Donnerstag, 24. Januar 2013

Waffen in den USA

Waffen in den USA
In den letzten Tagen, vor gut 10 Tagen, bin ich durch eine Nachricht in den Medien schockiert worden, als ich die Nachricht las, dass ein 15-jähriger Junge seine Eltern und drei Geschwister erschossen hat.
Der Grund für diese Tat ist oder war auch damals noch nicht bekannt, aber das der Junge die fünf Personen erschossen hat, das war ein feststehender Beweis.
Mir gingen damals viele Gedanken durch den Kopf. Ich habe den Jungen nicht verachtet, weil er Menschen erschossen hatte, sondern ich habe mich gefragt: warum macht es ein junger Mensch, seine eigene Familie hinzurichten.
Für eine derartige Tat braucht man sehr viel Überwindung. Ein Fremder kann eine derartige Tat hemmungsloser bege­hen, aber bei einem Familienangehörigen entstehen eher starke Skrupel, um nach der Waffen zu greifen, um seine eige­ne Familie auszulösen. Denn eine Familie ist der Hort der Sicherheit für einem selbst, wenn es einem einmal schlecht gehen sollte.
Und trotzdem hat der Junge die Familienangehörigen hingerichtet. So hat er deutlich gezeigt, was mit den Waffen ge­schehen soll, die im Umlauf sind, und für alle Amerikaner frei zur Verfügung stehen, sie zu kaufen, und sie auch zu be­nutzen.
Wahrscheinlich hatte man dabei gedacht, um die Familie zu beschützen, aber leider geht der Verkauf der Waffen in Richtung unkontrollierbarer Waffengewalt gegen andere Menschen, ob sie eine Straftat begehen wollen oder nicht.
Die Waffenlobby sieht nur ihr Geschäft. Sie will Waffen verkaufen, aber was nach dem Verkauf geschieht, ist ihnen egal, weil sie dann die Verantwortung auf den Waffenbesitzer abschieben. Aber die Verantwortung liegt bei der Waf­fenlobby und bei den Politikern, die den Waffenbesitz als allgemeines Grundrecht für einen Amerikaner ansehen und deshalb an diesem Recht festhalten.
Nach derartigen machen die Politiker öffentlich entsetzt, aber für sie kommt eine Veränderung der Waffengesetze nicht in Frage, sondern sie kommen dann gemeinsam mit der Waffenlobby zu anderen Argumenten, für die man dann wieder Waffen benutzen kann.
Soll in den Schulen, hier besonders in Texas, der Waffenbesitz auch für Schüler erlaubt werden, d.h. Schüler dürfen zu­künftig mit Waffen in der Schule hantieren, und wenn ihnen der Lehrer oder die Lehrerin unsympathisch sind, dann dürfen die Schüler diese Personen erschießen. Die Gerichte haben dann anschließend etwas zu tun. Vielleicht wird dann der Täter noch als Held gefeiert, von der Waffenlobby bestimmt.
Ich war selbst zwölf Jahre sogenannter Waffenträger der Nation, als Soldat, aber im Umgang mit Waffen war ich sehr vorsichtig, denn eine Waffe kann Übles ausrichten oder verrichten. Beim mir in meinem Haus gibt es keinerlei Waffen, was ich schon mit meiner Frau abgesprochen habe. Denn Waffen können sehr leicht zu einem großen Unglück führen.
Wenn ich von jemanden mit einer Waffe bedroht werde, so versuche ich den Waffenträger in einem Gespräch zu über­zeugen, die Waffe wegzulegen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gespräche häufig oder auch immer zu einer Ent­spannung führen, man kommt irgendwann mit dem Gegenüber in ein fruchtbares Gespräch, und man erfährt gegeben falls, warum der Gegenüber zu derartigen aggressiven Mitteln gegriffen hat. Vielleicht kann man dann helfen.
Bei dem 15-jährigen in den USA ist gleich geschossen worden. Er hat versucht, mit Waffengewalt irgendetwas zu errei­chen, was er sonst nicht erreicht hätte.
Wenn man in den USA weiterhin Kinder an Waffen ausbildet, so wird man die Aggression der Menschen nicht in den Griff bekommen. Die aggressiven Verhaltensweisen werden sich weiterhin steigern, und dann zu weiteren schweren Tötungsdelikten führen. Aber wer hat Schuld daran?
Man wird hier sagen: es sei die Waffenlobby. Aber die kann es nicht sein, denn der Mensch ist Schuld daran, wenn er derartige Verhaltensweisen für gut hält, obwohl er genau weiß, dass aggressives Verhalten immer zu schweren Körper­verletzungen oder zum Tode führen kann.
Für die Waffenlobby sind auch Menschen zuständig, also sind auch diese Menschen verantwortlich, denn sie denken nicht an den Menschen, der Opfer und Täter ist, sondern sie denken nur an den Profit, den der Verkauf der Waffen ein­bringt.
Meine lieben Freunde, ich habe nur einen wirklich brennenden Wunsch, dass die Amerikaner ein neues Waffengesetz schaffen, um alle Waffen aus den Schulen und Wohnungen verbannen, und dass nur ausgesuchte Waffenträger Waffen tragen dürfen, die mit Waffen verantwortlich umgehen. Aus sollten Waffen vor Kindern sicher aufbewahrt werden. Denn in Kinderhänden haben Waffen nichts zu suchen, es reicht schon, wenn Erwachsene Waffen tragen und damit herumhantieren.
Ob mein Wunsch in Erfüllung geht, das ist ungewiss.











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