Freitag, 12. Oktober 2012

Tour de Franc

Im Radsport gibt es jährlich das große Sportereignis: „die Tour de Franc“. Die Radsportfreunde freuen sich über dies jährliche Ereignis, so war es früher auch bei mir, aber dann als Armstrong die Tour gewann, nicht beim ersten Sieg, sondern bei dritten Erfolg merkte ich, dass bei diesen Erfolgen etwas nicht so mit rechten Dingen zuging.
Ich hatte schon damals darauf getippt, dass Armstrong leistungssteigernde Mittel zu sich nahm, die verboten bzw. im Radsport nicht erlaubt waren.
Denn seine Siege fielen immer so einwandfrei aus, und man merkte bei ihm nie, dass er zum Ende der Tour eine oder mehrere Leistungseinbrüche erlebte, sondern generell stetig durchfuhr, und das machte mich immer stutzig. Ich sagte schon damals zu meiner Frau: „ der Blödian hat bestimmt gedopt“. Dann habe ich den Fernseher in ein anderes Programm umgeschaltet, und danach habe ich mir nicht mehr die Tour de Franc angesehen. Es mag viel­leicht ein Fehler gewesen sein, dieses Großereignis nicht mehr anzusehen, aber gedopte Typen anzuschauen und dann zu wissen, wer gewinnt, darauf stehe ich wirklich nicht.
Ich habe meinen Körper noch nie gedopt, und ich bin dabei sehr gut gefahren. Ich bin über 71 Jahre alt, und von diesen 71 Jahren habe ich über fünfzig Jahre Leistungssport im Laufen und Radfahren getrieben, was ich nie be­reut habe, aber heute teilweise darüber nachdenken, dass ich heute keinen Arzt finde, der mich bezüglich meines starken Sportlernherzens beraten könnte. Ich muss leider alles selbst machen.
Zurück zum Doping, denn warum Menschen so gerne leistungssteigernde Mittel nehmen, das liegt wohl daran, sie möchten prominent werden und möchten viel Geld verdienen, denn wenn man im Sport, der heute professionalisiert ist, hervorragende Leistungen bringt, dann bekommt auch Geld und zwar eine Menge, besonders im Radsport, weil es dort viele Sponsoren gibt.
Doch mir ist heute noch unklar, warum die Sponsoren es dulden, dass sich Sportler dopen, denn auch sie wissen genau, dass das Doping wohl leistungsfördernd ist, aber es ist auch für die Gesundheit des Menschen nicht erbaulich.
Der Fall „Armstrong“ wird zu einem Krisenfall im Radsport, denn er wird auch noch andere Sportler mit in den Strudel reißen, die dann auch zugeben müssen, selbst leistungssteigernde Mittel genommen zu haben. Auch der internationale Radsportverband wird nicht so einfach davon kommen, denn er wird sich für die Zukunft etwas überlegen müssen, wie man es unterbinden kann, dass Sportler leistungssteigernde Produkte einnehmen.
Der Radsportverband weiß genau, dass Doping die Gesundheit der Sportler erheblich schädigt, besonders das Herz, der große Motor im Körper des Menschen hat darunter zu leiden. Ich habe auch ein großes, von der Muskulatur her, Herz, aber ich komme damit sehr gut zurecht, denn ich trainiere heute noch jeden Tag meine zweieinhalb Stunden. Ich habe es selbst gesehen, als ich bei den Kardiologen war, und die haben mich bei der Untersuchung miteinbezogen, dass das Herz nicht vom Volumen groß war, sondern von der starken Muskulatur.
Wie muss das Herz eines Sportlers aussehen, der leistungssteigernde Mittel zu sich genommen hat?
Ich verfolge jetzt weiterhin die Affäre Armstrong, und ich bin gespannt wie ein Bogen, wie sie ausgehen wird. Vielleicht wird Armstrong für seine Leistungen im Verbrauch von leistungssteigernden Mittel vom Radsportverband noch befördert.
Jetzt meine lieben Freunde, möchte ich mich für heute von Euch verabschieden, denn ich habe noch etwas zu tun. Also bis zum morgigen Tag, hoffentlich ist er auch so schön für mich wie der heutige.

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