Donnerstag, 1. November 2012

In der letzten Zeit dachte ich oft darüber nach, wie würde es mir ergehen: wenn mein langjähriger Partner nicht mehr an meiner Seite stehen würde? Wenn er einfach weg wäre. Nicht durch eine Trennung, sondern durch den Tod, der das Leben auf diesem Planeten beendet, weil wir Wesen sind, die auf diesem Planeten leben. Wir haben uns hier auf der Erde den Gegebenheiten des Lebens auf diesem Planeten hingeben müssen, weil wir hier leben.
Aber jetzt stirbt mein Partner, was jetzt in unserem Alter passieren kann. Er ist dann weg. Seine sterbliche Hülle würde mir dann nur für Stunden zur Ansicht zur Verfügung stehen, aber was ist denn diese sterbliche Hülle, was bedeutet der Körper, der nicht mehr lebt und in das Stadium der Verwesung übergeht? Es ist nur eine körperliche Hülle, in der sich die Organe des Leben aufhalten, die nicht mehr tätig sind.
In dieser Situation würde ich dann an den Geist meines geliebten Partner denken, d.h. er wäre für mich noch da, denn ich würde ihn an meiner Seite spüren, als wenn er noch mit seinem Leib neben mir stehen würde.
Aber der Tod meines Partners wäre für mich besonders schwer. Ich habe meinen Partner damals gefunden, als ich noch bei der Fallschirmtruppe war. Ich war viel auf Kommandos unterwegs, denn es waren viele geheime Kom­mandos, über denen ich nie etwas gesagt habe, aber mein Partner wollte darüber auch nichts wissen. Wir haben dann geheiratet und sind die ersten 10 Jahre ohne Nachwuchs geblieben. Es war damals eine schöne Zeit gewe­sen, auch wenn ich oft dienstlich unterwegs war. Wir haben dieses Leid miteinander geteilt, denn wir haben uns sehr geliebt, und wir haben damals schon gewusst, dass wir wirklich zusammengehören würden.
Mit dem Nachwuchs, der sich dann einstellte, war unser Glück vollkommen. Ich hatte mir immer eine Tochter ge­wünscht, und dieser Wunsch ging in Erfüllung.
Die Geburt meiner Tochter war mit vielen Schwierigkeiten verbunden, so dass ich damals schon dachte, ich wür­de meine Tochter alleine großziehen, aber zum Glück ging alles gut.
An all diese Dinge würde ich denken, wenn meine Frau für immer Abschied nehmen würde. Meine Gedanken, die auch heute immer bei ihr sind, wären auch noch dann bei ihr, wenn sie körperlich nicht bei mir wäre. Aber ich weiß, dass sie trotzdem im Geiste bei mir sein wird, aber es wird schwer sein, ohne den Partner die schönen Tage der reifen Jahre zu verbringen.
Diese enge Verbundenheit mit einem lieben Partner habe ich mir schon als Kind gewünscht, denn meine Kindheit selbst war nicht berauschend. Ich war schon als Kind immer selbständig gewesen, d.h. ich habe eigenständig in ei­ner Familie gelebt, als wenn es nicht meine Familie gewesen wäre. Ich habe auch heute keinen engen Bezug zu dieser Familie, wenn ich auch mit ihnen heute noch spreche, aber der Bezug oder die enge Bindung fehlt. Darum habe ich mir später diese Familie gewünscht, in der ich ganz aufgehen kann.
Und das alles würde bei Tod meines Partners in Frage gestellt, womit ich dann fertig werden muss, aber zum Glück habe ich noch meine Tochter, die mir behilflich sein wird, den Weggang meines geliebten Partners zu über­winden.
Es sind die Gedanken der reifen Jahre. Ich habe diese Gedanken, und fülle sie dann mit Nachdenken aus. Was mir dann wirklich passieren wird, und wie ich mich dann wirklich verhalte, das weiß ich derzeit nicht.
Liebe Freunde, da ich nicht weiß, wie alt ihr seit, so frage ich euch nicht, welche Empfindungen habt ihr gehabt, wenn ihr darüber nachgedacht habt, im Alter einen lieben Partner zu verlieren?

Keine Kommentare: