Dienstag, 30. Oktober 2012

Nichts

Dieser Begriff „Nichts“ ist eigentlich wie alle Begriffe in der menschlichen Sprache oder Lautgebung etwas Ei­genartiges, aber auch gleichzeitig etwas, das über ein Etwas etwas aussagen könnte. Aber was sagt dieser Be­griff eigentlich aus?
Betrachten wir den Begriff etwas genauer, und was stellen wir fest: er sagt aus, dass es nichts ist, denn nichts ist nicht nichts.
Wir Menschen sind visuelle Wesen, nur nur dann etwas verstehen oder einen Beweis haben, wenn sie etwas sehen und sagen können: das ist ein Tisch usw. Natürlich spielen wir auch mit unserem Verstand, indem wir die Gedan­ken durch unser Gehirn wandern lassen, um dann anschließend diese Gedanken auch äußern. Aber wir können die Gedanken nicht sehen, aber den Gegenstand, der vor uns steht, den sehen wir, und dann wissen wir auch: es ist ein Schrank usw. Das Denken ist für uns Menschen eigentlich, nur in diesem Fall, eine Wiedergabe von Begriffen de­ren Gegenstand wir erkannt haben. Sonst ist das Denken nur dann gegeben, wenn wir den Gegenstand sehen, und so geben wir diesem Gegenstand einen Namen oder Begriff, den wir dann sprachlich über unsere Gedanken äu­ßern.
Aber jetzt zu dem „Nichts“ . Ich sehe diesen Begriff auf dem Bild meines Laptops, weil ich ihn hingeschrieben habe. Aber was bedeutet mir dieser Begriff? Wenn ich nachdenke eigentlich gar nichts. Und jetzt taucht wieder der Begriff „Nichts“ . Wenn er mir nichts bedeutet, warum habe ich ihn niedergeschrieben? Oder will ich mit die­sem Begriff etwas andeuten oder aussagen? Ich denke, ich will etwas aussagen und zwar das: der Begriff „Nichts“ bedeutet mir momentan in soweit etwas, weil ich über diesen Begriff ein wenig schreibe, bzw. darüber mir meine Gedanken mache.
Wenn ich nichts sehe, kann ich sagen, ich sehe nichts, weil nichts da ist. Aber ist wirklich nichts da? Oder steht et­was hinter dem Nichts, von dem wir nichts ahnen?
Wenn ich dann höre oder mir wird gesagt: es gibt Teilchen, die man nicht sieht, dann denke ich, wenn es so etwas gibt, dann darf es auch kein Nichts geben. Vom Visuellen her ist der Gedanke richtig, aber nur vom Visuellen, denn dass es unsichtbare Teilchen gibt, das wissen wir durch die Forschung auf vielen Gebieten der Wissenschaft. Wir Menschen haben Gerätschaften entwickelt, mit denen wir diese Teilchen also das Nichts über winden können und somit feststellen können, dass es eigentlich kein Nichts gibt.
Wir Menschen sagen meistens dann: es ist Nichts, aber dann ist doch etwas da, das wir nicht erkannt oder nicht gesehen haben. Man müsste eigentlich beides beachten: das Visuelle und das nicht visuelle, denn beides ist da, nur das Eine sieht man nicht, oder man kann auch sagen: Sehen und Nichtsehen. Daran erkennt man, dass die Menschen Mängelwesen sind. Durch unsere Entwicklung an Gerätschaften und sonstigen Hilfsmittel haben wir uns zu dem entwickelt, was wir heute sind. Aber auch heute noch sagen wir, wenn wir etwas nicht sehen oder erkennen „es ist Nichts“ .
Ich selbst, meine lieben Freunde, wir werden bei diesem Begriff bleiben, denn er hat sich uns sehr stark eingeprägt, und eigentlich kann man auch sagen, er stört gar nicht. Ob er mich stört, wenn genau darüber nachdenke, eigentlich nicht, denn ich kenne diesen Begriff schon Jahrzehnte.

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