Freitag, 25. Oktober 2013

Aufenthalt in Altenheime

Aufenthalt in Altenheime
Gestern habe ich einen Fernsehfilm über ein Altenheim in Österreich gesehen, und der war für mich sehr interessant. In der Fernsehzeitschrift wurde dieser Film als Komödie angezeigt, und es war auch eine Komödie, und zwar eine gute.
Ich bin jetzt auch schon im Alter, in dem man sehr leicht in ein Altersheim einsteigen kann, wenn man sich nicht mehr so leicht alleine versorgen kann, denn dann braucht man die Hilfe anderer Menschen, aber noch ist es nicht so weit.
Für mich war der Inhalt dieses Filmes interessant, denn er zeigte das Verhalten der alten Menschen auf, aber auch das Verhalten des Personals gegenüber diesen Menschen, d.h. Die alten Menschen wurden nett und fürsorglich behandelt, aber in gewisser Weise auch entmündigt, d.h. wiederum, dass diese Menschen wie kleine unmündige Kinder behandelt wurden.
Aber die alten Menschen sind generell nicht kleine unmündige Kinder, sondern sie sind Menschen, die ein langes Leben hinter sich haben, und sie haben in diesem Leben sehr viel an Erfahrungen gesammelt und an die nachfolgenden Genera­tionen weitergegeben.
Heute hat man dieses System wieder aufgenommen, aber vermutlich deshalb, weil jetzt oder z. Zeit Fachkräfte fehlen, die eine empfindliche Lücke haben entstehen lassen.
Aber ich denke, dass es jetzt wieder Firmeninhaber oder Vorstände gibt, die der Meinung sind, dass auch ältere Men­schen noch immer das Bedürfnis haben, einer ausreichenden Beschäftigung nachzugehen. Der Mensch will beschäftigt werden, ob alt oder jung, er sucht nach einem Tätigkeitsfeld, um seinem Bedürfnis, etwas gegen die Langeweile zu tun, zu erfüllen.
So auch in dem Fernsehfilm, wo jeder seine frühere Tätigkeit darstellte, und noch der Meinung war, diese Tätigkeit aus­füllen zu können.
Von der Gesellschaft werden die älteren Menschen, auch Senioren genannt, sehr schnell auf ein Abstellgleis geschoben, das sich Ruhealter nennt. Dieses Ruhealter für den Menschen gibt es nicht, weil es auch im Tierreich kein derartigen Be­griff gibt, wenn Tiere altern. Die älteren Tiere gehen ihren Weg weiter, auch wenn es unbequemer für sie wird, aber sie wollen überleben, und so ist es auch beim älteren Menschen, denn er will auch nur überleben, solange er lebt.
Wir Menschen sollten uns auch nach der Natur richten, denn wir kommen aus der Natur. Durch unsere Entwicklung ha­ben wir verschieden für uns lebenswichtige Passagen durchlaufen, und letztendlich sind wir die Wesen geworden, die die Natur haben oder nicht haben wollte, aber das wird die Natur irgendwann selbst entscheiden.
Wir werden als kleine Lebewesen geboren, werden dann im Laufe der Jahre älter und dann werden wir ganz alt, so das wir Hilfe durch jüngere Menschen bedürfen, und meistens durch die eigene Familie.
Aber unsere Gesellschaft hat das Instrumentarium der Altenhilfe aufgebaut mit dem Altenheim und der Altenpflege in Heimen. So soll auch der ältere Mensch gepflegt werden, wenn es die Familie nicht selbst machen kann. Aber was ge­schieht dann?
Die alten Menschen, die in diesen Heimen leben, werden finanziell sehr häufig abgezockt oder auch ihre Familie, aber eine besondere Pflege gibt in diesen Heimen häufig auch nicht. Für die Betreiber dieser Heime ist es wichtig, dass der Rubel rollt.
Was für mich noch wichtiger ist und eigentlich ein Skandal sein könnte, dass der ältere Mensch als nicht mündig erklärt wird, und er wird wie ein Kleinkind behandelt. Die Familien machen sich häufig nichts daraus, weil die „Alten“ doch bald sterben werden, und dann geht es an das Erbe.
Man darf einen Menschen nicht für unmündig erklären, auch wenn er eine Demenz oder sonstige Erkrankungen hat. Der Mensch ist krank, und er muss behandelt werden, auch wenn es ein alter Mensch ist.
Wir alle wissen, mit zunehmendem Alter beginnt auch eine Veränderung in unserem Gehirn, d.h. Wir werden generell vergesslich. An bestimmte Dinge aus unserer Vergangenheit können wir uns erinnern, aber vieles vergessen wir. Aber auch diese Verhaltensweise ist kein Grund dafür, den alten Menschen zu entmündigen und als Kleinkind zu behandeln.
Der Mensch muss ärztlich behandelt werden, und der ältere Mensch bleibt ein mündiger Mensch, bis er in die Grube steigt.
Wir sogenannten modernen Menschen müssen langsam lernen, mit unseren älteren Mitmenschen richtig umzugehen, ihn als Menschen, auch wenn er alt ist, zu achten und zu respektieren, und das als Mensch, denn er ist uns immer gleich ge­blieben. Der alte Mensch hat uns die Vorgaben mitgegeben, damit wir uns weiterentwickeln können, und das haben wir dann auch getan. Ich möchte hier nicht sagen: wir Jüngeren wären es ihm schuldig, nein er ist ein Mensch, der sich dann um mich gekümmert hat, als ich seine Hilfe brauchte. Jetzt im Alter braucht er meine Hilfe, und das habe ich in dem Fernsehfilm gesehen, und die alten Schauspieler haben es wundervoll dargestellt.
Die alten Menschen sollen auch im Alter ihre Fähigkeiten für die Gemeinschaft der Menschen nutzen, denn auch die noch vorhandenen Fähigkeiten sind für die Jüngeren sehr zum Vorteil, um sich weiterentwickeln zu können. Der alte Mensch hat auch im Alter seine Aufgaben in der Gemeinschaft zu erfüllen. Erst wenn er tot ist und seinen letzten Weg gegangen ist, dann steht er der Gemeinschaft nicht mehr zur Verfügung.
Liebe Freunde, wir sollten nicht erst im Alter über das Altern nachdenken, sondern schon in den Jahren, wenn das Alter noch sehr weit von uns entfernt ist, denn das Altern kommt oft sehr schnell.
Ich bin sehr froh, dass ich die Alten in diesem Fernsehfilm gesehen haben, die Musiker „Rocco und die Herzschrittma­cher“ spielten. Mir hat dieser Film sehr viel gegeben, und ich bin sehr nachdenklich geworden.
Auf Wiedersehen, meine Freunde, bis auf bald.















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