Sonntag, 3. März 2013

Homosexuelle hinter Mauern

Homosexuelle hinter Mauern
Der ehemalige Arbeiterführer von Polen „Lech Walesa“ will die Homosexuellen hinter Mauern verbannen, damit seine Enkelkinder diese Menschen nicht sehen, bzw. keinen Kontakt zu diesen Menschen bekommen.
Eigentlich ist es erstaunlich solche Worte von einem Mann zu hören, der die Arbeiter von Polen anführte, um gegen die damalige sozialistische Regierung Stimmung zu machen. Er schaffte es auch, und man nahm ihn deshalb nicht fest oder steckte ihn in ein Gefängnis, denn die Polen wollten sich anscheinend von der damaligen Sowjet-Union lösen, was im­mer schon der Wunsch der Polen war. Es ist eigentlich bekannt, dass Polen und Russen nie ein besonders gutes Verhält­nis hatten, denn die Polen standen Jahrhunderte unter russischer Herrschaft sowie nach dem 2.Weltkrieg unter sowjeti­scher.
Die homosexuellen Frage hat jedoch nichts mit der Politik zu tun, sondern mit der Einstellung zur Homosexualität. Wa­lesa ist Katholik, und ich glaube, dass er sehr strenggläubig ist. Im Fernsehen habe ich gesehen, dass er engen Kontakt zum Papst hatte, als der Polen besuchte. Dass er strenggläubig ist, das ist Walesa seine Angelegenheit, aber er ist doch ein aufgeklärter Mensch, der früher die polnischen Arbeiter in die Richtung der Freiheit führte.
Aber ich denke, dass der Glaube die geistige Freiheit eines Menschen erheblich einschränkt. Der Mensch wächst in die­sem Glauben auf, und er hält sich an den Glaubenszitaten, weil sie sein Leben erheblich beeinflussen, und ohne diese Glaubensgrundsätze hat der Mensch das Gefühl leer zu sein, und allein in dieser Welt zustehen, was ihm Angst und Furcht einjagt.
Auch Walesa hält an den Glaubensgrundsätzen der Kirche fest, und betrachtet diese Glaubensgrundsätze als das Leben. So ist das Schwulsein eine Schande, die getilgt werden muss sowie es der Glaube vorschlägt. Aber er vergießt, das es auch viele Katholiken gibt, die homosexuell sind, auch katholische Würdenträger.
Also müssten auch diese Würdenträger hinter Mauern ihr Leben fristen.
Hier kommen mir die Gedanken auf, wenn Walesa sagt: Homosexuelle gehören hinter Mauern, dass es Aussagen der Nationalsozialisten sind, die ab 1933 bis 1945 auch Homosexuelle hinter Stacheldraht eingesperrt hatten, in sogenannte Konzentrationslagern. Auch kommt in mir der Gedanken auf: haben sich die Grundsätze des Nationalsozialismus aus der christliche Religion entwickelt? Darüber könnte man vielleicht einmal nachdenken.
Walesa denkt nicht an die Würde des Menschen. Er hat damals, als er ein Arbeiterführer im Sozialismus war, die Men­schen geführt, und er hat vielleicht auch an die Würde der Arbeiter gedacht, aber mit seiner Aussage: Homosexuelle ge­hören hinter Mauern, hat er nicht mehr an die Würde des Menschen gedacht, sondern er dachte an die Religion, die ihn zu dieser Aussage geführt hat.
Mein lieber Lech Walesa, du solltest an die Würde des Menschen denken, denn der Mensch steht an erster Stelle, denn er ist dein Gefährte, wenn du durch das Leben schreitest. Denn mit der Würde des Mensch en kommt auch die Freiheit des Menschen, die Freiheit zu sagen, was er denkt. Das unsere Freiheit durch Gesetze eingeschränkt wird, das ergibt sich aus dem gesellschaftlichen Zusammenleben vieler Menschen. Wo viele Menschen zusammenleben müssen Geset­ze geschaffen werden, die ein Zusammenleben der Menschen regeln. Wer gegen diese Gesetze verstößt, der muss mit Sanktionen rechnen. Aber diese Gesetze unterminieren nicht die Würde des Menschen, sondern sie schützen die Würde des Menschen.
Da Homosexualität nicht mehr unter Strafe steht, so ist die Homosexualität auch legal. Wenn zwei Männer oder zwei Frauen zusammenleben wollen, dann dürfen sie auch zusammenleben, denn sie haben ihre Lebensgefährten gefunden, und sie brauchen ihr Leben auch nicht hinter Mauern fristen.
Lösen wir uns von den Religionen, denn der Mensch ist wichtiger. Der Mensch ist seit etwa zwei Millionen Jahren, mit seinen Vorfahren, hier auf dem Planeten, und die Homosexualität gab es schon dieser Zeit, aber nicht die christliche oder islamische Religion sowie die jüdische.
Meine lieben Freunde, ich denke jetzt in diesem Augenblick an die Würde des Menschen, denn als Soldat und später als Beamter wurde ich auf diese Würde hin vereidigt, und ich habe diesen Eid mit Freude abgelegt und unterschrieben.

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