Freitag, 19. Oktober 2012

Lügen

Man sagt doch oft: „Lügen haben kurze Beine“, was bei mir sogar stimmen würde. Aber wer sagt mir denn, dass ich lüge? Doch wohl keiner. Meine Frau sagt manchmal: schwindle nicht soviel, aber es hält sich eigentlich im Rahmen, denn in dieser Richtung darf man nicht soviel von sich hergeben, was ich auch nicht mache.
Aber was bedeutet eigentlich. „Lügen“? Lügen ist das Gegenteil von der Wahrheit, auch wenn manchmal auch die Wahrheit eine Lüge sein kann. Ich selbst sage nur: jeder Mensch lügt also sagt die Unwahrheit. Aber dann frage ich mich: warum sagen die Menschen die Unwahrheit oder lügen?
Es gibt im Leben sehr häufig unterschiedliche Situationen, in denen man etwas sagen: entweder die Wahrheit oder die Unwahrheit also die Lüge. Aber manchmal ist es auch so, dass man unbewusst die Unwahrheit oder auch Lüge äußert, aber dann auch bewusst. Was will man mit einer Lüge erreichen? Und warum lügt der Mensch manchmal so stark, dass sich bildlich gesehen die Balken biegen?
Der Mensch lügt, um immer einen Vorteil zu erreichen, denn die Lüge soll oder ist immer so angelegt, dass sie zum Vorteil des Menschen wird und ist, der lügt.
Schauen wir uns einmal die Politik an. Die Politiker lügen sehr oft oder auch immer, wenn sie den Mund aufma­chen, denn sie benötigen immer einen Erfolg, weil ihr ganzes Handeln aber auch Verhalten auf den Erfolg ausge­richtet ist. Um eine Situation zu beschönigen wird die Lüge herangezogen, weil sie die Situation, in der der Politi­ker steckt, verschönert wird und der Politiker präsentiert sich auffälliger und besser als seine politischen Gegner.
Meine lieben Freunde, ihr kennt selbst dieses Bild, in dem der Politiker vor die Presse tritt und seinen geistigen Unsinn herunter betet, aber dann stellt man fest, welcher Unsinn der Inhalt des Gesagten darstellt, oder welche Lüge der Politiker geäußert hat.
Was mir in den langen der heranwachsenden Reife aufgefallen ist, dass auch die kräftig lügen, die oft oder auch ständig zu anderen sagen: du musst immer die Wahrheit sagen, nur sie selbst lügen.
Der Mensch ist ein Widerspruch in sich selbst. Einerseits verlangt er von anderen Menschen die Wahrheit, aber dann äußerst er selbst die Lüge. Aber so ist der Mensch veranlagt.
Ich selbst habe mir immer gesagt: überlege genau, wann sagst du die Wahrheit und wann die Unwahrheit. Ich bin gerne in der Lüge zuhause, denn sie gibt mir sehr viel. Ob Geschichten erfinden und dann erzählen auch eine Lüge ist, das bezweifle ich hier, denn Geschichten erzählen gehört doch zum Leben. Früher haben unsere Vorfah­ren Geschichten von der Jagd erzählt, so nach dem Motto „Jägerlatein“. Ich mag dieses Jägerlatein sehr gerne, denn es hat mich von klein auf schon dazu angeregt, selbst Geschichten zu erfinden, um diese dann zu erzählen. Natürlich entsprangen diese Geschichten meiner Fantasie. Wenn während meiner Kindheit Gewitter war, mussten wir Kinder aufstehen, weil wir in alten Baracken lebten. Bei Blitzeinschlag in diesen Baracken wäre das Feuer un­aufhaltsam über uns weg gerast. Bei diesen schweren Gewittern erzählte ich meiner Mutter und meinen beiden Schwestern immer Geschichten, die so schrecklich waren, dass meine Schwester in die Hose machten. Ich bekam das am nächsten Tag durch die Züchtigung meiner Mutter zu spüren.
Es war eine wunderbare Zeit. Ich habe dieses Verhalten: Geschichten erzählen, mein ganzes Leben beibehalten, denn ich finde es sehr schön, wenn die Fantasie des Menschen angeregt wird.
Als meine Tochter noch unter sechs Jahre alt war, habe ich ihr Geschichten vorgelesen oder sehr viele ausgedach­te Geschichten erzählt. Es war eine wunderbare Zeit, die ich nie vergessen werde.
Ich war bei meinen Jugendfreunden als großer Geschichtenerzähler sehr bekannt, ja eigentlich sehr berühmt, aber auch heute noch bin ich in meiner eigenen Familie als Geschichtenerzähler sehr berühmt, denn ich muss euch sa­gen, auch heute noch kommen meine Verwandten ins Schleudern, weil sie nie wissen: ist es die Wahrheit oder die Unwahrheit.
Aber ich denke, dass das Geschichten erfinden auch eine Art von Unwahrheit oder Lüge ist, aber diese Unwahrheit oder Lüge habe ich gerne, denn gerade die Lüge kann für eine Geschichte sehr interessant oder auch sehr spannend sein. Ich höre mir die Lügen sehr gerne an, weil ich dann wieder einmal etwas zu lachen habe.
In ernsten Sachen oder Situationen soll man der Lüge fernbleiben, was auch ich mache, denn bemühe ich mich, um die Wahrheit. Ansonsten bleibe ich bei der Lüge, besonders bei einigen Menschen, d.h. wenn die selbst zur professionellen Lüge neigen: siehe die Politiker.
So meine lieben Freunde, ich habe genug gelogen. Vielleicht werde ich in Zukunft einige Lügengeschichten in meinen Blog stellen, und dann könnten wir über Email uns die Lügengeschichten erzählen, oder auch die Lügerei begutachten. Eigentlich finde ich so etwas als eine gute Sache. Man kann dann wenigstens lachen.

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