74 Lebensjahren zu leiden, weil ich ein massives Sport­ler-Herz von einer 5-fachen Stärke eines normalen Herzens habe.
Ich muss heute noch Sport treiben.
Es ist heute unwürdig, dass man Menschen zu etwas verpflichten will, was nicht zum Leben eines Menschen gehört. Die Arbeitslosigkeit hat andere Gründe, und sie hat nichts mit Sport zu tun.
Manchmal denke ich an die Zeit von 1933 bis 1945, als die herrschenden Nationalso­zialisten alles Mögliche veranstalteten, um die Wehrkraft des deutschen Volkes zu fördern und aufrecht zu erhalten.
Wenn diejenigen, die den Sport für Langzeitarbeitslose vorgeschlagen selbst gerne Sport treiben, dann sollen sie er machen, aber über die Gründe der Arbeitslosigkeit sollten sie dann auch selbst einmal richtig nachdenken. Vielleicht wäre es für diese Menschen sehr gut, wenn sie sich mit anderen Menschen treffen würden, und mit de­nen über die Gründe der Langzeitarbeitslosigkeit reden würden.
Ja, meine lieben Freunde, so ist es mit uns Menschen, erst denken dann reden.















































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