Freitag, 14. Juni 2013

Hochwasser in Deutschland

Hochwasser in Deutschland
Meine lieben Freunde, jetzt haben wir auch etwas Hochwasser in Deutschland, aber diesmal ist es wesentlich mehr, und das Dasein des Wasser dauert schon einige Wochen. Manche von euch werden sagen: das sei einmal zu erwarten gewe­sen sein, aber war es wirklich so. Ich möchte mich aus dieser Diskussion heraushalten, denn zu meiner Zeit als Kind und Jugendlicher habe einige Jahre lang auch ähnliche Hochwasser gesehen und erlebt. Gut, es waren nicht die Wasser­höhen wie in diesem Jahr und das Hochwasser hat zeitlich nicht so lange gedauert, aber Wasserschäden wurden trotz­dem angerichtet.
Damals habe ich nicht den Blick für die Hochwasserschäden gehabt, sondern das viele Wasser machte mir richtig Spaß, obwohl die Nordsee nur einige Kilometer entfernt war. Man könnte eigentlich sagen, dass ich Pervers veranlagt, denn einerseits habe ich Wasser vor der Tür und dann freue ich mich noch mehr über mehr Wasser.
Nun gut als Jugendlicher oder auch Heranwachsender habe ich das Wasser gut kennengelernt, aber ich hatte nie Angst vor Wasser gehabt, denn als ich mit siebzehn Jahren zur Bundeswehr ging, wollte ich zur Kampfschwimmer Einheit, denn ich hatte war auch für diese Einheit tauglich, aber ich bis lieber zur Fallschirmtruppe gegangen.
Das Hochwasser begleitete mich dann die weiteren Jahre auch noch. Bis 1962 nahm ich als Helfer bei kleineren soge­nannten Katastrophen teil, aber dann kam das Jahr 1962. Zu der Zeit war ich wieder zum Luftlande-Pionier-Bataillon zurückgekehrt, nachdem ich an der Luftlandeschule Soldaten zum Fallschirmspringen ausgebildet hatte. Aber diese Kammandierung wurde für mich der Anfang eines neuen Erlebnisses, was nur ein richtiger Pionier erleben kann,
Einen Tag nach der beginnenden Flutkatastrophe wurden wir über Nacht alarmiert, und wir wurden mitsamt dem Pio­niergerät per Zug nach Hamburg in das Hochwassergebiet verlegt. Wir blieben dann dort bis zum Ende des Hochwas­sers.
Für mich war dieses Hochwasser ein einmaliges Erlebnis, denn ich lernte die totale Kamerad in die Situation kennen, und ich zehre heute noch davon. Meine Erinnerung sind noch immer so klar, als hätte ich alle wie gestern erlebt.
Aber das derzeitige Hochwasser wird seine unübersehbaren Spuren hinterlassen, wenn ich an den vielen Dreck und Schlamm danke, an den vielen Schrott und zu guter Letzt an die zerstörten Häuser oder an die Häuser die abgerissen werden müssen.
Für die Bevölkerung in Deutschland, aber auch im ganzen Mitteleuropa, wo die Flut und das Hochwasser wirklich ge­wütet hat, wir die Aufräumarbeit weitergehen, und die Menschen werden weiterhin fleißig sein, sowie sie bei der Flut geholfen haben, um Menschen und Häuser oder Material zu retten.
In diesen Wochen hat der Mensch bewiesen, dass er immer versucht, mit allen Situationen fertig zu werden, die ihn be­lasten, und ich staune immer wieder, wie es der Mensch schafft.
Meine lieben Freunde, ich verfolge jetzt weiterhin die Situation in den Hochwassergebieten, denn auch ich möchte wis­sen, wie es der Mensch schafft, die ganzen Schäden sauber zu beseitigen. Aber ich denke, der Mensch wird es schaffen, weil er der Mensch ist, ein Wesen, das mit vielen Begabungen ausgestattet ist.
Bald werden wir alle es wissen. Und sollte dieses jemand lesen, der in diesem Hochwassergebiet lebt, dem wünsche ich alles Gute für die Zukunft, und auch viel Glück bei der Beseitigung aller Schäden. Mein lieber Freund, Du musst in die Zukunft sehen, aber Du wirst es auch tun.

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