Montag, 23. Dezember 2013

Dick oder Fett

Dick oder Fett?
Wir Menschen verändern uns im Laufe unseres Lebens oft sehr stark, und das sieht man sehr oft, wenn man jemanden trifft, denn man schon Jahrzehnte nicht mehr gesehen hat. Wenn ich heute zur deutsch-dänischen Grenze fahren würde, und würde die alten bekannten aus meiner Schulzeit besuchen, dann würde ich garantiert viele oder auch alle nicht mehr erkennen. Man muss sich vorstellen, ich habe Süderlügum 1958 nach meiner Schulzeit verlassen, und bin in Süd­deutschland bei der Fallschirmjägertruppe gelandet. Später habe ich in Mann­heim studiert, und davor habe ich hier geheiratet.Ich bin jetzt fast 50 Jahre ver­heiratet, es ist eine lange Zeit, und es war auch eine schöne Zeit, die ich nie vergessen werde.
Ich hatte hier von Veränderungen in einem langen Leben gesprochen, und da­mit beziehe ich mich auch auf die körperlichen Veränderungen, die an uns ge­schehen. Nicht nur das wir runzelig werden, sondern wir werden etwas dicker, aber auch dünner können wir werden. Ich bin zum Beispiel dünner geworden, aber es ist ein schleichender Prozess, den auch meine Mutter im Alter vollzogen hat. Ich hoffe, das ich nicht zu dünn werde.
Was mir zur Zeit immer auffällt, besonders lese oder höre es in den Medien, „Du bis fett“. Was heißt dieser begriff schon? Gut, man kann dazu sagen „Du bis dick“, wenn man sich äußern will, aber der Mensch sollte soviel Anstand besitzen, dass er gar nichts sagt, denn wie ein Mensch aussieht, das ist seine persönliche Sache. Ich sage zu diesem Menschen, der von fett oder dick redet auch nicht, „Du bist schwachsinnig, lass dich einmal vom Psychiater untersu­chen“.
Es gibt keinen Grund andere Menschen zu beleidigen, ansonsten kann ich nur sagen, der andere beleidigt hat erhebliche Probleme mit sich selbst und mit sei­ner Umwelt.
Es gibt weder ein „Dick“ noch ein „Fett“, sondern es gibt den Menschen, der in seinem Leben erheblichen Veränderungen unterliegt.
Die sogenannten Magermodels sind ein typischen Beispiel dafür, das viele ho­mosexuelle Modeschöpfer in den mageren Models ihre mageren Jünglinge se­hen, die sie gerne vernaschen wollen. An Frauen gehen sie lieber nicht ran. Das ist auch ihre Sache.
Frauen sind bisher aufgrund ihrer biologischen Aufgabe in der Natur immer et­was fester in der Figur gewesen, sie haben immer mehr schöne Speckröllchen gehabt als die Männer, denn der Mann ist nur zum Zeugen da, oder hin und wieder auch zum Jagen, damit die Frau und der Nachwuchs etwas zu essen ha­ben. Ansonsten kann man den Mann vergessen, besonders dann, wenn er be­stimmen will, wie eine Frau auszusehen hat.
Von den Begriffen „Dick“ oder „Fett“ halte ich nichts, sie sind Beleidigen für die Menschen, die etwas mehr Speck auf den Rippen haben. Seitdem ich so ab­genommen habe, da friere ich auch viel mehr, denn mein innerer Ofen hat keine Material mehr, um etwas zu verbrennen.
Ich schlage vor: sprechen wir nicht mehr über „dick“ und „fett“, sondern nur über den lieben Mitmenschen, mit dem wir uns unterhalten, und mit dem wir la­chen können. Der Mensch ist wichtiger als begriffe, diejenigen, die sich abwer­tend über den Mitmenschen auslassen, die sind oft psychisch krank und haben deshalb auch massiver Probleme, die sie erst einmal selbst bewältigen sollten.

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