Mittwoch, 5. September 2012

Weissagungen

Heute frage ich mich: gibt es eigentlich Weissagungen oder nicht? Um diese Frage zu beantworten, muss ich aus meiner gespaltenen Persönlichkeit herauskommen, damit ich zu einer Beantwortung komme, aber ob die auch wirklich exakt ist, scheint mir nach einigen Überlegungen sehr zweifelhaft. Ich beziehe mich nur auf die Beant­wortung des Begriffs „Weissagung“.
Wenn ich in Geschehen in der Zukunft weissagen soll, dann kann diese Weissagung stimmen oder nicht, denn dann ist diese Weissagung ein Zufall bzw. Glücksache. Meistens stimmen diese Weissagungen nicht, denn man kann nichts voraussagen, wenn man nicht die Fakten kennt, die die Weissagung letztendlich prägen.
Ich denke jetzt an den Maya-Kalender aus früheren Jahrtausenden, der am 21.Dezember 2012 ausläuft also been­det ist oder zu Ende ist.
Jetzt stellt man sich die Frage: was kommt danach? Kommt es wirklich zu einem Weltuntergang oder ist alles völlig anders als wir denken, und es kommt zu einer Veränderung der menschlichen Gesellschaft, also es wird alles besser.
Wir Menschen denken immer dann, wenn wir von einem Weltuntergang hören, es kommt was Schreckliches und Furchtbares auf uns zu, aber kann es diesmal nicht so sein, dass sich die Menschheit völlig verändert, und es eine wunderbare Gesellschaft gibt, auf die wir Menschen schon lange gewartet haben? Wir wissen es leider nicht, aber wir können und dürfen hoffen, dass sich die menschliche Gesellschaft verändert, und dass es keine Kriege also keine Gewalt mehr unter den Menschen gibt. Denn wir alle wissen genau, dass der Mensch aus einem hohen Potential von Gewalt besteht, und dieses Potential auch immer einsetzt, wenn es geht oder wenn er es kann.
Aber jetzt einmal zurück zum Kalender. Warum beendet der Kalender seine Voraussagen? Ist den Mayas damals das Papier ausgegangen, oder gibt es andere Gründe, die die Voraussagen so plötzlich beenden? Wir wissen es nicht, und wir halten uns nur an den Aussagen, die uns vorliegen.
Es ist die schöne Unsicherheit, auch in mir, wenn ich von einer Vorhersage erfahre, und diese Vorhersage trifft dann nicht ein, was ich schon in der Vergangenheit meines Lebens erlebt habe. Oft sind Menschen in ihren Vorhersagen sehr schnell zur Hand, oder sie machen es aus Langeweile, weil sie sonst nichts zu tun haben, denn man muss doch oft im Gespräch bleiben, weil man erst dann beachtet wird, ein großer Seher zu sein.
Ich selbst halte nichts von Weissagungen, denn die sagen mir nichts, und sie geben auch die Realität des Lebens nicht wieder, weil man nur sagen kann, dass sie die Realität des Menschen wiedergeben, der diese Weissagungen macht, aber nur seine psychische Realität. Denn bei den Weissagungen fehlt jeglicher reale Hintergrund für die Aussage des sogenannten Sehers.
Ehrlich gesagt, mir ist die Realität lieber, denn über reale Gegebenheiten kann man auch zu vorläufigen Voraussagen kommen, die vielleicht nur für kurze Zeit gelten, aber diese sind auch nicht zuverlässig.
Ehrlich gesagt, wenn ich meine Weissagungen machen würde, dann würde auch ich die geistige Unterhose runter lassen, um der Welt meinen Hintern zu zeigen, aber ich mache es noch nicht, vielleicht etwas später.
Ich lese diese Weissagungen sowie alles Geschriebene mit Interesse, aber ich halte mich an diesen Weissagungen nicht fest, denn das kann ich nicht, wenn ich den Hintergrund dieser Weissagungen erkannt habe. Doch manchmal kann ich mir das Lächeln nicht verkneifen.
Wer Weissagungen glaubt, der soll sie glauben, denn der Mensch soll sich in der Seligkeit des Glaubens wohlfühlen, denn ich bin noch immer der Meinung: selig sind die, die jeden Unsinn glauben.

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