Sonntag, 16. Februar 2014

Unterhalt für Eltern

Unterhalt für Eltern
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, das Kinder für ihre bedürftigen Eltern Unterhalt zahlen müssen. Dieses Urteil besteht schon lange, denn irgendwann in der Vergangenheit muss schon ein Landgericht so entschieden haben, jetzt hat der Bundesgerichtshof endgültig entschieden.
In diesem Fall ging es um die Kosten für ein Pflegeheim. Hier ist das Sozialamt an die Kinder herangetreten, um von denen den Unterhalt für die bedürftigen Eltern zu bekommen. Laut Gesetz ist das Sozialamt verpflichtet, den Unterhalt zu verlangen, den das Sozialamt an die bedürftigen Eltern oder für die bedürfti­gen Eltern bezahlt.
Das ist auch richtig so.
Auch wenn die Eltern sich schon der Vergangenheit von den Kindern losgesagt haben, und jeglichen Kontakt abgebrochen haben, oder sogar die Kinder ent­erbt haben, ist das kein Grund, die bedürftigen keinen Unterhalt mehr zu be­zahlen.
Ich bin eigentlich selbst ein Betroffener. Als Kind und Jugendlicher musste ich neben der Schulausbildung auch noch arbeiten gehen, weil meine Mutter nicht arbeiten wollte, weil sie angeblich etwas am Herzen hatte.
Nun gut, ich hatte immer einen starken Hang zu einem Verantwortungsbewusst­sein, das ich dann auch umsetzen konnte. Aber gut war es nicht, die Bequem­lichkeit anderer Menschen zu fördern. Aber ich habe es getan.
Später als Soldat bei der Fallschirmtruppe, habe ich das ganze Gehalt an mei­ne Familie überwiesen und habe nur von der Springer -zulage gelebt. Nun gut, es ging schon.
Als dann geheiratet habe, musste ich meine eigene Familie versorgen, so habe ich nichts mehr bezahlt. Das Sozialamt ist auch an mich herangetreten, aber aufgrund meiner Ausgaben, hat man auf den Unterhalt verzichtet. Meine Mut­ter und Halbgeschwister waren darüber sauer.
Als meine Mutter in ein Altenwohnheim kam, trat das Sozialamt an mich heran, und wollte, dass ich die Kosten für das Altenheim übernehme. Aber aufgrund dessen, dass meine Frau nicht mehr arbeitete, und meine Tochter studierte, konnte man die Übernahme der Kosten von mir nicht verlangen. So blieb ich dann weiterhin ungeschoren.
Meine Mutter ist mit achtzig Jahren 2001 Verstorben an Wasser in der Lunge.
Aber das Kinder, wenn sie es finanziell können, für die bedürftigen Eltern auf­kommen, also ihnen den Unterhalt zahlen, damit auch für die Eltern, das dürfte selbstverständlich sein, sowie auch die Eltern für die Kinder eine Verantwor­tung tragen. Man könnte in diesem falle es ganz einfach ausdrücken, es beruht alles auf Gegenseitigkeit.
Wenn schwerwiegende Verfehlungen einer Seite des Unterhaltsstreites vorlie­gen, dann kann man von dem Unterhalt zurücktreten, und gar nichts zahlen. Aber das dürfte nur in den seltensten Fällen vorkommen.
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, und diese Entscheidung gilt von jetzt ab in der Rechtsstreit für den Unterhalt.

Keine Kommentare: