Dienstag, 5. August 2014

Keine lachenden Frauen

Das habe ich auch noch nicht gehört. Der türkische Vizepräsident äußerte sich soweit, dass er lachende Frauen widerlich findet, und deshalb möchte er la­chende Frauen verbieten.
Diese Aussage stieß bei mir anfangs auf sehr viel Unverständnis, denn lachen­de Menschen kann man nicht verbieten, das sie lachen und vergnügt sind.
Das Lachen ist eine Verhaltensweise für den Menschen wie die Trauer und das Weinen, denn das Lachen drückt Freude aus. Und warum soll eine Frau nicht lachen?
Ich lache sehr gerne und auch sehr oft, aber nicht aus Schadensfreude, denn ich empfinde mit dem geschädigten Menschen mit, und ich möchte nicht, dass man über seine Beschädigung lacht, sondern den Schaden oder die Schädigung sehr ernst nimmt.
Aber wenn eine Frau lacht, dann hat sie Freude am Leben, und ist in dem Mo­ment ein glücklicher Mensch. Und wer hat keine glücklichen Menschen um sich? Ich auf jeden Fall, denn dieser Zustand ist ein beglückender Zustand.
Wenn ein Mann davon spricht: dass Frauen nicht lachen dürfen und lachende Frauen widerlich sind, dann muss man sich fragen: in welchem Zustand muss dieser Mann sein, und da er auch noch Verantwortung als Vizepräsident für einen Staat also für Menschen Verantwortung trägt, dann muss man intensiver darüber nachdenken, wie das Gehirn dieses Menschen strukturiert ist.
Dieser Vizepräsident ist ein Regierungsvertreter der Türkei, also eines Staates dessen Bewohner überwiegend den Glauben des Islams vertreten.
Aber die meisten Frauen lachen über den Unsinn, den der Vizepräsident so von sich gibt, und denken an einen merkwürdigen Spaßvogel.
Ob ich jetzt die ganze Sache wirklich ernst nehme, wird sich irgendwann herausstellen, denn ich bin derzeit etwas vorsichtig, weil ich wirklich nicht, ob das nur ein schlechter Witz war, oder ob es der Mann ernst meint.


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