Sonntag, 14. Oktober 2012

Nächstenliebe

Im Christentum wird die Nächstenliebe von den Religionshütern sehr groß geschrieben, das heißt, die Religions­hüter wollen den gläubigen Christen zu Gläubigen erziehen, die die Nächstenliebe sehr ernst meinen, und die sich für den Nächsten in ihrem Glauben zu jeder Zeit und in jeder Lage einsetzen.
Aber was bedeutet dieser Begriff „Nächstenliebe“ überhaupt?
Dieser begriff mag unterschiedliche Bedeutung haben, auch wenn wir Christen mit diesem Begriff aufgewachsen sind, und ihn ständig gehört haben, bzw. zu jeder für die kirchliche Obrigkeit passende Situation damit konfron­tiert wurden.
Ich kenne nicht die Meinung meiner lieben Mitmenschen zum Begriff „Nächstenliebe“, so kann ich nur von mei­ner Meinung ausgehen, was ich unter Nächstenliebe verstehe.
Ich verstehe darunter, der Mensch soll seinem Mitmenschen der Not immer zur Seite stehen. Gerät der Mitmensch in eine Notsituation, dann soll ich ihm helfen, unbeschadet aus dieser Notsituation herauszukommen. Die christli­che Obrigkeit hat daraus den Begriff „Nächstenliebe“ geprägt, d.h. du sollst deinen Nächsten lieben. Die Obrig­keit ist noch einen Schritt weitergegangen und hat dann noch gemeint: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. Das meine Freunde ist ein großer Schritt in der Beziehung unter den Menschen. Denn wir Menschen sind nicht die, die den anderen Menschen lieben, sondern wir Menschen sehen unter uns die Konkurrenz zwischen den Menschen, besonders bei den Männern. Wie weit eine Konkurrenz zwischen den Frauen besteht, das kann ich lei­der nicht beurteilen.
Jetzt hat man vor etwas 2000 Jahren die Nächstenliebe zwischen den Menschen vorausgesagt oder angedeutet, aber warum und wie ist dieser Begriff eigentlich entstanden?
Die Begriff bestand mit der Entstehung der christlichen Religion soweit es mir bekannt ist. Hier wurde auch der Begriff der „Nächstenliebe“ entwickelt und als solcher an die Gläubigen weitergegeben. Scheinbar wollte man diese christliche Religion als friedliche Religion darstellen, d.h. man wollte den christlichen Menschen als fried­fertigen Menschen darstellen, und diesen Menschen auch gleichzeitig als Gläubigen hinstellen, der sich für seinen Glauben opfert. Auch wollte man den christlichen Glauben als Gemeinschaft der Menschen als brüderliche Ge­meinschaft hinstellen, d.h. alle Christen sind Brüder und Schwestern.
Aber das ist nur Theorie, denn wie sieht die Wirklichkeit aus? Die Wirklichkeit des Menschseins liegt in der bio­logischen Entwicklung des Menschen. Als was und wie entwickelte sich der Mensch? Der Mensch entwickelte sich aus Tieren. Welches Tier für den Menschen die Basis herstellte oder zur Verfügung stellte, das ist uns Men­schen unbekannt. Doch wie haben wir Menschen uns, seit dem wir auf diesem Planeten sind entwickelt? Ganz grob dargestellt, haben wir uns zu Raubtieren entwickelt, d.h. wie sind von der Biologie her: „Allesfresser“. Dar­um töten wir auch andere Tiere, um an das Protein zu kommen also an Fleisch. Wir töten andere Tiere wie auch die anderen uns bekannten Raubtiere Löwe, Tiger usw.
Doch was uns zur Verfügung steht, das ist etwas, was auch die anderen Lebewesen haben, das wir Verstand nen­nen. Im Laufe der Jahrtausenden hat sich in uns Intelligenz entwickelt. Wir Menschen können denken, aber auch lesen und schreiben. So wurde eine Art entwickelt, die über die Arten der Tierwelt auf diesem Planeten steht.
Wir Menschen haben auf diesem Planeten uns selbst entwickelt, aber auch eine Kultur der Intelligenz. Aber ich frage mich: stehen wir am Anfang oder am Ende der Entwicklung?
Jetzt kehre ich wieder zu dem Begriff der Nächstenliebe zurück. Aufgrund unserer Intelligenz haben wir vor et­was 2000 Jahren diesen Begriff entwickelt, und man kann sich darüber streiten, ob dieser Begriff einen religiösen Hintergrund hat oder nicht? Da sich vor gut 2000 Jahren eine neue Religion „das Christentum“ entwickelte, und dieser Begriff „Nächstenliebe“ in der Entstehung in diese Zeit fällt, so kann man bei der „Nächstenliebe“ von ei­nem religiösen Begriff ausgehen.
Gut, die Christen haben diesen Begriff als Teil der Grundlage ihrer Religion angesehen. Aber gibt es wirklich Nächstenliebe unter den Menschen?
Ich habe große Zweifel, denn mit diesem Begriff verbindet sich die Sehnsucht nach Macht über andere Menschen, denn wenn ich als Mensch einen anderen Menschen in seiner Notlage helfe, dann erwarte ich nach der Hilfe Dankbarkeit von diesem Menschen, und so rutscht dieser Mensch in eine Abhängigkeit zu mir, so dass ich über ihn Macht habe. Machen es die religiösen Institute nicht genauso. Sie helfen den Menschen, aber danach erwarten sie von den Menschen Dankbarkeit und Unterwerfung.
Liebe Freunde, ich habe nur meine Gedanken wiedergegeben, und ich möchte Euch hier sagen, es ist nicht die Vollständigkeit über den Begriff „Nächstenliebe“, sondern ich habe den Begriff eigentlich nur gestreift. Es wäre eine philosophische Überlegung, weiter über den Begriff nachzudenken, welche Hintergründe sich nach einer intensiven philosophischen Betrachtung hier auftun. Ich weiß es nicht genau, aber ich habe die dumpfe Ahnung, dass macht bei intensivere Betrachtung des Begriff etwas mehr finden würde.

Keine Kommentare: